Dieser Artikel erschien zuerst in der April/Mai- Ausgabe von La Batalla, dem theoretischen Organ der mexikanischen Sektion der Vierten Internationale, der Partido Revolucionario de los Trabajadores.
Das Jahr 1968 wird oft als Wende- die Welle von Tarifkonzessionen in punkt in der Weltgeschichte bezeich- einer Anzahl von Gewerkschaften, net. Es trennt die Phase der besonders wichtig. Diese Bewegung Beherrschung der Weltereignisse hat schon in den wichtigsten Indudurch die USA von deren merklichem striegewerkschaften ihre Wurzeln Abstieg. Aber meist wird nur im Hin- geschlagen. Und, sie stellt objektiv blick auf andere Länder die tiefgrei- die Logik des Kapitalismus infrage, fende Auswirkung dieser Übergangs- Arbeitsplatzsicherheit beruhe auf der zeit beleuchtet. Die Studentenre- Höhe der Unternehmensprofite, und volte und der Generalstreik in die während einer Rezession auf der Frankreich, die Ereignisse in der Opferbereitschaft der Arbeiter. Her- Tschechoslowakei, der Heiße Herbst auszubekommen, wie die amerikaniin Italien oder die Studentenunruhen schen Arbeiter zu dieser Einsicht in Mexiko gelten als die typischen gelangten, angesichts der Abwesen- Beispiele der damaligen weltweiten heit einer politischen Tradition von Jugendradikalisierung, die zugleich Labour-, sozialistischen oder komauch den Ausbruch radikaler Arbei- munistischen Parteien, wird Gegenterkampte mit sich brachte. Dennoch stand dieses Artikels sein. setzte diese Periode auch in den USA Ich werde drei unterschiedene Welselber bedeutende Bewußtseinsver- len von Arbeiterkämpfen in den USA änderungen bei der Arbeiterklasse in seit 1968 behandeln. Da gab es die Bewegung. Totz der doch so ein- Welle der offiziellen und inoffiziellen leuchtenden Bedeutung von Arbei- Streiks 1969 bis 1973, die Bewegung terkämpfen im Herzland des Impe- zur Reform der Gewerkschaften 1975 rialismus ist nur recht wenigjber- bis 1978 und gibt es jetzt die Bewe- Analyse der Auswirkungen des l gung gegen Zugeständnisse, die Mitte gangs von Prosperität zu Austerität 1981 in vollem Umfang ausbrach. auf die amerikanische Arbeiterklasse Eine Periodisierung solcher Art geschrieben worden. kennt natürlich ihre auffälligen Aus- Das Thema wird heute, mit der nahmen, da jede gegebene Gewerk- Entwicklung einer Bewegung gegen schaft ihre Besonderheiten hat oder TeilI gar eine eigene Dynamik, die der allgemeinen zuwiderläuft. Es ist dennoch sinnvoll, die Ära nach 1968 so aufzuteilen, da es jeweils unterschiedliche Typen von Kämpfen gegeben hat, die zu ihrer Zeit der spezifische Ausdruck eines Abschnitts der Umwälzung amerikanischer Politik in breiterem Sinne waren.
„Wilde" Streiks nach dem Kalten Krieg
Nach Abebben der Streikwelle, die unmittelbar auf den Zweiten Weltkrieg gefolgt war, begann die Regierung mit einem Angriff auf die militantesten und politisiertesten Arbeiter. Der Taft-Hartley Act und ähnliche Gesetze sollten die CIO- Gewerkschaften aufbrechen, besonders die unter dem Einfluß der Kommunistischen Partei stehenden.
Parallel zu den McCarthyschen Säuberungen der fünfziger Jahre wurde die Schicht der kämpferischsten Arbeiter aus den Gewerkschaften entfernt. Obwohl dieser Angriff die
Gewerkschaften nicht daran hinderte, von Zeit zu Zeit in Streiks zu treten und auf der Ebene der Einzelgewerkschaften neue Errungenschaften bei den Löhnen und der sozialen Absicherung zu erkämpfen, so festigte er dennoch innerhalb der Gewerkschaften einen dumpfen Antikommunismus.
Der Eintritt einer Generation in Periode des engrite, jedoch sinon wahrend des sich lang hinziehenden Vietnamkonflikts erwachsen wurde, drückte den gewerkschaftlichen Auseinandersetzungen der folgenden Periode seinen Stempel auf. das Vorhandensein einer massiven, organisierten Opposition gegen den Vietnamkrieg und die weit verbreitete Stimmung der Rebellion unter den Schwarzen der USA bildeten den Hintergrund der Belebung der Kampfkraft der Arbeiter. Und wenn man dann noch die schnell steigende Inflation dieser Jahre in Betracht zieht, leuchtet einem ein, warum diese Periode zwischen 1967 und 1973 seit den vierziger Jahren die höchste Zahl von Streiks aufwies, (siehe Tabelle). 29o?1 Die gestiegene Häufigkeit von Streiks widerspiegelte die allgemeine Protest- und Rebellionsstimmung im Lande. Die Tendenz ging in Richtung von mehr unautorisierten Streiks, besonders in den Kohleregionen, die schon unter den Kapitalisten die Furcht auslöste, der Gewerkschaftsführung könnte die Kontrolle über die Mitgliedschaft entgleiten. Das unerlaubte Fernbleiben von der Arbeit und das Krankfeiern stiegen zur gleichen Zeit auch merklich an, die Organe der Unternehmer klagten über den ständigen Arbeitsplatzwechsel und den Mangel an Betriebtreue. Ein Trend zu Ausdehnung der Streiks zeigte sich zwar nicht, aber einzelne, wie der der United Auto Workers (UA W) 1970 gegen general Motors von 67 Tagen, dauerten länger. Letzterer konnte aber nicht ausschließlich auf die Unnachgiebigkeit der Gewerkschaft oder der Arbeiter zurückgeführt werden, sondern — so wurde vermutet — der Tarifvertrag wäre ohne einen langen Streik, der die Kampfkraft der Kollegen abnutzen würde, nicht angenommen worden.
Jahre typisch werden sollte, war der wilde Poststreik von 1970. Erzürnt von Präsident Nixons Weigerung, eine Lohnerhöhung zu genehmigen, bevor nicht der Kongreß ein Gesetz zur Umorganisierung des Postwesens verabschiedet hätte, begannen dissidente Ortsvereine der National Association of Letter Carriers (NALC) und der American Postal Workers Union (APWU) einen wilden Streik. Er sprang rasch auf 30 Großstädte in den ganzen USA über, bis Nixon Bundestruppen mobilisierte, um die Post zu verteilen. Die Ausgabe vom 30.7.1970 des Magazins Time wußte über den Streik Folgendes zu schreiben: Die wilde Streikbewegung brach mit solcher Plötzlichkeit aus, daß der Kongreß, die Regierung oder die Führung der sieben Postgewerkschaften unfähig waren, in einem schnellen Gegenzug die Männer wieder an die Arbeit zu bringen... Selber von ihrer wiedergefundenen Militanz überrascht, und nachdem sie schon ihre Arbeitsplätze und Renten durch ihre Nichtachtung der Bundesantistreikgesetze riskiert hatten, waren die Postarbeiter entschlossen, den Schaden zu rechtfertigen, indem sie so viel wie nur möglich aus ihrer Aktion herauszuholen gedachten."
Der Streik wurde schließlich mit einem Vertrag über 6% Lohnerhöhung sofort und einer Absichtserklärung über 8% in sechs Monaten beigelegt. Nachdem alle Arbeiter an die Arbeit zurückgekehrt waren, setzten Kongreß und Präsident die Anerkennung der 8% aus. Sofort jedoch verabschiedeten militante Ortsvereine erneute Streikaufrufe... und die Regierung gab am Ende doch nach und genehmigte auch die zweite Erhöhung.
Der Schlüssel zum Verständnis dieser wilden Streikbewegung, die Ausflüchte und Einsprüche der Gewerkschaftsbürokratie ignorierte und sich weder durch die Regierung, noch deren Truppen einschüchtern ließ, liegt darin, daß diese Bewegung sich nicht isoliert entwickelte, auch wenn sie als Beispiel unter den gewöhnlichen Konflikten herausragt. Da sie sich beim allgemeinen Wohlstand außen vor gelassen fühlten, nur 8000 Dollar im Jahr verdienten, auch nach Jahren des Diensttuns, und beobachteten, daß andere Kämpfe von Arbeitern, Schwarzen oder Studenten es schafften, Zugeständnisse zu erringen, brachen bei den Postlern buchstäblich die Dämme zur militanten Aktion.
Militante Organisationen schwarzer Arbeiter
Ein weiteres Beispiel der ,neugefundenen Militanz" während dieser Zeit war die Entwicklung des Revolutionary Union Movement (RUM) und der dazugehörigen League of Revolutionary Black Workers. 1969 entstanden, übten diese schwarzen marxistischen Organisationen einen kurzzeitigen Einfluß über tausende von schwarzen Arbeitern und Studenten in Detroit aus. Die anfängliche RUM- Organisation im Dodge Main- Werk war aus einer erfolgreichen Verteidigungskampagne für fünf nach einem wilden Streik gefeuerte schwarze Arbeiter entstanden. Diese wurden wieder eingestellt, nachdem RUM in eigener Regie zu einem weiteren wilden Streik der schwarzen Kollegen aufrief, der das Werk für zwei Tage stillegte.
Die RUM ist nur die bekannteste von einer ganzen Anzahl schwarzer Vorhutkerne, die sich Ende der sechziger Jahre in den Gewerkschafteh bildeten. Sie waren Erscheinungen der schwarzen Rebellion, die sich zwischen 1964 und 1968 schon im ganzen Lande durch aufstandsartige Unruhen in den größeren Städten einen Namen gemacht hatte. Untersuchungen der Unruhen in Detroit 1967 haben ergeben, daß deren Teilnehmer nicht einfach arbeitslose schwarze Jugendliche waren, sondern ein nennenswerter Anteil aus in der Detroiter Industrie Beschäftigten bestand. Und in der Autoindustrie gab es einen besonders hohen Anteil von Schwarzen. Als Indikator ihrer Diskriminierung sei genannt, daß zwar 250000 der 750 000 Arbeiter dort Schwarze waren, jedoch nur 3% der Facharbeiter bei General Motors und je 1,3% bei Ford und Chrysler- Die Bedeutung der Autoindustrie für die amerikanische Volkswirtschaft - damals wie heute - ist bekannt. 1970 verbrauchte die Autoindustrie etwa 20% des Stahls, 11% des Aluminiums, 50% des Bleis und 60% des Gummis der ganzen USA. Einer von sechs Arbeitsplätzen hängt an der Autoindustrie. Die wachsende Zahl der wilden Streiks wurde daher
von den Firmen und der Gewerkschaftsbürokratie mit Schrecken beobachtet. 1973 mobilisierte die UAW 1000 Gewerkschafter, die an den Werkstoren stehen sollten, um einen Streik beim Preßwerk Detroit Mack Avenue zu beenden; und in der selben Nacht wurde der Hauptorganisator des Streiks beim Verlassen der Fabrik verprügelt.
Die RUM-Bewegung erwies sich als kurzlebig, nicht fähig, die Zeit der Jugendradikalisierung und der Rebellion der Schwarzen zu überdauern. Im allgemeinen waren auch die anderen gewerkschaftlichen Kämpfe, die ausbrachen, durch die Jugend ihrer „Rädelsführer", ihre Tendenz zur Überschreitung der für die Gewerkschaftsführung annehmbaren Grenzen gekennzeichnet, aber sie verfehlten es, sich zu einer nationalen Herausforderung für die Gewerkschaftsbürokratie zu entwickeln. Die Basisgruppen (rank and file), die damals geschaffen wurden, wandten entweder nach einer Weile ihre Aufmerksamkeit darauf, Kontrolle in ihrer Gewerkschaft zu gewinnen, oder ihre Kraft schwand rasch dahin. Diese letzte Periode relativer kapitalistischer Prosperität Ende der sechziger und Anfang der siebziger Jahre gab, wie schon gesagt, der Wiederbelebung militanter Arbeitskämpfe einen kräftigen Schub. Obwohl sie in einer urwüchsigen Form verharrten, brachten sie die ersten größeren Herausforderungen für die alteingesessenen Gewerkschaftsführungen mit sich. Sie ließen ganze Abteilungen der Arbeiterklasse eine wichtige Reihe von Erfahrungen machen.
Auch die Arbeiter, die nicht direkt beteiligt waren, machten diese Jahre, wie das Wall Street Journal am 2.9. 1969 klagte, insofern mit, als sich eine Tendenz zu „mehr Ablehnungen von Verhandlungsergebnissen seitens der Basismitglieder" breitmachte, also: auch hier eine neue Herausforderung für die Unternehmer und die traditionellen Gewerkschaftsführer. Der Beginn der Wirtschaftskrise:
• neue Schocks für die Stabilität der USA
Die frühen siebziger Jahre brachten der Arbeiterklasse eine Reihe unangenehmer Überraschungen, und auch — so kann man wohl sagen — für die bürgerlichen Wirtschaftsexperten. Bis 1974 hatte sich die schleichende Inflation des vorangegangenen Jahrzehnts in eine zweistellige verwandelt. Während einer kurzen Zeit stieg auch die Arbeitslosigkeit mit der sich verschlimmernden Inflation zugleich, was unmöglich sei, wie alle Wissenschaftler versprochen hatten. Gleichzeitig, auf politischer Ebene, schien die Regierung in einer Dauerkrise zu stecken. Das Schauspiel der Watergate-Anhörungen, die „Ölkrise" und die schlimmste Rezession zumindest in der Erinnerung der jüngeren Arbeiter, brachten die feststehenden Vorstellungen eines grösseren Teils der amerikanischen Bevölkerung ins Wanken. Wo in früheren Zeiten das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten sakrosankt gewesen war, war Nixon nun Zielscheibe öffentlicher Verachtung und Verhöhnung.
Trotz den Versuchen Gerald Fords und Jimmy Carters, die Amerikaner davon zu überzeugen, daß die „Ölkrise" eine wirkliche war, dafs höhere Preise halt gezahlt werden müßten und eine Sparpolitik eingeführt, verblieb im Volk ein weitverbreiteter Unglaube. Umfragen ergaben, daß die Amerikaner gegen die großen Konzerne feindlicher eingestellt waren als je zuvor; wobei wir bemerken sollten, daß in den gleichen Umfragen Gewerkschaften sich als genauso unbeliebt erwiesen. Schließlich kam in diesen Jahren auch das Vietnam-Debakel an sein Ende. 1973 wurde das Pariser Friedensabkommen unterzeichnet, und bis 1975 hatten die Truppen der NLF Saigon eingenommen. Auch in diesem Fall zog ein großer Teil der amerikanischen Bevölkerung den Schluß, solche militärischen Abenteuer seien entweder unnötig oder nicht zu gewinnen.
Nachdem die Rezession offiziell zu Ende war, konnte die Wirtschaftslage dennoch höchstens nur als stagnierend bezeichnet werden. Ein fortgesetzt hohes Niveau von Inflation und ein fortgesetzt hohes Niveau. von Arbeitslosigkeit traf eine Arbeiterklasse, die zum erstenmal seit Jahrzehnten unfähig war, ihre gewohnten Verbesserungen bei Lohn und Sozialleistungen' zu erzielen. Ihre erste Reaktion war zu glauben, den gewählten Gewerkschattstunktionaren, die mit den Verhandlungen beschäftigt waren, mangelte es am Wunsch oder am Rückgrat, ihre Sache zuerreichen. Also wandten sie sich Führern zu, die zu einer militanteren Haltung gegenüber den Bossen aufrieten und mehr Gewerkschaftsdemokratie verlangten. Gewerkschaftsdemokratie, das hieß den einfachen Mitgliedern, die Strukturen ihrer Gewerkschaft für ihre Forderungen aufnahmebereiter zu machen.
Kämpfe um Gewerkschaftsdemokratie
Ein Vorläufer der Gewerkschaftsreformbewegung war die Liste Miners for Democracy (MFD) innerhalb der United Mine Workers of America (UMWA). 1969 führten sie eine Kampagne gegen die korrupte Boyle- Führung durch, die in einem eins für den Thronhalter endete. Nach der folgenden Ermordung des wichtigsten Führers der MFD, Jock Jablonski, und einer Regierungsuntersuchung der Wahlfälschung, wurde eine neue Wahl angeordnet. 1972, bei dieser neuen Wahl, errang die Liste des MFD, geführt von Arnold Miller, einen überwältigenden Sieg. Neue demokratische Reformen, darunter die Ratifizierung jedes nationalen Tarifvertrags durch die Basis, wurden durchgeführt.
Von diesem Sieg inspiriert beschlossen für Reformen Aktive in der Stahlgewerkschaft 1976, eine Liste Steelworkers Fight Back zu bilden, um gegen den von I. W. Abel designierten Nachfolger Lloyd McBride anzutreten. Sie argumentierte, das Experimental Negotiating Agreement(ENA, versuchsweises Verhandlungsabkom men), das, 1973 geschlossen, nationale Streiks untersagt, wenn der alte Tarifvertrag ausgelaufen ist, mache die Gewerkschaft weniger geeignet, Zugeständnisse für die Kollegen auszuhandeln, und sei im übrigen ohne Abstimmung der Basis akzeptiert worden. Da die Phase der großen Errungenschaften der United Steel Workers of America (USWA) die fünfziger Jahre gewesen waren, wosie nahezu jedes Jahr in den Streik getreten waren, fand dieses Argument bei vielen Stahlarbeitern Widerhall. Und tatsächlich hatte die Steelworkers Fight Back-Liste bis zu den Wahlen Februar 1977 eine Mehrheit der
der Zögerlichkeit und dem Konservativismus der Spitzenbürokraten, gelang der Reformbewegung eine Einflußnahme auf die Arbeiterbewegung insgesamt. Dazu im Gegensatz waren die kämpferischen schwarzen Kerne relativ isoliert geblieben und gelungen, die Gewerkschaftsbewe- war es den spontanen Streiks nicht gung aus ihrem Kollaborationsgeleis zu werfen.
Wenn die Gewerkschaftsreformbewegung, in den Endsiebzigern
UR abnahm, dann aus ähnlichen Grün: den, wie sie zu ihrer Entstehung Leitern des USWA-Distrikts 31, der DOD außer Chicago noch weitere wichtige Stahlzentren umfaßt, gewählt worden ware, mußten die Arbeiter einschneidende Entlassungen hinnehmen. Bis 1982 wurden 20 000 von 65 000 Arbeitern in diesem Distrikt entlassen. Unter den Unterstützern der Reformen griff teilweise Demora:
lisierung um sich. 1981 schlug Jack
Porton, von der USW A-Spitze favorisiert, Balanoff.
Einmal waren die Aktivisten dieser bei gleichzeitiger Erhöhung des Mili- Die meisten Haushaltskürzungen Arbeiter, die unter den nationalen Stabitarif fallen, hinter sich geschart Gruppen bei weitem mehr in den bestenenden Gewerkschaftsstruktu- täretats begannen schon unter Cal Dennoch markierte Reagans Dennoch verlor sie die Wahl wegen daran, die Kontrolls der nationalen ren verankert. Sie gingen bewußt Wahl einen Entschluß der Bourgeordes Mangels an Unterstürzung aur sie, daß der Angriff auf Lebensstanden Nichtstahlbereichen der USWA. Apparate der Gewerkschaften dard und Rechte der Arbeiter ihr den Postboten (NALC) im Dezem- Ähnlich verloren Reformkräfte bei Weg, nationale Wahlkampagnen zu übernehmen, und wählten daher den bislang zu langsam vonstatten Annlich, was Verzichtsabschlüsse bei USWA war dies aber nur ein vor- ber 1976 knapp eine Wahl. Anders als - waren, wie bei den Teamstern oder führen. Wo ihre Kerne schwach angeht, gab es unter Carter bedeu- tende Präzedenzfälle. Aber Anzahl übergehender Rückschlag. dem Druck spontaner Streiks in Jer- der UA W, kamen sie nur dahin, alter- native Kandidaten zu nominieren. und Umfang der geforderten Zuge- ständnisse sind seit 1980 qualitativ sey City, Brooklyn und San Francisco und dank der Opposition gegen das USWA, erreichten sie die Unterstüt- Wo sie stark waren, wie bei der gestiegen. . Joseph Sambrotto zum Präsidenten Tarifangebot der Regierung wurde zung dutzender Orts- und Distrikt- funktionäre. Ungeachtet ihrer rela- Der Kohlestreik von 1977: der NALC gewählt. Seine und die tiven Stärke versuchten alle Basis- erste große Schlacht Parallele Wahl von Morris Biller bei der APWU (s.o.) 1980 waren die Kul- gruppen, ihre Aktivisten in lokale Positionen, von Vertrauensperson gegen Zugeständnisse an die Unternehmer mination eines Prozesses, der von bis Ortspräsident, gewählt zu dem wilden bundesweiten Streik 1970 in Gang gesetzt worden war. Zweitens wuchs die Reformbewe- Die erste wichtige Schlacht um In der gleichen Zeit konnte man das gung unter der wirtschaftlichen Sta- tägigen Streik der Bergleute 1977 und Zugeständnisse fand mit dem 111- Wachstem ähnlicher Kräfte bei der Teamsters Union (Trucker u.ä., gnation der siebziger Jahre. Widerstand gegen gewerkschaftliche 1978 statt. Es ging um die Versucht d.Red.) beobachten, besonders die Forderungen hatte zugenommen, USA, d. Red.) einmalige, cradle-to- ler Kohlegesellschaften, die (in der тостац Union (BU) Aufbrai schnittlichen Dauer von Streiks nie- was sich in einer gewachsenen durch- einanderzunehmen. Die Mitglieder grave*-Gesundheitsversorgung eder cher Ebene wurden vergleichbare in hunderten von derschlug. 1978 dauerte der Durch- lehnten hintereinander zwei Verträge Basısgruppen . schnittsstreik 33,2 Tage, 1970 waren Gewerkschaften gegründet. Diese es nur 25,0 gewesen. Wgen der um ab, die von der Führung getragen wur- Entwicklung hatte zwar mit der frü- hen Welle spontaner Streiks einiges sich greifenden Erkenntnis, die Enthet, aber noch erzugendindine. den. Am Ende akzeptierten sie cinen an Motivation gemein, wich jedoch in Schwierigkeiten der amerikanischen Arbeiterbewegung resultierten auswichtigen Punkten davon ab ~ 35