Inprekorr 1971–1992

Archiv der Internationalen Pressekorrespondenz der IV. Internationale

China

Opposition interessiert sich für den Trotzkismus (aus 'October Review'), Oktober 1981

· Inprekorr Nr. 2 (141), 11. Februar 1982 · S. 14-17 · 3.038 Wörter

Trotzki und Geschichte IV. Internationale China Stalinismus und Bürokratie

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Opposition interessiert sich für den Trotzkismus - von Xing Jing.

Trotz Jahrzehnten von Zensur, Beschimptungen und Entstellungen durch die Chinesische Kommunistische Partei (KPC) üben die Ideen des Trotzkismus heute in China einen positiven Einfluß aus besonders bel den jungen Mitarbeiter der Demokratischen Bewegung. Die Mao Zedong - Ideen sind gescheitert, und die Praxis des "Sozia- Tismus" der KPC ist in einen derartigen Mißkredit geraten, daß der Weg für ein aktives Suchen nach der historischen Wahrheit wie auch für theoretische Erklärungen und politische Perspektiven frei wurde. Insotern wurde der Trotzkismus für die jungen Aktívisten wieder eine interessante Sache. In der relativ freien und offenen At mosphäre. welche im Jahre 1980 vorherrschte, waren Trotzki und seine Ideen Bezugspunkt offener Diskussionen. So erwähnte beispielsweise während eines vom Provinzkomitee des Jugendbundes von Guangtung organtsierten Treffens Wang Xizhe (wichtigster Verlasser der wandzeltung von Li Yi Zhe (1) 1974) Trotzki in seiner Rede: etwas ausführlicher entwickelte er seinen Standpunkt zu Trotzki's Vorstellungen in einem Interview, das er Im Jull 1980 einer in Hongko"Ber™ scheinenden Zeitschrift gab: Trotzkismus hat eine sehr ausgetellte Kritik der Bürokratisierung unter Stalin; Trotzki war dafür, daß innerhalb der Partei Tendenzen existieren können müßten, um die verschiedenen gesellschaftlichen Interessen verschiede ner Schichten zu berücksichtigen, wie sie sowohl in der Partei wie auch der chen.

Meinung nach muß man offene Partelnahme erlauben... Die Partei muß unterschiedliche Meinungen und sogar unterschiedliche Tendenzen dulden. " Hingegen drückt Wang Xizhe auct eine Differenzen mit dem Trotzkismus aus: "Ich stimme mit dem trotzkistischen Konzept der Permanenten sität Bir Zeit (s, nebenstehenden Artikel) stößt auf wachsendes Echo. seine Aktionen auf breite Sympathie, was zeigt, dass zum ersten Mal seit 1967 die Grundlage für eine breite denen Besetzungsprojekte, welche am erschienter der patien sischen Bevölkerung ab; aber wenn "October Review" Hongkong..

Oktober 1981 Revolution nicht überein: ich unter- von Chen Fo-shen, veröffentlicht in stütze eher die Theorie von der Revo- "Hua Xia Chun" (Chin as Frühling) in ution in Etappen (October Review, der Provinz Sichuan, Erstausgabe Ok- Okt. 1980. 23). tober 1980 (wiederveröffentlicht ir "October Review" • om März 1981. Emsthafte Diskussionen um den Trotz- . 50 - 58'. Dann: "Geben wir di ‹ismus gab es ebenfalls in mehreren und wir werden die nicht-offiziellen Veröffentlich unger Zukunft entdecken " von Shi Hua-shen, in China, Dafür kann man zwei be- veröltentlicht in "Ze Ren" (die Pflicht), zeichnende Artikel anführen: "Über dem offiziellen Organ der nationalen die trotzkistische Opposition. eine Vereinigung nichtoffizieller Veröffenterste Untersuchung über die ideologi- lichtung en Nr. 4 vom Januar 1981 schen Kämpfe innerhalb der KPR (B)" (wiedergegeben in: "October Review" vom April 1981, S. 27 f.).

"GEBEN WIR DIE VORURTEILE AUF. UND WIR WERDEN DIE VERNUNFT ENTDECKEN"

Während also Wang Xizhe erklärt, mit Theorie der Permanenten Revolution der Theorie der Permanenten Revolution von Trotzki nicht übereinzustimmen, ein beachtenswert originelles system darstellt. Ich habe in meinen Händen empfiehlt Shi Hua-shen in seinem Ar- ein Buch: "Die permanente Revolutikel das Studium dieser Theorie. Er tion", das Ergebnisse und Perspektibeginnt seinen Artikel mit folgender "Der Name Trotzki ist uns ven und "Die Permanente Revolution' Erklärung:

gar nicht fremd: aber es gibt enthält; letzteres wurde geschrieben, als der Autor sich schon außerhalb der trotzdem keine unabhängigen Studien über ihn. Trotzki deutete an, daß in Sowjetunion befand, entwickelt eine den Fußnoten des Bands 14, zweiter Tellband der Gesammelten Werke von Lenin (zweite Auflage). welcher noch Differenzen zwischen ihm und Len in. zu seinen Lebzeiten veröffentlicht wurde, geschrieben steht, daß er (Trotzki) schon vor der Revolution von 1905 die Daraufhin zitiert Shi Hua-shen lange originäre Theorie vortrug. welche Auszüge aus dem Buch. jetzt bson ders bemerkenswert ist, nach auf die allgemeinen Konzepte vo n Trotzki über den Sozialismus, der die bürgerliche Revolution von "der Sozialismus eine fortge- 1905 direkt in die sozialistische Revo- schrittenere Etappe als der Kapitalislution übergleiten und die erste in mus vom Standpunkt der Produktiveiner Reihe nationaler Revolutionen kräfte aus sein muß". Das Ziel, eine darstellen würde Gesellschaft auf iso- Die Entwicklung der gesellschaftlichen lierter natfonaler Ebene zu errichten, bedeute trotz anfänglicher Erfolge Realität lenkt unsere Aufmerksamkeit einen Rückschritt bel den Produktivvon neuem auf jene Theorie der Perma- kräften, selbst im Vergleich mit dem nenten Revolution; und das Studium, Kapitalismus. Zu versuchen, eine welchem wir Jungen sie unterwerten. exakte Proportionalität zwischen allen sind konsequenter, denn wir haben von Bereichen der Wirtschaft Innerhalb vergangenen Zeiten weniger Vorurtei- eines nationalen Rahmens zu errichten, le geerbt. Ich muß bedeuten, daß die bedeute die Verfolgung einer reaktioes eine massive Bewegung gegen die Besetzung innerhalb der jüdischen Bevölkerung selbst gibt, dann kann das nicht nur den Prozess des (Anmerkung) Rückzugs der israelischen Streit- (1) Vidkum Quisling war ein nazistischer norwegischer Polltiker kräfte aus den besetzten Gebieten beschleunigen. sonder auch die der die norwegische Regierung nach Grundlagen schaffen für eine Zu- der deutschen Invasion vom sammenarbeit zwischen Juden und Februar 1942 führte. Nach der Araber, die eine unabdingbare Befrelung wurde er hingerichtet Voraussetzung für eine gerechte und Seither Ist er zum Symbol für einen dauerhafte Lösung der palästinen- Kollaborateur mit Besatzungstruppen sischen Frage ist. geworden.

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nären Utopie. " Daraut gibt Shi Huashen seine eigene Meinung: "Hier vertritt der Autor gleich Marx und Lenin ganz offensichtlich die Position des wissenschaftlichen Sozialismus und manus an de Lugemandschen Sozia- Aber Shi Hua-shen erklärt auch seine Ablehnung der Konzeption von Lenin und Trotzki, wonach "die Weltwirtschaft in ihrer Gesamtheit für den Sozialismus unleugbar reif sei" . Er halt dafur, daß "der Monopolkapitalismus vielleicht noch lange dauem wird, bevor er seinen Höhepunkt erreicht, und man während dieser Zeit nicht sagen könne, daß die Wirtschaft den zum Aufbau des Sozialismus nötigen Relfegrad erreicht habe: alles, was man sagen könne, seí, daß er das Heranreifen des Sozialismus bewerkstellige. In diesem Punkt liegt eine Schwachstelle der Theorie der Permanenten Revolution.

Im übrigen stellt der Artikel in groben Zügen Trotzki's Beurteilungen der russischen Revolution zusammen, seine Konzeption vom "Überspringen" historischer Etappen und vor allem seine Opposition gegen die Theorie vom "Sozialismus in einem Lande" Shi Hua-shen zitiert die Behauptung von Lenin aus dem Jahre 1922, daß die gemeinsamen Anstrengungen des Proletariats mehrerer fortgeschrittener Lănder nötig sein würden, um den Sozialismus triumphieren zu lassen, und bemerkt dazu:

während der Oktoberrevolution er für Lenin in seinem Kampf gegen die Zauderer und den Opportunismus Partel ergriffen, welche damals in der zentralen Instanz der bolschewistischen Partel Im Schwange waren Ich neige dazu, dem, was er schreibt, zu glauben... Klar ist, daß Lenin und Trotzki sich über die grundlegenden Theorien des Sozialismus einig waren Erst 1952 erklärte Stalin, daß die wirtschaftsgesetze nicht geschaffen werden könnten: es war damals schor zu spät, und im übrigen war seine Formel weit davon entfernt. die Tiefe der Konzeptionen Trotzkis zu erreichen.

Und Shi Hua-shen schließt seinen Artikel mit folgenden Worten: "In den Theorien Trotzkis gibt es Irrtümer: aber viele Teile sind überreich an Wahrheit. Er besteht darauf, die Weltwirtschaft in ihrer Totalität in die lismus reit und dies die Bedinguns fur das Hineinwachsen des zurückgebliewenn auch unter anderen Blickwinkeln. " Während Shi Hua-shen eine Parallele zwischen Trotzkis und Bucharins Beiträgen zur sozialistischen Theorie zieht, zeigt der Artikel von Chen Foshen einen deutlichen Unterschied zwischen beiden aut, wobei er trotzki und Bucharin als "den einen als Links-, den anderen als Rechtsabweichler" in der Opposition charakterisiert.

In seinem im September 1980 entstandenen Artikel. der 20 000 Wörter imfaßt, wirft Chen Fo-shen folgende Probleme auf: 1. der Ursprung der Differenzen; 2. die Neue Ökonomische Politik (NEP): 3. die Theorie des Klassen kampfes nach Bucharin: 4. die Bürokratisierung: 5. die Demokratie und andere Probleme: 6. die Theorie vom "Sozialismus in einem Lande"; 7. eine Sache, die die Geschichte bislang nicht gelöst hat.

Hler die Einleitung zum Artikel: "Vielen Chinesen sind die Namen Trotzki und Bucharin keineswegs unbekannt. Fast jeder weiß, daß beide Oberopportunisten und notorische Revisionisten waren, aber nur ganz wenige wissen. warum und wie sie es geworden sind. Dies ist verständlich denn der zeitliche und räumliche Abstand hat eine Nebelwand geschaffen und begrenzt unser Gesichtsfeld, und ein abstrakter und schädlicher Dogmatismus hat unserem Denken Verbote auferlegt bis hin zu einem Punkt, daß daraus ein stumpfes Gewissen entstanden ist.

Zum Glück hatte ich néulich die Gelegenheit, die kürzlich veröffentlichten Werke Trotzkis zu lesen, und dank dem Zuvorkommen eines Freundes habe ich auch eine alte Ausgabe von Bucharins Schriften lesen können sowie die Schriften anderer notorischer Opportunisten und Revisionisten wie Sinowjew, Kamenew, Schliapnikow und Osinskí. Nach ihrer Lektüre war ich von aufgewühlten Gefühlen gepackt. Die wichtigsten waren diese: in Wirklichkeit sind Trotzki, Bucharin und die anderen keine notorischen und skandalösen Konterrevolutionäre oder ehrgeizige Verschwörer, wie unsere alten Schulbücher sagen. Da ich mich also der Propaganda, die uns in der Vergangenheit eingetrichtert, und der tragischen Situation, wie sie von dieser Propaganda geschaffen wurde, erinnerte, hatte ich ein plötzliches Bedürfnis, meine Gefühle anderen mitzuteilen. Aber sobald ich einen Freund gesprochen hatte, schickte dieser mir alsbald einen Brief, um micht zu wamen, meins er el handle sich dabei nicer denn er nur um Trotzkis persönliche Meinungen, sonder un den Trotzkismus in seiner Gesamtheit, um die Vierte Intem ationale, die nach Trotzki mehrere Wendungen erfahren habe um ihre Theorien und ihre Ideologie.

Und alle diese Dinge kann ich und werde ich nicht verstehen. Ubrigens ist da noch ein anderer Grund, Aber den sich mein Freund nicht ausgelassen hat: Trotzkist zu sein ist heute in China noch ein schrecklicher und abschreckender verbrecherischer Vorwurf. Wir haben sagen hören, daß vor einigen Jahren, als Präsident Tito zu einem offiziellen Besuch in China weilte, er einigen Fuhrem unseres dieser Sache also sehr empfindlich. Obwohl ich mich kaum um diese Anschuldigung kümmere - denn ich melne, daß ich mich nur mit dem Studium einer bestimmten Theorie beschaftige und daß es in der Wissenschaft keine "verbotenen Bezirke" gibt, denn die Gesellschaftswissenschaften sind ebenfalls eine Wissenschaft - so muß ich doch die Gründe meines Freundes anerkennen und die Schwierigkeiten die er autwirtt. Aber eine andere, neugewonnene Erkenntnis kann ich ebenfalls nicht negieren, daß bei gegebener Sachlage die von Stalin gegen Trotzki, Bucharin und andere vorgebrachten Anklagen unbegründet waren. Sie bestehen in einer Mischung, die aus Vorurteilen, der Diktatur, dem Aberglauben und einer geschickten Böswilligkeit zusammengebraut wurden. Angesichts der Tatsach sichts dieser Tatsache kann kein bewußter Mensch, der sich für die Theorie Interessiert, einem sich aufdrängen den Gefuhl für seine Aufgabe und seine historische Verantwortung ausweichen.. Dieses Gefühl sagt ihm, er muß die Wahrheit wiederherstellen und der Geschichte ihren wirklichen Inhalt zurückgeben. Deshalb meine ich, daß wenn schon keine umfassende Analyse und Einschätzung des Denkens Trotzkis, Bucharins und anderer von mir zu leisten möglich ist, es trotzdem gut wäre, daß ich einfach beschreibe (auch wenn die Beschreibung etwas oberflächlich und kurz ausfällt), wie die Divergenzen mit St alin entstanden sind und wie sie diese selbst sahen. Ich habe also meinem Artikel einen Untertitel beigefügt, um den Bereich der Darlesan logene Biener Analy.

ZWISCHEN TROTZKI, BUCHARIN UND STALIN benen Rußland sei: andererseits nimmt er aber an, daß Rußland an sich nicht reif sel und seine Revolution also von den internationalen Revolutionen abhängen muß. Er hält daran fest, daß der Aufbau der demokratischen Diktatur in Rußland reaktionär wäre und führt also einen entscheidenden Kampf gegen d en Vertreter dieser Reaktion. Bucharin, und er stellt sich Stalins Theorie vom Aufbau des Sozialismus in einem Lande , grundsätzlich entgestudieren, well Trotzki wie theoretische Grundlagen für der Kampf um den Sozialismus legen, In seinem Kapitel "Der Ursprung der Differenzen" weist Chen Fo-shen die Auffassung zurück, die Opposition wäre ein homogener Block gewesen: "Innerhalb der Opposition wären die repräsentativsten Ideen die von Trotzki und Bucharin: da der eine ein Linker, der andere ein Rechter war, kontrastieren sie auf sehr deutliche Weise. " Nach einer Beschreibung der Entwicklung der Opposition bis zur Ermordung Trotzkis 1940 zitiert Chen Fo-shen die Erklarung der 46 vom Oktober 1923, die von Trotzki rediglert als erstes öffentliches legte, daß er die fürchterliche Gefahr, die von einem bürokratisierten System ausgeht, gesehen habe, welches dabei Ist, sich zu institutionalisieren oder welches heranreift in dem Maße, wie es sich institutionalisiert, Seine Kritik etraf also die grundsätzlichen Proble ne der Partelführung... Aber die Position von Stalin ersetzte das Wesen durch Erscheinungen, und später wurde diese Position dominierend auch in

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China mit der Formel: 'Das Zentrum hat recht, und die Fehler werden von ausführen "

sehr weitsichtig und genau das totalitare system schon in seiner Keimform, dann in seiner fortgeschrittenen Etappe und schließlich in seiner kristallisierten Form. Im Zentrum seine Kritik findet man. um mit aktuellen Worten zu sprechen, die Forderung nach einer kollektiven parteitunrung. Maßn ahmen gegen die Diktatur einer einzigen Person und Mittel die ein demokratisches Leben innerhalb der Partei garantieren sollten. Unter dem Gesichtspunkt der Erfahrung der geschichtlichen Entwicklung trafen diese Kritiken genau und hatten eine tiefe Bedeutung- In den drei folgenden Kapiteln analysiert Chen Fo-shen die verschiedenen Positionen von Trotzki und Bucharin hinsichtlich der Wirtschaftsentwicklung, die Stellungnahmen von Bucharin zum Klassenkampf und die scharfsichtige Analyse der Bürokratisierung tion der Partei, tion der Partel, nie sie den Deseneravorgetragen wurde. In seinem Kapitel "Dfe Demokratie und andere Probleme" prunt Chen Fo-shen die eindringliche Forderung der Opposition nach Demokratisierung der Partei und schreibt: im Ausland die 'Verratene Revolution'. Im Jahre 1936 veröffentlichte Trotzki ein Buch, worin er unter neuem Gesichtspunkt die Beziehung zwischen Klasse und politischer Partei erforscht und die theoretischen Grundlagen für die Frage nach einem Zwei- oder Mehrparteiensvstem legt. " Die Zitate nimmt Chen Fo-shen aus der chinesischen Ausgabe der "Verratenen Revolution" • Wie sie von den Vereinigten Verleger, dem von der KPC unterstützten Verlag. 1963 veröffentlicht worden ist.

Im folgenden Kapitel über den "Sozialismus in einem Lande" meint Chen Ismus in einem lande duder surt wer- Fo-shen, den könne oder nicht, sei eine andere grundlegende Differenz zwischen Sta- Iin und Trotzki" . Nach Zitaten von Stalin und Trotzki zu dieser Frage schließt Chen Fo-shen: "Ich habe hier nicht die Absicht, ein Schlußwort darüber zu sprechen, wer Recht oder Unrecht hat den steg in einem anzung. davongetragen, aber dieser Sieg ist in der Praxis zuschanden geworden, während Trotzkis Theorie über die Weltrevolution (oder die in mehreren Län dem) von der Praxis noch nicht bestătigt worden ist" : Aber die Art, wie Chen Fo-shen die Ausein an dersetzung EJNE EHRLICHE ÜBERPRÜFUNG VON TROTZKIS POSITION Zum Schluß des Artikels drückt der Autor seinen Wunsch aus, daß Trotzkis Position geklärt und die Probleme die sie aufwirft, gelöst werden sollen. Der Schluß lautet wie folgt: "In der Geschichte der Kommunistischen Partel der UdSSR (Bolschewiki) von 1938, die auf Verlangen Stalins herausgegeben wurde, werden die Oppositionellen Trotzki und Bucharin mit schwutzigen Bezeichnungen und An klagen belegt. Unter der Feder der Redakteure dieses Buches - also der Steger des geschilderten Kampfes besteht die Opposition nicht mehr aus Gefangenen aus Gewissens- oder polítischen Gründen, die der Stalinismus Bande von Bande von knechten Renegaten eine und "Spionen des Imperialismus' dar, "Knechten, die ihr Land und Volk verraten und ein Komplott zum Sturze des Sowjetremen spitzbuben und Cant "Spitzbuben' und "Gandie Lenin, Kirow und Gorki ermordet haben und mit Stalin das gleiche beabsichtigen...

Vor einigen Jahren gelang es mit dieser Myriade von befremdlichen Ankl aeinenhatten in fondie en Menschen zu täuschen. Aber heute glaubt praktisch niemand mehr daran. Inzwischen ist Licht auf Stalins brutale Verbrechen erson licher Falschungen Stalins be• rangen worden war. Sle stellt eine Tragödle dar, wie sie in der intema tonalen Kommunistischen Bewegung kaum Ihresgleichen kennt. Die katastrophalen Konsequenzen kamen auch in den schmerzlichen Erfahrungen der kommunistischen Parteien Chinas, Jugoslawiens und anderer Länder Osteuropas zum Vorschein. Aber weil entscheidende Beweise fehlen, bleibt die se leidige Geschichte noch im Ungewissen, und die Öffentlichkeit kann sich noch keine exakte und ehrliche Meinung über den wirklichen Inhalt der Posftionen der Opposition bilder. das Stüdium der trotzkistischen Theorien geworden...

Für die Geschichte sind die Tatsachen wichtig. Es scheint, daß die vollstandige Klärung der Angelegenheit, die Aufhebung der ungerechten Urteile und die Entscheidung dieser geschichtlichen Kontroverse noch zu leisten sind, daß neue Enthüllungen und die Entdekcung neuer Materfällen und Dokumente zu erwarten sind. Vor kurzem kündigte die Haryard-Universitar in den Vereinigten Staaten an, sie werde ahl von Trotzkis Briefen und anderen an dieser Universtität gelagerten Schriften veröffentlichen. Das hat überall in der Welt Hoffnungen und Erwartungen geweckt. Mit Ungeduld erwarten wir diese Materiallen, Artikel wie die von Chen Fo-shen und Shi Hua-shen zeugen von einem neuen Phänomen in der chinesischen Jugend, die nach der Wahrheit sucht. Sic haen von Trotzki nur einige Werke ge esen, aber schon weisen sie die offi zielle Version Stalins und der kommunistischen Parteien zurück und sympathisieren mit Trotzkis Positionen in zahlreichen politischen, theoretischen und historischen Fragen. Und obwohl die Frage des Trotzkismus offiziell tabu bleibt, veröffentlichen die nichtoffiziellen Zeitungen solche Artikel kühn und suchen unbeirrt nach der Wahrheit.

In den letzten Jahren hat die offizielle chinesische Presse eine Reihe von Artikeln über Trotzki veröffentlicht. Obwohl es sich dabei um Texte, "die zur Kritik bestimmt sind", handelte und sie nur als inteme Parteidokumente zirkulierten, stellt ihre Veröffentlichung dennoch oft objektiv eine Verbreftung von Trotzkis Ideen und eine Erweiterung des Denkens der Mitglieder dar. Die Verbreitung der Analyse Trotzkis über die Bürokratisierung der Arbeiterstaaten und seine Vorschläge für eine politische Revolution wird zur Ausarbeitung der revolutionären Theorle beit ragen, wie sie für die heroische revolutionäre Tat der chinesischen Massen, die für den Sturz der bürokratischen Macht der KPC und den Aufbau eines autentischen Sozlalismus in China kämpfen, erforderlich ist.

(1) LI YI Zhe u. a. : "China - wer gegen wen ?" Demokratie und Rechtssystem Im Sozialismus. Eine Wandzeitung de außerparteilichen Opposition. Rotbuch- Verlag Berlin 1977.

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