Inprekorr 1971–1992

Archiv der Internationalen Pressekorrespondenz der IV. Internationale

III. Plenum des Internationalen Exekutivkomitees (IEK) der IV. Internationale: Stärkung der Internationalen Zentrale

Inprekorr Nr. 10, 15. Dezember 1971 · S. 12 · 418 Wörter

IV. Internationale

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III. PLENUM DES INTERNATIONALEN EXEKUTIVKOMITEES (EK) DER JV. INTERNATIONALE: STÄRKUNG DER INTERNATIONALEN ZENTRALE ++++++++***++++++++*++*+++**+++++++*+*+++*++++++++++++++++++++++++*+++++++++ Das Internationale Exekutivkom tee, die statutenmäßig zwischen zwei Weltkongressen das höchste Organ de 1V. internationale ist, hielt vom 29. Oktober bis zum 1. November sein drittes Plenum seit dem 9. Weltkongreß ab. Zwei Hauptpunkte standen auf der Tagesordnung: Die Entwicklung des revolu- tionären Prozesses in Asien und die Stärkung des zentralen Apparats der IV. Internationale.

Beim ersten Punkt hörte das IEK zunächst einen Bericht des Genossen Vergeat über "Die arabische Revolution nach dem Rückschlag des palistinensischen Widerstands". Die politische Linie des Berichts wurde einstimmig bei einer Enthaltung gebilligt. Ein Tost, der auch Diskussionsbeiträge enthält, soll für den nächsten Weltkongreß zusammengestellt werden.

Danach diskutierte das IEK lang und ausführlich über die politische Entwickchinesischen Diplomatie erleiden, während der Imperialismus seine Politik in dieser Gegend anpaßt.

Die Diskussion über "Bilanz und Perspektiven der Revolution in Asien" wurde eingeleitet durch Berichte der Genossen Sakai (Sekretär der Revolutionär-Kommunistischen Liga Japans), des Genossen Kailas Chandra (Führer der Socialist Workers Party Indiens) und des Genossen Abasingh Bandar (Ceylon). Der Genosse Tarik Ali gab auf der Grundlage seiner jüngsten Reise einen Gesamtbericht über die Aufgaben der revolutionären Marxisten auf dem in- dischen Subkontinent. Das IEK hörte zudem zwei er. he, einen über die Arbeit der Trotzkisten in Irland (und die Umstände der Ermordung unseres Genossen Peter Graham), den anderen i er die Repression, der die trotzkistischen Lateinamerika ausgesetzt sind. Eine internationale Solidarisierungskampagne für die argentinische Sektion, die buchstäblich vor der ausrottung bedroht ist, wurde einstimmig beschlossen. Schließlich diskutierte das IEK Maßnahmen, um die internationale Zentrale (das Vereinigte Sekretariat) zu stärken, um das Maximum an Zentralisation zu erreichen, das der gegenwärtigen Entwicklung der Bewegung und ihrer Aufgaben angemessen ist. In einer Periode des schnellen Wachstums der Sektionen geht es darum, die trotzkistische Weltbewegung mit einer internationalen Zentrale zu versehen, die materiell und politisch in der Lage ist, die durch die Massenradikalisierung verzehnfachten Aufgaben zu erfüllen. Zu diesem Zweck wurden die finanziellen Mittel der Vereinigten Sekretariats (durch Erhöhung der Monatsbeiträge der Sektionen) wesentlich verstärkt. Mehrere führende Mitglieder der Sektionen wurden zusätzlich Hauptamtliche der Internationalen. Eine Reorganisierung der Zentrale wurde beschlossen. Sie soll einen qualitativen Fortschritt in der Koordinierung, Kontrolle Zentralisierang der Arbeit der Sektionen bringen.

Die Diskussion über die Reorganisierung hat bestätigt, dal die Sektionen zu notwendigen Opfern bereit sind - die umso schwerer sind, je größer die Sektionen sind -, um die IV. Internationale mit dem für heute notwendigen zentralen Apparat auszustatten.