Etwa 170 000 irische Arbeiter traten am 13. Aprilin den einheimischen Industrien zu protestieren. Diese Fabrik Streik, um gegen die einschneidenden angriffe auf ihren sollte geschlossen werden, obwohl ihre Aufrechterhal Lebensstandard zuprotestieren, die sich im am 9. Februar tung ein Dauerbrenner im Wahlkampf sowohl vor von der Koalitionsregierung Fine Gael - Labour Party Fianna Fail als auch Fine Gael war. Schließlich mußte die vorgestellten Haushalt ankündigten. Der Streik wurde Fine Gael-Regierung sie verstaatlichen und erhalten. von den beiden Hauptgewerkschaften, der rein südlichen Der dritte der herausragenden Kämpfe der jüngsten Irish Transport and General workers Union und der Zeit in Südirland war der der Arbeiter beiRanks Dougall gesamtirischen Amalgamated Transport and General Hovis in Dublin gegen Entlassungen. Sie besetzten die Workers Union, sowie der Lehrergewerkschaft getragen. Fabrik, um das Management am Abtransport der Der Hauptstoß des Protests richtete sich gegen den Maschinen zu hindern, solang die Zahlung von Abfinscharfen Anstieg der Einkommenssteuer, von dem die dungen nicht klar wäre, Die von anderen Gewerkschaften Financial Times vom 15. 2. 83 ein zehnprozentiges Sinken gewonnene, vor allem durch das Dublin Trades Council der Kealeinkommen sogar für die Verheirateten, die vom organisierte Unterstützung setzte die Möglichkeit eines Gesetz bevorzugt werden, erwartet. Dieser Streikaktion lokalen Generalstreiks auf die Tagesordnung. Aber da waren viele andere Proteste gegen die Besteuerung der gab die Betriebsleitung nach, und die während der Aus- Lohnarbeiter in Irland vorhergegangen, die zu den steu- einandersetzungen verhafteten Arbeiter wurden freierlich am schwersten belasteten der Welt zählen. Diese gelassen.
Steuern sind als Anreize für ausländisches Kapital ausge- Die Gewerkschaftsbürokratie konzentrierte den Kampf geben worden, neue Werke in Irland zu errichten. auf die Freilassung der verhafteten Arbeiter, griff jedoch Dies ist bisher nicht die einzige Protestform gewesen, die Tatsache nicht auf, daß die Entlassungen eine direkte mit der sich die irischen Arbeiter gegen die Bemühungen Auswirkung imperialistischer Intervention in die irische aller wichtigen politischen Parteien des Südens wehren, Wirtschaft waren, nämlich eines Dumpings mit Billigsie für die Wirtschaftskrise zahlen zu lassen. Es hat auch mehl seitens der britischen Besitzer. Bei diesem Kampf eine Anzahl bedeutender industrieller Kämpfe gegeben, waren zusehends Aktivisten der Sinn Fein miteinbezound die Zahl der bei Streiks verlorengegangenen Arbeits- gen, ein weiteres Indiz für das wachsende soziale Engagetage ist dauernd angestiegen. ment der republikanischen Bewegung undihr Eingreifen 1981 drohte die damalige Fianna Fail-Regierung, die in wirtschaftliche Kämpfe.
verstaatlichte Zuckerfabrik in Tuam bei Limerick im Der unten stehende Artikel wurde von der irischen Westen Irlands zu schließen. Dies hätte nicht nur die Sektion der Vierten Internationale People's Democracy als Arbeiter dieser Fabrik, sondern auch derer der Gesell- Flugschrift Ireland for Sale — the Roots of the Economic schaften, die die Maschinen zur Zuckerverarbeitung Crisis veröffentlicht und erläutert den Zusammenhang, bauen, die Bauern der Gegend, die man zum Rübenanbau in dem jene entschlossenen Kämpfe der irischen Arbeiter ermutigt hatte, und die Leute, die saisonbedingt Arbeit stattfinden. Er umreißt eine alternative Wirtschaftspolibei der Ernte oder in der Verarbeitung fanden, betroffen tik, die die antiimperialistische Bewegung gegenüber den - zusammen etwa 60% der ortsansässigen Bevölkerung, proimperialistischen und prokapitalistischen Parteien die also mit der Zuckerindustrie zu tun hatten. vortragen könnte.
Unter Führung der arbeiter mobilisierte sich die Bevöl- Der breite Widerhall, den der Aktionstag vom 13. 4. kerung gegen die geplante Stillegung, die von einem fand, weist darauf hin, daß die irischen Arbeiter nach Komitee aller drei Parteien, das sich nicht einmal die einer solchen Alternative und einer Kampfstrategie Mühe gemacht hatte, die Fabrik zu besichtigen, vorge- suchen. Ein Großteil ihres Zorns richtet sich gegen die schlagen worden war, und erreichte einen einjährigen Labour Party, die als Teil der jetzigen Koalition den im Aufschub, der später um ein Jahr verlängert wurde, und Februar beschlossenen arbeiterfeindlichen Haushalt Regierungszuschüsse. mitgetragen hat. Der Aufruf des Sekretärs der ATGWU
Die Arbeiter der Clondalkin Papiermühlen gingen für den Süden Matt Merrigan zu unabhängiger politi- 1982 in einen 18 Monate duaernden Besetzungsstreik, scher Aktion und, die industriellen Auseinandersetzunum gegen das Herunterwirtschaften einer der letzten gen zu einem Generalstrek zusammenzufassen, wurde bei der Demonstration am 13. 4. begeistert begrüßt.
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Wirtschaftskrisen sind für Irland nichts Neues. Die formale Unabhängigkeit für den Süden hat nichts zur Schaffung einer unabhängigen Ökonomie beigetragen, die dem irischen Volk einen akzeptablen Lebensstandard verschaffen könnte. Und nach den Angaben der EG weist fast jedes wirtschaftliche Indiz darauf hin, daß Irland fortlaufend hinter dem übrigen Europa zurückfällt. Die Tiefe der heutigen Krise wirft eine Anzahl grundlegender Fragen auf. Steht dem Süden angesichts der Teilung des Landes irgend ein anderer Weg offen als die lähmende Abhängigkeit von ausländischen Banken? Gibt es für solch künstliche Wirtschaft überhaupt eine Alternative zu hoher Arbeitslosigkeit und niedrigem Lebensstandard? Im Klartext: Die Krise stellt wiederum aufs neue die Frage der Teilung und der nationalen Einheit!
Und die Teilung läßt eine weitere Frage aufkommen. Während das irische Volk in Katholiken und Protestanten, nördliche und südliche Katholiken gespalten ist, erlebt die reiche und mächtige Elite, die die Güter der Nation besitzt und kontrolliert, keine solche Spaltung. Die Banken, die Kapitalbörse und die Multis sind in allen zweiunddrei- Big Grafschaften die gleichen Institutionen. Die Teilung behindert sie nicht. Im Gegenteil, die Teilung hilft ihnen, Irland, Nord und Süd, als eine schwache und abhängige Wirtschaft im Griff zu behalten. Die Teilung erleichtert und rechtfertigt somit ihre parasitären Verbindungen mit Großbritannien, Europa und den USA.
Der KAmpf für die nationale Einheit kann also nur erfolgreich sein, wenn er die arbeitende Bevölkerung Irlands gegen die reiche und privilegierte Clique organisiert, die die beiden Pseudostaaten Irlands beherrscht. Die einzige Form, die die irische Einheit annehmen kann, ist die einer von den Arbeitern und ihren Verbündeten regierten Republik: eine Arbeiterrepublik.
Irland im Ausverkauf
Der Staat der sechsundzwanzig Grafschaften steckt in einer schweren wirtschaftlichen Krise. Seine Auslandsschulden stehen bei 4 Mrd. Pfund, er ist also pro Kopf mit einer höheren Summe verschuldet als Polen. Vertreter der Geschäftswelt und konservative Wirtschaftswissenschaftler schreien nach scharfen Einschnitten in die öffentlichen teien diese Ansicht unterstützen. Die Ökonomen beschuldigen die aufeinanderfolgende Regierungen der Mißwirtschaft und der Verschwendung. Fianna Fail, Fine Gael und Labour machen sich — wie wäre es anders zu erwarten — gegenseitig verantwortlich.
Sowohl die konservativen Wissenschaftler als auch die Politiker behandeln die Staatsschulden isoliert, wo doch Staatsanleihen unablöslicher Bestandteil einer wirtschaftlichen Strategie sind, die seit den fünfziger Jahren befolgt wird. Diese basierte auf der Öffnung der irischen Wirtschaft für fremdes Kapital und zwar auf drei Gebieten:
* Investitionen: Arbeitsplätze sollten in Irland nicht durch die Entwicklung einheimischer Industrien, sondern mithilfe Anlockung multinationaler Konzerne, hier zu investieren und Werke zu eröffnen, geschaffen werden. * Handel: Schutzzölle für irische Industrien wurden schrittweise beseitigt. * Kredite: Anleihen wurden von ausländischen Banken genommen, um eine „soziale Infrastruktur' zu schaffen. Letzteres war und ist also Teil eines Pakets wirtschaftlicher Maßnahmen, die dem L.and zum wohlstand verhelfen sollten. Sicherlich sind diese erfolgreich gewesen — allerdings nur für eine kleine Minderheit der Bevölkerung. Für die die überwältigende Mehrheit der Arbeitenden und der Jugend haben sie sich als Fehlschlag erwiesen.
Seit dem Zweiten Weltkrieg haben die meisten Länder des Westens und der Dritten Welt ihre Ökonomien über umfangreiche Kredite der Banken auszudehnen versucht. Irland jedoch begann mit dem Leihen erst Mitte der fünfziger Jahre. Diese Verzögerung kam nicht daher, daß die irische Regierung sich geweigert hätte, um Kredite zu bitten. Nein, die internationalen Banken waren bei der Geldvergabe unwillig, solange Irland seine eigene Industrie positiv diskriminierte. 1956 arbeitete der Sekretär im Finanzministerium Ken Whitaker einen Bericht aus, der die, Offnung' der irischen Wirtschaft befürwortete. Der Bericht wurde in seiner generellen Linie von der irischen Regierung angenommen, und 1957 schickte man ein Memorandum an die USkontrollierte Weltbank, daß das Anliege von Finanzhilfe an Irland so darstellte: „Die Ausdehnung der irischen Wirtschaft während der letzten dreißig Jahre war im wesentlichen von nationalen Ersparnissen abhängig und wurde durch diese finanziert. Diese Ersparnisse sind nicht ausreichend gewesen, um den Erfordernissen einer unterentwickelten Wirtschaft genügezuleisten... Die Rate der Weiterentwicklung könnte durch ein Einfließen externen Kapitals erheblich beschleunigt werden, wenn diese in Entwicklungsformen gelenkt werden könnte, die die Produktionskapazitäten des Landes erhöhen und neue Methoden und Techniken mitsichbringen würden. Die irische Regierung würde solche Investitionen willkommenheißen. Irland hat die herausragenden Eigenschaften politischer Stabilität, reichlicher und anpassungsfähiger Arbeitskräfteversorgung, großer Energiereserven und eines ausgedehnten Trans- 'Are you going back to school next year, or straight into redundancy? Ausgaben und nach einer Senkung der „Nächstes jahr noch mal zur Schule oder gleich arbeicslos?" Reallöhne, wobei alle drei großen Par-
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portsystems. Dividenden, Anteile und Profite könnten ohne Behinderung in der dazu angemessenen Währung in das Land des ausländischen Investors transferiert werden."
So festgehalten, kann es keinen Zweifel geben, daß Anleihen im Ausland von anfang an mit der ,Öffnung' des Landes für ausländisches Kapital verbunden waren, sogar von ihr abhingen.
Der GRundstein der neuen Strategie war es, Irland für ausländische Firmen verlockend zu machen. Die Industrial Development Authority (IDA) wurde eingerichtet, um Industrien nach Irland zu ziehen. Eine Anzahl von Faktoren war dabei hilfreich: Nach europäischen Maßstäben waren und sind die Löhne niedrig, die für die Firmen verfügbaren Ansiedlungsprämien jedoch außergewöhnlich hoch. Ausfuhrgewinne sind steuerfrei. Dazu öffneten dann das Anglo-Irische Freihandelsabkommen von 1965 und der EWG-Beitritt von 1973 die britischen und europäischen Märkte für in Irland angesiedelte Fırmen.
Die Wohltaten der ausländischen Investitionen
Das IDA wird allseits für seinen Erfolg gelobt. Es ist also der Mühe wert, seine Bemühungen in ihren tatsächlichen Auswirkungen zu prüfen. Es gibt vier Wege, auf denen ein „Gastland" möglicherweise davon profitieren könnte, fremde Industrien auf seinem Territorium sitzen zu haben:
Beschäftigung
Das IDA spricht davon, 80 000 neue Arbeitsplätze durch die Ansiedlung ausländischer Industrie geschaffen haben. Aber das heißt keineswegs, daß heute 80 000 Leute mehr als vor zwanzig Jahren in der Industrie tätig sind. Der wirkliche Anstieg beträgt etwa ein Drittel dieser Zahl. Seit unserem Eintritt in die EWG ist die Zahl der dort Beschäftigten sogar überhaupt nicht mehr gestiegen.
Industriell Beschäftigte In 1000 1931 63 1936 101 1846 116 1858 154 1961 177 1871 214 1874 222 1879 205 aus operierender multinationaler Kon- Dieser Ausfall liegt nicht daran, daß das zerne: aus den USA, Großbritannien, IDA keine weiteren Industrien mehr der BRD oder Japan. nach Irland bringen konnte. Es ist viel- Während sie die Schlüsselbereiche wie mehr so, daß die Zahl der durch neue Management, Maschinenbau, For- Industrien geschaffenen Arbeitsplätze schung und Entwicklung in ihren Hergleich der ist, die verloren gingen. Die matländern beließen, tanden sie es traditionellen Firmen konnten nämlich gewinnträchtig, spätere Produktionsabmit den viel größeren britischen und schnitte, die weniger Qualifikationen kontinentalen nicht mithalten. erfordern, in Länder zu verpachten, die Ein neuerer Bericht zieht die Behaup- niedrigere Löhne haben. In einer bedetungen des IDA überhaupt in Zweifel. tenden Zahl von Fällen, etwa 1/3, ist die Zwischen 1970 und 1978 „kamen statt irische Abteilung eines Konzerns nur an der mit 96 000 für diese Periode geneh- einem Zwischenglied der Produktion migten nur Firmen mit 77 000 Arbeit- beteiligt. Das Produkt wird dann an eine splätzen trotz öffentlicher Bekanntgabe andere Tochter desselben Konzerns in ihrer Bereitschaft, nach Irland zu kom- einem weiteren Land „verkauft". men. Von diesen 77 000 potentiellen Kurz, die Masse in Irland etablierter Arbeitsplätzen existieren derzeit aber ausländischer Industrien ist Teil transnur 28 900." Zwischen 1974 und 1980 nationaler Operationen und nicht mit wurden mittels des IDA und anderer anderen Industrien in Irland verbunden. Agenturen 1,688 Mrd. Pfund in die Daraus folgend gibt es keinen Kapital- Finanzierung industriellen Wachstums überschuß, der in andere Wirtschaftsgepumpt. Das bescheidene Wachstum sektoren des Landes drängen würde. der industriellen Beschäftigung während der sechziger und siebziger Jahre reicht jedoch niemals, die Zehntausende auf- Besamtbeschäftigung Sudan zusaugen, die durch die „Öffnung" aus In Tausend der Landwirtschaft getrieben wurden. 1851 1217 Steuereinnahmen
Theoretisch gesehen sollte ein „Gast- 1881 1 052 land" ja von den den ausländischen Indu- 1971 1 055 strien auferlegten Steuern profitieren; 1876 1035 die sich so ansammelnden Einkünfte könnten zur Finanzierung des Wachstums anderer Sektoren und zur Aufbes- Arbeltslose in 1000 serung der Sozialleistungen genommen 1871 65 werden. Der von der irischen Regierung 1876 108 in Auftrag gegebene Telesis Report ver- 1982 148 deutlicht, dais gerade die Steuererleichterungen den Hauptgrund für Fırmen darstellen, sich hier anzusiedeln. Also, Hohe Löhne wenn sie besteuert würden, würden sie Die wohl zählebigste Behauptung von adieu sagen. Unterstützern der Wirtschaftsstrategie Anbindung an die Weltwirtschaft der Regierung ist, die neuen Industrien Die Planer der Regierung hofften, die hätten zu höheren Löhnen geführt. Es ausländischen Industrien würden sich in stimmt tatsächlich, daß die Multis allgedie irische Ökonomie integrieren. Sie mein bessere Löhne als die traditionelle erwarteten, diese Industrien würden, Industrie gezahlt haben. Aber das ist nur indem sie Rohstofte und andere Importe eine Seite der Madaille. erwarben, einer Kettenreaktion Denn zum einen hat die engere Anbinsowohl das WAchstum der einheimi- dung Irlands an den britischen und euroschen Industrie anregen als auch damit päischen Markt besonders die Preise die Wahrscheinlichkeit senken, daß sie essentieller Güter wie Essen, Getränke selber nach dem Ende der staatlichen und Kleidung stark erhöht. Zweitens Zuwendungen und der Steuerferien sich werden die Reallöhne durch die überwieder zurückziehen würden. durchschnittlich hohe Besteuerung wei- Ein Bericht für das IDA enthüllt ganz ter reduziert. Nicht nur ist die deutlich, daß gerade das nicht geschah. Lohnsteuer, besonders für die unteren Nur 1/6 der Rohstoffe und anderen Lohngruppen, höher als in den meisten Importe wurden tatsächlich in Irland europäischen Ländern, sondern wird erworben. Der Rest wird selber mitge- dies auch nicht durch ein angemessenes bracht. Der Grund dafürist ganz simpel. soziales Netz ausgeglichen. Stattdessen Die meisten Firmen, die sich in Irland sind der Grund für die hohen Dteuern ansiedelten, sind Teile großer von den geradfe die hohen Summen, die der Staat wichtigsten kapitalistischen Ländern zur Stützung der ausländischen Investo-
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ren ausgibt. Außerdem gibt es, solange irisches Wirtschaftswachstum vom Anlocken ausländischer Unternehmen abhängt, eine klare Obergrenze für die Reallöhne, die sie am Aufholen mit der Rest-EWG hindern. Denn, wie oben erläutert, die vergleichsweise niedrigen Löhne sind für die Miltis ja gerade eines der Stimulantien. Wenn die Löhne hier denen Frankreichs, der Hiederlande oder Westdeutschlands gleichkämen, fänden die dortigen Kapitale Irland wesentlich unprofitabler.
Das Bild vom Auslandskapital, das nach Irland eindringt, um die Wirtschaft zu modernisieren und dem Volk zum Wohlstand zu verhelfen, entbehrt somit in der Wirklichkeit der Grundlage. Die übliche Bezuschussung ausländischer Firmen durch das IDA beträgt 30 bis 35% der Kapitalkosten, kann jedoch 60% erreichen. Schätzungsweise ein weiteres Drittel kommt durch Anleihen bei irischen Banken zustande. Wenn man bedenkt, daß zum Beispiel US- Fabriken in Irland eine jährliche Profitrate von 25 bis 30% haben, also eine 2 1/2mal höhere als im EWG-Durchschnitt, so wird deutlich, daß sie ihre Startkosten in wenigen Jahren wieder eingefahren haben.
Die Wahrheit sieht so aus, daß nicht ausländisches Geld nach Irland fließt, sondern irisches hinaus. Das Geschehen der letzten beiden Jahrzehnte bedeutete nicht eine Industrialisierung Irlands, sondern eine bloße Umstrukturierung der irischen Wirtschaft im Sinne der Beherrschung durch die multinationalen Konzerne.
Landwirtschaft einer abhängigen Ökonomie
Nicht nur Irlands Industriestriuktur wurde durch die wachsende Abhängigkeit verzerrt. Die stärkere Integration mıt der britischen und europäischen Wirtschaft hat auch in der Landwirtschaft Umwälzungen ausgelöst und die soziale Ungleichheit auf dem Lande vertieft. Während der letzten Jahrzehnte ist die Zahl der mit Landwirtschaft Beschäftigten dramatisch gefallen, sei es bei den Landbesitzern, bei mitarbeitenden Verwandten oder bei Landarbeitern.
Paradoxerweise geschah dies parallelzu einer erheblichen Steigerung sowohl des Ausstoßes als auch der Preise landwirtschaftlicher Produkte. Zwischen 1960 und 1970 stieg der Ertrag um 17%. Von 1968 bis 1976 verdreifachten sich die Agrarpreise. Die gestiegenen Preise ver- Landwrtschaftlicha Beschäftigung In 1000 1851 485,8 1861 388,3 1871 262,3 dankten sich in erster Linie dem Anglo- Irischen Freihandelsabkommen und der Mitgliedschaft in der EWG. Das mag schon allen Bauern zuträglich gewesen sein, jedoch nicht allen in gleichem Maße.
Die Besitzgrößen der Bauern sind dazu zu unterschiedlich. Kleine Ländereien liegen im allgemeinen auf weniger fruchtbarem Land im Westen oder höhergelegenen Regionen. Und, während der Anteil der Besitzer mit über 200 Morgen klein ist, halten diese 18% des Landes inne.
Der gestiegene Ertrag verdankt sich der Mechanisierung. Allgemein konnten sich nur Groß- und Mittelbauern den Kauf neuer Maschinerie erlauben. Sogar bei Krediten sind die Banken zögerlich, an Kleinbauern auszuleihen, betrachten sie als zu großes Risiko. Da, wo diese doch leihen konnten, mußten sie höhere Zinsen zahlen, da es um kleinere Kapitalmengen ging. Bezeichnenderweise hat mehr als ein Drittel der irischen Höfe in den letzten beiden Jahrzehnten seinen Ertrag nicht gesteigert.
Staatshilfe bekommen nur Anbauerfür den Export, und bei Viehwirtschaft gehen sie nur an die großen Herdenbesitzer. Kleine Bauern, die Jungvieh züchten, das später von großen Bauern gemästet werden soll, empfangen minimale Hilfen. Ähnlich richtet sich die Politik des Staates auf „Rationalisierung" der Landwirtschaft, bezuschußt also die Bauern ihr eigen nennen und in mehr Maschinen oder Gebäude investieren wollen.
Seit unserem Eintritt in die EWG sind zwei Mrd. Pfund in die Landwirtschaft geflossen, die die Agrareinkommen zu einem Drittel stützten. Aber Irland, mit dem größten Agrarsektor der EWg, führt sowohl seine Landmaschinen als auch die meisten Düngemittel ein. Ein Versuch, Industrien, die Irlands wichtigstem Produktionsbereich, der Landwirtschaft, verbunden sind, zu finanzieren, ist gar nicht erst gemacht worden.
Kurz, der riesige Preis- und Ertragsanstieg seit dem EWG-Beitritt hat nur eine Schicht großer Bauern bereichert. Einkommensungleichheiten zwischen kleinen und großen Bauern wurden nicht überwunden, sondern vertieft. Außerdem hat der Mangel an einer ernstlichen Besteuerung bedeutet, daß dem Staat aus der Bereicherung der Großbauern fast nichts zugeflossen ist. Anstatt dem Wirtschaftswachstum des Landes dienlich zu sein, hat der Agrarboom im Gefolge des EWG-Beitritts die Entwicklung behindert.
Was verbirgt sich hinter den Anleihen?
In den letzten Jahrzehnten ist die Beschäftigtenzahl am meisten bei den Dienstleistungen gestiegen. Das ist nichts Ungewöhnliches. In en meisten Eg-Ländern macht dieser Sektor zwischen 55 und 60% aller Arbeitsplätze aus. Die Hauptkomponente dieses Wachstums war die Ausdehnung des Staatssektors: Gesundheit, Erziehung, Wohlfahrt, Transport, Kommunikation. Auch das keine Ausnahme, im Gegenteil. Die öffentlichen Prokopfausgaben sind in Irland geringer als in jedem anderen Land der EG. Möglicherweise mit Ausnahme Griechenlands sind unsere sozialen Dienste die rückständigsten.
Beschäftigte Im Dienstielstungssektor In % 1860 38,0 1970 43,0 1878 47,0 47,1 Ausdehnung des öffentlichen, daß die Worin Irland einmalig ist • Sektors nicht durch die Ausdehnung von Industrie und Landwirtschaft finanziert wurde. Obwohl der Staat den ausländischen Industrien und der Landwirtschaft große Summen zuschiebt, hat er wenig davon, da diese Sektoren nur geringer Besteuerung unterworfen sind. Folglich mußte der Staat, um die Wirtschaft auszudehnen und den eigenen Apparat aufrechtzuerhalten, seine Zuflucht bei großen Anleihen von ausländischen Banken suchen. Er verläßt sich völlig auf die Besteuerung der Arbeitslöhne und der Konsumgüter, um seine Bankschulden zurückzuzahlen. Diese Schulden sind angewachsen, bis es so weit war, daß der Staat heute leihen muß, bloß um seine Zinsschulden zu begleichen. Wir können voraussehen, daß die Banken möglicherweise nicht mehr zu weiteren Anleihen bereit sein werden, während sie natürlich die Rückzahlung früherer Kredite weiterhin verlangen werden.
Die Lösung, die konservative Ökonomen dafür parat haben, ist, den Lebens-
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nisse unberührt. Dies sicherte wirksam allem auf dem Londoner Geldmarkt, standard der arbeitenden Menschen weiter zu senken, indem der Reallohn die Fortsetzung der Deformation der * Bis in die späten Fünfziger verwickelte investiert. gesenkt, Steuern auf Konsumgüter irischen Wirtschaftsstruktur, so wie sie sich keine irische Regierung in eine Kreerhöht und Sozialleistungen beschnit- aus dem Kolonialismus hervorgegangen ditpolitik großen Stils, um die ökonomi- sche Expansion zu stimulieren, teil weil ten werden. Als Ergebnis solcher Auste- ritätsmaßnahmen würden 100 000e von Bankkapital, im Gegensatz zu Indu- die Finanzbehörde sich weigerte, aber Iren unter die Armutsgrenze gedrängt. Und alle drei großen Parteien akzeptie- striekapital, war in der irischen Ökono- mie nahezu vollständig beherrschend. mehr noch weil den Banken kein Geld zu entlocken war. ren diese Sicht der Dinge, haben aber, integriert in und abhängig von den Und, die irischen Banken waren völlig * Irland besaß nie eine Investitiongute- Zeit die unangenehme Aufgabe, ihrer anders als die Ökonomen, von Zeit zu finanzinstituten der Londoner City. Ein nistischen Periode mußten die Werke rindustrie. Auch während der protektio Wählerschaft gegenüberzutreten. Dies alles soll nicht nur von vorüberge- führender Beamter der Finanzbehörde schrieb in einem Memorandum von lich ist aber dieser Sektor der dynamisch- ihre Maschinen importieren. Gewöhnhender Dauer sein; wir sehen kein Licht 1923: „Außer den Banken haben wir keine großen Finanzeinrichtungen, und ste und profitabelste einer Ökonomie, am Ende des Tunnels. Denn Austerität lindert nur die unmittelbare Finanznot deren Meinung wird im großen und gandes Staates, löst aber auf lange Sicht zen in London gefärbt, wo sie ihre Reser- ven liegen haben, ihr Umlaufskapital baile und praktisch alle Investitionen."
Zurück zur Schutzzollpolitik? war von den Großbauern und Geschäfts- Die Regierung Cosgrave 1922 bis 1932 des izoN Etwas verspätet geben die Ökonomen leuten beherrscht, die sich voll auf Han- del mit Großbritannien stützten. Ihre zu, daß die Politik der „offenen Wirt- Wirtschaftspolitik war von der Westschaft" ihre problematische Seite hat, minsters vor Erlangung der ,Unabhanaber, so beharren sie, eine gangbare gigkeit" praktisch ununterscheidbar. Seit 12 Jahren bringen die Alternative gebe es halt nicht. Die pro Die 1932 ins Amt kommende Fianna „blätter des informationstektionistische Politik von De Valera, Fail-Regierung war vom großen Ge- zentrum 3. Weht" lautet ihr Argument, habe sich damals schäft wesentlich weiter ab. Die Masse achtmal im Jahr auf fünfzigern zum Stillstand gebracht. als desaströs gezeigt, Irland in den Mitt- ihrer Wählerschaft kam — und kommt - von den städtischen Arbeitern und 60-68 Seiten Berichte und Die Zahlen zeigen, daß die Schutzzoll- den kleinen Bauern. Die Einführung von Analysen u.a. zu politik durchaus eine Verdopplung der Zöllen, um bestehende Industrien zu Ausbeutung industriellen Beschäftigung in den bei- den Jahrzehnten nach De Valeras schützen, wurde von den Großgrundbe- sitzern und den Geldkreisen bitter und Imperialismus, Machtantritt gestattete. Aber Mitte der bekämpft, weil es Vergeltung seitens Befreiungsbewegungen, Ursachen der Unterentschaft in die Krise. Viele Firmen mach- fünfziger Jahre geriet die irische Wirt- gen so weit, eine faschistische Bewegung Großbritanniens herausfordere. Sie gin- wicklung, Entwicklungsten bankrott. Es gab wiederholt zu organisieren, verloren jedoch die theorien, Solidaritätsarbeit, Zahlungsbilanzkrisen. Die konservati- Nerven, als dies einen nicht mehr kon- Verteidigung der ven Ökonomen unterstellen, dies sei trollierbaren Gegenschlag republika- Grundrechte in der BRD. beim kleinen Umfang des irischen nisch gesonnener Arbeiter und Bauern
Markts unvermeidlich so gekommen provozierte.
und jede sich auf den Binnenmarkt stüt- De Valera war dennoch nicht darauf • ich abbonniere zum Preis von vornherein zum Scheitern verurteilt. zende Industrialisierungsstrategie von eingestellt, die sozialen Umwälzungen anzuregen, die viele seiner Unterstützer • ich bin Student, ZDL, Azubi od 40 DM / Jahr (8 Hefte) Diese Argument ist deshalb unstim- erhofften. Der erste Schritt nach seiner arbeitslos und kann nur mig, weil es den gesellschaftlichen Kon- text heraushält, in dem diese Schutz- Wahl war, alle leitenden Beamten der Sicherheit ihrer Stellung zu versichern, DM 30 zahlen ich mochte erst mal ein zollpolitik verfolgt wurde. Die wahre Schwäche von De Valeras Programm gleichermaßen die großen Eigentümer und Banken ihrer Rechte. Indem sie kostenloses Probeexemplar war, den neokolonialen Charakter der nicht die Macht des großen Kapitals Name irischen Ökonomie nur modifizieren, anging, entzog sich die De Valeranicht aber beseitigen zu wollen. Regierung die eigentlichen ökonomi- PLZ, Wohnort schen Hebel, mittels derer Irland zum Die Ökonomie bruch mit der Abhängigkeit von Groß- britannien und zur Überwindung seiner Straße, Hausnummer des Neokolonialismus Unterentwicklung befähigt gewesen Unterschrift aus den sechsundzwanzig Grafschaften Der Rückzug der britischen Truppen ist also nicht ,zu weit gegangen zu sein, Das Problem mit dem Protektionismus Informationszentrum Dritte Welt und die Gründung eines getrennten sondern das genaue Gegenteil. Postfach 5328 Staates waren nicht von Veränderungen * Nur ein kleiner Teil des in Irland ver- D: 7800 Freiburg i. Br. auf sozialer Ebene begleitet. Der neue fügbaren Kapitals wurde in die Indu- Telefon: (0761) 74003 Staat beließ die koloniale Verwaltung strie, ein viel größerer im Ausland, vor und die vorgefundenen Eigentusverhält-
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wilden Widerstand der besitzenden seine Produktivität, seine Preise steigen um die Wirtschaftstätigkeiten zu koor- dinieren und Neuinvestitionen zu len- Kapitals stoßen. Um Erfolg zu haben, Elite Iralands und des internationalen allgemein am schnellsten. solcher Länder, die ohne so einen Sektor ken. Er sollte nicht das ausschließliche Werk isoliert arbeitender Wirtschafts- müßte sie sich voll und ganz auf die Kraft und Begeisterung des irischen arbeitendastehen, müssen sich mit einem schnel- leren Steigen der Importkosten als der spezialisten sein, sondern die Kulmina ion einer umfassenden Debatte, die den Volkes, auf dem Lande und in de: Stadt, stützen, das weitestmöglich Binnenkosten abfinden. Als Folge davon nicht nur die Produzenten auf allen Ebe- mobilisiert und entschlossen müssen sie Profite reduzieren oder nen, sondern auch die Konsumenten ein- müßte, für das zu kämpfen, was mit Fug Löhne senken. bezöge. Unter seinen Hauptaufgaben und Recht sein eigen ist. Das ist keine Frage der fernen Zukunft. Abhängigkeit also nur ein wenig, zer- Protektionismus wandelte nalen Ressourcen, der Aufbau mit die- stünde die Entwicklung unserer natio- Denn wenn die heutige Wirtschaftsstraerreichte er seine Grenze. Die irische brach sie nicht. In den fünfziger Jahren sen verbundener und ihnen dienender Industrien und die Rückorientierung tegie nicht radikal geändert wird, wer- den wir in den kommenden Jahrzehnten Industrie stagnierte und die Arbeitslo- senziffer schnellte hoch. Die Fianna Fail- der in Irland lebenden Menschen. der Landwirtschaft auf die Ernährung nur mehr soziale Ungerechtigkeit, mehr Armut, mehr Arbeitslosigkeit, mehr Partei hatte sich inzwischen mit dem Big Business verflochten und war nur zu Arbeiterselbstverwaltung Nationalisierte Industrien mehr Verbrechen, mehr Verzweiflung hungrige Kinder, mehr Auswanderung willig, die irische Wirtschaft ein Stück mehr dem internationalen Kapital zu unter der Kontrolle einer von allen in ihr Tätigen demokratisch gewählten Kör- erleben; all dies und ungleich mehr Repression, um in dieser Lage noch law unterwerfen, im Eintausch gegen kurz- perschaft arbeiten. Arbeiterkontrolle and order aufrechterhalten zu können fristiges Wachstum und einen leichten senkt nicht die Produktivität, sondern Beseitigung der Grenze steigert sie. Denn Arbeiter würden wis- Auch die Grenze ist nicht nur politisen, jede ausstoßsteigernde Innovation Bedeutung. Die großen Banken und an schen Wesens. Sie hat wirtschaftliche Wege zur Unabhängigkeit ware zu ihrem eigenen kollektiven Guten und nicht bloß im Interesse einer den Börsen notierten Firmen operieren Die heutige Krise ist ein Symptom der Elite. Bei in Privateigentum verbleiben- den Industrien sollten die gewählten erhalten, würde wichtige Vermögens- zu beiden Seiten der Grenze. Diese zu vom ausländischen Kapital. Sie kann nur sich vertiefenden Abhängigkeit Irlands Rechnungsbüchern haben und das Arbeiterkomitees Zugang zu allen werte ihnen überlassen. Es hieße, dem irischen Volk bei seinen Bemühungen, durch die Gewinnung wirtschaftlicher Unabhängigkeit und, indem das irische Management die Produktion mit ihnen absprechen. Alle Werke, deren Besitzer eine Gesellschaft zugunsten der arbei- tenden Mehrheit aufzubauen, wichtige Volk fest die Kontrolle über diese in die Hand nimmt, überwunden werden. Eine Sabotage der Produktion versuchten, Ressourcen zu verschenken, die ihm würden nationalisiert. rechtmäßig zustehen.
entlang folgender Linien ein radikales antiimperialistische Regierung Hilfe für Kleinbauernkooperativen Der Staat sollte Kleinbauern ermuti- Die Zeit ist reif, daß die Antiimperiali- Wirtschaftsprogramm durchziehen: Nationalisierung von Banken, Versiche- gen, ihr Land gemeinsam zu bearbeiten, indem er Landmaschinen stellt oder hängigkeit im Norden mit einem sten den Kampf um die politische Unabrungen und Großbetrieben Das ist eine lebensnotwendige Vorbe- Kredite zu minimalen Zinsan anbietet. erneuerten Kampf um die wirtschaftlidingung, um die Wirtschaft auf eine Die landwirtschaftliche Produktivität che Unabhängigkeit ganz Irlands ver binden. Wir müssen diese Botschaft au Form des Wachstums zuorientieren, die dem Volke nützt und nicht nur einer würde dadurch sehr verbessert. Nationalisierung des Großgrundbesitzes jedes Feld irischen Lebens tragen und kleinen Gruppe schnelle Profite sichert, schon De Valeras Schutzzöllen in den Gemessen am Widerstand, den dieser müssen überall dort sein, wo arbeitende Menschen gegen Angriffe auf ihren und sicherzustellen, daß die in Irland erzeugten Werte auch hier wieder inve- dreißiger Jahren entgegensetzte, sähe Lebensstandard und ihre Rechte Widersich eine antiimperialistische Regierung stand leisten.
stiert werden. einem ungleich heftigeren ausgesetzt, Wir müssen zu Korruption und Ver
Austritt aus der EG Die Beherrschung der eigenen Ökono- die Großbauern töteten ihr lieber ihr Labour eine klare Alternative anbieten. faultheit von Fianna Fail, Fine Gael unc mie verträgt sich nicht damit, dal zen- Vieh und verbrännten ihre Ernten, als Nahrungsmittel zu einem vernünftigen Und hinsichtlich dieser Alternative Beamtenschar in Brüssel getroffen wer- trale Entscheidungen über sie von einer Preis für die Bevölkerung herzustellen gemeinsamen Ziel unterordnen. Es steht müssen wir unsere Differenzen dem Industriekapital ihre Weisungen em- den, die ihrerseits von Hochfinanz und Dem sollte durch Nationalisierung der großen Ländereien und deren Unterstel- zu viel auf dem Spiel, sollten wir das lung unter die, die auf ihnen arbeiten, Gegenteil tun.
Staatsmonopol über den Außenhandel pfängt. vorgebeugt werden. Gegen Arbeitslosigkeit ein Programm eine Staatsagentur gelenkt werden. Dies Alle Ein- und Ausfuhren sollten durch öffentlicher Arbeiten
Unternehmer, die nationaler antümperialistischen Regierung sollte Eine der ersten Aufgaben einee wären, hindern, ihre Werke und Maschi- gramms öffentlicher Arbeiten, wie der die Durchführung eines Sofortpro- Langfristig würde eine Art von Handel nenparks aus dem Lande zu schaffen. Bau von Schulen, Krankenhäusern etc. sein, das den Arbeitslosen Arbeit gibt. da durch entwickelt, die einem ausgewo- genen Wachstum förderlich wäre. Jede Regierung, die so ein Programm
Ein nationaler Entwicklungsplan durchführen wollte, oder auch nur eine Massenbewegung dafür würde auf den Ein solcher sollte entworten werden,