KRISE nur als Instrument der Verteidigung der Arbeiter gegenüber der wirtschftlichen Krise gesehen, son lem es wird ihr unterstellt, daß sie eine entscheidende Phase in der Entfaltung des revolutionären Prozesses des Kampfes der Massen für den Sozialismus" darstellt. Außerdem wird die Konzeption der Arbeiterkontrolle sagt das Dokument: "der "strategische Wert" der Kontrolle der Arbeiter und des Volkes kann wie folgt zusammengefaßt werden:
- in bestimmten Situationen ist sie das Instrument, mit Hilfe dessen man wichtige Teilerrungenschaften durchsetzen kann:
- das Wachstum der Kontrolle der Arbeiter und des Volkes schwächt und zersetzt den Grad der Kontrolle, die der Klassengegner auf die Gesamtgesellschaft ausübt:
- schließlich stellen die Erfahrungen, die die Massen im Kampf mit der Ausübuns von Formen ler Kontrolle machen, eine wertvolle "Lehre" fur de Mine e kanonie der Arier und de Volkes auf der Ebene der Macht nur einen partiellen und unsicheren Einfluß haben kann".
Die Untertitel entsprechen denen im Original. nunmehr unmöglich ist, ihr Monopol auf die Rererseits dadurch, daß sie nicht bereit ist, Regierung und die Macht wirklich mit allen Parteien der Arbeiterbewegung zu "teilen" . Daraus
PROLE TART folgt der objektive Druck zu einer Linksregierung als der einzigen, wirklich durchsetzbaren Altemative in dieser Situation: aber ihre konkrete Verwirklichung, der Inhalt ihres Programms und die Art ihrer Beziehungen zur Massenbewegung werden Gegenstand eines harten Kamples auf politischer und sozialer Ebene sein.
In Wirklichkeit reichen weder die parlamentarische Basis, noch der Charakter der gewissermaßen "historischen Reife" der "Linksregierung" aus. umn KPI und SPI dazu zu bewegen, ohne und gegen die DC zu regieren (,..).
Diese Linie (der SPI und der KPI) wird sich zunächst im Versuch niederschlagen, die DC auf alle Falle in edwede Art der Regierungslormel einzubeziehen. Aber selbst wenn dies unmöglich wäre, würde sich diese Orientierungin einer Regierung ohne Beteiligung der DC zu der die reformistischen Arbeiterparteien schlißlich gezwungen wären, sowohl in der Regierungsformel, als auch im Programm nie- Die reformistischen Parteien werden, wenn jede Möglichkeit einer Regiening mit der DC (DĆ-SPI. oder andere Formeln) ausgeschöpft scheint, schließlich versuchen. eine Art *historischen Kompromiß ohne die DC" (oder eine "Notstandsregierung mit dem. der dazu bereit ist") zustan dezubringen Was die Zusammensetzung der Regierung betrifft so würde das darauf hinaušlaufen, die "kleinerer Parteien "der Bourgeoisie in die Regierung mitein zubeziehen, besonders die PRI (Republikanische Partei), die. wenn sie auch quantitativ nur sehr geringes Gewicht hat, in Wirklichkeit für die Klasse sehr repräsentativ ist, da sich auf sie der Wille bedeutender Schichten des Großkapitals konzentriețt, eine alternative politische Vertretung zur DC aufzubauen.
Auf der Ebene des Programms würde dies bedeuten. daß dabei ein Regierungsprogramm herauskăme in dem neben den traditionellen reformistischen Zielen im Kern die Politik der "Krisenlösung" indem volksfeindlichen Sinn enthalten ist, wie die Großbourgeoisie sie verfolgt (...)
Natürlich werden die Reformisten bei ihrem Bestreben, sich als die eifrigsten Verwalter der bürgerlichen Interessen darzustellen, ihre Rechnung mit der Massenbewegung machen müssen: sie werden auf den nunmehr bewährten Widerstand Linken Anstoß gibt.
Dennoch müssen zwei wichtige Einschränkungen gemacht werden. Erstens ist nicht gesagt, daß die neuen Erwartungen, die ein Wahlsieg der Linken hervorbringen wird, sich direkt in einer neuen, stärkeren Kampfwelle niederschlagen werden: dagegen stehen zunächst "Tendenzen vertrauensvoller Ervartung", *, die die Reformisten nach allen Kräften schüren werden.
Zweitens --und das ist wichtiger--ben die Reformisten beim gegenwärtigen Kräfteverhältnis in der Arbeiterbewegung und im Volk die Hegemonie aus und die Revolutionäre sind in der Minderheit. Sie sind sicher in der Lage, in Bezug auf wichtige Ziele und Momente des Kampfes eine Hegemonie zu erobem. aber noch nicht fähig. diese in einem weitläufigen strategischen Plan zu konkretisieren. Das zentrale Problem, das wir daher in Griff bekommen müssen, ist das . Motor des Drucks der Massen bewegung zu werden, damit dieser hervortritt und ein politisches Gewicht bekommt, das über unsere gegene organisatorische Stärke gegenwärtig hinaus- Was uns erlaubt, diese Kluft zu überwinden, ist die objektive Kraft der Klassenwidersprüche und ilife Spiegelung im Bewußtsein der Massen; aber wir werden dieser Kraft nur dann ein genaues und einschneidendes politisches Gewicht verleihen können, wenn wir ihr eine Orientierung auf der Basis eines Programms geben: in erster Linie eines Sofortprogramms. das die dringendsten und dramatischsten Probleme des Augenblicks behandelt, die auch eine "Linksregierung" unmittelbar angehen muß (..).
KAMPF PROGRAMM, REGIERUNGSPROGRAMM
Dies Programm muß zugleich Kampiprogramm und Regierungsprogramm sein In erster Linie Kampfprogramm: sei es, weil jedes politische Programm der Revolutionäre aus den Massen und ihren Kampferfahrungen hervorgeht und in diese wieder eingehen muß in Form systematischer Anleitung, um die sich die Kraft des Kampfes konzentrieren muß. wenn er politisch entscheidendes Gewicht erlangen will; seí es, weil besonders in dieser Phase eine wesentliche Voraussetzung des politischen Fortschritts in der Autonomie der Klassenbewegung und ihrer Fähigsie dem rückwärts gerichteten "politischen Gleich- keit liegt, ihre Hauptziele voranzutreiben, ohne gewicht" unterzuordnen, in das die Reformisten sie zwingen möchten.
Aber auch Regierungsprogramm: in welchem Sinn ≥ Sicher nicht im Sinn der Illusionen dessen. der sich nun als fertige und mächtige "Regieningsmacht" fühlt und meint, die neue Regierung konkret durch die Kraft der eigenen Ideen oder der eigenen parlamentarischen Präsenz beeinflussen zu können.
"Regierungsprogramm" bedeutet etwas anderes. Zunächst einmal bedeutet dies, einen grundsätzlich neuen Tatbestand anerkennen, der die Phase der Linksregierung kennzeichnet:
nämlich daß damit möglicherweise (nicht sicher !) eine Regierung in den Sattel gehoben wird, die zumindest teilweise ein Instrument darstellt, das die Volksmassen in ihren Kämpfen benutzen können, statt ein Instrument zu sein, das voll und ganz in der Hand des Feindes liegt.
Das heißt: im selben Augenblick, in dem die Massen für ein Ziel kämpfen. müssen sie sich die Frage stellen. wie diese Regiering für ein solches Ziel eintreten kann. Wenn man z.B. für die Schaffung einer bestimmten Anzahl von Arbeitsplätzen kämpft, wird man zugleich bestimmen müssen. . weeigne ist der leses ziel ziere cere rekte öffentliche Investitionen. Kreditkontrolle. etc.). Aber das bedeutet auch, daß man eine Prioritatenliste der Ziele der Massenbeweuna aufstellen muß. die auch (nicht allein) der ktionsspielraum einer Linksregiening in iedel besonderen Phase berücksichtigi. Es handelt sich hierbei nicht um die Grenzen des Aktionsspielraums, die sich der Kompromißwille der Reformisten "selbst auferlegt" sondem um Grenzen, die durch das Kräfteverhältnis zwischen den Klas-
sen und durch gewisse "Widerstände" (wirtschaftlicher und institutioneller Art) gegeben sind, die kurz tristig nicht auszuräumen sind Konkret bedeutet das, daß wir in unserm Programm vorrangig die Probleme der gegenwärtigen Wirtschaftskrise beantworten müssen, wobei wir ein zweifaches Ziel verfolgen müssen: einerseits müssen wir das größte Gewicht auf die Verteidigung der Interessen des Volkes legen, die aus den Kämpfen in dieser Phase der Krise hervorgetreten sind; andererseits muß der Klassengehalt der Politik bestimmt werden, mit der die Regierunger d.h. die Verteilung Costen" der Krise und die Anderungen, in der wirtschaftlichen Struktur und Entwicklung durch die Krise selbst ergeben.
Die Entwicklungolkskontrolle (wenn sie auch • der Formen der Arbeiterkon trolle und partiell und widersprüchlich und in keiner Weise in institutionellen Formen verallgemeinerbar ist stellt die wesentliche Grundlage dar, auf der sich die beiden Ebenen dieses Programms (die des "Kampfes" und die der "Regierung") miteinander verbinden können (...).
MASSENBEWEGUNG UND
REGIERUNG DER LINKEN
Im komplexen Kampf um die Bildung einer Linksregierung wird die weitestgehende und autonome Entfaltung der Initiativen der Massenbewegung von entscheidender Bedeutung sein: diese dürfen in keinster Weise den Zwangsbedingungen prekärer Kompromißgleichgewichte unterworfen werden, wie es die relormistischen Parteien versuchen werden.
Dies hat seinen tieferen Grund darin, daß die Verwirklichung unseres politischen Plans --nämlich die Bildung einer Linksregierung auf der Basis eines antikapitalistischen Programms zur Lösung der Crise -- davon abhängt daß die Kraft und die Ziele, die sich bisher auf der sozialen Ebene ausge• drückt haben, auch auf die institutionelle Ebene übertragen werden.
Von dem Verhältnis der Stärke der Linken im Parlament und den Massenkämpfen im Land hängt weitgehend die Entwicklung der politischen Szene nacl len Wahlen ab Nichts ist falscher als die Illusion, man könne einer Linksregierung den Weg öffnen und ihre Maßnahmen zur gesellschaftlichen Umgestaltung durchsetzen, indem man von den Massen das Mandat der Macht fordert und dafür dem Gegner ihre Passivität anbietet.
Ein solcher Handel, der vielfach von fortgeschrittenen Sektoren der Bourgeosie vorgeschlagen worden ist im Hinblick auf die offene Bereitschaft der politischen und gewerkschaftlichen Spitzen der Arbeiterbewegung. ihn in Erwägung zu ziehen, und der ebensooft von der realen Massenbewegung zurückgewiesen worden ist, wird im Fall eines Wahlsiegs der Linken und einer direkten Regierungsbeteiligung der KPI emeut vorgeschlagen werden, und diesmal in viel gefährlicherer und subtilerer Art und Weise.
Gleichbedeutend ist die Tatsache, daß eine einmal gebildete Linksregierung von einer breiten und starken Massenbewegung gestützt und bedrängt vird. Darauf gründet sich sowohl die Garantie. daß diese Linksregierung überleben kann, als auch die Möglichkeit, zur Volksmacht öffnet.
Der erste Grand dafür ist, daß die Regierung noch nicht die Macht ist Der Klassenkampf steht an dieser Stelle vor seinen schwierigsten Hindernissen und nur durch die Mobilisierung und die organisierte Präsenz der Massen kann er sie überwinden, Gegen offensiven vermeiden und auch die Unentschlossenheit und Rückständigkeit einer Regiering verhindem, die als Koalitionsregierung entsteht. wie man nicht vergessen darf, und in jedem Fall von reformistischen Kräften geführt wird, die sozial heterogen und in ihrer Organisation bürokratisch strukturiert sind.
Der zweite Grund ist der, daß nur eine immer aktivere und sich ständig ausbreitende Massenbewejung in der Lage ist, das Klima der Mobilisierung zu schaffen und die schwankenden Gesellschaftsschichten so zu orientieren. daß die Aktion der Regierung, die nicht umhin kann.
zu rühren und durch tausenderlei Schwierigkeiten hindurchzugehen, nicht sehr bald einer Welle ständischen Protests gegenübersteht und daher zurückweichen muß, wie es so oft in der Geschichte geschehen ist.
Ein dritter Grund'holt weiter aus" und ist an die Qualität der neuen gegenwärtigen Krise und an die Art des Programms gebunden, die zu ihre: Überwindung notwendig ist, sowie an die revolutionăre Perspektive. die sich daraus ergibt. Er besagt, daß die Machteroberung und die Ausübung der Macht heute weder allein, noch in erster Linie als einfache Ausweitung der Instrumente staatlicher Intervention (selbst wenn sie von Arbeiterparteien gelenkt wird) oder einfach als Radikalisierung der Ziele der Linksregierung gedacht werden kann: vielmehr muß sie als bewußter und längerer Kampf um die Macht durch die Verwirklichung der Formen der Arbeiterkontrolle und der Gewebe verstanden werden: die sinkstegierung Volkskontrolle im gesamten wil sein (...)t werden, Instrument dieses Prozesses Diese strategische Perspektive schließt daher andere Hypothesen aus und daher auch die Fuhrung. die man der Massenbewegung aufzuoktroyieren versucht.
Einerseits schließt sie die Hypothese aus, wonach die Linksregierung der Revolution in dem Maß len Weg öffnen werde, wie sie von dem akuter Viderspruch zwischen ihrer Politik und der Massenbewegung erdrosselt wird: andererseits schließt sie die Hypothese aus, daß eine Linksregierung von sich aus die Bedingungen für eine Art "zunehnender Harmonie" der Arbeiter- und Volksmacht in der Gesellschaft herstellt, die dann graduell zu einer Änderung des Klassencharakters der Macht Eine solche Hypothese laßt zwei wesentliche Dinge außer acht: einmal den unerbittlichen Antagonismus zwischen der proletarischen und der bürerlichen Macht, weshalb an ein graduelles Wachsum der ersteren im Schoße der zweiteren nicht zu denken ist; und den Kampf zweier Linien innerhalb der Arbeiterbewegung, weshalb nicht denkbar ist, daß eine Linksregierung. die unter reformistischer Hegemonie entstanden ist, sich"natürlicherweise" Instre ent des reolutionaten Prozeses wied ises elchen Typ der Massenbewegung um welche prioritären ele herum und in welchem Verhält. nis zur Aktion der Regierung? (...)
Was hier klar gemacht werden muß --da es eine
roße theoretische und praktische Anstrengung auch unsererseits erfordert --. ist die Notwendigkeit die Massenbewegung auf einer neuen Ebene aufzubauen, so daß síe in der Lage ist, die volle Autonomie gegenüber der Linksregierung sie darstellt, zu wahren aber auch fähig ist, die Neuheit, zu verstehen und zu nutzen. Eine Bewegung also, die das Stellverreterprinzip ablehnt, aber dennoch Korporatistischer Agitation keinen Spielraum laßt. Von diesem Gesichtspunkt aus spielt die Gewerkschaft eine zentrale Rolle, da sie die einzige Organisation ist, die --unter der Bedingung. daß sie von einer korrekten Klassenlinie gefuhrt wird-. in der Lage ist, den unmittelbaren Druck des Massenkampfes aufzugreifen und auf einer ersten Ebene zu vereinheitlichen und zu systematisieren: die einzige. die den Kampf auf politischer Ebene positiven Druck en die Pentik der Regieren er- . sogar einen zeugen kann und dabei sowohl das Risiko exemplarischer Kämpfe, die aber isoliert und Zielscheíbe eines "neuen Modells der Repression " bleiben, als auch ständisch beschränkter Kampfe, die daher möglicherweise von der reaktionären Gegenoffen si ve instrumentalisierbar sind, vermeiden kann. Es ist daher notwendig, daß:
a) die wirkliche Klassenunabhängigkeit der Gewerkschaften wieder hergestellt wird, d. h. ihre Rolle als "Staatsgewerkschaften" abgelehnt wird; b) diese Autonomie zentral auf der Einheit der Arbeiterklasse basiert, auf ihrer Fahigkeit, ihre Kampfe um eine zusammenhängede Strategie herum zu vereinheitlichen, und nicht allein auf der versprenkelten Vertretung verschiedener sektorieller Kämpfe (es gilt also, das falsche Dilemma zwischen einer "globalen Vision, die an den sozialen Frieden gebunden " ist und der "Autonomie ständisch beschränkter Kampfe" zurückzuweisen). Diese allgemeine Orientierung beinhaltet eine Reihe von Folgen:
- in Bezug auf dieZielsetzung muß die Verteidigung und der Ausbau des Beschäftigungsniveaus das zentrale und einigende Element der gewerkschaftlichen Aktion werden: die andere Achse muß natürlich die Verteidigung der Löhne sein, wobei besonders die Formen der "sozialen Verteidigung" des Lebensniveaus berücksichtigt werden kratischen Basisstrukturen dort, wo sie existieren, und ihre Neugründung andemorts entscheidend. In der Tat stellen sie die Voraussetzung tür die Verwirklichung von drei politischen Zielen dar: 1) der Aufbau einer wirklichen Klassenautonomie der Gewerkschaften; 2) die Wiederingangsetzung les Prozesses der gewerkschaftlichen Einiguns ler sich nicht auf lähmende Kompromisse grün det und sich gegen die Tendenz richtet, auf die Gewerkschaften die Konflikte und Versöhnungen, die sich zwischen den Parteispitzen abspielen, abzuwälzen; 3) den Aufbau der Einheit zwischen den verschiedenen Schichten des Proletariats von unten und die Entfaltung der Arbeiterkontrolle uber die wirtschaftlichen Entscheidungen ausgehend von diesen neuen Möglichkeiten. - in Bezug auf die Kampfstrategie der Gewerkschaften ist die Fahigkeit entscheidend allgemeine Kampfthemen mit einer bewuß- Strategie zu verbinden: das ist die einzige Strategie, die es ermöglicht, sich nicht allein uf die Ausübuns von Druck zu beschränken. was ın vermeidlich die Delegation der Entscheiduns an die Regierungspolitik zur Folge hat, sonder her Formen der Kontrolle über die Verwirklichung der angestrebten Ziele zu entwickeln. daß die Gewerkgegenüber den reaktionären Angriffen, die zweifellos zunehmer werden. eine entscheidende Rolle spielt. (...) Aber gerade wegen der entscheidenden politischen Bedeutung et klar daß sich unsere Massenaktion die in dieser Phase der Massenbewegung zukommt, nicht auf den Kampf um eine Klassenlinie in den Gewerkschaften beschränken kann, wenn dies auch sehr wichtig ist.
Wir müssen uns daher einsetzen für den Aufbau von autonomen Formen der Beweguns der Organisation der Massen. auf verschiedenen Ebenen und Gebieten:
a) auf demselben Gebiet, auf dem heute die Gewerkschaft ihre Aktion entfaltet, ist es notwendig. breite und einheitliche Aktionsformen der Avantgarde in den Kämpfenzu entfalten, die in der Lage sind, durch ihre politische Orientierung und, wenn nötig, durch autonome Kampfinitiativen, den Druck der Massen auf die Gewerkschaften zu verstärken: es dreht sich also darum, die Erfahrungen, die die CUB (Comitati Unitari die Base - Einheitsbasiskomitees). die Kollektive von DP und andere analoghe Organisationsformen in den Fabriken gesammelt haben, zusammenzufassen und in eine bewußtere, politische Perspektive einzubauen, die die Linie der Gewerkschaften ynd der Regierung beeinflussen b) andere Formen der autonomen Organisader Massen müssen auf den Gebieten und in Bezug auf die Probleme ausgeweitet werden, die von der gewerkschaftlichen Aktion noch nicht, oder in völlig unzureichender Weise berührt werden: es sind der Kamen tücken manen gegen die Teuerung um die öffentlichen Tarile. Kampf der Soldaten, der Unteroffiziere, für eine Polizeigewerkschaft, usw.
Diese Organisationsformen müssen sowohl das Ziel verfolgen, direkt gewisse Errungenschaften durch zusetzen, um die sich die Gewerkschaft nicht kümmert (und sie mit einer zusammenhängenden Perspektive der Linksregierung in Zusammenhang bringen), als auch das die Gewerkschaft zu zwinånd damit die wesentlichen Forderungen aufzugrei- sich wirklich auf dieses Gebiet zu begeben fen, die die Massenbewegung autonom schon entwickelt hat:
:) schließlich gibt es eine Massenbewegung ur zum Teil von der Gewerkschaft aufgegriffer werden kann, auch wenn sie von einer Klassenlinie geleitet wäre: das ist die Frauenbefreiungsin der Tat einen innerhalb des revolutionären Lagers aus, der nicht mit Hilfe einer korrekten Klassenlinie der Gewerkschaften zulösen ist, weil er Probleme betrifft die den gesamten revolutionären Prozeß und selbst den Aufbau des Sozialismus betreffen (...). All diese autonomen Massenbewegungen können und müssen auf den verschiedenen Gebieten, auf denen sie sich entwickeln, und bei der unterschiedlichen Art der Beziehungen, die sie zu den Gewerkschaften haben, durch ein strategisches Element miteinander verbunden sein: sie müssen voranreibender Faktor und politische Führung in der entwickluns von Formen der Arbeiter ınd der Volkskontrolle sein. die ein charak teristisches Element dieser neuen Phase des Klassenkampfes und die entscheidende Ebene sein werden, auf der die revolutionäre Linie eine eigene hegemoniale Kraft in der Massenbewegung entfalten kann.
VOTA
LOTTA
CONTINUA
LINKSREGIERUNG & VOLKSMACHT
Im folgenden veröffentlichen wir Auszüge aus zwei programmatischen Dokumenten von Lotta Continua (LC). eines vom 23. Mai und eines vom 14 Juni 1976. Das letztere trägt den Titel: "Die Linksregierung und die Volksmacht". In der Einleitung zu diesem Dokument erklärt LC: "Klarheit über die politischen Perspektiven zu verschaffen ist die eigentliche, und vielleicht die wichtigste, Aufgabe I
EINE HISTORISCHE WENDE AUF
DER TAGESORDNUNG
Italien steht am Vorabend einer großen politischen die die Wahl vom 20. Juni vollenden muß. ich auf die Korruption (Gava, christdemokratischer Abgeordneter aus Neapel. und Crociani., einIndu strieller. der in den Lockheed-Skandal verwickelt ist- Staatspräsident Leone und die Erdölgesellschaften), auf die Mafia, den Terrorismus (Attentat der extremen Rechten in Mailand in Piazza Fontana, das 14 Todesopfer gefordert hat; faschistisches Attentat gegen den Expresszug Italicus: Aktionen der Geheimdienste), auf die Ignoranz und das Vorurteil (den Sumpf im Femsehen und in den Schulen, die klerikale Durchdringung) und auf die Repression stützt (faschistisches Gesetzbuch, Antiaufruhrgesetz --legge Reale--, Spezialpolizei. Carabinieri). Die Democrazia Cristiana (DC) hat Italien 30 Jahre lang regiert, alle Zentren der Macht und alle staatlichen Institutionen zum Vorteil des Großka- ›itals (Agnelli von der Fiat, Cefis von der Montedison). der großen Spekulanten und Ban- ‹iers (Sindona und Carli) und der NATO, d.h. des amerikanischen und westdeutschen Imperialismus besetzt. Die Niederlage der Democrażia Cristiana, Dieser Text stellt zwischen den verschiedenen Teilen der "revolutionären Linken" dar, die sich anläßlich der Wahlen unter der Bezeichnung Democrazia Proletaria zusammengetan hat.
die Liquidierung ihres Regimes und die "Linksre- Continua sind daher die drei wichtigen Zielsetzun gen in diesem Wahlkampf. Drei Ziele, die untereinander verbunden sind: keines ist ohne das andere möglich (...).
DURCH DEN KAMPF UND DURCH DIE WAHL:
STÄRKEN WIR DIEREVOLUTIONÄREN KRÄFTE Während im letzten Jahr die Arbeiter und Arbeits- Jungen und Alte die Kraft aufgebaut haben, gestürzt und der DC die Bildung einer neuen Rerierung verunmöglicht hat, machen die KPI- Führer einen neuen Vorschlag: den einer Re- --Sozialdemokratische Partei Saragats--, PLI --Liberale Partei--), die sich für die Interessen und das Wirtschaftsprogramm der Confindustria (Unternehmerverband) stark macht, die mit der NATO und den USA in Verbindung steht, d.h.denen. die Freiheit und Demokratie in Chile im Blut erstickt haben.
Eine Regierung, wie sie die KPI vorschlägt läuft leicht Gefahr, nichts anderes zu sein als eine schlechte Neuauflage der Regierung Moro. Deshalb muß dieses Projekt vereiteltwerden, vor allem durch die Kämpfe, aber auch durch den Stimmzettel. Das beinhaltet die breiteste und aktivste Unterstützung für die Liste Democrazia Proletaria, die alle revolutionären Kräfte und alle organısierten Kraite, die eine wirkliche, radikale Wende herbeiführen wollen, versammelt. Die Revolutionäre stellen sich nicht nur zur Wahl, um ihre Reihen zu zählen: sie wollen ins Parlament und wollen an die Regierung, um hier die Ziele und die Forderungen der Massen hineinzutragen. Aber nur unter der Bedingung. daß der Klassenkampf im Land die Bedingungen und das Kräfteverhaltnis schafft, die ihnen ermöglichen, eine entscheidende Rolle zu spielen. Deshalb sehen wir eine sehr enge Beziehung zwischen der Stimmabgabe und dem Kampf.