VOM GHETTOAUFSTAND ZUR SCHAFFUNG DES
ZIONISTISCHEN STAATES
In einem Abstand von wenigen Wochen wird man in diesem Jahr den Jahrestag von zwei bedeutenden Ereignissen der Gegenwartsgeschichte des jüdischen Volkes feierlich begehen: den 30. Jahrestag des Warschauer Ghettoaufstandes und den 25, Jahrestag der Ausrufung des Staates Israel. Das Zusammentreffen ist nicht zufällig, denn die beiden historischen Daten sind eng miteinander verbunden. Das eine steht -- mit dem Schicksal der Juden -- ais Symbol für den entsetzlichen Zustand der Menschheit unter der Nazibarbarei. Das andere findet gerade durch diese Leiden seine Erklärung: Auschwitz war, notwendig gewesen, um die jüdischen Massen -und mit ihnen zusammen die öffentliche Meinung des Westens -- in das zionistische Lager übergehen zu lassen. Zur gleichen Zeit aber und in welch schroffem Gegensatz dazu | Das Warschauer Ghetto -- das sind die Überlebenden des Völkermords am polnischem Judentum, die Verkörperung der Menschenwürde, die, auch ohne unmittelbare Hoffnung, der Unterdrückung Widerstand leisten. Ein Aufstand aus dem die ganze Menschheit größer hervorgeht; eine Heldentragödie, die schon die Siege der indochinesischen Revolution vorausahnen laßt, welche unter anderen, günstigeren Umständen uber den bestialischen Imperialismus siegen konnte. Die Schaffung des Staates Israel verkörpert dagegen den geistigen Niedergang dieser gleichen jüdischen Gemeinde, die zum kolonialen Unterdrücker auf arabischer Erde geworden ist und ein ganzes Volk, die Palästinenser, ins Exil treibt, zur Heimatlosigkeit verurteilt und an den Bettelstab bringt. Die Kader der "sozialistischen" Jugendbewegungen, die an der Seite ihrer Genossen aus der judischen Arbeiterbewegung von Anfang bis Ende die judische Kampforganisation im Warschauer Ghetto geleitet haben, verwirklichten in der Aktion die großartige historische Mission des jüdischen Geistes in der modernen Welt. Köpfe wie Spinoza, Freud und Einstein -- aus einer Gemeinde hervorgegangen, die als Verbindungsglied zwischer verschiedenen Kulturen diente -- haben die uber- -48 STAAT lieferten Werte einer Kritik unterzogen. Ein Marx, eine Rosa Luxemburg, ein Trotzki haben diesen Prozess konsequent zuende geführt, indem sie die Ideologie und das Kampfinstrument des Proletariats schmiedeten, indem sie -- ausgehend von der besonderen Lage der Juden -den Weg zur Emanzipation der Menschheit aufzeigten: die revolutionäre Aktion der bewußten Arbeiter, Der Aufstand der Überlebenden des Warschauer Ghettos (und vieler anderer zu Unrecht unbekannt gebliebener Ghettos) gehört in diese stolze Tradition hinein. Er gehött zu den Höhepunkten der Geschichte, er stellt die prometheische Dimension der jüdischen Tradition dar. Er hat seiner Generation gezeigt, daß der Mensch kämpft und sich nie selbst aufgibt.
EIN HELDENHAFTER AUFSTAND -- ABER OHNE ERBEN Es gibt keine jüdische Gemeinde in Polen mehr, die sich um das Denkmal des Ghettos sammeln könnte. Das bürokratische Regime in Warschau hat das Land von Juden"gereinigt", wobei es sich auf den alten reaktionären Antisemitismus stützte -- bei dem Versuch, die in gesellschaftlichen Mißständen wurzeinde Wut der geprellten Arbeiter einzudämmen, eine Wut, die später in der Revolte in den baltischen Häfen gewaltsam zum Ausbruch kam. Der Jahrestag des Ghettoaufstandes wird von keiner jüdischen Tageszeitung in der UdSSR gewürdigt werden, denn die jüdische Gemeinde in der UdSSR ist seit der Deportation der jüdischen Schriftsteller im Jahre 1952 ohne eigenes kulturelles Leben und sie ist subtilen und verschiedenartigsten Formen der Diskriminierung unterworfen, die sie zur Auswanderung treibt. Auch im Westen haben die Erinnerungsfeiern eine falsche Note: die bestallten Führer des"jüdischen Establishments" sind eng mit der jeweilígen Macht verbunden. Sie sind zu stark mit der Organisierung der pro-isralischen Lobby beschaftigt, um an Aufstandstraditionen Interesse zu haben; sie sind zu sehr in das Räderwerk des Ausbeutungssystems einbezogen, um das Band zu erkennen, das den Aufstand des Warschauer Ghettos mit der Revolution verknüpft. Sie stehen nicht
im Lager derjenigen Menschen stehen, die um ihre Würde kämpfen.
Das Denkmal, das zu Ehren des Kommandanten des Ghettoaufstandes, MORDECHAI ANILEWICZ, erreichtet wurde, steht in Israel in einem Kibbuz, dessen Namen die Erinnerung an ihn wachruft: Yad Mordechai, Dieses "sozialistische" Dorf ist als militärischer Vorposten an der Grenze (von 1848) errichtet worden, Gegenwärtig hat es auf wirtschaftlichem Gebiet die Vorherrschaft über die Ausbeutung der palästinensischen Arbeitskräfte, die aus dem Gazastreifen geflüchtet sind, und vornehmlich über die der arabischen Kinder im Schulalter.
Welch ein Symbol! Welch ein Hohn!
KONSTANTEN DES ZIONISTISCHEN PLANS
Der zionistische Plan, die Errichtung eines judischen Staates in Palästina, implizierte von vornherein die Weigerung, den Antisemitismus dort zu bekämpfen, wo er sich zeigte, sowie das Anfachen eines jüdischen Chauvinismus, als Gegengewicht zum umgebenden Rassismus. Er setzte notwendigerweise die Enteignung der Bewohner des Gelobten Landes voraus. Das hatte THEODOR HERZL, der Theoretiker der zionistischen Bewegung, gut begriffen, als er in seinem "Tagebuch" (unter dem Datum vom 12. Juni 1895) eintrug, daß man sich "bemühen müsse, den ärmsten Teil der (eingeborenen) Bevölkerung -- ohne dabei allzuviel Staub aufzuwirbeln --, auf die andere Seite der Grenze zu bringen, indem man ihm im Ankunftsland Arbeit anbietet, ihm aber jede Arbeit in unserem eigenen Lande verwehrt". In einer Tagebuchnotiz vom selben Tag heißt es, man müsse "einen besonderen Tropenhelm, ähnlich dem Stanley's, für die Einweihungsfeierlichkeiten der Kolonisation bereithalten". Klarsehende Köpfe hatten die Zionisten vor den Konsequenzen ihres Unternehmens gewarnt. So z. B. der Schriftsteller AKHAD HA AM, Anhänger eines "geistigen" jüdischen Zentrums in Palästina(jedoch nicht einer politischen Organisation), der bereits 1891 den palästinensischen Widerstand voraussagte. 1936 gab Dr. RUPPIN, ein angesehener Soziologe und einer der Hauptförderer des zionistischen Unternehmens, zu, daß wegen der Feindseligkeit der arabischen Massen ein fortdauernder Kriegszustand mit den Arabern" unvermeidlich sei. Der offen zum Faschismus neigende Flügel der zionistischen Bewegung, von JABO- TINSKY angefuhrt, hatte die Sache von Anfang an begriffen. Es gäbe -- so führte er aus -- keine grundlegenden Unterschiede zwischen "vegetarischen" und "fleischfressenden" Zionisten. Man müßte nur noch darüber diskutieren, ob man sich auf die englischen Bajonette stützen solle, um das Land zu kolonisieren, oder ob man lieber die Siedler direkt bewaffnen solle. Von seinem Standpunkt aus hatte er Recht. Schon 1940 zog JOSEPH WEITZ, der für die zionistische landwirtschaftliche Kolonisation verantwortlich war und sich gleichzeitig als "sozialistischer" Zionist bezeichnete, die Schlußfolgerung, daß "es keinen anderen Ausweg gäbe, als alle Araber - - ausnahmslos alle -- von hier in die Nachbarländer zu überführen. Kein einziges Dorf, kein einziger Stamm, dürfe an Ort und Stelle gelassen werden" (Dawar, 29.9.1967).
Die Enteignung der Palästinenser, notwendige Voraussetzung des zionistischen Profits, setzt sich heute mit der Kolonisation der eroberten Gebiete fort. MOSCHE DAY AN gab dies mit der ihm eigenen brutalen Offenheit zu: "Im Laufe der letzten hundert Jahre hat unser Volk den Prozess des Aufbaus des Landes und der Nation, der Expansion, der Niederlassung von immer mehr Juden, der Errichtung von immer mehr Siedlungen, der Kolonisierung zur Erweiterung der Grenzen bis zu diesem Punkt durchlaufen. Und kein Jude woll wagen zu behaupten, daß wir am Ende dieses Prozesses angelangt seien. Keiner soll etwa sagen, daß wir uns dem Ende unseres Weges nähern" (Rede, die auf den "befreiten" syrischen Golanhöhen gehalten wurde; im MA' Ariv vom 7.7. 1968 abgedruckt).
BILANZ EINER KOLONISATION
Das war also das Programm, auf das sich die zionistischen Führer festlegten, als sie die Geburt des zionistischen Staates vor jetzt 25 Jahren in Tel Aviv verkündeten. Bezüglich des Libanons kann man in einem Bericht, der von Dr. SCHAHAK, dem Vorsitzenden der israelischen Liga für Menschenrechte, verbreitet wurde, folgendes lesen: seit 1948 sind innerhalb der israelischen Grenzen folgende Dörfer zerstört, folgende Stämme vertrieben worden:
Distrikte Zahl der arabischen Zahl der zerstör- Dörfer 1948 ten arabischen Dörfer
Jerusalem 33 29 Bethlehem 7 Hebron 16 16 Jaffa 23 23 Ramleh 31 31 Lydda 28 28 Jenin 8 4 Tul-Karem 33 21 Haifa (x) 43 35 Akko 52 20 Nazareth 26 6 Sa fad 75 68 Tiberias 26 23 Beisan 28 28 46 46 insgesamt 475 385 (x) Etwa 10 Stämme, die sich dort aufhielten, sind • verschwunden.
Weiterhin sind aus dem Distrikt BEERSCHEW A, wo man zur Zeit der Geburt des jüdischen Staates 5 Stämme mit insgesamt 73 Unterstämmen zählte, drei Viertel von ihnen vertrieben worden. Bei dem Stamm EL-AZAZMEH 2. B. datiert die Vertreibung aus den Jahren 1953/54 (erheblich nach den Feindseligkeiten); ihr ging ein Blutbad an den Frauen und Kindern voraus, das von der berüchtigten "Einheit 101" der israelischen Armee mit hilfe von Maschinengewehren angerichtet wurde. Selbst die Drusen, eine religiöse Gemeinschaft in Palästina, die mit den Zionisten zusammengearbeitet hatten (sie stellten Mannschaften für die berüchtigte "Frontpolizei"), sind nicht verschont worden: 60% ihres Bodens wurden expropriiert (s. HAARETZ, ARETZ, 1971). DIE ENTEIGNUNG WIRD WEITERGEHEN
Diese Bewegung wird unweigerlich weitergehen, denn das israelische Kapital sucht in den besetzten Gebieten verzweifelt nach neuen Märkten, Von daher stammt die dem "Jüdischen Nationalfonds" (zionistische Siedlungsorganisation) gewährte Genehmigung, Boden in Transjordanien zu erwerben.
Auch das demographische Gleichgewicht verlangt nach dieser Lösung. Nach den Vorausberechnungen von Prof. ARENS -- in seinem Bericht im ISRAEL ECONOMIST (Sept. /Okt. 1972, S. 234) -- wird sich, trotz der Vertreibung von mehr als einer Million Flüchtlingen, die jüdische und arabische Bevölkerung innerhalb der neuen israelischen Grenzen folgendermaßen entwickeln: Grenzen Flächeninhalt paläst. Bev. Anteil d. Juden von 1848 + 20 600 km2 400 000 86% arab. Jerus.
Annektierung 27 400 km2 1400 000 64% von ganz Transjordan.
Die zionistischen Führer müssen also entweder eine totale Annektierung vornehmen, was politisch eine Form von Apartheid bedeutet (in NAHRIY A baut man bereits für Juden und Araber getrennte Entbindungsanstalten -- Plan DAYAN), oder ein Maximum an Gebieten mit einem Maximum an Einwohnern annektieren (Plan ALON).
Aber selbst wenn eine starke jüdische Einwanderung (50 000 pro Jahr) in Rechnung gestellt wird, wäre im Falle einer totalen Annektierung der Prozentsatz der Araber infolge ihrer hohen Geburtenrate im Jahre 1982 zu hoch:
• BEIRUT • Lebanon; , DAMASCUS
Jewish State under the 1947 Syria
United Nations Partition Plan
Territories taken by Israel in 1948 and 1949 Territories taken by Israel in June 1967 Tel Ayiv AMMAN
USALEM
Mediterranean Sea
Gaza Deadl Sea eStine Egypt Jordan • CAIRO Port Inutiq
Um Reshrach
Elath
SINAI
Egypt Gulf of Suez Saudi
Gulf of Aqaba Arabia
Shamm
Red Sea
Grenzen Paläst, Bev. Anteil der Juden on 1948- 595 000 86% rab. Jerusalen
Annekteruns 2 085 000 63% jordanien Trans- von, Man begreift also, warum der ("sozialistische") General RABINE dafür ist, Bedingungen für eine massive Verdrängung der Palästinenser zu schaffen, und daß der General YADINE (noch ein "sozialistischer" Zionist) seine Zustimmung zu dieser Lösung gibt, die er die "Endlösung" des Problems (MAARIV, 16.2. 1973) zu nennen wagt.
DIE VERANTWORTLICHEN
So sieht in seiner zynischen Realität das wirkliche Gesicht des Zionismus aus. Nicht die Befreiung des judischen Volkes, noch die Verwirklichung der Selbstbestimmung der israelischen Massen, sondern die Institutionalisierung einer Vorherrschaft der Israelis über die Araber, ein besonderer kapitalistischer Ausbeutungsprozess mit kolonialem Inhalt. Sind etwa die Israelis in ihrem Superghetto à la Fort Chabrol frei? Sind die von der Diskriminierung heimgesuchten orientalischen Juden freiz Sind etwa die israelischen Arbeiter frei, die unter der Fuchtel einer gierigen Kapitalistenklasse, die von einer arbeiterfeindliche Maßnahmen ausheckenden Arbeiterbürokratie assistiert wird, leben müssen ? Und bei der Schaffung dieses kolonialen Bollwerks, dem imperialistischen Brückenkopf innerhalb der arabischen Welt, haben die USA - - die in die Kassen des zionistischen Staates Milliarden von Dollar fließen ließen -- sich als konsequente Imperialisten erwiesen, Aber der erste Staat, der Israel anerkannt hat, ist die Sowjetunion gewesen. Und auf Befehl Stalins hat die CSSR 1948 dem neuen Staat Waffen und Messerschmidt-Flugzeuge geliefert. Damit ist die Sowjetbürokratie voll für die Tragödie des palästinensischen Volkes verantwortlich, und das, Genossen Maoisten, geschah noch reichlich bevor der Revisionist Chruschtschow an die Macht kam! Warum auch hatte sich Chruschtschow über das Schicksal der Palästinenser aufregen sollen, wo doch den Krimtartaren, vom kleinen Vater der Völker massenhaft deportiert, noch immer das Recht auf die Ruckkehr in ihre Heimat verwehrt wird › Die stalinistische Entartung hat ihre eigenen Palästinenser...
DER SINN EINER TRADITION
Wirklich und ohne Übertreibung war es 1947, zum Zeitpunkt der Teilung Palästinas, allein die IV. Internationale in der gesamten Arbeiterbewegung, die unerbittlich den zionistischen Kolonialismus bekämpft hat -einen Kampf, den sie niemals aufgehört hat, konsequent weiterzuverfolgen, genauso wie sie ein Vorposten für die Unterstützung der arabischen Revolution, besonders während des Algerienkrieges, gewesen ist.
-51 In einem Editorial der Zeitschrift "Quatrième Internationale" vom November 1947 lesen wir unter der Überschrift "Die Teilung Palästinas": "Die Position der IV. Internationale zur Palästinafrage bleibt klar und eindeutig wie zuvor. Sie wird die Avantgarde sein im Kampf gegen die Teilung, für ein vereinigtes und unabhängiges Palästina, in dem die Massen durch die Wahl einer konstituierenden Versammlung souverăn über ihr Schicksal bestimmen. Gegen die Effendis und die Agenten des Imperialismus, gegen die Manöver der ägyptischen und syrischen Bourgsoiesie, die versuchen, den Befreiungskampf der Massen in einen Kampf gegen die Juden umzuwandeln, wird sie zur Agrarrevolution, zum antikapitalistischen und antiimperialistischen Kampf aufrufen, den wesentlichen Triebkräften der arabischen Revolution. Aber mit Aussicht auf Erfolg wird sie diesen Kampf nur führen können, wenn sie unzweideutig gegen die Teilung des Landes und gegen die Errichtung des jüdischen Staates Stellung bezieht..."
Heute können wir sagen -- und wir sind stolz darauf --, daß die Existenz einer antizionistischen Front innerhalb der israelischen Bevölkerung selbst die Frucht der Kontinuität unserer Anwesenheit ist, die sich in Israel in den Aktionen unserer jüdischen und arabischen Kader, hervorgegangen aus der ehemaligen palästinensischen trotzkistischen Gruppe, verkörpert. Nichts geht in der Geschichte verloren. Der Aufstieg einer neuen Vorhut in den Reihen der israelischen Jugend ist das Ergebnis unsere. geduldigen Arbeit über viele Jahre hinweg. Und ebenso sind alle antizionistischen Gruppen Israels aus dem MA PEN hervorgegangen, dessen theoretische Erfahrung di Arbeit unserer Genossen widerspiegelt. In gleicher Wei se muß jede marxistische Analyse des jüdischen Proble notwendigerweise als Ausgangspunkt die bemerkenswerte Arbeit unseres Genossen Abram LEON nehmen. Der Kampf innerhalb des hebräischen Bollwerks hat erst begonnen - - mit erheblich größeren Kräften und einer widerstandsfähigeren Organisation als bisher, auch mit mehr Erfahrung, mit unseren Genossen, die sich innerhalb der MAZPEN (marxistisch) zusammengeschlossen haben und die den zionistischen Unterdrückungsapparat an seinen Fundamenten angreifen. In den arabischen Staaten, wo unsere Stützpunkte und Sektionen am Aufbau einer revolutionär-marxistischen Avantgarde arbe ten. Ein harter Kampf erwartet den, der danach tracl. tet -- über ethnische und religiöse Scheidewände hinwe -- die Basis einer Einheitspartei der arabischen Welt zu schmieden, welche Araber und nationale Minderheiten in einem gemeinsamen Kampf gegen den Imperialismus und seine lokalen Helfershelfer -- zionistische und arabische -- gegen die vielgestaltige Reaktion zusammenfasst.
Wenn man im Nahen Osten den Ghettokämpfern würdige tes übernommen haben, Im Kampf gegen den Strom, Erben finden wollte, dann müßten wir sie in den Reihen gegen den schlimmsten, den eigenen Chauvinismus setzen der kämpfenden Palästinenser suchen, während die israe- diese Genossen die große jüdische demokratische Tradilischen antizionistischen Kader ihrerseits das Erbe von Ge- tion fort, die in so hohem Masse zum Fortschritt der nerationen jüdischer Denker und Kämpfer gegen Massen- Arbeiterklasse und der Menschheit beigetragen hat. verdummung und institutionalisierte Verwirrung des Geis- NATHAN WEINSTOCK (aus LA GAUCHE vom 11,5. 73)