Ein Sparplan wird durchleuchtet Es war noch kein Monat vorbei, daß Die beiden wichtigsten Gewerk Pierre Mauroy in der Hitze der Gemein- schaftszentralen, die CGT und die deratswahlen vom März 1983 erklärt CFDT, schluckten anstandslos die hatte, „den größten Teil der Probleme Kröte. Erstere verlangte nur eine gerech haben wir jetzt hinter uns", under werde tere Verteilung der Härtemaßnahmen, »nicht Premierminister einer dritten und die andere drückte ihre Sorge über Franc-Abwertung" sein, als er schon die Auswirkungen der beschlossenen akzeptierte, zum drittenmal die Regie- Maßnahmen auf die Beschäftigungslage rung zu führen, den Franc gegenüber aus. dem Dollar um 8,5% abzuwerten und eine Reihe von wirtschaftlichen Maß- Wenn man den Sparpolitikern nahmen als Teil eines Sparplans zu den kleinen Finger gibt... beschließen, der so hart ist, wie man es seit zwei Jahrzehnten nicht mehr Die Gründe, die zur Franc-Abwertung erlebte. Woher er so viel Lynismus vom März 1983 und zum Sparplan führ nahm? Mitterand selbst gab ihm das ten, sind genau die gleichen, die im Jun Vorbild: zwei Tage, bevor der Sparplan 1982 zur Abwertung und zum Lohnangekündigt wurde, lehnte er im Fernse- stopp geführt hatten: das Außenhanhen jeden Gedanken an „was weiß ich delsdefizit, das sowohl aus dem relativ welchen Sparplan" als absurd ab. Eine hohen Konsumtionsniveau als auch der neue Phase in der Wirtschaftspolitik der strukturellen Schwäche der französi- Regierung hat also begonnen. Nach der schen Industrie herrührt, und die Inflaersten Phase, wo bestimmte Wahlver- tion, die in Frankreich noch viel höher sprechen eingelöst worden waren, und ist als in der BRD oder in Großbritannach dem Lohnstoppvom Juni 1982, mit nien. In der BR D stiegen in den Monaten dem die Zunahme des Verbrauchs wie- November, Dezember, Januar und der zum Stehen gebracht worden war, ist Februar die Preise monatlich nur um nun die Zeit der Austerität angebro- 0,2% und im März fielen sie sogar um chen. Ihr unmittelbares Zielist, den Ver- 0,1%. Die französischen aber kletterten brauch der Einzelhaushalte und damit zur gleichen Zeit, nach vier Monaten der die Einfuhren zurüchgehen zu lassen, „Preisblockade", praktisch jeden Monat sodaß das Defizit des Außenhandels ım 1%. In der Abwertung des Fran beschränkt werden kann. regenüber der DM kommt dieser Unter um diese eindeutige sparpolitik durch- schied zum Ausdruck. Nach dem Sparzuführen, ernannte mitterand piere*** plan sollen 2% des BSPs den privaten Um diese eindeutige Sparpolitik Haushalten weggenommen und in die durchführen zu können, ernannte Mit- Staatskassen verschoben werden, um die terand Pierre Mauroy erneut zum Pre- Defizite dort auszugleichen: im Außenmierminister und umgab ihn mit einer handel, bei der Sozialversicherung und stark reduzierten Regierungsmann- im Staatshaushalt selber. schaft, in der die Verantwortlichkeiten Kurz die wichtigsten Maßnahmen: 20 auf Jacques Delors für Wirtschaft, Mrd. Franc Einsparungen beim Staats- Finanzen, Haushalt, Laurent Fabius für haushalt, 11 Mrd. zusätzlicher Einnah- Industrie und Forschung sowie Pierre men aufgrund der Preiserhöhungen bei Beregovoy für Arbeit und Sozialversi- öffentlichen Dienstleistungen wie Nahcherung konzentriert sind. verkehr, Strom und Gas. 13 Mrd, durch zusätzliche Besteuerung der Privateinkommen um 1 % und 14 Mrd. Zwangsanleihen durch Erhöhung der Einkommenssteuer um 10%. Zusammen mit den 6 Mrd., die durch die Alkohol- und Tabaksteuer sowie den Eigenanteil an den Krankenhauskosten eingefahren werden sollen, sind das insgesamt 44 Mrd. Francs, die direkt aus den Taschen der Einzelhaushalte genommen werden, sowie 20 Mrd., die der Staat nicht ausgibt, also nicht in den Wirtschaftsumlauf einfließen.
Wenn die Regierung also im Juni 1982, als sie die Steigerung der Kaufkraft anhielt, den kleinen Finger in den Rezessionsmechanismus brachte, so steckt sie nun die ganze Hand voll rein: die Industrieproduktion wird fallen. Die Experten der Regierung rechnen mit einem Rückgang von 1 bis 2% für 1983 und mit einem steilen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Delors selbst gab zu, daß schon durch den Soforteffekt der getroffenen Maßnahmen allein mit 100 000 zusätzlichen Arbeitslosen zu rechnen sei, die zu den 150000 bis 200000 Arbeitslosen, die die OECD prognostizierte, bevor der Plan bekanntgemacht wurde, hinzukommen. Die Zahl der Arbeitslosen wird also spektakulär ansteigen. Und die Unternehmer interpretieren den neuen Ton der Regierung als grünes Licht für Entlassungen. Wenige Tage nach Verkündung des Sparplans gingen die Bosse der nationalisierten Stahlindustrie daran, dem Minister Fabius darzulegen, daß die vorgesehenen Entlassungen nicht ausreichten, um die Lage zu sanieren, und daß die Quote mindestens verdoppelt werden müsse. Gattaz, der Vorsitzende des unternehmerverbandes, forderte Mitterand außerdem auf, zusätzlich zur Minderung der Unternehmerlasten auch die Entlassungsregelungen zu
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lockern (natürlich nur um Neueinstellungen zu erleichtern...), was einem erneuten Schritt zur totalen Übernahme der liberalen oder monetaristischen Wirtschaftspolitik der USA, Großbritanniens und Westdeutschlands gleichkäme. »Wir versuchten, einen begrenzten Aufschwung innerhalb der nationalen Grenzen ingangzubringen und sind damit gescheitert" , gab Außenminister Cheysson ganz kleinlaut gegenüber den Amerikanern zu. » Wir können nicht weiter eine linke Politik durchführen, während alle unsere Partner eine rechte eingeschlagen haben, beichtete Mauroy. Die Bourgeoisie täuscht sich da nicht: »Welche Sparmaßnahmen könnte man überhaupt noch zusätzlich von der Regierung fordern, wenn man realistisch ist?* fragt die Financial Times aus London, eine Zeitung, die für die Meinung der internationalen Finanzkreise ziemlich repräsentativ ist. Und sie appelliert an ihre Leser, Bankiers und Spekulanten, diese Maßnahmen zu unterstützen, da sie „die Unterstützung der Nachbarn Frankreichs und der Finanzmärkte verdienen."
Jetzt hört man andere Töne
Jetzt, wo die im Juni 1982 angenommene Logik systematisiert wird, hört man auch ganz andere Töne. Nun ist nicht mehr die Rede von gesellschaftsverändernden Zielen und sozialen Errungenschaften. Die Reformen, wie Nationalisierungen und neue Arbeiterrechte, habe man alle durchgesetzt, mehr gibt es nicht. Jetzt gehe es darum, die täglichen Schwierigkeiten zu meistern, bis die Krise vorbei ist und die Weltwirtschaft wieder in • Schwung kommt. Der Abgang von Jean Pierre Chevenement von der Regierung unterstreicht diese Tatsache. Hat dieser Füh- PS, versucht, eine dirigistische Indu- rer des CERES, des linken Flügels der striepolitik zu betreiben, den gesamten öffenrlichen Sektor einer strikten Kontrolle zu unterwerfen und mit der Aufstellung von Plänen für jeden Sektorden nationalisierten Unternehmen über die Verteilung von staatlichen Krediten ganz bestimmte Ziele aufzuerlegen, so betont die Regierung jetzt, daß sie ganz und gar nicht beabsichtige, den Unternehmern Knüppel zwischen die Beine zu werfen. Laurent Fabius, der neue Minister für Industrie und Forschung, hielt eine Lobrede auf das freie Unternehmertum, die ziemliches Aufsehen erregte. Die Chefs der nationalisierten Unternehmen können nun sicher sein, daß sie frei und unbehindert von jeglicher Planung schalten und walten können. Der Planminister ist einfach verschwunden und wurde durch einen Staatssekretär mit noch bescheideneren Befugnissen ersetzt.
Der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit steht jetzt nicht mehr an erster Stelle. Und die 35-Stundenwoche als Zielvorstellung für 1985 ist offiziell aufgegeben worden. Die Regierung machte sich nicht einmal die Mühe, den Gewerkschaftsführungen zumindest einige formale Almosen hinzuwerfen, damit diese ihre Mitglieder besser dahinbringen können, den Sparplan mit einigen Wenn und Aber zu akzeptieren. CGT und CFDT hätten gerne mit einem kräftigen „Ja, aber..." geantwortet, müssen aber jetzt, um die Regierung zu unterstützen, sich mit einem „Nein, aber..." herumdrucksen.
Auf einen Unterschied zwischen der Sparpolitik der Rechten und der Sparpolitık der Linken wies Delors immerhin hin: die Opter werden gleichmälliger verteilt. So werden nicht die Sozialversicherungsbeiträge erhöht, die mit zunehmendem Einkommen abnehmen, sondern die Steuern - wenn das nicht soziale Gerechtigkeit ist, ...! Leider hat die Regierung dabei ihre berühmte Steuerreform vergessen, aufgrund derer die Unternehmer und die Selbstständigen genauso besteuert würden wie die Lohnabhängigen.
Wie stehen die Erfolgschancen des Delors-Plans
Die Ziele Delors' sind eindeutig. Er will den Verbrauch der Privathaushalte um 2% mindern, damit das Außenhandelsdefizit 1983 um die Hälfte zurückgeht. Und er will die Defizite ohnne Auslandsanleihen decken, weil sonst die kumulative Spirale von Verschuldung und Defizit einsetzt, die gewöhnlich ein Land vom internationalen Währungsfond völlig abhängig macht.
Entsprechend massive Mittel werden eingesetzt, um diese Ziel zu erreichen. Und wahrscheinlich wird das Defizit FRankreichs dieses Jahr auch schon spürbar zurückgehen. Indes ist ausgeschlossen, dais es Delors gelingt, dals Außenhandelsdefizit weit unter die 50- Mrd.-Francs-Marke zu drücken, gegenüber 104 Mrd. Francs 1982; aus mehreren Gründen:
- Die Abwertung des Francs und die andauernde Hausse des Dollars machen die positiven Auswirkungen,, welche man sich vom Vertall des Olpreises erhoffte, fast völlig zunichte. Die Energierechnung Frankreichs dürfte 1983 nicht viel kleiner werden, es seidenn, der Ölpreis bräche wirklich zusammen, was aber unwahrscheinlich ist.
- Durch die Erhöhung der Steuern und der Tarife im öffentlichen Dienst wird die Inflation angeheizt. Sie wird sicher über die angepeilte Marge von 8% hinausgehen. Deshalb ist mit einer erneuten Schwächung des Franc zu rechnen.
— Möglicherweise werden die Privathaushalte auf Kosten ihrer Sparguthaben ihren Konsumstandard zu halten versuchen. Die Zwangsanleihe wird dann auf Kosten der Sparbücher und der Obligationen, nicht des Verbrauchs gehen.
Abgesehen davon mag sich zwar die Außenhandelsbilanz etwas erholen, aber wer sagt, daß sich die Kapitalbilanz nicht in gleichem Maße verschlechtert. Die Zahlungsbilanz, also die Summe dieser beiden Bilanzen, wäre dann 1983 genauso defizitär wie 1982. Und man kann ziemlich sicher damit rechnen, daß sich die Kapitalbilanz verschlechtert. Frankreichzieht kaumnoch ausländische Investoren an. Im Gegenteil suchen die Kapitalisten, ihre Kapitalien für Länder loszueisen, die mehr bieten - besonders die USA, was erklärt, warum der Dollar so hoch notiert wird. Außerdem erzwingt die hohe Verschuldung aus den früheren Defiziten den französischen Staat, den Gläubigerbanken erkleckliche Zinssummen zu zahlen. Je mehr das Handelscefizit zunimmt, um so größer sind die Schuldenlasten und um so mehr gerät die Zahlungsbilanz aus dem Gleichgewicht, was unausweichlich zur Suche nach neuen Anleihen und weiter stiegender Verschuldung führt. Es ist nicht ausgeschlossen, daß frankreich in diesen Teufelskreis gerät und damit an den Rand des Bankrotts.
Es gibt also ganz ernsthafte wirtschaftliche Ungewißheiten, und die sozialen Ungewißheiten kommen noch hinzu. Wie weit werden die Arbeitenden diese Sparpolitik noch hinnehmen, ohne massiv zu reagieren? Die Regierungen setzt ihre Hoffnungen darauf, daß ein Wirtschaftsaufschwung in Westdeutschland oder den Usa es den Unternehmern ermöglichen wird, ihre Ausfuhren zu steigern, und aufgrund einer Entspannung der amerikanischen Zinssätze zu einem gewissen Rückgang des Dollarkurses führen werde. Da haben es die bürgerlichen Kommentatoren leicht, sich über die sozialistische „Grille" lustig zu machen (in Anspielung auf die Fabel von der Grille und der Ameise von La Fotaine), die zuerst die französische
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Wirtschaft entgegen der allgemeinen man den französischen Konsum um 10% Tendenz der Weltwirtschaft wieder ing- senken und die Zahl der Arbeitslosen angbringen wollte, ohne die Grenzen verdoppeln..." - eine gute dichtzumachen, und nun ängstlich nach Beschreibung dessen, wofür sich Delors den geringsten Anzeichen eines Wiede- entschieden hat. Aber Kolm irrt, wenn raufschwungs in den imperialistischen er diese Entscheidungen der Ignoranz Ländern ausschauhält, um wieder Hoff- und mangelnden Kompetenz der Regienung schöpfen zu können. Wenn man rung in die Schuhe schiebt. Nein, es die Spielregeln des Weltmarkts akzep- handelt sich nämlich in der Tat um eine tiert, dann kann man halt nicht allein kohärente Strategie zur Reduzierung gegen alle spielen. des Konsums und zur Wiederherstelnatet habt doch ain bipehengeduld, meine wendengleich zufrieden Herren, die Unterichmes sein.
Konzessione
Unteruchiner
Makarin
Vol Ik..
Le gouvernement Mauroy Ill, de la rigueur à l'austérité. (DR) Ein Plan kommt selten allein lung der Profitrate durch Erwürgen der Inflation und Explodierenlassen der Serge Christophe Kolm schreibt in Arbeitslosenzahl. einem Diskussionsbeitrag, der im Quo- Diese Strategie Delors' wird im Spartidien de Paris am 6. April 1983 erschien, plan indes nur zum Teil deutlich. Zwar Folgendes über die Logik der Sparpoli- wird der Verbrauch eingeschränkt. Aber tik: „So will man mit dieser Sparpolitik die so gewonnenen Summen gehen nicht das Problem lösen: Da die Franzosen, direkt in die Kassen der Unternehmer, wenn sie 5 Francs ausgeben, einen davon sondern dienen im wesentlichen dazu, dem Import widmen, liquidiert man, um die im Ausland und im Lande selbst diesen einen Franc zu eliminieren, auch aufgenommenen Kredite zu bezahlen. die vier in FRankreich selbst ausgegebe- Das erklärt zum Teil, warum die internanen, welche den Franzosen Arbeit- tionalen Bankiers darauf so enthusiasplätze und Einkommen geben. Wollte stisch reagierten, während der franzöman heute dem Außendefizit nur durch sische Unternehmerverband CNPF sich "Sparpolitik" beikommen, so müßte mehr als reserviert zeigte. Sicher, Dieser Plan kostet den Unternehmen kemen Pfennug, und die Regierung verpflichtete sich feierlich, die „Belastungen" der Betriebe nicht mehr wachsen zu lassen. Aber er hat keine positiven Auswirkungen auf die Profite. Im Gegenteil, durch Minderung der wirtschaftlichen Aktivitäten wird auch der Absatz eingeschränkt, und mehr Unternehmen werden Bankrott machen müssen. Dabei sind die Profite der französischen Firmen heute auf einen historisch niedrigen Stand gesunken. 1973 machten die Bruttogewinne an die 30% des von diesen Firmen neugeschaffenen wertes aus. Bis 1979 fiel dieser Satz auf 25%, heute liegt er unter 23.
Man sieht, daß die äußerst niedrige Investitionstätigkeit desprivaten Sektors nicht nur auf „Investitionsstreik" und politische Sabotage zurückzuführen ist, sondern auch darauf, daß der Nettoprofit nach Abzug der finanziellen Lasten und der Amortisierung der Maschinen von den Kapitalisten nicht mehr als befriedigend angesehen wird Die Sparstrategie setzt darauf, daß die dem Verbrauch vorenthaltenen Summen zur Finanzierung von Investitionen dienen, welche absolut notwendig sind, damit man beim internationalen Rennen nicht abgehängt wird. Aber auf der Liste der Maßnahmen Delors' sucht man vergebens nach Mechanismen, um diesen notwendigen Transfer zur Ankurbelung der Kapitalakkumulation zu bewerkstelligen. Erstaunlicherweise fordert gerade die CFDT am lautesten, daß diese gewonnenen Milliarden nicht ingänze in die Staatskasse fließen, sondern ein Teil bei den Unternehmen gemeint ist: bei den Unternehmern bleibt, um zur Investition zudienen. Die CFDT gebraucht noch die Floskel »unter gewerkschaftlicher Kontrolle" ohne des näheren darauf einzugehen, durch welches Wunder die Unternehmer auf einmal ihr heiliges Recht, frei über die Höhe und den Einsatz ihrer Investitionen zu entscheiden, verzichten sollten.
Dieser erste Plan massiver Einsparungen wird also weitere nachsichziehen, nicht nur weil er sein Ziel bezüglich des Außenhandels nur zum Teil erreichen wird, sondern auch weil er nicht völlig auf die Forderungen der Unternehmer eingeht. In deren Zeitschrift L'Epansion heißt es: „ Die Chefs der Betriebe streiten gar nicht ab, daß eine Sanierungskur notwendig ist, müssen aber alle die selbe Feststellung machen: unsere Kosten bleiben auf gleicher Höhe, und unsere Absatzmöglichkeiten gehen noch mehr zurück." Unter den „Kosten" werden
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den. Widmet man 10% der Kapazität natürlich die Löhne und die Sozialabga- munalwahlen stand und die ihgn auch in der Bauunternehmen für diese Umben verstanden - die Dividenden oder Zukunft beschäftigen wird. Um die wandlung, dann könnte ein Arbeitspro- Zinsen der Banken werden von einem kapitalistische Akkumulation in Frank- gramm von 30 Mrd. Francs jährlich in Kapitalisten selten als „Kosten" auf- wieder ingangzubringen, Angriff genommen werden. Damit schließlich das ist, was alle Führer der PS könnten wir unsere Öleinfuhren innert 4 Man kann heute unmöglich sagen, in wollen, ist die liberale Alternative von oder 5 Jahren um etwa 40% reduzieren." Form dieser Angriff auf die Man sich Für die nachste eckene die Vielleicht erscheinen einem diese Zahlen „Kosten" ablaufen wird. Die „besteue- als etwas optimistisch, aber ganz sicher rung" der Sozialabgaben könnte den stellen kann. Die Sozialdemokraten hätte ein solches Programm erheblich Vorwand dazu liefern. Angeblich, um könnten auch versuchen, sich etwas von positive Auswirkungen. Wenn solche mehr soziale Gerechtigkeit und wirt- dem Druck, dem sie durch die Weltwirt- Projekte überhaupt nicht angegangen schaftliche Effektivität herzustellen, schaftskrise und den Höhenflug des werden, dann deshalb, weil sie die Schatwill die Regierung die Beitragszahlun- Dollars ausgesetzt sind, zu lösen, indem fung eines öffentlichen Unternehmens gen in Abgaben auf alle Einkommen, sie die Grenzen für gewisse deutsche beinhalten, das die Aufträge und die einschließlich derer der Kapitalisten, oder japanische Erzeugnisse schließen Überwachung der Arbeiten zentraliumwandeln. Zweck der Operation ist, und die enge Bindung des Francs an die siert, das hunderte von Kleinunternehdie Soziallasten der Unternehmer zu Deutsche Mark durch Austritt aus dem men und beträchtliche öffentliche mindern und die zukünftigen Beitrag. Europäischen währungssystem lockern. Gelder mobilisieren würde, ohne das priserhöhungen ganz auf die Arbeitenden Mit dieser Alternative wären die Arbei- Profite dabei heraussprängen. abzuladen. Die Regierung kann die tenden im Namen patriotischer Kraft- Kurz, es wäre eine unerträgliche Heraus- „Lohnfonds", die im Plan von 1983 noch anstrengungen, die nationale Wirtschaft zu retten, zu neuen Opfern aufgerufen. forderung für die Kogik der kapitalistials freiwillige Leistungen angegeben schen Rentabilität und der Privatinitiasind, auch obligatorisch machen. Samtlı- Delors hat Mitterand davon über- tive und würde außerdem einen von der che Lohnerhöhungen wären dann abge- zeugt, daß eine solche Politik abenteuer- Krise besonders gebeutelten Sektor, schöpft und in Zwangssparguthaben lich wäre. Aber wenn deutlich werden nämlich die Bauwirtschaft, wieder zu verwandelt, über welche die Unterneh- würde, daß ein Fehlschlagen des derzei- Arbeit kommen lassen. Aber ist das eine mer verfügen. Über die Form, welche der tigen Austeritätsplans zu katastrophale weniger „realistische" Alternative als die nächste Angriff annehmen wird, kann Folgen haben könnte, werden Joxe und Spirale von Austerität und Arbeitsman sich streiten, sein Ziel ist jedenfalls CER ES die Bezeichnung abenteuerlich losigkeit? klar, eine akzeptable Profitmarge für die ihrem Absender zurückschicken. Jeden- Denn der Erfolg des Delors-Planes Unternehmer wiederherzustellen. falls muß bereits heute klar und deutlich hängt, wie wir weiter oben schon gezeigt gesagt werden, daß die Lösung weder in haben, inzweierlei Hinsicht von ziem- Meinungsverschiedenheiten der liberalen Sparpolitik, noch in der lich zweifelhaften Voraussetzungen ab. innerhalb der PS protektionistischen Sparpolitik liegt. Ein Risikosind die wirtschaftlichen Fak- Nur eine Politik, bei der mit der Bour- toren. Es gibt hier zu viele entscheidende geoisie sowohl auf nationaler als auch auf Variabeln, über welche die französische Eine offene Diskussion wird heute internationaler Ebene gebrochen würde, Regierung überhaupt keine Kontrolle innerhalb der Ps zwischen den Anhän- könnte ermöglichen, dais die Wırtschatt hat. Der Dollarkurs geht seit März gern des Liberalismus Delors oder umorientiert würde und ein Wachstum, unaufhaltsam nach oben, und Delors Rocard, und den Befürwortern des Pro- das auf der Befriedigung der Bedürfnisse kündigte auch sogleich an, daß in den tektionismus, Goux, Joxe, CERES, basiert, wieder ingangkäme. Frankreich kommenden Monaten die Schraube weigeführt. Daß Sparpolitik und Senkung verfügt aufgrund seines wirtschaftlichen ter angezogen werden wird. Wenn dazu der Kaufkraft notwendig seien, wird vor und finanziellen Gewichts über einen noch die wirtschaftliche Erholung in der keiner der beiden Seiten infragegestellt. erheblichen Spielraum, um sich dem BRd schwach und zögernd erfolgt, dann Auch wenn sie vor der japanischen Kon- Vergeltungsmaßnahmen, die die wich- kann man sich für Antang 1984 gut eine kurrenz geschützt werden, investieren tigsten imperialistischen Länder dann in wirtschaftliche Situation vorstellen, in die französischen Unternehmer noch Betracht ziehen würden, zu widersetzen der Delors starke Ähnlichkeiten mit lange nicht, um die Abhängigkeit Frank- und direkt mit anderen Ländern Han- jenen von ihm noch im April lächerlich reichs vom weltmarkt zu lockern, son- dels- oder Warentauschverträge abzu- gemachten „Bazar- Wırtschattstachdern einzig und allein, wenn unmittel- Profite in Aussicht stahen. Eine zweite große Unbekannte: wer- Zusätzliche Gewinne können pentischen erung denesischätzehen Kostensenkung oder durch Preiserhö- gewerkschaftlichen hung in den geschützten Branchen ent- Druck der internationalen Bourgeoisie Apparate in der Lage sein, die Wut und stehen. In beiden Fällen jedoch werden erheblich zu lockern. Enttäuschung, die sich jetzt bei Milliodie Arbeitenden den Preis dafür zahlen Nehmen wir ein Beispiel. Fachleute nen von Arbeitenden ansammeln, in müssen. Da er die Logik des Profits und haben einen „Koordinierten Plan zur Schranken zu halten? Damit sich diese der Privatinitiative nicht antastet, Konversion der Energieträger legitimen Reaktionen nicht in Entmutibedeutet Protektionismus eine genau so Frankreich" ausgearbeitet, bei dem gung und Abscheu vor der Politik im starke oder gar noch stärkere Verringe- unter anderem vorgesehen ist, daß das allgemeinen umwandeln, rung der Kaufkraft als der Liberalismus. Kühlwasser von Kraftwerken, das heute Rückkehr der Rechten mit fliegenden Wenn auch bei der Diskussion inner- nutzlos, gar schädlich, in die Fahnen den Weg ebnen könnte, muß halb der Ps die Frage eines Bruchs mit Flüsse zurückgeleitet wird, für die Hei- man alles einsetzen, um die Kampfdem Kapital nicht aufgeworfen wird, so zung in den Städten verwendet werden und Widerstandskraft der Arbeiterspiegelt sie doch die alternative wieder, könnte. „An die 80% der städtischen klasse zu stärken. Ein Beitrag dazu ist, vor der Mitterand gleich nach den Kom- Heizungen könnten umgewandelt wer- unermüdlich aufzuzeigen, andere Politik möglich und nötig ist.
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J. Albarracin / P. Montes Spanien: