Peter Heathfield von der Exekutive der NUM weist die „linken" Kritiker zurück. Die Arbeiterbewegung werde vielmehr noch lange von den Streikerfahrungen zehren SA: Ich möchte eine Frage zu Kritiken stellen, die während des Streiks gegen die NUM gerichtet wurden. Logisch gab es die von rechts der Gewerkschaftsbewegung; damit habt Ihr wohl gerechnet. Aber gegen Ende des Streiks kam eine Menge Kritik aus der Linken und der sogenannten Linken an der Taktik der Gewerkschaft und ihrer nationalen Führung, insbesondere von der Kommunistischen Partei, von Tribune, vom Labour Coordinating Committee und sogar vom Militant./1)
Das wichtigste Argument, einmal Marxism Today /Magazin der KP| zu nehmen, war, daß die nationale Führung nicht genug tun würde, um die öffentliche Meinung auf ihre Seite zu ziehen. Hauptsächlich weil Ihreine nationale Urabstimmung verweigert hattet, deshalb konntet Ihr in der Öffentlichkeit nicht siegen. Und die Taktik der Massenstreikposten habe zu viele Leute abgestoßen. Militant wiederum brachte davon eine linke Version. Ted Grant griff am Vorabend der Juso-Konferenz die Führung der NUM an, indem er sagte, es hätte eine Urabstimmung geben müssen, daß es keine gegeben habe, sei ein Indiz, daß die Führung nicht genügend Vertrauen in die Arbeiterklasse habe.
Was sagst Du diesen Kritikern? Heathfield: Ich finde es seltsam, daß diese sogenannten Genossen sich entschieden, die Führung zu kritisieren. Einige der in Zeitschriften wie Marxism Today genannten Individuen waren während des Arbeitskampfes Teil des Entscheidungsfindungsprozesses. Sie nahmen an der Festlegung der Strategie teil, ja, einige sogar argumentierten für Massenstreikposten! Jetzt, nach vollendeten Tatsachen, finden sie, daß Massenstreikposten nicht die geeignete Sache im Umgang mit dem Problem gewesen seien.
Ich bin ein harter Gegner einer Urabstimmung in der NUM gewesen. Das war unser kollektiver Beschluß. Der Kampf begann aus Regionalstreiks, die von der nationalen Gewerkschaft dann zu offiziellen erklärt wurden. Ich glaube an die Demokratie der Abstimmungen, aber diesmal ging es um die fundamentale Frage, ob der eine Arbeiter das Recht hat, einem anderen Kollegen den Arbeitsplatz wegzuwählen.
Mein Argument ist folgendes. Wenn eine Abstimmung Teil des demokratischen Prozesses in einer Gewerkschaft werden soll, dann muß die zur Abstimmung vorgelegte Frage auch alle Abstimmenden einigermalsen gleichmäßis betretten. Ich bin nicht dafür, daf! 185 000 abstimmen dürfen, wenn 70 000 betroffen sind. Das gibt Leuten, die in Gruben mit rosiger Zukunft arbeiten, ein Vetorecht gegenüber dem Recht anderer, für ihren Arbeitsplatz zu kämp- Ich weise die Ansichten derer, die im nachhinein ihre Meinung geändert haben, zurück.
Es ist mir klar, daß wir nach den erlittenen Rückschlägen mit Kricik rechnen
Peter Heathfield mußten. Aber die Linie ist immer der Basis ganz klar erläutert worden. Ich habe die ganze Zeit überjene Politik und ihre Anwendung verteidigt. Wenn das Kritik verdient, dann sei's drum. Da gibt es Leute, die den Konflikt personalisieren wollten. Sie sind in die Medienfalle gelaufen, hier stünden sich Scargill und MeGregor gegenüber. In Wirklichkeit jedoch waren Scargill, Heathfield und McGahey, das ganze Nationale Exekutivkomitee, an Konferenzbeschlüsse gebunden, mit denen wiederum die Mehrheit des Exekutivkomitees übereinstimmte.
Zur Frage der Gewalt haben schon viele von uns gesprochen. Wir müssen auseinanderdividieren, was alles geschah. Es gab viele unschuldige Opfer der Gewalt bei Streikposteneinsätzen unter unserer Mitgliedschaft. Es gab viel Opfer von Gewalt der Polizeiposten unter unseren Mitgliedern. Und es gab viele Fälle von Gewalt, die durch Provokateure an den Streikpostenketten ausgelöst wurden.
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SA: Socialist Action teilt nicht die Auffassung vieler linker Kritiker, die das Ausmaß der Niederlage mit dem des Generalstreils von 1926 vergleichen. Wir sagen vielmehr, daß der Bergarbeiterstreik eine neue Ära eröffnet hat.
/.../ Zum erstenmal seit langer Zeit hatte eine Gewerkschaft eine Führung, in die sie Vertrauen haben konnte, die nicht nach Geheimabsprachen schielte... Daraus hat sich etwas Neues entwickelt. Es gibt eine Differenzierung in der Linken. Die Basis der Partei stürzte sich auf die Arbeit in Unterstützungskomitees fin die Bogabener, astbrend die Tahrang mc. d'erglecbbares tat. P'aral let sazn baben sch die oben ge muten Stremngen der / abon loty and de Al nac rech benegt Kontes daru che sgen, aho anch mur Unterstitzung. die con der Laboms l'orykam Heathfield: Ieh glaube, esest noch viel zu trüh, um Kuckschiosse uber die Wi kungen des zwölfmonatigen Streiks in der allgememeren Arbeiter und (ie werkschaftsbewegung zu zichen. Binige sagen, wir hatten 1929 cine L.abour-Re gierung aufgrund der Eregnisse von 1926 bekommen, deshalb bin ich nicht der Menung. dab viele aus der sogenannten Linken nur träumen.
Politisierung einer neuen Generation
Wir haben inder Arbeiterbewegung cine Politisierung erlebt, wie sie noch nicht ihresgleichen hatte. Ich weiß, ich habe mich 1972 und 1974, bei den letzten großen Streiks der Koleindustrie, mit einigen Spezialisten überworfen, die der Meinung waren, damals sei es zu einer Politisierung der Bergleute gekommen. Aber es ging damals um den sinkenden I ebensstandard, es handelte sich um Militanz im Lohnkampf
Aber bei diesem Streik konten wir tatsächlich eine Politisierung einer neuen Generation von Bergleuten erleben. Ich schätze, daf die Lehren ein Jahrzehnt vorhalten werden oder mehr. Die Erfahrungen der jungen Bergarbeiter ( das Durchschnittsalter der Bergarbeiter ist 36), die Erfahrungen der letzten 12 Monate werden auf ihre künftige Haltung und ihre Zukunftserwartung starken Einflufs genommen haben. Die Bewegung insgesamt wird durch diese Erfahrung um einiges bereichert worden sein. Die Arbeiterbewegung wird auch in der Zukunft noch davon zehren können. Die Führung stand vor der Wahl, entweder das zu tun, wozu Gewerkschaften seit einer Generation meistens bereit gewesen sind, nämlich sich mit dem Abstiegsmanagement der britischen Industrie zu identifizieren, oder den Versuch zu wagen und unsere alternative Politik in die Waagschale zu werfen, damit die arbeitenden Menschen weiter ein Recht auf Arbeit besitzen, damit sie nicht wie Wracks behandelt werden, daß es eine Politık gıbt, dıe datür sorgt, dais sıe ıhr Leben frei von der Furcht und Bedrückung durch Arbeitslosigkeit planen können.
Aus dem Streik von 1926 kam die Theorie und Philosophie des gesellschaftlichen Eigentums gestärkt hervor, und das Elend und die Armut der Bergarbeiter in den 20er und 30er Jahren trugen mit dazu bei, daß schließlich eine Nachkregsregierung der Labour Party die Industrie in öffentliches Eigentum überführte und die genannten Belastungen erleichtert werden konnten. Ich glaube, eine kommende Labour-Regierung wird unvermellich aus den Erfah rungen von 1984 und 1985 schopfen und hoffentlich Sorge tragen, dats so eine Lage nicht noch cinmal eintritt. Wenn man nach dem Geld schätzt. das von Ortsgruppen, Panzeitgie dern, Wahlkreisverbänden der 1 abour Party hereinströmte, ist es klar, dats der Streik die Phantasie von tausenden Basismitgliedern beflügelt hat... Eine Enttäuschung war dagegen die Haltung der Iührer, die auf den irrelevanten Aspekten des Arbeitskampfes herumritten. anstatt klar und deutlich der Sache der Bergarbeiter ihre Unterstützung zuzusprechen..
|...1 International war die Unterstützung übrigens das Größte, was man sich denken kann. Ich vermute, daß 90 % der Spenden, die wir erhielten, aus dem Ausland kamen.
(...] Die politische Bewegung sollte dieser neuen Entwicklung (der Beteiligung der Frauen am Bergarbeiterstreik] auch höhere Aufmerksamkeit schenken. Ich würde es begrüßen, wenn es in der gesamten Arbeiterbewegung mehr Anerkennung für die Frauen gäbe. In Wellbeck wollten doch wahrhaftig 15 Bergarbeiterfrauen in die Ortsgruppe der Labour Party eintreten, aber die wollte nichts davon wissen - ein ,rauriger Hinweis auf den Zustand, in dem sich gewisse Ortsgruppen der Partei befinden. Aber ich hoffe, diese Hindernisse können überwunden werden. Wir müssen Wege suchen, die ganze Familie jeweils in die Gewerkschaftsbewegung miteinzubeziehen. Meiner Meinung nach ist dies eine wesentliche Entwicklung, die ermutigt werden sollte, statt deswegen die Stirn in Falten zu legen. Die Vorteile würde nicht nur die NUM, sondern die ganze Arbeiterbewegung schnell erfahren.
11] Marxism Today ist das frühere theoretische Organ der KP. heute Sprachrohr des eurokommunistischen Flügels. Die anderen Genanntensind Strömungender linken in der 1 abour Party. Tribune war das traditionelle Organ der parlamentarischen Lanken, hat sich jetzt zur Mitte hin bewegt. Das Labour Coordinating Committee war der Zusammenschluß. der die Kampagne für die Vizevorsitzendenschaft von Tons Benn führte. unterstützt aber heute eher Kinnock. Militan: beherrscht die Jungsozialisten. ist eine arbeitertümelnde Strömung. die mit den Angelegenheiten der Frauen, der Schwarzen und Irlands nichts am Hut haben will.
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