24 000 ARBEITER VON S.E.A. A. T. AUSGESPERRT!
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am Vorabend des 1. Mai beschloß die Leitung von SEAT, um gegen den Streik, der ihre Fabriken in Barcelona lahmlegte, vorzugehen, die etwa 24 000 Arbeiter des Unternehmens auf unbestimmte Zeit auszusperren. Die Erinnerung an den großen Kampf vom Oktober 1971 ist noch zu wach, als daß die Unternehmer nicht vor der sich entwickelnden Mobilisierung Angsi bekommen würden. Bei den ersten Solidaritätsdemonstra tionen für fünf entlassene Arbeiter, davon 4 Genossen der Arbeiterkommissionen, sind 3 000 Leute auf die Straße gegangen, mit der Polizei zusammengestoßen und haben Barrikaden errichtet.
Der Streik bei SEAT ist von erstrangiger Bedeutung für diesen 1. Mai 1973. Erstens, weil SEAT mit seinen 24 000 in den großen Fabriken der 'Zona Franca' in Barcelona versammelten Arbei tern die größte Arbeiterkonzentration von ganz Spanien bildet. SEAT ist Symbol für die Wie" dergeburt und die Wiederaufnahme des Kampfes der spanischen Arbeiterklasse um den Sturz der Franco-Diktatur. Aber vor allem ist der Streik bei SEAT wie ein Leuchtfeuer, das in Kata 'onien die beispielhafte Mobilisierung vor einem Mo nat als Antwort auf die Ermordung des Bauarbeiters Manuel Fernandez wieder anheizen, auf ganz Spanien den Kampf gegen die immer brutaler und mörderischer werdende Repression ausweiten und sich mit dem Generals streik der 5 000 Arbeiter verbinden kann, die in Euzkadi nach der Ermordung des revolutionären nationalistischen Führers der ETA Eustaquio Mendizabal die Arbeit niedergelegt haben.
In dieser Situation kann der von unseren Genossen der 'Liga Comunista Revolucionaria' ver öffentlichte Aufruf zum 1. Mai ein mächtiges Echo finden: "Mit unseren Klassenwaffen ( Streike Demonstrationen, Streikkommandos, Selbstverteidigungstrupps) müssen wir demokratisch (durch Vollversammlungen und gewählte Komitees) die Mobilisierung in den Fabriken und auf den Straßen organisieren: machen wir aus dem 1. Mai eine neue Stufe zur Vereinigung des Kampfes der Massen gegen die Diktatur!"
(Aus ROUGE Nr. 203 vom 4. Mai 1973)