IV. HOCH MAO, BRESCHNEW, KIM IL SUNG..• Die Verantwortlichen und Mitglieder der Nationalen Front und die Volksmilizionäre machen keinen Unterschied zwischen den verschiedenen "revolutionären Allierten" der jungen Repu blik. Wenn man ihnen glaubt, offerieren letztere alle uneigennützige Hilfe, um ren und äußeren Feinde, die Unterentwicklung und den Imperialismus" zu besiegen. Die Chinesen verhelfen dem Land zu einer modernen Infrastruktur, indem sie eine 640 km lange Straße von erheblicher strategischer und wirtschaftlicher Bedeutung bauen, die praktisch Aden mit dem äußersten Osten des Landes verbindet. Außerdem gewähren sie technische und Finanzielle Hilfe für die Entwicklung der Landwirtschaft, der Industrie und des Gesundheits wesens. Die sowjetischen Experten und finanziellen Mittel dienen dazu, Staudämme, Brunne und Bewässerungskanäle zu bauen, eine hydrologische Forschungsarbeit im 5. Gouvernorat durchzuführen, die Produktivität der Fischer und der Manufakturen zu erhöhen, vor allem aber um die Streitkräfte auszurüsten und zu üben.
Die beiden Supergroßen des Kommunismus geben eine etwa gleichwertige Hilfe: 25 Millionel Pfund Sterling werden von der Sowjetunion gewährt gegenüber 23 Millionen von China. Mit dem Unterschied, daß nur ein Teil der sowjetischen Hilfe gratis ist, während die Kredite au Peking zu sehr interessanten Bedingungen gewährt wurden: sie sind frei von Zinsen (die SU verlangt 2,5 %) und werden in 10 bis 17 Jahren nach einer Gnadenfrist von 5 Jahren zu rückbezahlt. Die DDR schließlich unterscheidet sich von den anderen Volksdemokratien dadur daß sie leichte Waffen sowie die notwendigen Fachleute zur Reorganisierung und einwand- Freien Funktion der Polizei- und Gemeimdienste sorgen, einem Gebiet, das in einem Land, wo das Gefühl der Unsicherheit und Verlassenheit sehr stark ist, ebenso wie das der Streitkräfte als lebenswichtig angesehen wird.
*"Wir haben keine Freunde in einem Umkreis von 2 000 km", sagt jeder Mann auf der Straß Mit Ausnahme des Irak und Algeriens scheint ihm die ganze arabische Welt gleichgültig oder feindlich. Die Bilder Nassers, der in der E. nnerung hoch geehrt wird, hängen überall, abet selten findet man Leute, die Nassers Ägypten, das von den politisiertesten Elementen als "kleinbürgerlich" bezeichnet wird, als einen Verbündeten ansehen. Die Führer haben noch gut in Erinnerung, wie die Vertreter des Rais sie im kritischsten Moment des Unabhängigkeit kriegs ihrem Schicksal überlassen hatte, um weiterhin die Konkurrenzbewegung FLOSY zu un terstützen.
"Die arabische Presse wie die des Westens ignorieren uns oder greifen uns an" , sagte der Informationsminister Abdallah Khamri in bitterem Ton zu uns. Und der Premierminister Ali Nasser erklärte uns seinerseits: "Viele betrachten uns als seltsame Tiere, und nicht selten fragen mich hohe arabische Persönlichkeiten diskret und unsicher: "Verrichten die Führer Süd jemens auch regelmäßig ihr Gebet?"