Zweiundzwanzig politische Gefangene, darunter einundzwanzig baskische Aktivisten, sind trotz der "Amnestie" die die spanische Regierung erlassen hat, immer noch im Gefängnís von Puerto de Santa Maria eingeschlossen. Seit der Verkünduns der Amnestie haben sich die Lebensbe dingungen für die Gefangenen verschlimmert (s. dazu den "Brief der politischen Gefangenen aus Puerto de Santa Maria", den wir in der vorigen INPREKORR veröffentlicht haben). Als Antwort auf die anhaltende Repression im Baskenland , durch die ein weiterer baskischer Kämpfer ums Leben gekommen ist, sind die Gefangenen in den Hungerstreik getreten. Sie haben folgenden Brief an die Arbeiterklasse und das Volk von Euzkadi gerichtet: Die Regierung Suarez hat nicht anders auf den Kampf der Arbeiter und des Volkes von Euzkadi geantwortet als alle Regierungen der Diktatur vor ihr: mit der Repression. Parapolizeiliche terroristische Grippen, die völlig ungestraft handeln können, Verhaftungen,, Knüppelschläge und Erschießung von Demonstranten das ist die wirkliche Basis der Regierungspolitik; auf diese Weise versucht sie, mit dem unaufhaltsamen Vormarsch des Kampfes im Baskenland und der andem nationalen Minderheiten im spanischen Staat fertig zu werden.
In diesem Kampf ist Jesus Mari Zabala Erasun gefallen, wie andere Genossen vor ihm in Vitoria, Basauri, Monte- Der Diktatur bleibt keine andere Möglichkeit zu uberle- Santurce und vielen anderen Orten gefallen sind. ben als die, auf das Volk zu schießen, während sie gleich zeitig versucht, ihre Gesetze etwas aufzupolieren und der mächtigen Bewegung der Arbeiter- und Volksmassen lăcherliche Zugeständnisse zu machen - ein letzter Versuch, ihren Vormarsch hin zu wirklicher Freiheit und Demokratie zu kontrollieren und zu brechen. Aber diese reformistischen Manöver sind gescheitert. Mit ihrer Demagogie der "Amnestie"
sie niemanden getäuscht, und wir politischen Gefanrenen sind weiterhin im Gefängnis, mehr als je zuvor unte rückt und isoliert. Der Rest ihrer hat sich als grobschlächtiger Versuch enthüllt, den Todeskampf der Diktatur hinauszuziehen.
Der jüngste Generalstreik der Arbeiter und des Volkes von Euzkadi zeigt den Weg auf, wie wir Demokratie und nationale Freiheit erringen werden: durch den Sturz der Diktatur. Ohne jeden Pakt mit keinem Teil von ihr. Ohne Kompromisse mit denen die wegen ihrer ei genen Inteessen diese Freiheit und die Demokratie beschneider wollen. Man kann mit Mördem keinen Pakt schließen. Euzkadi steht im Kampf für seine nationale Befreiung und für seine Forderungen, damit Jesus Mari Zabala Erasun das letzte Opfer der Mörderdiktatur sei. Wir wollen uns dem Kampf unseres Volkes anschließen und tun dies auf die einzige Art, die uns möglich ist: den unbefristeten Hungerstreik.
Für die Freilassung aller politischen Gefangenen und die freie Rückkehr aller aus dem Exil!
Für die Auflösung der Repressionskorps!
Keine Straffreiheit für die Verantwortlichen des franquistischen Regimes!
NIEDER MIT DER DIKTATUR !
Gora Euzkadi Askatuta ! Lang lebe das freie Euzkadi 1 Puerto de Santa Maria, 17. September 1976
Schweden