Inprekorr 1971–1992

Archiv der Internationalen Pressekorrespondenz der IV. Internationale

Polen

Solidarität mit den polnischen Arbeitern

Inprekorr Nr. 68, 28. Oktober 1976 · S. 8-11 · 2.668 Wörter

Polen Frankreich Gewerkschaften und Streiks Italien

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Im Gegensatz zum Dezember 1970 hat die intellektuelle Opposition diesmal sehr schnell auf die polizeiliche Repression reagiert, die auf die Ereignisse vom 25. Juni folgte. Der erste uns bekannte Protestbrief trägt das Da- Brief von Jacek kuron an berlinguer oder der Brief der so der Offene 13 Intellektuellen. Herausragendstes Ereignis war aber sicherlich, daß 14 Intellektuelle am 26. September in Warschau ein "Komitee zur Verteidigung der Arbeiter, die der Repression zum Opfer gefallen sind" gegründet haben. Die polnischen Oppositionellen sind schon mehrmals hervorgetreten, um die Freiheiten zu verteidigen, aber dies ist das erste Mal. daß sie die der Arbeiter verteidigen. Diese Tatsache ist von größter Bedeutung; sie zeigt nämlich, daß sich die Praxis der Opposition nach links entwickelt hat. Die Kampagne zur Verteidigung der Arbeiter und zu ihrer finanziellen Unterstützung (das Komitee hat laut seinem ersten Kommunique bis zum 29. September 160.000 Zlotys gesammelt und verteilt -- 3.000 Zlotys sind der Durchschnittslohn eines Arbeiters) erlaubt zum ersten Mal seit 1956, eine Verbindung zwischen der intellektuellen Oppo sition und der Arbeiterbewegung herzustellen. Die In tellektuellen, die sich an dieser Kampagne beteiligen, nehmen bedeutende Risiken auf sich. , Mehrere von ihnen dürfen ihre Arbeiten nicht mehr veröffentlichen, die Miliz hat Professor E. Lipinski ein Manuskript beschlagnahmt . es war Fricht einer mehriährigen Arbeit: mehrere andere sind verhaftet und beschuldigt worden, sie unterhielten Beziehungen zu Radio Free Europe (als ob dieser Sender, der an die CIA gebunden ist, ein interesse am Schicksal der Arbeiter hätte). Als man sie freiließ. hat man ihnen außerdem bedeutet, sie würden dafür verantwortlich gemacht, wenn andere Dokumente im Westen veröffentlicht werden sollten. Es ist äußerst wichtig daß ie Intellektuellen die Familien der verhafteten und ent lassenen Arbeiter finanziell unterstützen, denn diese befinden sich in einer sehr schwierigen Lage, da das Hauptcinkommen ausfällt und sie hohe Rechtskosten und Strafen bezahlen müssen.

Unter den anderen Dokumenten, die uns zugekommen sind, veröffentlichen wir im folgenden den Solidaritätsbrief mit den Arbeitem (vom 2. Juli). der unseres Wissens im Westen noch nicht veröffentlicht ist BRIEF DER ARBEITER 2. JULI 1976 Wir Unterzeichnenden glauben, daß man dem psychischen Terror, den die Regierungskampagne hervorgerufen da sie die Regierung gezwungen hat, auf die öffentliche Meinung Rücksicht zu nehmen. Wir halten es für eine nationale daß die Bevölkerung nicht anders wirksam in die ein streiks und schwere Unruhen ne meinen, dal durch Streiks und schwere Unruhen. daß die Verantwortung für die Wende, die die Ereignisse von Plock, Ursus und Radom genommen haben, auf die Staatsteurer" zu bezeichnen. Wir protestieren dagegen, Teilnehmer an Arbeiterdemonstrationen Repressalien aus- Durch diese J.Cywinski, L. Dom, L. Gluzinski, L. Jankowski, M. Kozak, S. Kowalski, D. Lachow ska, M.Lukasiewicz, S. Krajewski, B. Mazurkiewicz S. Puzyna, A. Rusiecki, P. Stasins, A. Zdzierski. W. Sawicki, P. Sawicki, W. Wypych, W. Zawadzki, Später folgten noch andere Briefe und Appelle: die be- kanntesten davon sind der Brief der 13 Intellektuellen an welt für die Beftelung der Arbeit solidarisieren" und der die sich mit dem Kampf der Arbeiter der ganzen Offene Brief von J. Kuron an Berlinguer.

Auf die ersten Appelle der polnischen intellektuellen zur intemationalen Solidarität sind Reaktionen gefolgt. Als Antwort auf den Appell Kurons hat die KPI gefordert, daß man gegenüber den Verurteilten "Milde und Gnade" walten lasse, und Berlinguer hat an Parteichef Gierek einen Brief geschrieben, dessen Inhalt nicht öffentlich bekannt geworden ist. Als Antwort auf den Appell der 13 Intellektuellen haben Günther Grass und Heinrich Böll Protestbriete an die polnischen Partei- und Regierungsstellen geschickt. In Frankreich forderten seit Ende Juli Gewerktierabteilung der Post in Paris-St, Lazare, unter den Angestellten des Finanzministeriums und in der Sortierabtei lung der Post von Paris-Montpamasse. Hier der Text de Pettionvon 90 Arbeitern der Sortierabteilung von Paris- St. Lazare:

"Mehrere tausend Verhaftete, ausende von bestraften Ar- mindestens tausend inhaftierungen im ganzen Land, beitem, die zurückversetzt oder denen der Lohn gekürzt wurde, Hunderte von unterschiedlich schwer Verwundeten, ein Hagel von Prozessen... das ist die Bilanz der Repression der polnischen Bürokratie gegen die Arbeiterbewegung nach den Streiks vom Freitag, dem 25. Juni. Die französische Arbeiterbewegung kann zu diesen Ereignissen nicht schweigen, da sie nur der arbeiterfeindlichen Propaganda der intemationalen Bourgeoisie nutzen. Die Postarbeiter der Sortierabteilung von Paris-St, Lazare, Gewerkschaftsmitglieder der CGT, CFDT und FO solidarisieren sich mit dem Kampf der polnischen Arbeiter für die Durchsetzung ihrer Forderungen: sie verurteilen die Polizeimaßnahmen der Regierung und fordem die sofortige Aufhebung aller Sanktionen, die seit dem 25. Juni gegen die polnischen Arbeiter ergriffen wurden.

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In Kanada hat ein Komitee mit der Unterstiitzun nehrerer bekannter Gewerkschafter für den Monat Oktober zu einer Veranstaltung in Toronto aufgerufen. Das ist der Weg, den wir einschlagen mussen. Die polnische Arbeiterbewegung und die polnischen oppositionellen in tellektuellen brauchen die massive Unterstützung der Arbeiterbewegung im Westen. Die Bürokratie ist schon einen Schritt zurückgewichen: beim Revisionsprozeß geger sieben Arbeiter von Radom wurden für alle Angeklagten die Strafen gemildert; aber wenn wir die Solidarität nicht verstärken, werden andere Prozesse folgen. Die revolutionäre Situation in den Ländern Westeuropas wird umso nachhaltiger auf die anti-bürokratischen Bewegungen in den Ländem Osteuropas wirken, je intensiver die Solidarität der westlichen Arbeiterklasse mit ihren unterdrückten polnischen Klassenbrüdern ist.

Der italienische Metallarbeiterverband (FLM) hat gefordert, daß jegliche Verfolgung der polnischen Arbeiter eingestellt werde. Noch andere Gewerkschaften müssen Protest einlegen, es geht um die Zukunft der polnischen Arbeiterbewegung!

Solidarität mit den unterdrückten polni schen Arbeitern!

Solidarität mit den oppositionellen polnischen Intellektuellen!

Soforen gegentele polichen robertsmas Sofortige APPELL FÜR DIE POLNISCHEN ARBEITER

DIE DER REPRESSION ZUM OPFER GE- FALLEN SIND

Es folgt der Text einer Petition, die gerade in Frankreich herumgeht und gezeichnet ist von: F. Chatelet, M.F. Kahn, J. -Marie Vincent, Dominique und S.T. Desanti, Maurice Nadeau, Maxime Le Forestier, Maxime Rodinson, Alain Krivine.

*te geein don die sich für die verbien in ael Spanien, in der Tschechoslowakei und in der Sowjetunion die sich für die Verfolgten in Chile, in eingesetzt haben, an alle die, die sich mit dem Kampf der Arbeiter der Kurzlich ist in Polen sefst ei konicet solidarisieren'.

zur Unterstützuns der Arbeiter, die nach den Ereignissen vom 25. Juni 1976 der Repression zum Opfer gefaller and a en le hir nen site enter de der hueh, durch Den Mitgliederndieses Komitees daß sie für ihren Mut teuer bezahlen müssen, ständige Schikanen der Regierung und durch den Verlust ihres Arbeitsplatzes, - Wir fordem von der polnischen Regierung die sofortige Freilassung aller, die im Zusammenhang mit den Ereig nissen vom 25. Juni 1976 verhaftet worden sind. - Wir forder die Wiedereinstellung aller Entlassungen an ihrem früheren Arbeitsplatz bei gleichem Lohn und gleicher Qualifikation.

Nite Kronen er meteren, the sich mit ce Verurteilten solidarisch erklärt haben. die sich mit den APPELL AN DIE BEVOLKERUNG UND AN DIE

REGIERUNG DER VOLKSREPUBLIK POLEN

Appell des "Komitees zur Verteidigung, in 25 Arbeiter die nach den Ereignisse Juni 1976 der Repression zum Opfer gefal len sind' Der Appell wurde unterzeiclinet von: Ja, bi, Ziembinski. Berge Tage spilter hat sich auch die ekannte Schauspielerin H. Mikolåjska dem Komitee angeschlossen.

"Der Aufstand der Arbeiter gegen die Preissteigerungen, der die Reaktion der gesamten Bevölkerung zum Ausdruck gebracht hat, wurde mit äußerst brutalen Repressionsmaßnahmen beantwortet, In Ursus. Radom und in anderen verhaftet, usw. Hinzu kommen die Entlassungen, seidaen wurden. Demzu Sammen mas enteise geschlagen, ebenso wie Verhaftungen besonders hart die Familien derer treffen, die der Repression zum Opfer gefallen sind. Diese Maßnahmen stellen eine eklatante Mißachtung der Gesetze seitens der offiziellen Regierungsorgane dar Gerichte haben ihr Urtei 1 ohne den geringsten Beweis gefillt, Und die Entlassungen verstoßen gegen das Arbeitsan die Repressionsmaßnahmen gegen die Personen zu erinnem, die die Protestbriefe gegen die Änderung der Verfassung unterzeichnet haben: einige wurden aus der Universität ausgeschlossen, andere wurden illegal verhört und waren Erpressungen aller Art ausgesetzt. Schon lange ist die Repression nicht mehr so massiv und so brutal gewesen. Zum ersten Mal seit Jahren wurde in Verhören wieder hysische Gewalt angewandt Die Opfer der Repression tönnen in keinster Weise auf die Hilfe der Organe zählen, die sie verteidigen müßten, vor allem die Gewerkschaft; die tut fast nichts. Auch die sozialen Institutionen verweiger jegliche Unterstützung.

Die Bevölkerung muß daher selber diese Unterstiltzung gewähren, da diejenigen, die verhaftet wurden, für die Interessen aller eingetreten sind. Das einzige Mittel, das die Bevölkerung hat,um sich gegen die Nicht-Anwen duns ler Gesetze zu wehren, ist die gegenseitige Hilfe und di‹ Solidarität.

auf juristischer finanzieller und ärztlicher Ebene die unerläßliche Hilfe bieten zu können.

Es ist notwendig, daß wir die ganze Wahrheit über die Repressionsfille erfahren. Wir sind davon überzeugt, da B nur die volle Kenntnis der von der Regierung angewandten Methoden eine wirksame Verteidigung erlaubt. dern daher all diejenigen auf, die Opfer der Repressior geworden sind oder denen solche Falle zu Ohren gekommen sind, die Mitglieder des Komitees vollständig davon zu informieren.

Unseres Wissens sind schon 60, 000 Zlotys für die Arbeiter gesammelt worden. Aber die Not ist viel größer und nur eine Initiative der gesamten Bevölkerung kann Abhilfe schaffen. Wir müssen uns so organisieren, daß wir den Opfenüberall dort helfen können, wo sie sich befinden. An jedem Ort, in jedem Betrieb gilt es, mutige Leute zu finden, die ihnen zu Hilfe kommen und eine kollektive Unterstützung organisieren.

Die Repressionsmaßnahmen gegen die Arbeiter sind wider die Menschenrechte. sowohl im intermationalen Recht wie auch im polnischen Recht enthalten sind: das Recht auf Arbeit, das Streikrecht, die Meinungstreiheit, die Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit. Deshalb fordert das Komitee im Einklang mit der Resolu tion der Bischofskonferenz vom 9. September 1976 die Amnestie für alle Verhafteten und Verureilten und ihre Wiedereingliederung in den Arbeitsprozeß. Das Komitee appelliert an die gesamte Bevölkerung, dies Forderungen zu unterstützen. Wir sind zutiefst davon überzeugt, daß wir durch die Gründung dieses Komitees unsere Pflicht als Bürger und als Menschen erfüllen, zum Wohl des Vaterlands, der Nation und des Menschen. DOKUMENT

APPELL DER 13 POLNISCHEN

INTERLEKTUELLEN

Am 20. Juli wurde im Bezirksgericht Warschau im Prozeß egen sieben Teilnehmer an einer Arbeiterdemonstration, lie am 25. Juni in der Traktorenfabrik Ursus bei Warschau stattgefunden hat, das Urteil verkündet. Die Teilnehmer an dieser Demonstration --eine der größten, die es in Polen gegeben hat und deren Ziel es war, gegen die massive Preissteigering zu protestieren - wurden mit Gefangnis bis zu drei Jahren bestraft. Dieser Prozeß hat unter Bedingungen stattgefunden, die gegen das Prinzip der Öffentlichkeit der Verhandlungen verstießen. Nur díe Familien der Angeklagten hatten Zutritt zum Gerichtssaal; ausländischen Joumalisten und zahlreichen Intellektuellen und Studenten, die sich vor der Saaltür versamme hatten kurven verl antien des eyuns e- Die Arbeiter wurden angeklagt, habt zu haben. Alle Verteidiger waren vom Amt eingesetzt,

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Gleichzeitig fand in Radom der Prozeß derjenigen statt, die an einer Massendemonstration teilgenommen hatten. Die Angeklagten hier wurden zu Freiheitstrafen bis zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt. Und die Presse hat noch weitere Prozesse angekündigt.

Es ist unsere Pflicht, uns dagegen zu wehren, daß die Proteste der Arbeiter gegen die ungerechte Sozialpolitik und die autoritären Methoden der Regierung als "Rowdytum " bezeichnet werden. Man muß nachhaltig betonen, daß die Verantwortung für die Gesetzesübertretungen im Laufe der Ereignisse in Ursus und in andem Stadten Polens die Regierung zu tragen hat, da sie durch ihr Verhalten die höheren Formen der Arbeiterdemokratie unter- Bradet haben emeritee die sich im Oktober 1956 gevemichtet und die Gewerkschaften in eine tote Scheinvertretung verwandelt hat, die dem Regierungs aph ist, den wobeitem die ihmen zent daß es unumgängden Arbeiter die ihnen zustehenden Rechte zurückzugeben und nicht zur gewaltsamen Unterdrückung zu greifen, wenn man in Zukunit solche dramatischer Ereimisse vermeiden will.

Der Kampf der polnischen Nation für diese Rechte -ein Kampf der auch bei den zahlreichen Protestaktionen gegen die Verlassungsreform geführt wurde-- ist ein Kampf für den demokratischen Sozialimus, der nach Karl 'Marx "das Gegenteil all der Verhältnisse ist, in denen der Mensch ein gedemütigtes Wesen, verlassene und verachteter Skalve ist.

Wir sind uns der Tatsache bewußt, daß unser Appell nicht auf normalem Weg an die Offentlichkeit gelangen wird, obwoll wir überzeugt sind, daß er die Haltung der Mehrheit des polnischen Volkes widergibt. Deshalb bedienen wir uns eurer Redaktion, um uns an alle die zu wenden der Menschenrechte kimplen, and an alte die, die sich der Menschenrechte kampten, und an für die Verfolgten in Chile, in Spanien, in der Tschecho- die sich slowakei und in der Sowjetunion einsetzen. An diese richten wir folgenden Appell: helft den gefangenen polnischen Arbeitern Informationen, die wir aus len Gelangissen und den Genchissalen erhalten haben deuten darauf hin, daß die Sicherheitsorgane in den Verhören physische Gewalt anwenden. Es ist andererseits auch allgemein bekannt, daß die Arbeiter, die verdächtigt werden, an den Demonstrationen teilgenommen zu haben, massenweise entlassen werden. Das bedroht ihre eigene materielle Existenz und die ihrer Familien. Wir wenden uns an Jean-Paul Sartte, Andre Malraux, Pierre Emmanuel, Louis Aragon, Jean-Marie Domenach, Claude Roy, Jean Daniel, Laurent Schwartz. Wir wenden uns an Günther Grass, Arthur Miller, Saul cer und Robert Conquest.

Befreiung der Arbeit solidarisieren. Fordert die Freilassung der Teilnehmer am Arbeiterprotest in Polen. Stanislaw Baranczak, Dichter der jungen Generation: Jazek Bochenski, Schriftsteller; Kazimierz Brandys Schriftsteller: Stefan Kisielewski Schriftsteller und katholischer Publizist: Andrzej Kijowski, Schriftsteller und Publizist: Ryszard Krynicki, Okonom: E. Lipinski, Schriftsteller: Jan Joæf Lipski, Kritiker und Lietraturhistoriker: Adam Michnik, Historiker: Halina Mikolajska, Schau spielerin: Marek Nowakowski, Schriftsteller: Julian Stryjkowski, Schriftsteller: Jan Zieja, Priester. BRIEF EINES POLNISCHEN STUDENTEN

Im folgenden veröffentlichen wir noch die Klage eines Studenten der Universitit Warschau gegen seine Verhaftung wegen der Ereignisse von Diese Klage ist die zweite Klage Ludwig Doms: seinc erste hat er aus denselben Grinden am i *1. September formuliert.

Warschau, den 24. September 197G An den Generalstaatsanwalt der Volksrepublik Polen Betrifft Klage gegen die Milizleitung des Bezirks Radom wegen illegaler Festnahme und körperlicher Mißhandlung Am 23. September wolte ich mit meinen Freunden im Gericht Radom der öffentlichen Verhandlung über die seriebeamen in zesen en lang ere den Ereignisen Zusammenhang mit den Ereignissen des 25. Juni -- Anm. d. Übers.) bei. Wir waren zu viert, drei Männer und eine Frau. Nachdem wir den Gerichtssaal verlassen hatten, wurden wir in der Trauguttastraße verhaftet. Man forderte uns auf, steigen, was wir getan haben. Es muß ungefälir 15 Uhr gewesen sein. Der Wagen fuhr uns zur Milizdirektion des Bezirks Radom, wo wir nach einiger Zeit in getrennte Büros geführt wurden: vondiesem Moment an besomen die ethe et une von men team en lischein lich Lukasik, aber dessen bin ich mir nicht sicher. Der Name des andem ist mir nicht bekannt. Die Beamten

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duzten mich und schrien auf mich ein, aber nur einige Male haben sie mich beleidigt (z.B, haben sie mich Arschloch und Idiot genannt). Der Beamte, der wahrscheinlich Lukasik-heißt, ler trei chal auf den Schi dei lin der flachen Hand zwei oder drei Mal auf den der Nähe der Schläfe geschlagen. Der zweite Beamte hat mir unterdessen Fausthiebe gegen den Brustkasten versetzt. Danach haben mich die Milizbeamten so hart am Arten am gerien en Schließlich befahl mir einer daß dieser unter dem der Beamten (Lukasik), Schuhe und Strümpfe auszuziehen und die Beine auf einen ca. 50 cm weit entfemten Stuhl auszustrecken. Dann hat er 5 bis 7 Mal mit seinem Knüppel auf die Zehen und die Fußsohle geschlagen, was ziemlich schmerzhalt war. Beim letzten Schlag habe ich angefangen zu schreien und die Beamten haben aufgehört, Nur in der ersten eineinhalb Stunde haben sie mich geschlagen und brutal mißhandelt. Daforderungen meinerseits) Hert zu nennen (was in Poler mich (nach wiederholten Autsiezen bedeutet -- Anm, d. Ubers. ).

sie gedroht, mich eine halbe Stunde lang mit einem Knüppel auf die Füße zu schlagen und mir mit denflaschen messer den Bart abzuschneiden -- angeblich aus Hygiene gründen. Gegen 19Uhr 30 wurde ich wieder treigelassen; ch bin zum Bahnhof gegangen, wo ich Freunde getroffen habe, die vor mir freigelassen worden waren, Antoni Macierewicz und Grazyna Jaglarska

IRLAND