Die größte Weltwirtschftskrise seit fünfzig Jahren
Die Schlaglichter, die auf die umfassende Krise des Spätkapitalismus fallen, wurden in der zweiten Hälfte des Jahres 1982 und der ersten von 1983 immer grel-ler. Große Konzerne geraten ins Taumeln oder gehen gar in Konkurs. Das Jahr 1982 brachte allein für die USA den Nachkriegsrskord von 33 Bankenzu sammenbrüchen. Die Liste der Länder, die vor dem Staatsbankrott stehen, wurde Ende 1982 schlagartig länger und die darin ausgedruckten roten Zahlen bedrohlicher. Wer redet jetzt noch von den lächerlichen 60 bis 70 Mrd. Dollar, mit denen alle RGW-Staaten zusammen bei Westbanken verschuldet sind, wenn diese Summe von Mexiko oder Brasilien allein überboten wird und diese Länder tatsächlich die Zahlung ihrer Tilgungsleistungen eingestellt hahaben...
Am 25. Januar 1983 kam es tatsächlich zu dem Szenario, das naive Gemüter immer als gute Voraussetzung für einen internationalen Aufschwung betrachteten, jetzt aber den Bank- und Finanzchefs den kalten Schweiß auf die Stirn treibt. Das OPEC-Kartell kann sich nicht mehr auf eine einheitliche Preisund Förderstrategie einigen. Die Marktpreise für Rohöl sinken und lagen Ende Januar bereits um 20% unter dem offiziellen Preis von 34 Dollar pro Barrel; ein weiterer Verfall bis auf 20 Dollar wird für möglich gehalten. All die Demagogen, die ein Jahrzehnt lang die „Ölkrise" und die „Scheiche" für die kapitalistische Wirtschaftskrise verantwortlich machten, müßten aufatmen, ins Rampenlicht der Öffentlichkeit treten und das Ende der Massenarbeitslosigkeit ankündigen. Doch das Gegenteil erfolgt. Nur wenige Stunden nach Scheitern und Abbruch der Konferenz der OPEC-Minister in Genf gerät Wall Street in Hektik. Der für die imperialistische Welt aussagekräftigste Aktienindex, Dow Jones, erlebt binnen weniger Minuten einen massiven Kurseinbruch. Dabei verlieren keineswegs nur die Aktien der Ölmultis den Boden unter den Füßen, über 80% aller an Wall Street gehandelten Aktien erleiden Einbrüche.
„Die Bankwelt fürchtet eine internationale Finanzkrise: Länder wie Mexiko oder Venezuela, die bei der Kreditaufnahme in den letzten Jahren mit ständig steigenden Erlösen aus dem Ölverkauf gerechnet haben, sehen ihre Felle davonschwimmen, und gleichzeitigschwinden die Hoffnungen der großen Gläubiger, ihr Geld in absehbarer Zeit wiederzusehen oder zumindest die vollen Zinsen dafür zu bekommen." Diese Befürchtungen werden selbst fernab der Zentren der kapitalistischen Krise, in Wien, geteilt (Die Presse, 26.1.1983). Viel direkter geht es in den Wirtschaftsblättern der internationalen Großbourgeoisie zu. Noch vor den zitierten Ereignissen ließ der weltgrößte Goldproduzent aus Südafrika in mehreren großen internationalen Blättern eine ganzseitige Anzeige platzieren, deren Kopfzeile mit Schlagzeilen aus dem Jahre 1929 aufmacht („The Wall Street Panic") und deren erste Zeilen wie folgt lauten: „Der Wall Street-Krach dauerte vom September 1929 bis zum April 1932. Er brachte den Dow Jones Industrial Index von 381 auf 56 - ein Wertverfall um 85%. In diesem Zeitraum schlossen 4000 Us-Banken ihre Türen. Dagegen stieg der Goldpreis in dieser Periode an." Die Anzeige ist mit einem ausschneidbaren Coupon versehen, der für die neue Art zu investieren wirbt: „I am very interrested in investing in Krugerrands. Please send me a free copy of the Krugerrand Directory ..." [Krugerrand ist eine südafrikanische Goldmünze, d.Red.].
Im Januar 1983 sieht sich ein Mann, dem man kaum Wohlwollen für die Arbeiterklasse und die „Dritte Welt" nachsagen kann, zusammen mit einer großen Zahl prominenter Wissenschaftler zu einem dramatischen Appell veranlaßt — Henry Kissinger: „Dreißig Millionen Arbeitnehmer sind in den Demokratien der industrialisierten Welt ohne Job. Die Entwicklungsländer brechen unter der Verschuldungslast zusammen. In der Dritten Welt droht die Politik der wirtschaftlichen Restriktion politisches Chaos heraufzubeschwören. Die hektische Umschuldungstätigkeit schiebt die unabwendbare Krise nur hinaus. Die wirtschaftliche Gesundung wird durch noch mehr ‚Austerity' selbst für die fortgeschrittenen Demokratien immer untragbarer. Jetzt geht es nicht nur umeine wirtschaftliche Herausforderung heute steht das Überleben unserer freiheitlichen Gesellschaften auf dem Spiel." [Handelsblatt, 25.1.1983] Tatsächlich erlebt der Spätkapitalismus derzeit seine seit 1929 tiefste und längste Wirtschaftskrise, und tatsächlich ist ein Umkippen der Rezession in einen wirtschattlichen Kollaps, ausgelöst durch Firmen-, Länder- und Bankenbankrotte, weiterhin möglich, ja, diese Möglich-eit steigt in dem Maße, wie die Krise andauert.
Diese Krise dürfte in den imperialistischen Zentren einen definitiven Schlußstrich unter die Illusionen über die „moderne Industriegesellschaft" die „postkapitalistische Konsumgesellschaft", in der es keine zyklischen Krisen, sondern fortgesetztes Wachstum gebe, gezogen haben. Schon ım ersten Drittel der siebziger Jahre schwante dem Club of Rome, daß es „Grenzen des Wachs-tums* gebe. Die Weltwirtschaftskrise von 1974/75 zeigte dann, daß sogar ein absoluter Rückgang in der industriellen Produktion und im Welthandel auf der Tagesordnung steht.
Die neue Weltwirtschaftskrise stellt zum erstenmal eine Kombination dar von Rückgang der Produktion in fast allen wichtigen imperialistischen Ländern, Rückgang des Welthandels und andauernder Stagnationserscheinung. Diese Rezession übertrifft in ihrer Tiefe und Länge bei weitem die vorangegangene. Sie setzte in den USA bereits in der zweiten Hälfte des Jah: ($ 1979 ein. Im Verlauf von 1980 erfaßte sic alle grosen imperialistischen Länder. 1981
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ARBEITSLOSIGKEIT
Ende
Land in % USA 8,4 Kanada 7,2 Japan 1,9 EWG gesamt BRD 4,9 Frankreich 4,0 Großbritannien 3,6 Italien 5,9 BeNeLux 4,6 sonst. Westeuropa
Gesamt (ohne Australien)
geriet auch der Welthandel ins Stocken, um 1982 einen realen Rückgang zu verzeichnen. Schließlich wurden im Jahre 1982 auch die unterentwickelt gehaltenen kapitalistischen Länder voll von der Krise erfaßt. Die lange Dauer dieser Krise — drei volle Jahre als internationale und bald vier für das entscheidende imperialistische Land, die USA - hat allerorten bestehende Reserven aufgezehrt. Die Möglichkeiten für große „Konjunkturprogramme" sind bescheiden. Die Länder, die wie Japan und die BRD noch von einer vorausgegangenen Stabilität profitieren, sehen sich besonderen Gefahren gegenüber. Ihr bisheriger Vorteil einer starken und expansiven Position auf dem Weltmarkt droht nun angesichts des Rückgangs des Welthandels und wachsender protektionistischer Tendenzen ins Gegenteil, eine zu starke Weltmarktabhängigkeit, umzuschlagen.
Somit stehen die imperialistischen Regierungen Anfang 1983 vor einer folgenschweren Entscheidung. Sollen sie ein weiteres Mal zu einer expansionistischen Politik umschwenken, um das aktuelle Übel der Krise und die drohende Gefahr eines weltweiten Wirtschaftszusammenbruchs gegen eine erneut steigende Inflation und spätere Krise aut höherer Stufe einzutauschen? Oder sollen sie die Austeritätspolitik eisern fortsetzen, die „Reinigung" in der verlängerten Krise suchen, trotz den damit verbundenen wirtschaftlichen und politischen Risiken?
Massenarbeitslosigkeit:
höher als 1929 bis 1932 Am deutlichsten drückt sich die Tiefe der Krise in der gesteigerten Massenarbeitslosigkeit aus. Anfang 1983 sind in den industriell entwickelten Ländern 1975 Sept./Okt.1982 in Mio. in % in Mio.
10,8 12,7 2,5 10,3 8,6 9,6 12,8 10,9 14,5 mehr Menschen offiziell als Arbeitslose registriert als auf dem Höhepunkt der Weltwirtschaftskrise von 1929 bis 1932 [siehe Tabelle 1].
Es lohnt sich, diese Statistik genauer zu betrachten. Sie ist voller für die bürgerliche Gesellschaftsordnung wohlwollender Understatements. Sie bezieht sich ausschließlich auf die entwickelten kapitalistischen Industriestaaten, wie sie in der OECD zusammengeschlossen sind. Sie registriert beispielsweise nicht die Türkei mit offiziell drei und faktisch bereits fünf Millionen Arbeitslosen. Ebenso klammert sie ganz Afrika, Lateinamerika und den größten Teil des kapitalistischen Asien aus, obwohl in diesen Regionen die Arbeitslosigkeit viel schneller ansteigt als in den imperialistischen Zentren. Schließlich geht sie ausschließlich von den offiziellen Arbeitslosenstatistiken aus, berücksichtigt nicht diejenigen Menschen, die den Gang zum Arbeitsamt längst aufgegeben haben oder als Frauen an ihren „angestammten Platz" an Heim und Herd zurückgekehrt sind; allein für die USA wird halboffiziell mit zusätzlichen 2,5 Millionen nichtregistrierten Arbeitslosen gerechnet.
Trotz dieser Beschränktheit ist das Ergebnis erschreckend genug. In nureinem Jahrzehnt hat sich die Arbeitslosenzahl in den OECD-Ländern verdreifacht; gegenüber der Rezession von 1974/75 mehr als verdoppelt. 1970/71 wurden in den genannten Regionen Nordamerika, Ja-pan, Australasien und Westeuropa 10 bis 11 Millionen Arbeitslose registriert, auf dem Höhepunkt der Rezession 1975 war diese Zahl auf 16 Millionen geklettert, Anfang 1983 sind es über 33 Millionen. Rapide auch die Entwicklung innerhalb der Krise selbst: 1979 17,5 M1o., 1980 über 20 Mio., 1981 25 Mio. und im Frühjahr 1983 ist die Lahl von 35 Millionen erreicht.
Die Krise in Nordamerika
Die Frage, mit der Ronald Reagan 1980 seinen Wahlkampf bestritten hatte, „Geht es Ihnen heute besser als vor vier Jahren?" klingt Anfang 1983 absurd. Die Krise verschärfte sich kontinuierlich, die Zahl der Beschäftigungslosen kletterte auf über 12 Millionen. Von der Massenarbeitslosigkeit sind inzwischen so gut wie alle Familien mit Lohnabhängigen betroffen. 1982 waren 28 Millionen US-Amerikaner kürzere oder längere Zeit arbeitslos und zu den 12 Millionen Personen die Ende 1982 durchschnittlich ohne Job waren, sind noch 7 Millionen Kurzarbeiter zu rech- Einzelne industrielle Zentren erreichen extreme Rekorde, so Youngstown mit einer Arbeitslosenquote von 90%. [1] In der bis vor kurzem weltgröß-ten Autoschmiede Detroit werden 25%, das sind 250 000, Arbeitslose gezählt. Mit 44 000 Firmenpleiten wurde der höchste Stand seit 1931 erreicht. Die Kapazitätsauslastung der gesamten In-dustrie liegt zum Jahresende bei 65%, in einzelnen Branchen liegt sie noch beträchtlich | niedriger.
Trotz eines Jahr für Jahr aufs neue vorausgesagten Aufschwungs sank das BSP der USA auch 1982 um knapp 2%. Dabei ergab sich für das vierte Quartal sogar ein beschleunigter Rückgang von 2,5%. Die industrielle Produktion liegt Ende 1982 gar um 7,5% unter dem Vorjahresstand; insgesamt liegt sie um 15% unter dem Niveau, das vor Beginn der Krise 1979 erreicht war. Reagans Wirtschaftspolitik, die Steuersenkungen und gekürzte Sozialleistungen mit massiverhöhten Rüstungsausgaben koppelte [siehe unten], führte zu gewaltigen Haushaltsdefiziten, von 1982 z.B. rund 180 Mrd. Dollar.
Neben Großbritannien sind die USA das Land, in welchemeine absolute Verelendung von Massen feststellbar ist.[2] Millionen Menschen sind in die Zangenbewegung von einerseits Wirtschaftskrise und Sozialkürzungen andererseits geraten. So erhalten nur 40% der über 12 Millionen Arbeitslosen Arbeitszu-sätzliche 13 Wochen »Sonderhilfe« gibt. Die durchschnittliche Dauer der Arbeitslosigkeit, die 1979 noch unter 100 Wochen lag, schnellte bis Ende 1982 auf 161 Wochen hoch. Damit kommen immer schneller immer größere Schichten von Arbeitslosen in ein Stadium, wo sie nur noch auf Sozialhilfe hoffen kön-
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nen. Sozialhilfe wird jedoch nur gewährt, wenn die Vermögenswerte der Betreffenden nicht über 2000 Dollar liegen — und das in einem Land, wo aufgrund des weitgehenden Fehlens von Massenverkehrsmitteln ein eigener Wagen fast unumgänglich ist... Das Fehlen eines „sozialen Netzes" löst somit einen fortschreitenden Verelendungsprozels aus: Aufgabe des Autos, erschwerte Möglichkeit, die Kinder zur Schule zu bringen, Zwangsausweisung aus den Wohnungen. So wurde im Bundesstaat Washington Mitte 1982 ein neues Gesetz erlassen, das Zwangsräumungen jetzt sogar am Wochenende gestattet — denn trotz 30 Räumungen pro Tag war ein „Uberhang" von 9 000 zu räumenden Wohnungen entstanden!! In der Folge kommt es zu einem Heer von Menschen, die in Wohnwagen und Zelten vegetieren müssen; laut offiziellen Angaben beherbergen Campingplätze 1982 mehr Wohnungslose als Touristen.
Die bigotte Ideologie, die sich unter der Präsidentschaft Reagans als eine Artfolgerichtige Begleiterscheinung der Krise breitmacht, erhält unter diesen Bedingungen eine materielle Grundlage: nachdem er die Sozialleistungen massiv kürzte, empfiehlt der Präsident die »Neuen Armen« der Obhut der Kirchen. Wie in den dreißiger Jahren stellen diese Suppenküchen zur Massenversorgung aut..In Detroit leis Bürgermeister Young am 16.12.1982 den Notstand ausrufen; wenn Sondermaßnahmen ausblieben, drohe tausenden Bürgern im Winter der Hungertod.[3] Japan:
von der Krise eingeholt An den Maßstäben der imperialistischen Konkurrenten gemessen scheint Japan das Land zu sein, an welchem der Kelch der Krise ein weiteres Mal vorüberging. Erreichte Japan doch 1982 ein Wachstum des BSP von über 3%. Tatsächlich verhält es sich jedoch mit Ja-pan so wie mit der BRD in der Krise von 1974/75. Es verfügt aus historischen Gründen noch über eine relative wirtschaftliche Stabilität, deren Abbau jedoch gerade in der Rezession seit 1980 feststellbar ist. Diese Krise hat den entscheidenden Motor der japanischen Industrie, den Export, ins Stocken und einen anderen Faktor, der für die lange Wachstumsperiode wichtig war, die expansive Haushaltspolitik, ins Stottern gebracht.
Ende 1982 lagen die japanischen Exporte um mehr als 10% unter dem Vorjahresstand. Die Auroexporte nach Westeuropa lagen gar um 25% unter dem Ergebnis von 1982. Diese Einbrüche sind besonders bemerkenswert, als zeitgleich eine Abwertung des Yen gegenüber dem US-Dollar um 17% stattfand, die die Ausfuhr nochmal abstützte. Noch ein Jahr zuvor hatte das Exportwachstum von 17 % den entscheidenden Beitrag dazu geleistet, daß die Krisentendenzen nur abgeschwächt auftraten und es auf das gesamte Jahr berechnet noch zu einer real um 3,1% steigenden Produktion kam. 1982 dagegen bewirkte der Exportrückgang auch einen Rückgang der industriellen Produktion um 3% auf den Oktober bezogen; die Autoproduktion fiel gar um volle 4%.
Das alles fällt mit den negativen Folgen einer expansiven, auf Krediterweiterung basierenden Haushaltspolitik zusammen. Als im September 1982 der „fiskalische Notstand" ausgerufen werden mußte und die Regierung Suzuki zurücktrat, erschien dies in di ernationalen Öffentlichkeit als ein Paukenschlag, mit möglicherweise dramatischen Effekten. Tatsächlich ist die Staatsverschuldung in den letzten Jahren rasant gestiegen. Die japanische Regierung hatte mit weiter hohen Wachstumsraten und entsprechenden Steuereinnahmen gerechnet und hierauf die staatliche Expansionspolitik aufgebaut und dazu international ein schnelles Ende der Rezession mit einem neuen Aufschwung erwartet. Innerhalb von drei Jahren stei-gerte sich der Zinsendienst von 15% des BSP 1981 auf 20% 1983. Die gesamte staatliche Schuld übersteigt Anfang 1983 400 Mrd. Dollar und macht bereits 50% des BSPs aus. Die neue Regierung unter Yasuhiro Nakasone, von dem Wirtschaftsblätter behaupten, er „schillert in allen Farben" [4] schien anfangs auf strikten Sparkurs zu setzen, das Defizit sollte eingeschränkt werden; für 500 000 Beamte wurde ein Gehaltsstopp verkündet. Doch bald kam es zu einem Schwenk und einer neuerlichen expansiven Haushaltspolitik. Ein Sonderprogramm zur Stimulierung der Wirtschatt von über 8,5 Mrd. Dollar wurde verkündet. Dennoch ist Japan eines der wenigen Länder, in welchem wirtschaftsfaktoren wirken, die einen neuen Aufschwung auslösen könnten. Hier findet noch ein Wachstum des inneren Marktes statt, denn auch 1982 wuchsen die Reallöhne um 2 bis 3%. Gleichzeitig zogen die mei-sten großen Industriekonzerne Japans ihre Investitionsprogramme zur weiteren Rationalisierung durch (siehe z.B. unten zur Stahlindustrie und zum Ma-schinenbau], wenn auch in der gesamten Wirtschaft die Investitionen 1982 nicht weiter anwuchsen. Schließlich wurde in Japan das erfolgreichste Programm zum Energieeinsparen ein- Japan weist unter den OECD-Ländern inzwischen-den geringsten Energieverbrauch pro Kopf auf.[5] Diese Faktoren sind günstige Aus- s, wod cim cit cinen Neuauf Exportoffensive - wenn der Weltmarkt selbst wieder expandiert, also die internationale Krise beendet sein sollte... und wenn es nicht zu noch schärferen protektionistischen Maßnahmen gerade gegen die japanischen Exporte kommt. 1982 unterliegen bereits 30% aller japa-nischen Importe in die USA solchen Be-schränkungen.
Am wenigsten schlagzeilenträchtig erscheint die Arbeitslosenzahl für Japan. Die Quote von 2,4% (November 82), die absolut 1,5 Millionen entspricht, ist die niedrigste unter den großen OECD- Ländern. Doch auch dieser direkte Vergleich täuscht. Akzeptiert man zunächst diese offizielle Zahl, so läßt sich mehr als eine Verdopplung gegenüber dem Stand der vorhergehenden Rezession konstatieren [siehe Tabelle 1]. Das entspricht exakt dem Anstieg der Arbeitslosigkeit, wie er in allen anderen imperialistischen Ländern auch stattfand. Schließlich gehen jedoch alle Experten davon aus, daß die offiziellen Zahlen nicht mit denen anderer OECD-Länder vergleichbar sind. Würden in Japan dieselben Kriterien angelegt wie in Nordamerika oder der EG, so soll die reale Quote bei 4 bis 5% liegen, also doppelt so hoch.[6] Kapitalistisches Europa:
Arbeitslosigkeit höher und steigt schneller Der „alte Kontinent" hat gegenüber der Rezession 74/75 Nordamerika zumindest bezüglich der Massenarbeitslosigkeit überholt. Während 1975 in USA und Kanada noch rund 9 Millionen Arbeitslose gezählt wurden, waren es in Europa nur 6 Millionen. Bis Ende 1982 kletterte die Arbeitslosenzahl in Nordamerika auf 13,5 Millionen. In Westeuropa liegt sie dagegen jetzt bei rund 16 Millionen. Allein in den EG-Staaten, die 1975 nur 5 Millionen Arbeitslose aufwiesen, werden Anfang 1983 rund 12,5 Mio. gezählt — ein Anstieg um 145% binnen eines industriellen Zyklus.
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Noch bedrohlicher erscheint die innere Struktur dieser Arbeitslosigkeit. In einzelnen Ländern ist fast die Hälfte der Arbeitslosen unter 25 Jahre alt: 50% in Italien, 45% in Frankreich, 43,6 % in den Niederlanden, 40% in Belgien — jeweils Ende 1982.
Selbst unter der Bedingung eines bescheidenen neuen Aufschwungs wird sich der Anstieg der Arbeitslosigkeit in Westeuropa aus zwei Gründen kaum verlangsamen.
Erstens wird bis Ende der achtziger Jahre die Zahl der innerhalb der EG Arbeit Suchenden jährlich um eine Million ansteigen, das Ausscheiden der Rentner schon eingerechnet. Es müßten demnach allein in der EG Jahr für Jahr eine Million neue Arbeitsplätze geschaffen werden, wenn die gegenwärtige Zahl von 12 Millionen Arbeitslosen nicht überschritten werden soll, jeweils die selbe Wochenarbeitszeit unterstellt. Dies ist völlig ausgeschlossen. Die günstigste Variante ist die, daß die Zahl der vorhandenen Arbeitsplätze nicht weiter abgebaut wird. Und das heißt schlicht und ergreifend: jährlich 1 Million mehr Arbeitslose in der EG oder 20 Millionen 1990.
Zweitens werden kapitalistische Krise und Konkurrenz dazu führen, daß sich insbesondere in den südlichen und westlichen „Hinterhöfen" der EG ein beschleunigter Anstieg der Arbeitslosigkeit ergibt. Die großen imperialistischen Länder Europas werden einerseits keine neuen ausländischen Arbeitskräfte mehr ins Land lassen, im Gegenteil versuchen, diese wieder zurückzuschicken. Andererseits wird eine weitere Durchdringung der schwachen Länder Europas mit dem Kapital der starken stattfinden. Auf diesem Weg kommt es zu neuen Rationalisierungswellen und zur Ausschaltung ganzer Industrien. Diese Perspektive gilt für Irland, Portugal, Spanien, das südliche Italien, Griechenland, möglicherweise auch Finnland und Norwegen. In besonderem Maße gilt dies auch für die Türkei, für die bis Ende dieses Jahrzehnts eine Arbeitslosigkeit von 8 Millionen errechnet wurde, die jedoch — wie angeführt — in den OECD-Statistiken nicht berücksichtigt wırd.(7] Für die kapitalistischen Länder Europas bhne Türkei schätzt man für Ende der achtziger Jahre die Zahl der Arbeitsosen auf 27 bis 30 Millionen. In Westdeutschland zeichneten sich bereits 1979 ähnlich wie in den USA erste Krisentendenzen ab. Mehrfach wurde im Zeitraum 1979 bis 1981 ein bevorstehender Aufschwung vermeldet, doch schließlich bewirkte insbesondere der internationale Charakter der Krise, also der Exportrückgang, die Verschärfung der Krisenentwicklung, und auch 1983 ist dabei noch keine Wende in Sicht. Selbst nach den Monat für Monat nach unten korrigierten Erwartungen der Regierung wird es auch 1983 kein Wachstum des BSPs geben. Damit ließe sich im Herbst 1983 auf eine vierjäh-rige Krise und Stagnation zurückblicken. Nichts unterstreicht deutlicher, daß die Sonderfaktoren, die der BRD im ganzen vergangenen Jahrzehnt eine Position relativer wirtschaftlicher Stabilität verliehen, weitgehend einge-ebnet wurden. Dies zeigt sich auch bei der industriellen Produktion. Bei einem Index von 100 im Jahre 1976 hatte sie 1979 mit 112 Punkten ihren höchsten Vorkrisenstand erreicht. Ende 1982 ist sie wieder auf Index 100. Die Krise bewirkte, daß Anfang 1983 das Produktionsniveau also auf dem Stand von... vor sieben Jahren liegt.
1982 wurde eine Rekordzahl von 15000 Pleiten erreicht. Anfang 1983 meldete der erste Stahlkonzernden Vergleich an. Dabei handelt es sich ausgerechnet um die besonders produktive, mit modernsten Verfahren arbeitenden Korf AG, deren Profite so sicher schienen, daß sich kuweitisches Ölkapital zu 30% beteiligt hatte. Weitere Zusammenbrü-che in der Stahlbranche sind noch 1983 denkbar, insbesondere im Fall Klöckner AG [zur Umstrukturierung der BRD-Stahlindustrie siehe weiter unten]. Auch für den Konzern AEG-Telefunken droht im Jahr 1983 ein definitives Aus, nachdem er sich bereits 1982 für klinisch tot erklären lassen mußte. Schließlich drückt die Prostituierung der Grundig AG an I homson-Brandt, aus der sich im Nachhinein eine ungleiche Hochzeit mit Bosch-Siemens bei institutionalisiertem Seitensprung zu Philips ergeben könnte, nichts anderes aus, als daß auch führende Position in einer EG-Branche, Unterhaltungselektronik, heute keine Überlebensgarantie mehr darstellt. Ebenfalls eine Angleichung an die „Normalität" der Krise bringt die Entwicklung der Arbeitslosigkeit. Im Februar 1983 wurde ihr bisheriger stand von 2,5 Millionen erreichtfür den Winter auf 1984 werden bis zu 3 Millionen erwartet.[8] Die zweitstärkste imperialistische Macht, Frankreich, wurde erst Mitte 1980 von der Rezession eingeholt. Bereits 1980 und 1981 kam es zu einem absoluten Rückgang der industriellen Produktion, während das BSP noch leicht anstieg. Nach Regierungsantritt Mitterands 1981 kam es in der französischen Wirtschaftspolitik erklärtermaßen zueinem Schwenk hin zu Keynes. Eine expansive Haushaltspolitik und wachsender Massenkonsum sollten die Konjunktur wieder in Gang bringen, eine reduzierte Wochenarbeitszeit, die Massenarbeitslosigkeit verringern oder zumindest ihr Ansteigen verhindern. Die Bilanz erwies sich jedoch als negativ. Die industrielle Produktion sackte weiter ab undliegt Anfang 1983 um rund 5% unter dem Niveau von 1979. Insbesondere aber gehen die Investitionen zurück, was zweifellos auch politische Gründe hat. Die schwache Position der französischen Industrie und die zunächst leicht gestiegene Kaufkraft führten Zu einem Importboom und rückläu-figen Exporten, sodaß Ende 1982 in der Handelsbilanz ein Loch von 100 Mrd. Franc klaffte, in der Leistungsbilanz eines von 70 Mrd.. Gleichzeitig stieg die Arbeitslosigkeit weiter, wenn auch ver-langsamt, und erreichte Anfang 1983 2,1 Millionen. Die Finanzhilfen zur Ankur-belung der Wirtschaft stoßen an ihre Grenze. Bei einer Steigerung der Haus-haltsausgaben um 28% im Jahre 1982 ergibt sich ein Defizit von 60 Mrd. FF, das 1983 trotz einer Steigerung um nur noch 12% aufüber 100 Mrd. FF wachsen wird.
Im Oktober 1982 verkündete Außenhandelsminister Jobert einen»Notstand des Außenhandels*. Gleichzeitig fand eine brüske Wende zu einer wenn auch noch vorsichtigen Austeritätspolitik statt: Kürzung der Arbeitslosenunterstützung in Höhe und Bezugsdauer von 90 auf maximal 80% bzw. 3 auf 2 Jahre; Selbstbeteiligung der Versicherten bei Krankenhausaufenthalten von 20 FF pro Tag; 1%ige Abgabebei Beamten und Freiberuflichen. Die rechte Opposition spendete wohlwollend Applaus und erklärte, daß ein solches Sparprogramm unter ihrer Regierung zweifellos einen Generalstreik ausgelöst hätte.[9] Mit dieser neuen Wirtschaftspolitik, die nichts als die Wiederaufnahmen der unter Giscard d'Estaing praktizierten Sparpolitik darstellt, wird zwar möglicherweise die Inflationsrate gesenkt werden und das beschleunigte Wachstum der Defizite in Handelsbilanz und Haushalt gebremst werden können, droht jedoch letztlich, die innere Krise selbst zu ver-tiefen. In jedem Fall wird auf diese Art 1983 die Arbeitslosigkeit beschleunigt ansteigen.[10] Die Unfähigkeit der Bourgeoisie, der Arbeiterklasse des Landes eine strategische Niederlage zu bereiten, hatte oberflächlich gesehen durchaus positive
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Auswirkungen auf die Krise in Italien gehabt. Da es bis 1982 nicht gelungen war, einen restriktiven Sparkurs durchzusetzen, stieg das BSP auch noch im Jahre 1980. kam es 1981 lediglich zu Stagnation; selbst 1982 scheint es zu keinem absoluten Rückgang gekommen zu sein. Dem steht allerdings ein Rückgang der industriellen Produktion um 2% 1981 und 4,5% 1982, jeweils auf den Oktober bezogen, gegenüber. Diese unterschiedliche Entwicklung erklärt sich vor allem durch einen weiter ausgedehnten Dienstleistungssektor und eine Verschuldung des Staates, die unter allen imperialistischen Ländern den Rekord halten dürfte. Sie macht Ende 1982 über 650 Mrd. DM aus, was 66% des BSPs entspricht. Allein das Defizit der Staatsbetriebe lag 1982 bei 40 Mrd. DM. Für den Schuldendienst mußten 80 Mrd DM aufgebracht werden. Anfang 1983 drohte eine neue Eskalation. In den ersten Januartagen sah sich das römische Schatzamt zur Aufnahme eines Sonderkredits von 3,6 Mrd. DM veranlaßt; gleich darauf wurde die Notenbank zu einem zusätzlichen Kredit von 14,1 Mrd. DM per Gesetz verpflichtet. Diese Kredite wurden aufgenommen, um die „Rückzahlung" von ähnlichen Krediten bei der Notenbank zu ermöglichen, die im Januar fällig gewesen wären, aber nicht mit realen Einnahmen rückzahlbar waren. Auch die neuen Kredite haben lediglich eine Laufzeit von zwölf Monaten, und es ist überhaupt nicht abzusehen, wie sie in dann Anfang 19841 wieder zurückgezahlt werden könnten.Zusammen mit der Auslandsverschuldung Italiens zeichnet sich damit, mitten in der EG, ein Staatsbankrott ab.
Der marode Zustand der italienischen Wirtschaft wird durch eine Berechnung der Wirtschaftszeitung Il Mondo illustriert. Danach wiesen die 2 000 größten Unternehmen des Landes 1981 einen Verlustsaldo von 6,4 Mrd. DM auf, die einzelnen Gewinne und Verluste bereits gegeneinander aufgerechnet. Nur eine rigide Austeritätspolitik, die den Bankrott einer großen Zahl von Firmen und ein Hochschnellen der Zahl der Arbeitslosen weit über die Dreimillionengrenze riskieren müßte, könnte der Wirtschaft eine Sanierung im bürgerlichen Sinne bringen. Doch die gesellschaftlichen Kräfteverhältnisse gestatten dies nicht, obgleich die Niederlage der FIAT- Arbeiter 1980 und die Durchlöcherung derscala mobile, der gleitenden automatischen Anpassung der Löhne entsprechend der Inflation Mitte Januar 1983, dem Unternehmerlager Vorteile einräum Ein kaum beachtetes zusätzliches Zeichen der wirtschaftlichen Disintegration Italiens ist im Kahmen der EG feststellbar. Während sich die italienischen Exporte von Gründung der EWG 1959 bis 1973 immer mehr auf die EG- Staaten selbst konzentrierten, und somit die EG zunehmend zum inneren Markt wurde, ist seither ein stark gegenläufiger Prozeß feststellbar. Der Anteil des Exports, der innerhalb der EG verblieb, lag 1960 bei 37% und stieg bis 1973 auf 50%, 1981 war er wieder auf 41% gesunken und scheint auch noch 1982 weiter gesunken zu sein.[12] Die Politik der Regierung Thatcher in Großbritannien stellt neben derjeni- FHENEZ gen Ronald Reagans den zweiten eindeutigen Praxistest für eine »angebotsorientierte Wirtschaftspolitik« dar. Wenn diese Regierung Anfang 1983 einige ihrer „Erfolge" herausstreicht, wie die von über 20 auf 7% gesunkene Inflationsrate, dann ist dies völlig irreführend und muß vor den Hintergrund der sozialen Kosten gestellt werden. Als die Regierung Thatcher vor bald vier Jahren antrat, war sie von einem weiterren Anstieg der Arbeitslosigkeit um einige Hunderttausend auf über 2 Millionen ausgegangen. Dann sollte die Austeritätspolitik die Profitbedingungen so verbessert haben, daß es zu einem neuen Aufschwung kommen würde. Dabei war diese Regierung sogar in einer besonders favorablen Situation. Mit der beginnenden Förderung des Nordseeöls konnte die Ölrechnung des Landes werden.
Doch das Resultat der Thatcherschen • Wirtschaftspolitik ist niederschmetternd. Die Arbeitslosigkeit wurde auf über 3,5 Millionen gesteigert und hat sich damit verdreifacht. Das Niveau der industriellen Produktion liegt Ende 1982 nur unmerklich über dem Niveau von 1975, das wiederum identisch ist mit dem Niveau von 1970, also zwölf Jahre de facto „Nullwachstum" im Ge- 0,9 13,15 70,0 %:
12x 0,3 burtsland des modernen Kapitalismus. Trotz massiver Reduzierung der Sozialleistungen konnte die Staatsverschuldung nicht nur nicht abgebaut werden, sie stieg weiter an. Erst der Haushaltsplan für 1983 sieht eine abnehmende Neuverschuldung vor, von 9 Mrd. Pfund. Insgesamt jedoch stieg die Staatsschuld zwischen 1976 und 1981 um 80% und Großbritannien nimmt weiterhin international einen Spitzenplatz in der relativen Verschuldung ein, (z.B. Pfund je Einwohner oder in Prozent des BSPs).[13] Angesichts der knappen Staatsfinanzen und als Resultat einer irrationalen - im Sinne von unökonomischen — Sparwut ließ die konservative Regie-
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rung Ende 1982 die bisher staatliche Gesellschaft zur Förderung des Nordseeöls, Britoil, privatisieren — ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, wo der Ölpreis seinen Tiefststand erreicht hatte. Im Resultat wurden nur 30% der gezeichneten Aktien gekautt; dıe Reineinnahmen lagen mit knapp 1 Mrd. Dollar bei der Hälfte bis einem Drittel dessen, was unter besseren Marktbedingungen zu erwarten gewesen wäre. Die „Finanzierung" der zu erwartenden neuen sozialen Belastungen will die Regierung Thatcher mit ihrem probaten Mittel gewährleisten, über neue Einsparungen im sozialen Bereich, wobei sich nun der Hauptangriff auf den bisher staatlichen Gesundheitssektor richtet.[14] Die kleineren europäischen Länder ergänzen im großen und ganzen das Bild, das die großen abgeben. Es gibt heute kein kapitalistisches Land in Europa mehr, in welchem die allgemeine Krise nicht ihren Niederschlag finden würde. Die Niederlande und Belgien gerieten Ende 1979 bzw. Mitte 1980 in den Strudel. Beide Länder weisen in Europa die höchsten Arbeitslosenquoten auf. In Belgien wurden bereits im Herbst 1982 14,5% erreicht. In den Niederlanden überschritt die Rate im Dezember 1982 14% und wird für 1983 ein Anstieg auf über 15% erwartet.
Diese Länder weisen auch bei der Verschuldung internationale Spitzenpositionen auf.[13]. Allgemein wird für beide Länder 1983 bestenfalls ein Nullwachstum erwartet. Vor diesem Hintergrund planen die jeweiligen konserva-tiven Regierungen neuerliche Einspa-rungen im Sozialbereich und eine allgemein restriktive Haushaltspolitik, was zu einer wiederum steigenden Arbeitslosigkeit führen wird. Man muß sich vor Augen halten: Jedes dieser relativ kleinen Länder weist heute eine Arbeitslosenzahl von über einer halben Million auf — ein Wert, der noch vor einem DIE
REGIERUNG İST ENTSCHLOSSEN
DIE ARBEiTSLOSiG- KEIT ZU BE- KÄMPFEN
Jahrzehnt für die großen imper gesenkt werden; in Dänemark ist hierfür schen EG-Staaten als „sozialuntragsa die Indexbindung der Löhne suspenempfunden wurde. Luxemburg se dient worden. Finnland konnte bis zum seit 1980 ein faktisch stagnierendes BSP Time 1981 noch ein reales Wachstum auf. Die offizielle Arbeitslosenrate wirkt morw eisen; das BSP stieg 1980 um 6,1 % mit 1% idyllisch niedrig. Rechnet man und 1981 um 3%. Der Grund ist darin zu jedoch die Quasi-Arbeitslosen, die vom seinem das die Hauptexportregion Finn- Staat und vom Stahlkonzern Arbed i- amds die UdSSR ist. Finnland ist also Rahmen von Notstandsarbeiten be- che in vollem Umfang in den kapitalischäftigt werden, mit ein, dann wird em Weltmarkt eingebunden. 1982 bereits ein Wert von 3,5 % erreicht — fur kam es erstmals zu einem absoluten das Großherzogtum und Zentrum der Rückgang der industriellen Produktion Eurodollarmärkte schon ein beachtli- um 1,5%. Für 1983 dürfte sich bestencher Unterschied. Die fortgesetzte falls eine Stagnation ergeben. Insbeson- Stahlkrise und die de facto-Pleite der dere steigt jetzt auch die Zahl der Arbed-Tochter Arbed-Saarstahl in der Arbeitslosen: 1980 und 19814,7%, 1982 BRD dürften zu einer weiteren Ver- 6,3%, und für 1983 werden über 7% schlechterung der wirtschaftlichen Lage 1983 beitragen, denn Arbed stellt 12% In Spanien kam es noch 1982 zu einem aller und 30% der industriellen leichten Wachstum des BSPs von 1,5 %. Arbeitsplätze. 1983 dürfte es erstmals zu einem Rück- Alle skandinavischen Länder sind gang kommen, denn dann ballen sich inzwischen von der Krise erfaßt. In eine verlängerte Weltwirtschaftskrise, Dänemark ist man bereits unter der verschärfte innereuropäische Konkursozialdemokratischen Regierung Jör- renz und politisch bedingter „Investigensen zu einer scharfen Sparpolitik tionsstreik* durch die Unternehmer. gelangt. Seit Einrichtung der bürgerli- Das Arbeitslosenheer ist Ende 1982 chen Minderheitsregierung im Septem- bereits offiziell 2,2 Millionen stark, das ber 1982 wurde dies verschärft. Die entspricht 16%. Selbst wenn das zag- Arbeitslosenquote schnellte nach oben, hafte Arbeitsbeschaffungsprogramm von 6% 1979 auf 11% Ende 1982. Der von 800 000 neuen Arbeitsplätzen über zweitgrößte Posten des Staatshaushalts vier Jahre seitens der sozialistischen heißt Zins und Tilgung für die Staats- Regierung voll realisiert würde, würde schuld. Das Defizit betrug 1982 40 Mrd. aufgrund der Neuzugänge zum Arbeits- Kronen. In Schweden ergibt die Bilanz markt die Gesamtarbeitslosenzahl geeiner sechsjährigen konservati-liberalen rade um 300 000 gesenkt werden. Bleibt Regierung interessanterweise ebenfalls es bei der Eigendynamik privatkapitalieine massiv gestiegene Staatsschuld, von stischer Wirtschaft und hilflosen Appel- 1976 bis 1981 um 110%. Die neue sozial- len der PSOE-Regierung, dann ist ein demokratische Regierung wird trotz „französisches Verlau" des »sozialistieinigen Sparversprechen diese Staats- schen Experiments* wahrscheinlich: verschuldung nochmals steigern, denn weiter steigende Arbeitslosigkeit, verein Drittel des neuen Haushalts, 28 Mrd. tiefte Krise, Kapitalflucht. Dollar, besteht aus Krediten. In Schwe- In Griechenland ist eine ähnliche den und Dänemark wird trotz unter- Dynamik im Gang, wenn auch mit einischiedlicher Wirtschaftspolitik auch für gen Abweichungen. Dieses Land erlebte „Nullwachstum" gerechnet. In beiden das Jahr 1983 bestenfalls mit einem der Produktion. Die Arbeitslosigkeit bereits 1982 einen absoluten Kückgang Ländern sollen die Reallöhne dieses Jahr beginnt allerdings erst auf niedrigem ES WÄRE
PAH! ARBEITSLOSE PRAKTISCHER, WIR KÄMPFTEN. GEGEN
DIE REGIE - RUNG
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Niveau anzusteigen, 1981 offiziell 2,9% und 1982 3,5%. Im Dezember 1982 wurde verdeutlicht, welch negative Auswirkungen der EG-Anschluß aller vergleichbaren Länder hat. Nach dem Abbau erster Zollschranken geriet die griechische Handelsbilanz durch massive Importe und die kaum konkurrenzfähige Exportindustrie derart ins Ungleichgewicht, daß die Regierung Papandreou neue Zollschranken errichten mußte und faktisch die ersten Maßnahmen zur Integration Griechenlands in die EG suspendierte.
Die Türkei zeigt alle Charakteristika einer Gesellschaft, die unter die unter die Knute der Militärs gestellt und nach brutalster Friedman-Methode „saniert" wird. Während die internationale Wirtschaftspresse im Chor mit dem Militär die „Erfolge" bejubelt (Financial Times- :„Exports have risen dramatically...the rate of inflation fell substantially...national product grew by 4,4% in last year..."), wächst das Arbeitslosenheer explosionsartig, von 1980 1,8 Millionen aut 1982 3 Millionen, und wurden die Reallöhne massiv gesenkt. Doch selbst die genannten Erfolgszahlen könnten sich im Nachhinein ähnlich wie bei Argentinien und Chile als Scheinerfolge herausstellen, sodaß eine völlig zerüttete und dem internationalen Kapital auf Gedeih und Verderb ausgelieferte Ökonomie zurückbleibt. [15] Österreich konnte als einziges westeuropäisches Land noch ein Wachstum des BSPs erzielen, obgleich 0,7% eher nach Stagnation anmuten. Konsequenterweise ist es auch das letzte Land, das eine bewußt keynesianische Politik betreibt. Entsprechend stieg die Staatsverschuldung, nur noch in Dänemark schneller, von 1976 bis 1981 um 206%. Diese Politik sollauch für 1983 fortgesetzt werden, da die Wahlen im März jede Sparpolitik besonders inopportun erscheinen liessen. Der Haushalt 1983 wird zu einem Fünftel mit neuen Krediten abgedeckt werden. Besonders die tiefe Krise in wichtigen Exportländern, die allgemein verschärfte innerimperialistische Konkurrenz, die strukturelle Krise der osteuropäischen Ökonomien, deren Anteil österreichischen Export 11% beträgt, ein rückläufiger Fremdenverkehr und die internationale Krise der Stahlindustrie lassen Österreich zu einem integralen Bestandteil der internationalen Rezession werden. Ein deutliches Indiz hierfür ist die Arbeitslosigkeit, die sich in kürzester Zeit auf 4% verdoppelt hat und bis Ende 1983 auf 5% steigen dürfte.[16] Thema Nummer eins ist in Australien Anfang 1983 das geforderte zwölfmonatge Einfrieren der Löhne. Sowohl die konservative Frazer-Regierung als auch die jetzige der Labour Party betreiben mit unterschiedlicher Schärfe eine Austeritatspolitık. Die Arbeitslosenzahl wird offiziell mit 700 000, 7%, angegeben. Sie steigt auch 1983 weiter, zumal die internationale Rezession Australien voll erfaßt hat. Ein Teil der Industrie sucht Schutz im Protektionismus und wird in der Forderung nach höheren Zollschranken von der Gewerkschaftsführung unterstützt. Alle entsprechenden Beispiele, insbesondere das der europäischen Stahlindustrie, zeigen jedoch, daß mit dieser Abwehrerst recht eine Schwächung der Industrie und neue Massenentlassungen vorprogrammiert werden.[17] *** Allein eine Bilanz der Rezession in den imperialistischen Zentren zeigt drastistisch Tiefe und zunehmende Verschärfung der Krisenerscheinungen des Spätkapitalismus. Doch gilt es, diese Gesellschaftsordnung als Ganzes zu nehmen, um den umfassenden Charakter der Krise und den ökonomischen und sozialen Zündstoff, den diese in sich birgt, voll zu verstehen. Es gilt, die Analyse der unterentwickelt gehaltenen kapitalistischen Länder mit einzubeziehen.
Die Krise der »Dritten Welt*- Lateinamerika
In der vorausgegangenen weltwei-ten Rezession von 1974/75 konnte noch der Eindruck entstehen, einzelne Länder oder gar Regionen, die zur »Dritten Welt* oder den »Entwicklungsländern« gezählt werden, könnten sich auf Dauer oder längere Sicht dieser Krise entziehen. Dies schien für die meisten sogenannten Schwellenlander* zu gelten Sel einigen, wie Brasilien, sprach mar sogar von »Wirtschaftswunder. Bei ölexportierenden Ländern wie Mexiko, Venezuela, Nigeria war man sich sicher, diese würden an der Krise der imperialistischen Länder indirekt profitieren und sich mit ihren ÖLeinnahmen die Grundlage für eine autonome Industrialisierung schaffen.
veben der verdopplung der Arbeitslo 1gkeıt ın den ımperialistischen Lentrei scheint das herausragendste Ergebnis der internationalen Rezession von 1980/83 die volle Einbeziehung der »Dritten Welt« in die Krise zu sein. Die klassischen Schwellenländer befinden sich mit Mexiko, Brasilien, Argentinien, Venezuela und Chile alle in Lateinamerika. Seit Ende des Zweiten Weltkrieges bis 1981 hatte dieser Kontinent reale Wachstumsraten aufzuweisen. Doch 1982 kam es erstmals zueinem Einbruch, das lateinamerikanische BSP ging um 2% zurück. Der Export reduzierte sich gar um 4%, und damit die wichtigen Exporteinnahmen zur Bezah lung des Schuldendienstes und der Ölrechnung. Die Inflation verdoppelte sich von durchschnittlich 36% 1981 auf über 80% 1982. Da gleichzeitig das Bevölkerungswachstum anhielt, sank SUD
Kook das Pro-Kopf-Einkommen bedeutend stärker als es der Rückgang des BSPs vermuten läßt. Und da inzwischen in allen lateinamerikanischen Ländern die Mehrheit der Beschäftigten in der Industrie und im Dienstleistungssektor arbeitete, stieg die Arbeitslosigkeit durch Krise und Austeritätspolitik sprunghaft an. In Santiago de Chile erreichte sie Ende 1982 mit 28% ziemlich exakt die Rekordmarke von
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Detroit. Der Industrialisierungsprozeß wurde in einigen Ländern gestoppt, in manchen war er rückläufig. So liegt das BSP Argentiniens 1981 nur um 2% über dem Stand von 1974 und 1982 noch unter diesem. Die Zahl der Industriearbeiter wurde gegenüber derjenigen von 1974 um 23% abgebaut! In Chile, das 1982 einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 14% erlebte, lag die Industrieproduktion 1982 auf dem Niveau von 1974. Brasilien und Mexiko stehen Anfang 1983 vor dem Staatsbankrott. Jedes dieser Länder weist nach Abschluß der Umschuldungen eine Auslandsverschuldung von 100 Mrd. Dollar auf und ihr Schuldendienst frißt die gesamten Einnahmen aus dem Export [zum Thema Bankenkrach siehe unten]. DieKrise in den ärmeren lateinamerikanischen Ländern erscheint für die imperialistischen Zentren weniger schlagzeilenträchtig, ist jedoch nochmals krasser. Z.B. lag bereits 1981 der Schuldendienst Ekuadors bei 122% der Exporteinnahmen. Die Auslandsschuld von Peru weist ebenfalls galoppierende Tendenzen aufß sie lag 1980 bei 6 Mrd Dollar, Mitte 1982 bei 7,5 Mrd., Mitte 1983 bei über 9 Mrd. und soll laut Zentralbank von Peru bis 1985 auf 14 Mrd steigen.[17] Südostasien
Angesichts der beginnenden Krise in Lateinamerika „entdeckten" Warenund Kapitalexporteure aus USA und Westeuropa in den siebziger Jahren die südostasiatische Region. Sie stießen dort zwar sofort auf die japanische Konkurrenz, die sich diese Region bereits Ende der sechziger Jahre als wichtigstes Warenabsatz- und Kapitalanlagegebiet erobert hatte,[19] die hohen Wachstumsraten der Region schienen jedoch für alle drei imperialistischen Zentren neue Märkte anzubieten. Noch auf dem Höhepunkt der neuen Weltwirtschaftsrezession animieren großbürgerliche Fachblätter zum „Einstieg" in diese Region, und „Zukunftsforscher" Kahn ist sich sicher, daß dieses Gebiet die „dynamischste Wachstumszone der Erde für den Rest des Jahrhunderts" darstellt.[20] Doch die Anzeichen häufen sich, daß Südostasien heute ungefähr dort steht, wo Lateinamerika 1978 stand, also unter kapitalistischem Vorzeichen die selbe Krise bevorsteht.[21] In allen Ländern dieser Region ging die Wachstumsrate des BSPs 1982 zurück. In einigen liegt sie bereits unter der des Bevölkerungswachstums, so daß das Pro-Kopf-Einkommen sinkt. Das gilt für das größte Land dieser Region, mit 150 Millionen Einwohner fünftgrößtes der Erde, Indonesien. Das Wachstum liegt für 1982 mit 3,2% unter dem Bevölkerungswachstum; es handelt sich um die niedrigste Rate seit 1968. Trotz großem Reichtum an Erdgas und -öl -Indonesien ist das einzige OPEC- Land dieser Region - frißt die Auslandsverschuldung von 10 Mrd. Dollar bereits 1981 ein Drittel der Exporteinnahmen auf. Für 1983 wurden massive Haushaltskürzungen vorgenommen, dienach dem neuerlichen Ölpreisverfall nochmals verschärft werden dürften. Damit könnte es 1983 zum erstenmal zu einem Rückgang des BSPs kommen. Die Philippinen sind das Land, wo die politische und wirtschaftliche Krise am weitesten fortgeschritten ist und wo Beobachter gelegentlich den Vergleich zum Iran vor dem Sturz des Schahs ziehen. Der Dienst für die Auslandsschuld von 10,2 Mrd. Dollar fraß 1982 bereits 92% der Exporterlöse. Das BSP-Wachstum entsprach gerade dem Bevölkerungswachstum. Der dominierende Kupferkonzern Marcopper Mining Corp befindet sich in Zahlungsschwierigkeiten, die insbesondere bei der Chase Manhattan in New York zu Ausfällen führten. Südkorea ist ein typisches Beispiel für den explosionsartigen Anstieg der Auslandsverschuldung, die mehr oder weniger die gesamte Region kennzeichnet. Sie lag Ende 1981 bei 30 Mrd. Dollar, Ende 1982 bei 36 Mrd. und soll bis Ende 1983 auf 40 Mrd. ansteigen. Bereits 1982 fraß der Schuldendienst 54% Exporteinnahmen; bis Frühjahr 1984 könnten es knapp 100% sein, zumal Exporteinbrüche zu erwarten sind und sich die Regierung Südkoreas den Luxus von Rüstungsausgaben leistet, die ein Drittel des Staatshaushalts ausmachen. Thailand, das eine Auslandsverschuldung von 8 Mrd. Dollar aufweist, erlitt besonders durch den Fall der Zuckerund Zinnpreise starke Export- und Wachstumseinbrüche. Bereits 1982 fraß der Schuldendienst 50% der Exporteinnahmen weg.
Taiwan und Malaysia scheinen erst 1984 oder 1985 in eine ähnliche Verschuldungssituation zu geraten. Malaysia weist 5,6 Mrd. Dollar Schulden aus, die 1981 erst 17% der Exporterlöse aufzehrten. Dieses Land beabsichtigt allerdings allein 1983 eine Erhöhung der Auslandsverschuldung um über 50%. Die bisher mit massiver US-Hilfe wirtschaftlich gestützte und militärisch aufgerüstete Insel Taiwan, die eine Auslandsschuld von 10,3 Mrd. Dollar und einen Schuldendienst von 5,2 Mrd., der 21% der Exporte entspricht, hat, kennt besondere Schwachstellen. 53% des BSPs werden exportiert, und 35% der Exporte gehen in die USA. Taiwan ist also überdurchschnittlich exportabhängig und das auch noch besonders von der US-Wirtschaft. Schließlich werden 25% der Exporte von der Textilindustrie realisiert, die mehr als andere von protektionistischen Tendenzen bedroht ist.
Die Situation im Stadtstaat Hongkong mag illustrieren, was perspektivisch auch einmal für Singapur zutreffen kann, das ebenso wie die britische Kronkolonie seine Bedeutung vor allem als Finanzzentrum erlangt hat. Angesichts der internationalen Wirtschafts- und Finanzkrise und aufgrund der Tatsache, daß ein Großteil der in diesen künstlichen Wirtschaftsgebilden getätigten Geschäfte Spekulationen auf einen fortgesetzten Boom darstellen, ist hier sogar ein abrupter wirtschaftlicher Zusammenbruch denkbar. In Hongkong hatten sich in den letzten Jahrzehnten große Mischkonzerne herausgebildet, die insbesondere im Immobiliengeschäft tätig waren, so Eda Investment, Carrian Investment, Hongkong Land Co.. Ein beachtlicher Teil des entsprechenden Kapitals war durch Abzug aus der Textilindustrie zustandegekommen. Die größte Bank des Stadtstaats, die Hongkong and Shanghai Bank, ist eng mit diesen Immobiliengruppen liert und zugleich mit großen britischen Banken verbunden. Diese Bank ist der Zentralnerv Hongkongs, da keine Nationalbank existiert, übernimmt sie de facto die Funktion einer solchen. Nun ließ die Ungewißheit der politischen Zukunft Hongkongs vor allem nach dem ergebnislosen Besuch Thatchers in der VR China die Grundstückspreise rapide fallen. Die genannten drei großen Immobiliengruppen gerieten in Zahlungsschwierigkeiten und an den Rand des Zusammenbruchs. Dies kombinierte sich mit einer Krise der Textilindustrie; 1981 wurden 16 und 1982 weitere 9 große Textilfirmen geschlossen, mit etwa 25 000 Entlassenen. Unter diesen Bedingungen begann auch unter der Hongkong and Shanghai Bank der Boden zu wanken, was man bis im fernen London registrierte.[22] Einige Beispiele aus dem zentralen und südlichen Afrika
Die Integration der Drittweltländer in die Krise des Spätkapitalismus, die bisher anhand von Lateinamerika und Asien gezeigt wurde, gilt auch für den afrikanischen Kontinent.Dies mögen
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ALLO LESiEUR ?
JE VOUDRAIS CONNAiTRE
LE PRiX DE MES
ARACHiDES arachide, Sd'aprés PLANTU
Hallo Unilever? Ich hätte gerne den Preis für meine Erdnüsse gewußt. einige Beispiele aus dem zentralen und Zimbabwe hatte nach der Regierungssüdlichen Afrika unterstreichen. Der übernahme durch Mugabe zunächst OPEC-Staat Nigeria gehörte aufgrund hohe Wachstumsraten seiner Ölvorräte zu den wenigen afrika- 1980 15 % und 1981 12%. 1982 wirde in nischen Ländern, bei denen ein autono- diesem höchstindustrialisierten mer Industrialisierungsprozeß für mög- des südlichen Afrika mit 2% nur noch lich gehalten wurde. Anfang 1983 stand ein Wirtschaftswachstum unterhalb dieses Land vor. dem wirtschaftlichen dem der Bevölkerung erreicht. Das Land Ruin. Eine Auslandsschuld von 5 Mrd ersucht beim IWF um neue Kredite und Dollar hatte sich angehäuft. Die Devi- hat im Vorgriff auf die bekannten senreserven schrumpften von 4 Mrd restriktiven Bedingungen eine Lohn- Dollar 1981 auf 1 Mrd. Ende 1982, was pause für 1983 verordnet und die Subgerade die Importrechnung für einen ventionen für Grundnahrungsmittel Monat deckt. Das Regime versuchte gestrichen. Dies läßt einen absoluten dies mit einer chauvinistischen Kam- Rückgang der Produktion für 1983 pagne gegen die zwei Millionen „illega- befürchten. len" Fremdarbeiter zu überspielen. Ähnliches kann man vom Ende Januar 1983 kam es dann zu einer berichten, wo der IWF und die internabeispiellosen Völkerwanderung und tionalen Banken neue Kredite nur nach Massenaustreibung dieser meist ghane- einer massiven Senkung der Nahrungssischen Arbeitskräfte. mittelsubventionen gewäh-ren wollen. Zaire zählt gemessen an den Rohstoff- Des Sudans Auslandsschuld beträgt vorräten ebenfalls zu den reichsten Län- circa 8 Mrd. Dollar. dern Afrikas. Ende 1982 war das Land Madagaskar ist ein typisches Beispiel ein weiteres Mal zahlungsunfähig. Die für ein unterentwickeltes Land der untebisher vierte Umschuldung der inzwi- ren Kategorie, das von jeglicher Entschen auf über 5 Mrd. Dollar angestiege- wicklung einfach abgehängt worden ist. nen Auslandsschuld stand an. Hier entspricht die Beschäftigungsstruktur derjenigen von vor zwei Jahrzehnten. Das Pro-Kopf-Einkommen ging real um rund 25% zurück![23] Der Charakter der Krise des Spätkapitalismus und die Perspektiven
Die vorausgegangenen Rezessionen hatten einzelnen imperialistischen Ländern noch Fluchtwege, wenn auch fragliche, angeboten, so die Ausweitung des Osthandels, Exporte in neue Märkte wie die OPEC-Länder, Südostasien, in Schwellenländer wie Brasilien oder die Schaffung künstlicher Nachfrage durch Kreditexpansion und wachsende staatliche Verschuldung. Diese Flucht-wege erscheinen 1983 weitgehend abgeschnitten.[25] Diese Rezession verdeutlicht auch, dạis alle „Erklärungen" der Ursachen dieser Krise, die außerhalb des kapitalistischen Systems liegen, nicht überzeugen können. Weder »Ölkrise«, noch noch „eine falsche Wirtschaftspolitik" „Inflation durch den Vietnamkrieg" sind Ursache der Krise. Sie sind großteils Resultat der Krise, anderenteils ein zusätzlicher Faktor zu ihrer Verschärfung, jedoch nie ihr entscheidender Ausgangspunkt. Gleiches gilt auch für die „fehlende Massenkaufkraft", die so oft von den Gewerkschaftsführern als Krisenursache reklamiert wird und doch nur Resultat der Krisenbekämpfungspolitik,Profiverbesserungspolitik, der Unternehmer ist.
Ganz im Gegensatz zu dieser Art Erklärungen gab es in dieser internationalen Rezession sogar eine Reihe von „äußeren" Faktoren, die sie abmilderten. So kam es 1978 für die imperialistischen Länder zu einer allgemeinen Verbesserung der terms oftrade, des Austauschverhältnisses zwischen Import- und Exportpreisen. Im großen und ganzen heißt das, daß die Rohstoffpreise stagnierten und fielen, wohingegen die Preise für industrielle Erzeugnisse weiter stiegen.[25] Die Aufwertung des Dollars verbesserte schließlich die Exportposition für alle EG-Länder um über 11 % im Zeitraum 1979 bis 1982. Es gibt nur eine Erklärung der kapitalistischen Krise, und die ist im System kapitalistischer Produktion selbst, konkret, in der auf Profit basierenden Produktionsweise und im Sinken der industriellen Profitrate zu suchen. Das Bürgertum ist sich dieser Crux kapitalistischer Produktion zumindest dann, wenn die Krise offen zutagetritt, einigermaßen bewußt. Schon zu Beginn der letzten Weltwirtschaftsrezession rang sich das Nachrichtenmagazin, Der
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Spiegel zu der Erkenntnis durch: , Westdeutschlands Kapitalisten versuchen zwar, den Prozentsatz Gewinn aufzuschlagen, den sie für nötig halten. Es gelang ihnen jedoch nicht, jenes Gesetz von der tendenziell fallenden Profitrate, das Karl Marx entdeckte und das heute nur Marxisten nicht wahrhaben wollen, aufzuhalten" [26] Die langfristige Tendenz ist bei allem Streit um die anzuwendende Methode und trotz allen Verschleierungen der bürgerlichen Statistik eindeutig. Gegenüber den fünfziger Jahren wurden die industriellen Profite, die die Unternehmer auf eine Einheit Kapital erzielten, halbiert. Sie sanken von zwischen 15 und 30% pro eingesetzte Kapitaleinheit auf 5 bis 15% [vgl. Grafik].[27] Diese Bewegung ist die entscheidende Ursache für langfristig gesunkene Investitionsraten und damit für die in allen Ländern von indu-striellem Zyklus zu industriellem Zyklus abnehmenden Wachstumsraten. Der Motor dieser tendenziell fallenden Profitrate ist ausgerechnet der Tatbestand, der die Grundlage für eine freie, kommunistische Gesellschaftsordnung schafft, die ständig steigende Produktivkraft der Arbeit.[28] Indem ein einzelner Mensch oder eine einzelne Arbeiterstunde mit einer immer grösseren Einheit Kapital — toter Arbeit —, also Maschinen, Computer, Roboter usw. kombiniert wird, steigt zwar die Produktivität der Arbeitsstunde, sinkt jedoch der Mehrwert, den der Produktionsmittelbesitzer aus dem Arbeitenden herauspreßt, relativ. Während Produktivität die Resultante aus der Kombination von lebendiger Arbeit und angewandter Maschinerie ist, kann Profit ausschließlich aus der Ausbeutung lebendiger menschlicher Arbeit, aus der Differenz zwischen dem Preis der Arbeitskraft und dem von ihr geschaffenen Neuwert bezogen werden. Der relative und inzwischen sogar ab-solute Rückgang des Einsatzes leben-diger Arbeit im Produktionsprozeß führt demnach langfristig zu einer Reduzierung des anteilmäßig pro-duzierten Mehrwerts und zu einem verschärften internationalen und nationalen Konkurrenzkampf um die Verteilung dieser Beute.
Coen diesen denen, die den trend. der fallenden Profitratze abschwächen. Die Politik von Unternehmern und Regierungen inder Krise bedient sich konsequent des Hebels der Senkung der Produktionskosten, um hierüber die in der Produktion erwirtschafteten Profite wieder zu erhöhen. Dabeispielen sinkende Preise für Rohstoffe, verbesserte terms of trade, und für Maschinerie, die Kapitalentwertung durch massenhafte Pleiten und die Umschichtung der Staatshaushalte, also Senkung der Kapitalsteuern, Streichung von Sozialausgaben zugunsten von Rüstung etc. eine gewisse Rolle. Auch die Kostensenkung für Konsumgüter, die in den Lebensunterhalt der Arbeiterklasse eingehen, ist ein solcher entgegenwirkender Faktor, empirisch feststellbar ist.[29] Der entscheidende und für Unternehmer und Regierung am ehesten direkt, beeinflußbare Faktor sind jedoch die % Grafik 23 Netto-Gewinnraten bezogen auf das Anlagekapital
Industrie untomehmen USA
Bensdosrepubili
Frankrolch
Eng lond 1955 • " " ""∞° jamelle Jehresdurchachnitte Lohnkosten, Arbeitszeit und Arbeitsintensität. Und hier befindet sich das zentrale Gebiet der aktuellen Schlacht zwischen Lohnarbeit und Kapital Begibt man sich von der Marxschen Krisentheorie in die rauhe Wirklichkeit der Krise 1980-83, so sei hier der Economist vom 27.11.1982 angeführt. Unter dem Titel „How to make companies make money!" wird eine knallharte Rechnung präsentiert [siehe Tabelle]. Zunächst wird der anteilmäßige Rückgang der industriellen Profite am Volkseinkommen der großen imperialisti schen Länder konstatiert [Tabelle Zeile 1]. Sodann wird angegeben, auf welche absolute Höhe sie angehoben werden müßten, um den Stand der sechziger Jahre zu erreichen Zeile 3]. Darauf basiert eine erste Berechnung, um wieviel Prozent die respektiven Löhne in den einzelnen Ländern zu senken wären [Zeile 5], um das alte Niveau der „Profitrate" (Profite gemessen am Volkseinkommen) wiederherzustellen. Es folgen dann einige umständliche Berechnungen, die wir den Inprekorr-Leserinnen und Lesern ersparen und in denen den veränderten Wechselkursen rechnung getragen wird und ein international einheitlicher Anteil der Profite am Volkseinkommen von 30% als „notwendig" unterstellt wird. Auf dieser Basis erfolgt die „Berechnung" des letztendlich erforderlichen Lohnabbaus [Zeile 6], der zwischen 7% für Japan und 19% für Großbritannien schwankt. Damit wären, so das britische Wirtschaftsblatt, wieder einigermaßen profitable Wirtschaftsbedingungen hergestellt, die zumindest für eine gewisse Zeit ein bescheidenes Wachstum erlaubten. Man kann und sollte gegen diese Art von „Berechnung" enorm viel einwenden. Sie hat kaum etwas mit Wissenschaft tun, auch nicht mit bürgerlicher. Hier wird nur versucht, harte bürgerliche klassenpolitik als Wissenschaft zu verkleiden. Die konkreten Verkleidungsformen sind jeweils unterschiedlich, der Phantasie hier keine Grenzen gesetzt.[30] Die dahinterstehende Klassenpolitik ist jedoch überall dieselbe: Reallohnsenkung, wobei gezielt das Arbeitslosenheer als Erpressung eingesetzt wird. So bemerkt die Financial times am 2.12.1982: „Die Angst vor Arbeitslosigkeit hat das Klima bei Tarifverhandlungen drastisch verändert. " Und überall sind es zunächst die am stärksten von der Krise betroffenen Bereiche, an denen ein Exempel statuiert wird, das dann der gesamten Arbeiterklasse aufgezwungen werden soll. So sind in den USA besonders die Autoindustrie und da wiederum Chrysler und in der BRD der von Pleite bedrohte Stahlkonzern Arbed-Saarstahl die Beispiele. Damit verbunden ist eine Politik der Intensivierung der Arbeit, wobei auch hier bewußt die Arbeitslosigkeit als Prellbock eingesetzt wird, um selbst kranke Arbeiter in Fabrikhallen und Büros zu zwingen; die FAZ am 25. 11.1982: „In der Rezession sind die Grippeviren arbeitslos." Tatsächlich wurden in der BRD 1982 20% weniger krankgeschrieben als im Vorjahr, wo die Unternehmer schon auf einen zweijährigen Rückgang des Krankenstandes zurückblicken konnten. Schließlich spielen zwei klassische Formen der Spaltung der Arbeiterklasse ihre zentrale Rolle im Rahmen dieses umfassenden Unternehmerangriffs, deren Slogans lauten: „Frauen zurück zu Heim und Herd!" und „Ausländer raus!". In allen kapitalistischen Ländern wird, ähnlich wie in der Weltwirtschaftskrise 1929-32, eine massive ideologische Kampagne gegen die „Zweitverdienerinnen" durchgeführt und die „natürliche Rolle" der Frau in der kostenlosen Hausarbeit und Kindererziehung unterstrichen. Oft wird hier die erste Schlacht auf dem Gebiet der Rückgängigmachung relativ
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Gewinne und Löhne in den sechziger Jahren und heute USA Japan BRD
Gewinne in % des Volkseinkommens 60er Jahre (Durchschnitt) 24% 43% 30% 1982 (geschätzt) 18% 27% 24% wieder hergestellt wäre in Milliarden der Gewinne, wenn das Niveau der 60er Jahre 600 95'000 420 Landeswährung Dollar Yen DM ewinne 1982 in Milliarden de 450 59'000 335 andeswährun Dollar Yen DM rozentuale Veränderung der Löhne, ur ie Gewinne der 60er Jahre wiederherzu -8% -24% -9% stellen Erforderliche Veränderung der Löhne unter Berücksichtigung der veränderten - 15% -7% -11% Wechselkurse
Quelle: "Economist" 27.11.1982 liberaler Paragraphen zur Abtreibung terial verfügten, wenn in Detroit letzten geschlagen. So wie hier die Frauen zum Winter ein Hungernotstand befürchtet minderwertigen Geschlecht abgestem- wurde und Reagan in seinen Ansprachen pelt werden, so sollen die Arbeitsimmi- die Armen seines Landes der Mildtätiggranten als Menschen minderwertiger keit der Kirchen anempfiehlt, diese wie- Rasse begriffen werden. Geht es nach der der tagtäglich viele tausend Suppen bürgerlichen Klasse und ihren Ideolo- gratis verteilen, dann mögen das in den gen, dann stehen wir in den imperialisti- imperialistischen Zentren bislang noch schen Zentren vor einer neuen Einzeltälle genannt werden, sie werden Völkerwanderung. Die Millionen Frem- sich jedoch bei Fortbestehen kapitalistidarbeiter, die das Kapital in der Periode scher Produktion verallgemeinern, wie 1955 bis 1975 in die imperialistischen dies in der „Dritten Welt" längst der Fall Zentren verfrachtete, um ausreichend ausbeutbares Menschenmaterial zur Die Diskussion um den Charakter der Verfügung zu haben, sollen nun im Zei- Krise und ihre tatsächlichen Ursachen chen der Massenarbeitslosigkeit dem ist kein akademischer Streit. Sie hat ihre Kapital einen neuen besonderen Dienst praktischen Konsequenzen. Eben weil leisten. Sie sind der Gegenstand einer die Ursache der Krise keine „Ölkrise" rassistischen Kampagne, die von den tat- und keine „Unterkonsumtion der Massächlichen Ursachen der Krise ablenken sen" , sondern eine in ihrer Tendenz falsoll, nach dem Motto: „Die Ausländer lende Profitrate ist, weil der Motor nehmen uns die Arbeitsplätze weg. Die dieses Falls der Profitrate die wachsende Ausländer sind schuld an der Krise!". Produktivität ist und weil die ver- Nigeria im Januar und Februar 1983 ist schärfte innerimperialistische Konkurdafür nur ein Beispiel, das geographisch renz diesen Prozeß ständig weiter von Mitteleuropa weit weg sein mag, vorantreibt, wird es kein Ende der langpolitisch jedoch viel näher liegt. fristigen Depression geben. Dabei ist es Was in den Jahrzehnten nach dem relativ uninteressant, ob es Ende 1983zu Zweiten Weltkrieg von unterschiedlich- einer leichten wirtschaftlichen Belester Seite so heftig bestritten wurde, daß bung, in den Folgejahren zu neuen es zu einer Wiederholung schwerer schwachen Wachstumsraten und dann Wirtschaftskrisen mit Massenarbeitslo- 1986 oder 1987 zu einer neuerlichen, sigkeit und Verelendung kommen nochmals schwereren Krise kommt oder könnte, ist heute keine theoretische ob die gegenwärtige Krise sich verlän- Frage mehr, sondern Teil der Wirklich- gert, in einer Stagnationsperiode ver keit. Wenn die Londoner Stadtregie- harrt oder ar in eine Depressior rung auf Statistiken hinweist, wonach umschlägt. Selbst der günstigste Fall, eir hunderte ältere Bürger im vergangenen vorsichtiger Aufschwung 1983-85, un- Winter in ihrer Wohnung erfroren, weil terstellt eine insgesamt weiter steigende sie schlicht über kein Geld für Heizma- Arbeitslosigkeit. In Westeuropa würde Tabelle 2 Frankreich England 32% 21% 22% 14% 1020 48 Francs Pfund 700 32 Francs Pfund - 16% - 10% - 13% - 19% sie absolut weiter steigen, in den USA zeitweise leicht zurückgehen.
Zweifellos, im ersten Halbjahr 1983 mehrten sich die Anzeichen für eine wirtschaftliche Erholung und einen bescheidenen Aufschwung in zumindest einigen imperialistischen Ländern. Dies gilt insbesondere für die USA, wo BSP und industrielle Produktion im ersten Halbjahr 1983 beachtlich anstiegen, und in geringerem Umfang für Japan, Kanada, die BRD und Großbritannien. Dies wird weiterhin durch die allgemeine Börsentendenz unterstrichen; das allgemeine Ansteigen der Aktienkurse seit Herbst 1982 wurde allerdings auch durch politische Faktoren wie die Siege von Kohl und Thatcher ausgelöst. dennoch bleibt festzuhalten, - daß dieser „Aufschwung" bisher nicht die Investitionsgüterindustrie erreicht hat, dort sogar weitere Rückgänge konstatiert werden; - daß der Welthandel weiterhin stellt; - daß eine Reihe imperialistischer Länder mit einer fortgesetzten Krise konfrontiert sind, so Frankreich und teilweise italien, und eine Reihe wichtiger halbindustrialisierter Länder sich nach wie vor im Strudel befinden, gar erneut vom Staatsbankrott bedroht sind, so Brasilien.
Unter diesen Umständen ist ein zögernder, flacher und ungleichzeitiger Aufschwung für die imperialistischen Länder in ihrer Gesamtheit denkbar.)
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Dies ändert allerdings nichts an der Perspektive einer auch innerhalb diese „Aufschwungs" weiter steigenden Massenarbeitslosigkeit, mit Ausnahme der USA.
Es ist die innere Logik der kapitalistischen Produktionsweise, die auf eine Krise selben Ausmaßes, wenn auch nicht gleicher Form wie 1929-32 zutreibt. Dies schließt auch die politischen Gefahren mit ein: bürgerliche „Lösungen" der Krise durch offene Diktaturen, wie sie exemplarısch in vielen Drittweltlandern praktıziert wurden und mit der lürkel auch am Rande Europas vorexerziert [1] FAZ, 26.1.1982.
[2] Karl Marx hatte die „absolute Verelendung der Massen* als Kennzeichen der kapitalistischen Krisenzeiten analysiert. Entgegen vielfachen Behauptungen hatte er dies nie als einen generellen, die kapitalistische Produktion im allgemeinen kennzeichnenden Charakterzug angegeben. Vielmehr ging er diesbezüglich von einer „ relativen Verelendung der Massen* aus, also davon, daß relativ zum geschaffenen Reichtum das Einkommen und erst recht das Vermögen, soweit vorhanden, der arbeitenden Massen zurückbleibe, oder umgekehrt ein immer größerer Teil dieses geschaffenen Reichtums von den Besitzenden angeeignet würde.
[3] Angaben zu USA aus Financial Times, 1.11.1982, 20.1.1983; Economist, 27.11.1982; FAZ, 26.10.1982; Handelselsblatt, 25.1.1983; metall, 13.12.1982. [4] Nach Handelsblatt, 25.11.1982. In diesem Artikel wird Nakasone eine „stark antikommunistische Note" zumindest für seine politische Vergangenheit zugeschrieben, wobei er „immer wieder gemeinsame Sache mit der außerparlamentarischen Rechten* gemacht habe. Diese Zeilen gewinnen durch den Hinweis ihre Bedeutung, daß die berichtende Zeitung den großbürgerlichen Kreisen der BRD besonders nahe steht.
[5] Pro Einheit erzeugten BSPs verbraucht Japan nur 60% der Energie, die in den USA aufgewandt wird. Gegenüber 1973 sank der Ölimport um 21%, während das BSP zugleich um 34% gesteigert werden konnte (Vergleichsjahr 1981). In einzelnen Industriezweigen kam es zuextremen Verringerungen des Energieverbrauchs, so in der Zementindustrie auf das Niveau von einem Drittel gegenüber dem Stand von 1973; in der Stahlindustrie wurde der Energieverbrauch um 57% reduziert. Angaben nach Economic Planning Agency in der Wirtschaftswoche, 5.1.1982. [6] Angaben zu Japan unter anderem nach Deutsche Industrie- und Handelskammer in Tokio, Zusammenfassung der Commerzbank: „/apan: Wirtschaft in Zahlen" Ausgabe 1982; Spiegel 42-82; Handelsblatt, 1.12.1982; FAZ, 24.1.1983; Financial Times, 26.1.1983. [7] Zur EG-Arbeitslosigkeit FAZ, 5.7.1982; Handelsblatt, 22.7.1982, 27.1.1983. Der Spielraum für weitere Freisetzungen im südlichen Europa wird durch folgende Vergleichszahlen illustriert. Während im Durchschnitt der EG 7,6% der erwerbstätigen Bevölkerung in der Landwirtschaft beschäftigt sind, liegt diese Zahl für Spanien noch bei 20% und für Portugal und Griechenland bei je 32% (jeweils für 1978).
[8] Zahlen zur BRD unter anderem nach Monatsberichte der DEutschen Bundesbank 1-83 und diversen Ausgaben von Wirtschaftswoche, Handelsblatt, FAZ, Neue Zürcher Zeitung.
[9] Einen ganz eindeutigen Austeritätskurs schlug die dritte Regierung Mauroy nach den Kommunalwahlen vom März 1983 ein. Siehe Inprekorr 4-83. [10] Angaben zu Frankreich unter anderem aus Le Monde, 28.9.1982; FAZ, 23.12.1982; FR, 13.11.1982. [11] Die Niederlage der Fiat-Arbeiter ist ein klassisches Beispiel einer bürgerlichen Krisenlösung. Folgende Zahlen drücken dies aus. Nach der gegen die massiven Streiks durchgesetzten Entlassung von 23 000 Arbeitern kam es in den Fiat-Werken zu einem enormen Produktivitätsanstieg, der sich zu einem Teil aus Rationalisierungen, zum anderen Teil aus einer allgemeinen Arbeitsintensivierung wird. Die allgemeine und insbesondere US-amerikanische Aufrüstung muß in diesem Zusammenhang von Krise und ihren bürgerlichen Lösungsmöglichkeiten gesehen werden. Wirtschaftlich garantiert sie einem wachsenden Teil des Privatkapitals trotz schwerer Krise hohe Profite, politisch bereitet sie auf eine steigende Zahl regionaler imperialistischer Kriege vor, von denen das britische Malvinen-Abenteuer und die israelische Invasion in den Libanon nicht zufällig inmitten dieser Krise zustandekamen.
Die „große bürgerliche Lösung" , ein atomar geführter Dritter Weltkrieg, den Pentagon-Strategen auf Europa be- Angaben der Geschäftsleitung stieg der * Beschäftigtenstunde um 40% zwischen 1979 unu 1981. Die Kosten pro Auto sanken im selben Zeitraum real um 6 bis 7%. Fiat baute seinen Marktanteil in Europa von 197910% auf 198213% aus. Anfang 1983 ist der Konzern anläßlich der Präsentation seines neuen Modells „Uno" in der Lage, dies mit einer weiteren Offensive und ausgesprochenen Kampfpreisen zu verbinden. Dieses Modell wird bereits in weitgehend automatisierten Produktionsverfahren hergestellt. Die Zahl der Einzelteile wur deenormreduziert, beim Fahrgestell z.B. von 267 beim Modell „127" auf 172. Dies alles wird letzten Endes zu weiteren entlassungen führen. U.a. nach Financial Times, 20.1.1983.
[12] Angaben zu Italien u.a. nach Economist, 29.1.1983; Handelsolatt, 25.11.1983; F AZ, 31.12.1982. [;3] 1981 liegt die Pro-Kopf-Verschuldung in Großbritannien mit 5 000 Pfund hinter der Rekordmarke von tannien mit 5 000 Dollar hinter der Rekordmarke von Belgiens 6 375 Dollarn unter den 15 größten OECD- Ländern. In % desBSP beträgt die britische Verschuldung 60%, Belgien 70%, Irland 90%, Schweden 61%, Niederlande 49%, Italien 49%, USA 47%,J apan 46%, BRD 34%. Beim Zinsdienst in % der Staatsausgabennimmt Großbritannien unter den genannten OECD-Ländern zusammen mit Irland (13,6 %) mit 13,5% sogar den Spitzenplatz ein; Italien 12,1%, USA 10,7%, Niederlande 9,8%. Jeweils bezogen auf den Zinsendienst in Prozent der gesamten öffentlichen Ausgaben, also Zentralregierung plus nachgeordnete Gebietskörperschaften; für Belgien liegen nur die Zahlen für den Zinsendienst in % des Staatshaushalts ohne Gemeinden vor: 13,3%). Alle Angaben nach Finanzbericht des Bundesministers der Finanzen, Bonn. [14] Angaben zu Großbritannien u.a. nach Financial Times, 22.12.1982; Economist, 29.1.1983; FAZ, 22.11. 1982. Der staatliche Anteil an BritOi liegt nach der Privatisierungsaktion bei 49%. Die nicht verkauften Aktien bleiben in Händen des Bankenkonsortiums. [15] Im übrigen müßte als „Kosten" der „Sanierung" der türkischen Wirtschaft die Milliarden-Unterstützung eingerechnet werden, die der Militärjuntavo den imperialistischen Ländern, besonders der BRD zukommt. Quellen für Niederlande, Belgien, Luxemburg: Commerzbank Information, 6.12.1982, Handelsblatt, 29.11. 1982, Wirtschaftswoche, 1.10.1982; für Dänemark: Handelsblatt, 28.11.1982; für Schweden: FAZ, 12.1.1983, Fr, 9.10.1982; für Finnland: Handelsblatt, 29.11.1982; für Spanien: Handelsblatt, 19.12.1982, 27.1.1983, Fr, 30.10.1983; für Griechenland: FAZ, 11.10.1982; für Türkei: FAZ, 22.11.1982, Financial Times, 8.11.1982. [16] Arbeiterzeitung, Wien, 25.11.1982; Die Presse, Wien, 30.1.1983; Handelsblatt-Extra „Österreich", 19.1.1983; FAZ, 17.1.4983.
[17] Nach Handelsblatt, 14.12.1982, 31.1.1983. [18] Angaben zu Lateinamerika u.a.: allgemein: Handelsblatt, 3.1.1983; Schwäbische Zeitung, 27.12.1982. Argentinien: Handelsblatt, 23.8.1982; Chile: FAZ, 2.8.1982, 1.11.1982; Peru: Handelsblatt, 14.11.1982; Mexiko: Handelsblatt, 21.9.1982, 4.10.1982,27.1.1983; Economist, 4.12.1982; Financial Times, 1.11.1982; Venezuela: Handelsblatt, 29.11.1982; FAZ, 22.11.1982; Brasilien: Economist, 4.12.1982; Financial Times, 11.11.1982, 19.11.1982; FR, 15.1.1983.
grenzt sehen wollen und dabei von 200 bis 300 Millionen Toten ausgehen, mag heute in den konkreten politischen Planungen imperialistischer Kreise nicht auf der Tagesordnung stehen. Die
Gefahr einer solchen Entwicklung der Weltgeschichte, die das Ende des Menschen und des meisten Lebens bedeuten würde, wächst jedoch in dem Maße, wie die Krise sich verschärft. Denn auch dies ist eine Lehre aus der Krise der zwanziger und dreißiger Jahre: Die bürgerliche Gesellschaft mag sich in vieler Hinsicht das eigene Grab schaufeln — sich selber begraben wird sie jedoch nicht!
[19] Im übrigen ist die Vorstellung völlig verfehlt, es handle sich bei Südostasien um eine einigermaßen strukturierte Region mit innerer Kohärenz. In Wirklichkeit hat diese Region primär die typische Hinterhoffunktion für den japanischen Imperialismus, der 1979 bereits über 27% seiner Exporte dort absetzte (gegenüber 29% in den USA, 19% im Nahen Osten und nur 9,5% in der EG. Während der interregionale Handel in Lateinamerika immerhin 40% ausmacht und in der EG und zwischen den USA und Kanada bei über 50% liegt, liegt er bei den ASEAN-Staaten Malaysia, Indonesien, Philippinen, Singapur, Thailand bei nur 15%. Nach Wirtschaftswoche- Report Südostasien, 12.11.1982; Deutsche industrie- und Handelskammer Tokio/Commerzbank, Japan in Zahlen*, Ausgabe 1980.
[20] Kahn, Die zukunft Deutschlands, Wirtschaftswoche Südostasien-report, 12.11.1982.
[21] Quellen der Angaben zu Südostasien. Allgemein: Wirtschaftswoche Südostasienreport, 12.11.1982, Handelsblatt, 20.10.1982, Far Eastern Economic Review 1-83, 2-83; Hongkong: Handelsblatt, 14.11.1982, FAZ, 2.11.1982, 27.1.1983; Südkorea: Financial Times, 20.1.1983, Handelsblatt Extra, 28.11.1982; Taiwan: Handelsblatt, 1.7.1982; Indonesien: Handelsblatt, 2.12.1982, FAZ, 14.12.1982; Malaysia: FAZ, 27.12.1982, Handelsblatt Extra, 22.11.1982.
Wir können im Rahmen dieses Artikels nicht aufIndien, Pakistan und Bangla Desh eingehen, wo sich wirtschaftliche Krise und Massenelend im verlauf der neuen rezession bedeutend verschärft haben. dies gilt auch für Sri Lanka, wo bereits offiziell mehr als 1 Million der 15 Millionen Einwohner als arbeitslos vermeldet werden und jährlich 120 000 Personen neu eine Beschäftigung suchen (Handelsblatt, 8.9.1982). Mit dieser Politik der rassischen Verfolgung und der Zwangsumsiedlung, z.Tl. nach Indien, tritt Sri Lanka jetzt in die Fußstapfen Nigerias — nur daß es sich bei den Tamilen nicht um Immigranten, sondern um einheimische Bevölkerung handelt.
[22] Die ebenfalls in Schwierigkeiten geratene Hongkong Land co. ist direkt mit britischem Kapital verflochten, sie ist eine Tochter des britischen Handelshauses Jardine Matheson. Anfang 1983 mußte Hongkong Land im Verlauf der Umschuldung einen neuen Kredit von 1,6 Mrd DM aufnehmen.
[23] Angaben zu Nigeria nach Handelsblatt, 25.10.1982; Zaire: FAZ, 28.8.1982, 2.10.1982; Zimbabwe: FAZ, 10.1.198; Madagaskar: FAZ, 13.12.1982.
[24] Der Osthandel ist insbesondere aufgrund der inneren Krise der bürokratischen Übergangsgesellschaften und der Verschuldung, die diese im Westen eingingen, kaum mehr ausweitbar. Die Westverschuldung liegt zwar mit etwa 70 Mrd. Dollar relativ niedrig. In Relation zum bestehenden Handel mit den OECD-Ländern, woraus allein Devisen für den Schuldendienst beziehbar sind, ist sie jedoch hoch. Bereits 1981 müssen die sechs kleineren RGW-Staaten CSSR, DDR, Polen, Ungarn, Rumänien, Bulgarien 8,2 Mrd. Dollar für Zins und Tilgung an westbanken bezahlen. Dies macht über 40% ihrer Einnahmen aus den exporten in den OECD-Raum aus.
Zur Situation der inneren Verschuldung wichtiger imperialistischer Länder nachfolgend einige Angaben; die erste Zahl drückt jeweils den prozentualen Anstieg der Verschuldung im Zeitraum 1876 bis 1981 aus, die zweite die
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Schuldensumme in vH des BSP. Dänemark: 381/44, ihrer eigenen Entwicklung auf einen (einem?] gewissen Laufe der letzten zehn Jahre andeuten: während der Österreich: 235/37, Japan: 206/46, Schweden: 198/61, Punkt feindlichst gegenübertritt und daher beständig Arbeitszeitaufwand zum Erwerb eines Rundfunkgeräts Irland: 149/90, Belgien: 110/70, Frankreich: 104/16, Nor- durch Krisen überwunden werden muß. |....] Die Entwick- (höhere Qualität) für 1970 mit 41 Stunden angegeben wegen: 108/42, BRD: 82/34, Großbritannien: 80/59, Ita- lung der Produktivkräfte der gesellschaftlichen Arbeit ist wird, lag er 1981 bei 14 Stunden und 30 Minuten, für lien: 105/49, USA: 52/47. Nach: Finanzbericht des die historische Aufgabe und Berechtigung des Kapitals. Herrenschuhe 6/02 1970 und 5/501981, Herrenoberhemd Bundesministers der Finanzen, bonn, 1983. Eben damit schafft es unbewußt die materiellen Bedingun- 3/06 1970 und 2/32 1981, Bohnenkaffee 2/41 1970 und 1/34 [25] Das Rohstoffpreisniveau sank, je nach Währungsba- gen einer höheren Produktionsform.® Karl Marx, Das 1981, Kotelett (1kg) 1/20 1970 und0/51 1981, Butter (1 kg) sis, im Zeitraum 1980 bis Mitte 1982 um 12 bis 23%. Der Kapital, III, S. 269. 1/111970 und 0/421981, Zucker (1kg) 0/11 1970 und 0/08 Reuter-Index (auf Pfund Sterling-Basis) von 17311980 auf [29] Indem die Arbeitszeit zur Herstellung der Konsum- 1981. Als Basis jeweils der Durchschnittslohn in der BRD. 1510 im Juni 1982, der Moody-Index (auf Dollar-Basis) mittel, die in den Lebensunterhalt der Lohnabhängigen Industrie. Nach Handelsblatt, 27.11.1982. von 1270 1980 auf 983 Juni 1982, der VWD-Index (auf eingehen, gesenkt werden, wächst — bei gleich bleiben- (30] Beispiele hierfür sind die sechsmonatige „Lohn- DM-Basis) von 175 1981 auf 155 Juni 1982. Nach FAZ, dem warenkoeb, gleich hohem Lebensstandard in pause", die der CDU-Arbeitsminister Blüm Ende 1982 22.7.1982. Gebrauchsgütern und gleich bleibender forderte, das viermonatige Einfrieren" der Löhne in [26] Spiegel, 2.12.1974. Arbeitszeit — der Teil des individuellen Arbeitstages, der Frankreich bis Ende 1982, der zwälfmonatige wpay [27] In der BRD-Industriekames 1980und 1981 zueinem nicht die notwendige Arbeitszeit ( durch Arbeitslohn freeze™, den der australische Premier Frazer im Dezember absoluten Rückgang der Profite. Nach einer Analyse der vergütet) darstellt, sondern die Mehrarbeitszeit ( als 1982 forderte. Die Financial Times veröffentlichte am 2. Bundesbank betrug dieser 30%. Kennzeichnend auch die Mehrwert dem Kapital zukommend). Diese produktion 12. 1982 ein Plädoyer für eine solche Lohnpause, die „not Analyse der US-Zeitschrift Fortune im August 1982, die in von relativem Mehrwert ist somit auch ein Nebenprodukt the first step towards long term pay and price controls* ihrer traditionellen Liste der 500 größten Unternehmen gesteigerter Produktivkraft der Arbeit. Demnach bewirkt sein sollte, sondern „the best hope of avoiding them...Unaußerhalb der USA für das Jahr 1981 den „traurigen die gesteigerte Produktivkraft der Arbeit einerseits als Like previous freezes it would not be presented as a prelude Rekord von 93 Firmen, die Verluste ausweisen" haupttendenz die fallende Profitrate und andererseits to a long term income policy, but a deliberate once-for-all vermeldet. zugleich eine Gegentendenz, die der relativen shock to real wages, which might shake the labour market [28] „Die Schranke der kapitalistischen Produktion tritt Mehrwertproduktion. into a new kind of realism*. hervor [...] darin, daß die Entwicklung der Produktivkraft Für die Industrie der BRD können folgende Zahlen der Arbeit im Fall der Profitrate ein Gesetz erzeugt, das genannt werden, die die relative Mehrwertproduktion im W. Wolf, _Peter M. Capron Reihe Bartelheimer
Spätkapitalismus Sozialistische. 35-Stunden in den Gewerkschafts- sind genug 80er Jahren politik In diesem Buch ziehtWin- Nr. 1: Winfried Wolf/Steff Fast zwei Millionen regifried Wolf eine Bilanz der Engert - Die Stahlkrise. strierte Arbeitsiose und neuen Weltwirtschaftskrise eine »stille Reserve« von 60 Selten, 4,- DM.
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