Inprekorr 1971–1992

Archiv der Internationalen Pressekorrespondenz der IV. Internationale

Inprekorr 1985: Lateinamerika

Ablösung der Diktaturen

Inprekorr Nr. 200, Februar 1988 · S. 31-32 · 198 Wörter

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Die Einnahme des Bunkers von Somoza in Managua am 19.Juli 1979 steht für eine grundlegende Wende der politischen Lage in Lateinamerika. Eine Wende, die seither mit dem Ende mehrerer Militärdiktaturen in der Südhälfte Lateinamerikas, mit der Neuorganisicrung der Arbeiterbewegung in verschiedenen Ländern und mit der Ausweitung des demokratischen Kampfs vertieft wurde. In der Sandinistischen Revolution hat sich die Dynamik der permanenten Revolution klar bestätigt. In Nicaragua setzte sich eine vereinte revolutionäre Führung an die Spitze des demokratischen und antiimperialistischen Kampfs.

Mit dem Sturz der Diktaturen in Brasilien, Argentinien und Uruguay zeigte sich in den Grundzügen eine ähnliche Herausforderung: die unabhängige Arbeiterbewegung muß sich an die Spitze des demokratischen Kampfs setzen, um einen Prozeß der permanenten Revolution ingang zu setzen.

Indes fand sich die Arbeiterbewegung bei keinem dieser Übergangsprozesse an der Spitze der demokratischen Mobilisierung. Während im Jahr 1972 die argentinischen Gefängnisse von den Massen im Sturm genommen und die politischen Gefangenen befreit worden waren, wird die Frage der Verschwundenen heute unter den Teppich gekehrt und die Militärjustiz spricht die Schuldigen frei. aus: Inprekorr Nr.167, März 1985

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1986 PHILIPPINEN

Marcos' Sturz