GROSSBRITANNIEN: LONDONER KONFERENZ ALS AUSGANGSPUNKT FÜR EINE
NEUE INDOCHINA - KAMPAGNE +++1 +++. +++ +++++ "Das ist der richtige Zeitpunkt, um eine solche Konferenz zu organisieren", ; sagte Ly Van Sau, ein Führender Pariser Vertreter der Provisorischen Revolutionären Regierung Südvier nams. Er sprach auf der 'Indochina Solidarity Conference', die am 2. und 3. Dezember in der Conway Hall in London abgehalten wurde. Auf dieser Konferenz wurde die Grundlage für eine neue Solidaritätskampagne mit der indochinesischen Revolution bis zu ihrem endgültigen Sieg gelegt.
Mindestens 700 Personen waren in die überfüllte Conway Hall gekommen, um am Samstag Abend Noam Chomsky und I. F. Stone sprechen hören, und an den Sitzungen und Arbeitskrei sen am Tage nahmen fast genausoviel teil. Es war eine Konferenz, wo ernsthaft diskutiert und gearbeitet wurde, kein Jamboree. 450 Pfund Sterling wurden für die künftigen Aktivitäten gesammelt, wozu Chomsky noch seine 172 Pfund Spesen drauflegte. Es ist. nicht nur das Steckenpferd der IV. Internationale, daß die Solidarität in dieser Peric de so entscheidend ist. Die Vertreter der Revolutionären Provisorischen Regierung und des FUNK spielten eine aktive Rolle auf der Konferenzı sie erklärten die politische Konjunktur in Indochina und die Natur des ausgehandelten Abkommens. Immer wieder betonten sie: "Wir haben Ziele, die wir sehnsüchtig anstreben, aber wir haben keine ||lusionen. .. wir vertrauen darauf, daß wir endgültig siegen werden... wir brauchen und wir schätzen die Solidaritätsbewegung.... bitte macht mehr... Vietnam ist eine Blume auf den Lippen eines jeden progressiven Menschen geworden. .. demobilisiert nicht.. Eine wichtige Seite der Konferenz waren die Arbeitskreise vom Samstagnachmittag. In einer der auf besonderes Interesse stieß, "die sozialistischen Kräfte und die Indochinesische Revo lution" , wurde die Rolle, die China international spielt, diskutiert, sowie unser eigener Hinterhof (sowohl 'International Socialism' als auch die "Socialist Labour League' waren abwesend). In einem zweiten standen die britische Komplizenschaft im Vietnamkrieg sowie die gegenwärtigen und künftigen Aktivitäten in Großbritannien zur Debatte, während in einem dritten die imperialistische Strategie und die revolutionären Perspektiven in Südost asien diskutiert wurden. In diesen Arbeitskreisen wurde deutlich, daß die politische Diskus sion auf einem allgemein viel höheren Niveau ablief als in den Jahren 1967/68. Zwar verkrochen sich ein paar ältere 'Peace-niks' hinter der Parole "'Sign Now" , aber die Mehr heit derer, die ungefähr diese Position einnahmen, traten klar für den Sieg der Befreiunge front ein. In Wirklichkeit ist der alte Streit zwischen "Frieden" und "Sieg ," heute über wunden.
Aber diese politische Entwicklung fand nur bei einer Handvoll von Leuten statt. Die Aufgabe steht jetzt vor uns, von dieser Konferenz auszustrahlen und den Erziehungs, Organisierunge Diskussions- und Aktivitätsprozeß auf lokaler Ebene wieder anzukurbeln. Eine Menge von Propagandamaterial über verschiedene Aspekte des Krieges ist für die Konferenz hergestellt worden, und das kann als Grundlage für die Schulung in den vorgeschlagenen Indechina - Solidaritäts - Komitees dienen.
Im neuen Jahr werden Regionalkonferenzen organisiert werden, denen 'speaking- tours' vorausgehen. Gleichzeitig wird in Richtung auf die Gl's ur. das US-Luftwaffenpersonal, auf die Massenmedien und die Beteiligung britischer Firmen gearbeitet. Eine überwältigende Mehrheit der Konferenzteilnehmer sprach sich begeistert für eine nationale Demonstration Anfang nächsten Jahres aus. (John Weal. Aus RED MOLE, 11.12.72