Am 25. Oktober fanden in der Schweiz die Par- sondern auf die Unterstützung, die die lamentswahlen statt. Die diesjährigen Wahlen Gewerkschaftsführung dieser Partei angedeihen einer stu bon sterer Bedeutung, zumeisten- da sie in ließ. Das erlaubte ihr, auf der Ebene der Wahlen einer Situation stattfanden, den ersten Klassenreflex der schweizerischen Armal seit dem Zweiten Weltkrieg das "eidgenös- beiter für sich zu buchen. Man muß auch betosische Paradies" von der kapitalistischen Krise ge- nen, daß diese Ergebnisse von vornherein ein verroffen wird und die Arbeiter Senkung des Lebens- fälschtes Bild der Wirklichkeit abgeben, da 30% standards und Arbeitslosigkeit erfahren. Anderer- der aktiven Bevölkerung - die Gastarbeiter- von. seits hat auch zum erstenmal auf der Linken der Wahl ausgeschlossen sind. die Partei der Arbeit (Kommunistische Partel) eigene Kandidaten aufgestellt. Die Partei der Arbeit ihrerseits verlor an Punkten; das ist der Preis für ihre Nachtrabpoli- Das Ergebnis dieser Wahlen --bei denen sich tik gegenüber der Sozialdemokratie und für übrigens sehr viele der Stimme enthalten haben-- ihr Sektierertum gegenüber der POCH (Fortist ein Linksrutsch (die Sozialistische Partei er- schrittliche Organisationen der Schweiz) und der hielt im Nationalrat 9 Mandate mehr). Die Stär- RML (Revolutionär-Marxistische Liga - schweizekung der SPS ist nicht auf die Anziehungskraft rische Organisation der IV. Internationale). Tatihres schüchtemen Anti-Krisen-Plans zurückzu- sächlich hat sie ein Wahlbündnis mit diesen beiden Organisationen abgelehnt,
Von Bedeutung sind die Ergebnisse, die die POCH und die RML erzielen konnten: sie vereinigten mehrere Prozent der Stimmen auf sich. "Nur eine einzige Kraft wird die Unternehmer aus dem Sattel heben: die Einheit aller Arbeiter im Kampf". So lautete die zentrale Parole der RML, um die herum sie in 12 Kantonen Kandidaten aufstellte.
Mehr als 10.000 Personen haben für die Kandidaten der RML gestimmt, das sind 0,5% der Wahler. In den Kantonen, in denen die Organisation faches über dem nationalen Durchschnitt. Gent Legt das Ergebnis um ein Viel- Griechenland = Seit Anfang September steht die Belegschaft der Firma MEL (Papierherstellung) in Saloniki im Streik, Dies ist eine neue Etappe in einer Reihe von Streiks mit Betriebsbesetzung. die sich in Griechenland seit dem Sturz der Militärdiktatur entwickelten (besonders die Streiks bei National Can., Eskimo, in den Elefthis-Werften, den Gruben von Madem Lako usw.). Dieser Streik ist eine Folge der Bemühungen, die die Belegschaft im Sommer unternommen hatte, um die Entlassung kämpferischer Arbeiter zu verhinder, die versucht hatten, eine Betriebsgewerkschaft zu gründen. • Der am 1. September ausgerufene Streik zietevor allem aut Lohnerhöhungen, aut die Bezahlung früherer Streiktage, auf die Entlassung des Personalchefs und auf die Überahme der Kantine durch die Gewerkschaft. Trotz Polizeiintervention besetzten die Streikenden den Betrieb, verhinderten den Verkauf seiner Produkte, kontrollierten den Zugang zum Betrieb und brachten es fertig, die Aktion auf eine Filiale der MEL in Patras, auf dem Peloponnes, auszudehnen.
- Belgien
In der Erfüllung eines Anti-Rezessions-Plans, der neben einem drohenden Lohnstopp auch zahlreiche anti-soziale Sparmaßnahmen enthält, hetein lie. Kredite fur das lee amt an den Uni versitäten eingeschränkt. Diese Maßnahmen haben einerseits zur Folge, daß ein Teil des Hochschulpersonals seinen Arbeitsplatz verliert, andererseit bieten sie Handhaben für eine weitere Selektior und kapitalistische" Rentabilisierung" der Masse der Studenten.
leffge Reaktionen gegen diesen Plan Humblet ›e Croo (so genannt nach den beiden erzienungs• minister) kamen sowohl von seiten des Hoch- 1,1%; Lausanne: 2,14%; Neuchâtel: 1, 3%; Tessın: 1,4% In Zug, einem winzigen Kanton der deutschen Schweiz, hat die RML 1,8% der Stimmen erhalten: sie hatte als Kandidaten einen Arbeitergenossen des Großbetriebs Landis &Gyr aufgestellt, während der Besitzer des Untemehmens Kandidat der Radikalen Partei war! Ein sehr lebhafter Wahlkampf!
Schließlich haben besonders bekannte Kandidaten der RML einen bedeutend höheren Stimmenanteil erzielt. Das ist der Fall bei Jacqueline Heieinigte, und von Charles-André Udry, der in Lau- die 3% der Stimmen auf sich versanne 6% der Stimmen bekam.
Die Arbeiter der beiden Betriebe haben versucht, in Athen vor dem Parlament und vor der Universität eine Demonstration zu organisieren. Sie wurden isoliert durch den Studentenverband, der von den beiden KPs kontrolliert wird sowie durch den PASOK (Sozialistische Partei von Papandreu); sie wurden von der Polizei angegriffen. Nur die Trotzkisten haben sie standig unterstützt.
Am 11. November organisierte die Partei der Intemationalen Kommunisten (griechiscne Sektion der IV. Intemationale) eine Versammlung zum 58. Jahrestag der sozialistischen Oktoberrevolution den die KPS überhaupt nicht begangen haben). Eine Delegation der Streikenden der MEL- Fabrik nahm an der Versammlung teil und der Präsident des Streikkomitees ergriff das Wort. In seiner Rede würdigte er besonders die Rolle, die die "sozialistische Gewerkschaftstendenz" (Gruppe, die von unseren griechischen Genossen ingeleitet wird in den Streikkämpfen in Saloniki und in Athen spielte.
schulpersonals wie von seiten der Studenten. Nach einer Reihe von Streiks und begrenzten Demonstrationen hat sich eine Einheitsfront gebildet zwischen den Gewerkschaftsorganisationen der Hochschullehrer und dem Nationalen Studentenverband. Es kam zu einigen Universitätsbesetzungen, besonders in Brüssel, die von Studenten und dentische Demonstration am 21. November in Brüssel hat mehr als 15.000 Teilnehmer versammelt.
Es hat schon eine. Konkretisierung dieser noch be- gefolgt und haben die Streikposten der Angestellrenzten Aktionseinheit gegeben: am Donnerstag, ten des Glaverbel-Konzems vor dem Hauptgebäuden 21. November sind zahlreiche Studenten der de, die gerade gegen Entlassungen streiken, ver Universität einem Aufruf der Gewerkschaften stärkt.
• Westdeutschland -