Mit der ersten Interpretation psychologistischer Art wird das Problem grob vereinfacht: daß die Kulturrevolution ein Kampf zwischen verschiedenen Fraktionen der chinesischen KP gewesen sei, ist evident;, die Chinesen haben das selbst seit August 1966 erklärt. Aber nur was diesem Kampf zugrundelag, was in ihm auf dem Spiel stand, kann ihn erklären: er kam deshalb zum Ausbruch, weil über die Art, wie die Probleme des Übergangs zum Sozialismus in China anzugehen und zu lösen seien, immer größere Meinungsverschiedenheiten entstanden. Und sein Ziel war, diese Meinungsverschiedenheiten zugunsten der maoistischen Lösungen zu entscheiden.