++++++++++++ +++++++++++++++++++++++++++++ ++++ Die Genossen von PROLETARIO ( dem Arbeitersektor der Liga Comunista Revolucionaria) haben eine breite Agitationskampagne zur Unterstützung des Streiks von Bazan (El Ferro!) entwickelt. Diese Kampagne wurde auf zwei Achsen geführt, die eine betraf die Antwort der Arbeiter auf die Repressionspolitik, die andere die im Bausektor aufgeworfenen Forderungen. Diese Unterstützungs- und Agitationskampagne stimulierte eine Reihe von Arbeitsniederlegungen auf mehreren Baustellen ( insbesondere in den Madrider Vierteln 'Canillas", Carabancho! usw. ). Die vorgebrachten Forderungen waren:
• 400 Peseten lineare Lohnerhöhung für alle - 40 - Stunden - Woche, usw.
In Madrid hat sich der Kampf um diese Forderungen in Form von partiellen Arbeitsniederlegungen entwickelt, und zwar aus folgenden Gründen:
• wegen der Zerstreutheit und Vielfalt der Baustellen, auf denen oft nicht mehr als 15 Arbeiter beschäftigt sind, • und wegen der Konzentration des Kampfes auf bestimmte Stadtviertel. Die Form des Kampfes war folgende: Arbeitsniederlegungen, Besetzungen, dann wieder Ar beitsaufnahme und so weiter: das alles in der Perspektive des für den 24. April vorgesehenen Generalstreiks im Bausektor. Diese Aktionen hatten also einen exemplarischen Charakter zur Vorbereitung des allgemeinen Streiks am 24. April.
In diesem Zusammenhang muß der Hauptakzent auf die autonome und demokratische Organisie rung der Arbeiter gelegt werden, die in einer permanenten Versammlung von 16 Stunden ( 2 mal 8 Stunden) zusammenkamen. Die Arbeiter von den verschiedenen Baustellen von Madrid nahmen daran teil und diskutierten sowohl Forderungen wie die 40-Stunden- Woche wie die Gewerkschaftsfrage oder aber den Kampf um den Sozialismus. Diese Kämpfe auf den verschiedenen Baustellen mündeten in einer Demonstration in Carabanchel ( Madrid), an der mehr als 500 Personen teilnahmen, die von einem auf die Selbstverteidigung vorbereiteten Ordnungsdienst geschützt waren. Flugblätter wurden massiv verteilt, und die Forderungen der Bauarbeiter wurden in übergroßen Buchstaben auf die Mauern gemalt. Nach zwanzig Minuten löste sich die Demonstration ohne irgendeine Festnahme auf, dank dem von der L. C. R. aufgestellten Ordnungsdienst. Diese Art der Demonstration, die eine entscheidende Rolle bei der Ausweitung der Kämpfe spielt, zeugt auch deutlich die Mittel, die man sich geben muß, um der Repressionspolitik zu widerstehen; sie konkretisiert also in einer bestimmten Form die Parole 'Selbstverteidigungstrupps' Übrigens wurde einige Tage später von der L. C. R. eine Demonstration von über 1000 Per sonen organisiert, um den Kampf gegen das 'Erziehungsgesetz' vorwärtszutreiben. Sie fand 'Gran Via' und 'Hortaleza' statt, d.h. mitten im Zentrum von Madrid, und auf den Avenuen das trotz der Polizeikräfte der Franco-Diktatur. Und das ist nur der Anfang... ( Korrespondent. Aus LA BRECHE Nr. 44 vom 15. April 1972)