FRANKREICH: ERSTE NATIONALE TAGUNG DES 'FRONT SOLIDARITE INDOCHINE' 44++ 4H++ +44+ "Totale UnterstUtzung bis zum endgültigen Sieg'" Unter dieser Parole fand die erste no- Honale Tagung des FSI am 2. und 3. Dezember, eineinhalb Jahre nach seiner Gründung, statt. Auf dieser Arbeifstagung wurde deutlich, welche Fortschritte der FSI gemacht hai. Am Anfang war es nur ein Kartell von Organisationen und Persönlichkeiten. Innerhalb dieses Kartelle fanden sich Persönlichkeiten, die als Militanten ihre Aufgabe in die Hand nabmen, und Organisationen, die ihre Pflicht gegen über der vietnamesischen, laotischen und kambodschanischen Revolution anders als nur in Worten ableisteten. Der FSI, wie er sich am 2. und 3. Dezember darbot, war das Ergebnis dieser gemeinsamen Anstrengungen. Neben den Mitgliedern des provisorischen Büros waren 174 Delegierte der Komitees anwesend sowie 41 Beobachter (Delegierte mit Rederecht, aber ohne Stimmrecht). Sie vertraten 162 Komitees, davon 61 für Paris und Vororte und 101 in der Provinz ( 8 für Marseille, 6 für Reims, 3 für Strasbourg...), etwa zwei Dutzend Stadtkomitees hatten keine Vertretung. Diese organisatorische, militante Realität des FSI kam im ganzen Verlauf der Diskussionen zum Ausdruck. Dazu kam eine nicht weniger deutliche politische Reife. Wenn man die politischen Einschätzungen des FSI und seine Linie mit der der Unterstützungsbewegungen vergleicht, wie sie vor dem Mai 68 in Frankreich existiert haben oder mit den derzeitigen Solidaritätsbewegungen in anderen Ländern, dann hat der FSI schon eine Menge an Erfahrungen und Lehren gebracht.
Heißt das, daß die Bilanz ganz aus Honig ist? Sicher nicht. Der FS! hat sehr schwer getan, die aus seiner Entstehungsgeschichte herrührenden Mängel zu überwinden, aber dabei hat er in zahlreichen öffentlichen Aktionen angefangen, eine wichtige Aufgabe zu erfüllen: er ist zu einer objektiven Hilfe für den Kampf der indochinesischen Revolutionäre geworden - und das ist schließlich seine Existenzberechtigung.
Der FSI hat es verstanden, inmitten einer Pariode der Demobilisierung der Antikriegsbewegung in den USA, in Frankreich, wo die Kräfte der revolutionären Linken auf alle mög "Klassenkampfs im eigenen Lande" konzentriert waren, ein Strömung lichen Aufgaben des zu organisieren, die dauernd den Imperialismus denunzierte. Eine Strömung, in der eine konsequente Reihe von amtiimperialistischen Militanten regruppiert, politisiert und auf den Höhepunkten in Aktionen geworfen wurden. So kann man im Herbst 1972 sagen, daß der FSI seine Probe bestanden hat, keine andere politische Bewegung oder Organisation hat in Frankreich wie er eine Rolle in der Unterstützung der Völker Indochinas gespielt. Hinzukommt, daß der FSl, der sich am Anfang aus heterogenen Stücken zusammensetzte, nach und nach vereinheitlicht hat. Man muß das mit den Auseinandersetzungen des 'Secours Rouge' bis zu dessen Auseinanderbrechen vergleichen, um die Bedeutung des FSI in der Geschichte der revolutionären Linken Frankreichs zu ermessen. Diese Vereinheitlichung ist letztlich Ergebnis einer zwingenden Wirklichkeit: die indochinesische Revolution. Die indoschinesische Revolution bringt der jungen revolutionären Generation das Gehen bei. Bei diesem Lehrmeister lernen wir zahllose Lektionen der revolutionären Geduld, Entschlos senheit und Intelligenzl
Aber beim FSI geht es nicht darum, Einstimmigkeit nach außen zur Schau zu tragen: sowohl die Diskussion am Samstag über die politische und organisatorisch Bilanz des FSI ( Bericht von Madeleine Reberioux) als auch die am Sonntag in den Kommissionen und über die Plattform waren lebhaft. Drei Kernfragen bestimmten die Debatten: Erstens die Analyse der politischen Situation. Zweitens die Bilanz, die man aus dem FSI ziehen kann, aus seinen Mängeln und aus seiner Geschichte. Und drittens schließlich die Frage, der politis echen Natur des FSI, die den Hintergrund für die Diskussion über die Struktur des FSI bildete.
AMPSEKORR 15.12. 72
"UNSER SIEG WIRD AUCH EURER SEIN"
Neben mehreren ausländischen Delegationen haben vor allem die Vertreter der drei indo chinesischen Völker gezigt, welche Bedeutung sie der Tagung des FSI beimesse, indem eis trotz ihrer zahlreichen Verpflichtungen es sich nicht nehmen ließen, Samstag und Sonnten nachmittag dabeizusein und auch mehrere Stunden lang die Diskussionen und Arbeiten de Tagungen zu verfolgen. Am Sonntag nachmittag begrüßten Ngo Hac Tam im Namen des GRUNK , der Vertreter der laotischen Studenten in Frankreich und Huyh Cong Tham, der Leiter des Informationsbüros der Provisorischen Revolutionä en Regierung, die Delegier ten und gaben kund, wie sehr sie ihre Aktion schätzen. Sie sprachen über die Kampfesziele eines jeden Volkes, hoben den Wert der Einheit der drei Völker in Kampf gegen des selben Feind hervor und appellierten noch einmal an die internationale Solidarttät. Die Delegierten gaben begeistert Beifall.
Huyh Cong Tham beendete seine Intervention mit folgenden Worten: "Ihr steht an unsere Seite gegen denselben Feind, den Imperialismus. Wir kämpfen gemeinsam, bis zum endgültigen Sieg. Unser Sieg wird auch der eure sein!' ( Aus ROUGE Nr. 183 vom 9. Dez. 72)