Im folgenden bringen wir zwei Artikel über die * Bei Wahlen erreicht die AKP (m-l) mit einer norwegische AKP (m-l) (Arbeidernes Kommu- von ihr kontrollierten „Roten Liste" rd. 1%, nistparti (marxist-leninistene]), die wir der revo- örtlich bis zu 4%. lutionär-marxistischen Zeitung Arbeidermakt * Obwohl die Position zu Stalin kritischer und (Oktober 1988) entnommen haben, an der auch zur UdSSR differenzierter geworden ist, hat die die Anhänger der IV. Internationale in Norwe- AKP (m-l) ihre Kontakte zur belgischen PTB' gen mitarbeiten. Die AKP (m-l) ist eine der letz- abgebrochen, als diese auf einen Pro-Gorbaten einflußreicheren „ML-Parteien" in Europa tschow-Kurs umschwenkte, und ist international und stellt in Norwegen immer noch einen bedeu- nun sehr isoliert.
tenden Faktor im Klassenkampf dar: * Schwerpunkte der Parteiarbeit sind neben * Sie gibt nach wie vor ihre Tageszeitung Klas- Gewerkschaften, Antirassismus und internatiosekampen mit einer Auflage von 8000 (bei 4 naler Solidarität vor allem die Frauenbewegung. Mio. Einwohnern) heraus, eine technisch und in der die Partei über die Organisation Kvinnejournalistisch ausgezeichnete Zeitung, die in fronten [Frauenfront] starken Einfluß hat. Norwegen eine ähnliche Rolle wie in der BRD die Tazspielt und häufig von den bürgerlichen Die folgenden Artikel entstanden vor dem Par- Medien zitiert wird. teitag, der Mitte Dezember 1988 an einem ge- * Die innerlinke Debatte spielt sich zu einem heimgehaltenen Ort „irgendwo in Norwegen" großen Teil auf den Diskussionsseiten dieser stattfand. Über seinen Verlauf bringen wir im Zeitung ab, wobei auch die revolutionären Mar- Anschluß einige kurze Informationen, die der xisten häufig Beiträge liefern (z.B. zu Stalin Zeitung Klassekampen vom 13. Dezember 1988 oder zur Parteitheorie). entnommen sind.