Der Putsch kommt keineswegs wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Die Ereignisse, die dem mißlungenen Putschversuch vom 29. Juni folgten, weisen schon deutlich auf die jetzige politische Wende hin: Neugruppieruns ahmung und Agonie der reformistischen rialismus, der Kräfte der Bourgeoisie und des Impe- Regierung, wirkliche aber nur empirische Antwort der Massen und der fortgeschrittenen Arbeiter. 1.) DIE FASCHISTISCHE OFFENSIVE
Wie im Oktpber 1972 beginnt sie auch diesmal mit dem "Streik" der Transportunternehmer -- etwa am 20. Juli. Dieser Verband kleiner Unternehmer, geführt von einer Maffia und mit dem CIA und Vaterland und Freiheit" eng verbunden, stellt die Lastkraftwagen auf großen Parkplätzen ab, erarbeitet einen Forderungskatalog und verhindert mithilfe von Terror jeglichen Verkehr, wobei die Versorgung der Städte mit Lebensmitteln und Rohstoffen lahmgelegt Die Versuche der Regierung, mit hilfe der Polizei und der Autorität des Staatssekretärs Faivovitch (linke SP) lie Lastwagen zu beschlagnahmen, scheiterten Anfang August, Im neuen Militärkabinett wurde General Ruiz Transportminister. Dieser ernannte die mit der Vermittlung beauftragten Militärs für alle Provinzen, die die Angelegenheit auf die lange Bank schoben und nur freundlich mit den Transportunternehmern diskutierten. Die Regierung kapifuliert am 15, August auf Forderungen der Maffia akzeptiert ( und sogar 500 indem sie Faivovitch absetzt und die neue Wagen für die Erneuerung des Lastwagenparks verspricht). Die "Führer" der Fuhrunternehmer legen nur ihre Karten offen auf den Tisch und stellen eine neue Forderung auf, die jeglichen Kompromiß ausschließt: den Rücktritt Allendes.
Gleichzeitig rekrutiert "Vaterland und Freiheit" mit CIA-Geld lumpenproletarische Elemente, die zahlreiche Attentate durchführen, um die Transportunternehmer zu"unterstützen". Nägel auf den Straßen, Sabotage von Brücken und Tunneln, Bomben in Lastwagen und garagen der Nichtstreikenden, Morde an Chauffeurer der Linken, Die Attentate haben auch das Ziel, die Enerfuhr abgeschnitten. In Valparaiso ist es ein Tell des Trinkwassernetzes, in Conception eine Ölleitung. Aktionen klassischeren Charakters richten sich gegen politische Persönlichkeiten: Mord an Arraya, dem Adjutanten des Präsidenten, Attentat gegen kubanische Diplomaten, gegen Abgeordnete der Sozialistischen Partei. Schließlich wurden auch die Büros der KP angegriffen. Es wurden jedoch weder die Fabriken noch die Arbeiterviertel von faschistischen Kommandos heimgesucht, die es vorzogen ein allgemeines Klima der Unsicherheit zu schaffen und es vermieden, die Arbeiterklasse frontal anzugreifen. Die bürgerliche reaktionäre Presse gibt dieser Terroristenwelle erst ihren vollen Sinn: jedes Attentat wird als Zeichen der Ohnmacht der Regierung ausgeschlachtet, ja sogar schamlos der extremen Linken in die Schuhe geschoben.
Die Zeitungen und das Radio der Rechten zögern nicht, sogar typisch nazistische, antisemitische und fremdenfeindliche Themen zu lancieren: Faivovitch wird von "La Prensa", der Zeitung der Christdemokraten, *le escing weer mise ein Geschnur juischer und kommunistischer Herkunft, das sich zum Herren über Chile gemacht habe, mit Stumpf und Stiel ausgerottet werden".
II.) DIE MANÖVER DER BÜRGERLICHEN POLITIKER Die faschistische Offensive wird auf politischer Ebene durch die Politik der Nationalen Partéi und der christdemokratischen Partei ergänzt. Während sich die Nationale Partei schlicht und einfach zum Lautsprecher von "Vaterland und Freiheit" im Parlament macht, agiert die christdemokratische Partei mit viel mehr Vorsicht, indem sie auf die Strategie der Politik der Klassenzusammenarbeit der Unidad Popular eingeht. Im Juli tut sie so, als ob sie den "Dalem siehterending deorge dacht hat: den sie dann abbricht, nachdem sie die "institutionelle" Beteiligung der Militärs an der Regierung, das heißt die Ernennung von Offizieren für alle wichtigen Posten in denjenigen Ministerien, die von Generälen besetzt sind, was auf die Errichtung einer Militärdiktatur hinausgekommen wäre, an deren Spitze man dann Allende als Aushängeschild beibealten hätte. Es ist offensichtlich, daß die Bourgeoile politische Lösungen vorschlägt, die mehr und meh bemüht sie sich, die gentigsten Bedingenzeitig ur den bemüht sie sich, die günstigsten Bedingungen Augenblick der Auslösung dieses Putsches zu schaffen: Vertiefung der Kapitulation der Reformisten, Demoralisierung der Massen durch die Verlängerung der Krise und sogar Aufbau eines "legalen" Schutzmantels. So wurde vor zwei Wochen im Parlament, das von der Nationalen Partei und den Christdemokraten mehrheitlich beherrscht wird, eine Erklärung verabschiedet, zeit möglich, die Regierung für verfassungswidrig zu erklaren.
III.) DAS OFFENE AUFTRETEN UND DIE VERSTÄRKUNG DER RECHTEN STRÖMUNGEN INNERHALB DER ARMEE Das Tancazzo (Angriff auf die Moneda mit Panzern) vom 29. Juni markiert den Beginn der Beschleunigung eines Prozesses, im Verlaufe dessen die Armee immer eindeutiger politisch Stellung bezieht. B handelte sich dabei niche de aber einer erganise meine so Autoren sofort und ohne größeren Widerstand mit der Enthebung ihres Amtes bestraft wurden.
Das Tancazzo war Teil eines richtiggehenden Putschplanes, in den mehrere Armeeeinheiten verwickelt waren, lie wiederum in Verbindung zu "Vaterlan and Freiheit" standen. Nur weil dieser Plan rechtzeltig bekannt geworden ist, war der Angriff des Oberst 39-
Aber mehrere Tage lang haben sich zahireiche Einhelten geweigert, die Erhebung ausdrücklich zu verurteiler und vor allem war für die Armee selbst und für die Massen eines klar geworden: dutzende von Offizieren unterstützten ideologisch "Vaterland und Freiheit" and waren bereit, in Aktion zu treten..
Man darf den nicht wieder rückgängig machbaren psychu logischen Schlag der dem Mythos des Legalismus, Berufsethos und der unpolitischen Haltung der Armee, angelbiche Eigenschaften der Armee, die von den Reformisten so oft hervorgehoben worden waren, durch das Tancazzo versetzt worden ist, nicht unterschätzen, Selbst inner halb der KP weisen einige Informationen darauf hin, daß sich das Plenum des Zentralkomitees, das unmittelbar nach dem 29. Juni eine Sitzung hatte, geweigert bat, die Par tei auf die von der Führung vorgeschlagene Linie der friedlichen Vorbereitung der Wahlen von 1976 angesichts der Wahrscheinlichkeit eines Bürgerkriegs zu verpflichten. Das Mißtrauen der Arbeiter gegenüber der Armee, drückte sich mangels der Möglichkeit sich um klare Perspektiven herum zu kristallisieren, unter anderem dadurch aus, daß zu der für den 9. August von der CUT einberufenen Versammiung, wo die Gewerkschaftsfuhrung versuchte, das neue Kabinett der "vier Oberkommandierenden" bestätigen zu lassen, nur wenige kamer und dabei noch ihren Unmut durch Pfiffe außerten. Wahrend des ganzen Monats August treten die Rechtsströmungen innerhalb der Armee immer mehr in den Vordergrund und verstärken sich.
Anläßlich der Bildung des Kabinetts vom 9.8 beschränkte sich die Mehrheit des Oberkommandos nicht mehr nur auf die Rolle des Vermittlers wie noch im Oktober 1972 -- unter dem Deckmantel der strikten Anwendung der Verfassung -- , sondern sie treibt, mit den Christdemokraten hierbei unter einer Decke steckend, den Offizierskorps zu einer offenen Oppositionshaltung gegenüber der Regierung und zur Forderung, die ganze Regierung zu übernehmen. General Ruiz, Oberkommandierender der Luftstreitkräfte, gibt das Signal: auf sein Verlangen zum Verkehrsminister ernannt, gibt er nach zehn Tagen seinen Rücktritt bekannt -- mit dem Argument, nicht die politischen Mittel, um den Konflikt der Fuhrunternehmer zu lösen. Er nimmt dadurch die Forderung der Christdemokraten nach institutioneller Beteiligung des Militärs am Staatsapparat (siehe oben) auf. Ruiz versucht bei seinem Rücktritt durch das " Pronunciamento" seine Untergeordneten mit si ch zu ziehen -und darüberhinaus auch den Rest der Streitkräfte. Allende gelingt es mit Muh und Not, diese entschärfen, indem er den Karrierehunger der Generăle anregt und dadurch Ruiz zwingt, die Armee zu verlassen. Aber die Entscheidung ist nur aufgeschoben. Die Rechte bringt ihren entscheidenden Schlag an: dutzende von Offizieren allerhöchsten Ranges sprechen sich quasi offen gegen Allende aus, indem sie ihre Frauen auf die Straße schicken, um dadurch Druck auf die Ehefrau General Prats', des Kommandanten der Land streitkräfte, auszuüben und zwar dahingehend, daß sie bei ihrem Mann, dem Oberkommandierenden der Armee und dem Verteidigungsminister, vorstellig wird und ihn zwingt, sich mit seinem Kameraden Ruiz zu solidarisieren und jede Zusammenarbeit mit den Bankrotteuren, die das Land in den Abgrund führen, aufzugeben. .. Am 23. August, das heißt genau zwei Wochen nach seiner Bildung, bricht das "Kabinett der letzten Chance" - - wie es Allende selbst getauft hatte-- de facto zusammen, als Prats, Anführer der "Konstitutionalisten, Freimaurer und persönlicher Freund Allende' s, das Ministeramt und die Armee verlaßt und dabei wörtlich erklärt: "In der Demonstration vor meinem Haus befanden sich mehrere Gattinen von Generälen. Eine gewisse Anzahl von diesen hattekeine korrekte politische Haltung gegenüber der Regierung eingenommen. Ich konnte Widerstand der Armee nicht brechen.
Ich hätte sie alle zum Rücktritt zwingen müssen das hätte den Staatsstreich nur beschleunigen können"
Man kann vermuten, daß der Zeitraum von 15 Tagen dem Wunsch der Ankunit der VI. US-Flotte vor den Kisten Chiles zu erwarten. (am 9,9.)
IV) EINE BÜRGERKRIEGS ARMEE
Übrigens zeigen die gravierenden Ereignisse Jieser letzten Wochen sehr deutlich, ein welch wirksames Bürgerkriegsinstrument sich die Bourgeoisic geschmie - Gestützt auf das "Waffenkontrollgesetz", das im letzten Oktober mit den Stimmen der Reformisten angenommen vorden war, und das es erlaubt, auf cine einfache Deunziation hin nach Waffen zu suchen, ist es der Bourgeoisie gelungen in den Fabriken des Landes zahireiche Durchkämmungsaktionen durchzuführen, Die Enthüllungen über die "Durchsuchung" , die in der Fabrik Lanera Austral am 4. August einen Toten forderten, zei• gen, daß diese Operationen ein Test und ein wirkliches Training für die Repiession gegen die Arbeiterklasse und für den Bürgerkrieg darstellten, Die Fallschirmjäger der Luftstreitkräfte -- das Gesicht mit Ruß eineschwarzt und sich mit Codenamen rutend -- haben le Arbeiter brutal gefilzt, haben sie langen Verhören über Details des politischen und gewerkschaftlichen Lebens in der Fabrik unterworfen (Namen der Führer, Hăufigkeit der Versammlungen etc...) und haben sie mit dem Tod bedroht, falls sie es wagen sollten, sich in den "Cordones" zu organisieren.
Die Repression ist auch innerhalb der Armee stärker geworden, vor allem in der Marine, wo die Beziehungen zwischen Offizieren und Mannschaften besonders ange spannt sind: die Offiziere haben in stark vermehrtem Umfang provokatorische Befehle gegeben, was auf dic unmittelbare Nahe eines Staatsstreichs hinwies. Auf den ersten Versuch einer Diskussion und einer Formierung der oppositionellen Kräfte in den Reihen der Mannschaften, haben sie gegen die Marineinfanterie lôsgeschlagen und ungefähr hundert Marinesoldaten von verschiedenen Schiffen und Arsenalen ins Gefängnis geworfen. Mehrere von diesen sind gefoltert worden -- Eintauchen in Bottiche, die mit Kot und Urin gefüllt waren; andere wurden, an Bojen angekettet, mehrere Stunden lang der Brandung ausgesetzt -- dies zeigt, daß die Lektionen in den US-"Spezial"-Schulen offenbar gut gelernt worden sind.
V.) DIE KAPITULATION DER REFORMISTEN
Selbst nach der ernsten Warnung vom 29. Juni haben die Reformisten auf ihrem Schema von der Allianz mit der nationalen Bourgeoisie im Rahmen der antiimperialistischen und demokratischen Etappe, die Seiendene part, die de dienen Forderungen stellten: endgültiges Abstecken der Grenzen zwischen den drei Sektoren des Eigentums (was bedeuten würde, daß eine Reihe von von den Arbeitern besetzten Betrieben an ihre kapitalistischen Eigentüter oben gesprochen haben.
stimmten einem Kompromiß zu, der --ohne daßsie soweit gingen, sich dem Diktat vollständig zu unter- Man möge selbst über die Allende abgegeben hat, vier Oberkommandierenden der Öffentlichkeit vorstellte: "Dieses Kabinett ist ein Kabinett der nationalen Sicherheit. Es hat die Aufgabe, Chile zu verteidigen, zu verhindern, daß sich die Streitkräfte vom Volk trennen, zu verhindern, daß das Volk sich von beibehalten wird und ich gebe hiermit bekannt, daß die Regierung jeden Versuch subversiver Infiltration innerhålb der Armee und der Polizei zurückschlagen wird. "
* spielte damit auf den sogenannten Subversionsversu ci in der Marine an und, in der guten alten Tradition reformistischer Logik stehend, die uns den "einen Staat, eine Regierung und eine Polizei" des Maurice Thorez wieder in die Erinnerung zurückruft, bindet Allende damit seinen eigenen Anhängern innerhalb der Armee die Hände, sich dem Staatsstreich zu widersetzen.
Dies alles jedoch reichte den Christdemokraten noch nicht aus. Nachdem sie ihr Lippenbekenntnis zu der neuen Regierung abgelegt hatten, haben sie ihre Politik der Isolierung von Allende, die ihren Kulminationspunkt im Rücktritt von General Prats fand, weiterentwickelt. Trotzdem hat der Präsident weiterhin hartnäckig das Lockmittel eines möglichen Dialogs präseniert und bis zum Vorabend des Staatsstreichs jeden nu irgendwie ausfindig machbaren "konstitutionalistischen" Abgeordneten der Christdemokraten lobend hervorgehoben. Aus derselben legalistischen Optik heraus, aus Angst, den Porzell anladen der bürgerlichen Institutionen zu zerbrechen, wird die Demobilisierung der Massen zu einem Aktionsprinzip. August die Definition der anstehenden Tagesauf- Wir lesen im Organ der KP. "El Siglo" sen, indem sie arbeiten.
VI.) STÄRKE UND GRENZEN DER MASSENBEWEGUNG Trotz der wenigen Informationen über die wir vertugen, kann man voraussagen, daß die Putschisten Mühe haben werden, die Arbeiterklasse und die Volksmassen "auf Vordermann zu bringen".
Die Organisationsformen und die Bildung des politischer Bewußtseins hatten schon im Oktober 1972 einen quali• ativen Sprung gemacht, Anläßlich des Tancazzo von 9. Juni wurden alle Betriebe des Landes von de Arbeitern besetzt, Seit diesem Zeitpunkt und in den darauffolgenden Wochen haben sich die "'Cordones" multipliziert. An den politisch fortgeschrittensten Orten handelt es sich um wahre Delegiertensovjets, yon den Arbeitern der Betriebe eines selben Industrievororts gewählt worden sind, anderswo ist es die organisatorische Regruppierung der kämpferichsten Gewerkschaftsführer einer Zone, schließlich gibt es welche, die vollständig von der CUT-Bürokratie beherrscht werden. Was es auch immer im einzelnen Fall sein mag, es handelt sich um Strukturen, Dynamik zur Bildung von wirklichen Doppelherrschaftsorganen treibt.
Anć swo besitzen verschiedene Zonen Gemeindekcmmandan irdenen alle Inkalen **-menorganisationen zu- GENERAL CARLOS PRATS -41sammengefaßt sind. "Cordon" oder Gewerkschaften der Betriebc, JAP (Komitee für die Lebensmittel und PreIse), Organisation für die Familienmütter, der "pobladores" *, der Studenten.
Diese Organe haben es ermöglicht, Selbstverteidigungsmaßnahmen zu ergreifen, und zkar sowohl auf der Ebene von Betriebsgruppen als auch auf der Ebene von ganzen Stadtvierteln (Barrikaden an den Ausgängen des Viertels).
Die letzte von der Armee in Santiago durchgeführte Durchkämmungsaktion gegen die Arbeiterbastion in dem Textilbetrieb SUMAR, zeigt die Fähgikeit zu einer Antwort, die schon da und dort besteht. Kurze Zeit nachdem die Bevölkerung des Viertels gewarnt worden war, griff sie die Streitkräfte von hinten an und zwang sie zum Rückzug.
So beispielhaft und so hoffnungsvoll diese Episode auch sein mag, so muß man doch betonen, daß im Verlauf von Dutzenden von Durchsuchungen in den letzten Wochen es nicht ein einziges Mal zu Ansätzer von Widerstand gekommen ist. Übrigens hat auch die Woge von faschistischen Attentaten nicht dahingehend gewirkt, daß man auf die Idee gekommen ist, auch Gebiete außerhalb der Betriebe und der Arbeiterviertel zu kontrollieren.
Offenbar haben selbst die fortgeschrittensten Arbeiter weiterhin eine "harte Hand" von einer Regierung gefordert, die nicht so zes Vertrauen in eine Handvoll von der SP kontrollerter handeln konnte und die ihr Polizisten setzte, um einige spektakuläre Fischzüge durchzuführen.
Die Zuspitzung der vorrevolutionären Krise in Chile hat zehntausende von Avantgardearbeitern hervorgebracht, die empirisch und punktuell mit der reformistischen Linie gebrochen haben (Typ KP). In Abwesenheit einer verankerten revolutionär-marxistischen Partei, konnten diese Arbeiter leicht für die zentristischen Thesen gewonnen werden, die die Koexistenz innerhalb des revolutionären "Prozesses" der reformistischen Unidad Popular-Regierung als "Hebel" für eine revolutionäre Politik und für die Entstehung von Organen der Doppelherrschaft theoretisieren.
Diese Thesen sind gemeinsames Gedankengut des linken Flügels der Sozialistischen Partei, der sich wiederum in verschiedene Nuancen untergliedert (Aurora, Posiciồn. ..), der MAPU-Garreton, die seit Oktober eine spektakuläre Entwicklung nach links durchgemacht hat, und schließlich der MIR, die bis zum 9. August das Problem der alternativen revolutionären Fuhrung zur Unidad Popular nicht aufgeworfen hat. Zu diesem Zeitpunkt war die Kapitulation Allendes so offensichtlich, daß es zu Versuchen eine revolutionäre Einheitsfront zu bilden, kam, und zwar bei politischen Veranstaltungen, aber vor allem anläßlich einer reiten Kampagne zur Verteidigung der gefolterter Marinesoldaten. eine Kampagne Tie von der MAPU und der MIR, sowie von anderen revolutionären Militanten, darunter unsere Genossen von der PSR, geführt wurde.
Die Einnahme der Moneda und der Tod des Präsidenten sind zwei große Siege für die Putschisten, vor allem auf der moralischen Ebene und wenn man weiß, welcher Mythos um Allende herum aufgebaut worden ist.
Aber die Arbeitertradition und die neueren Organisationserfahrungen, sowie das hohe politische Bewußtsein der chilenischen Arbeiter erlauben es uns, daran zu glauben, daß es sich nur um die ersten Schlachten eines blutigen und harten Kampfes handelt. PARIS, den 12,9. 1973 (aus ROUGE Nr. 220 vom 14, Sept, 1973)
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TERRITORIO DE
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