SEAT zu finden. Dieser Verkauf würde der Gruppe FIAT die Aktienmehrheit verschaffen und somit die alleinige Entscheidungsmacht.
2. Folgende Nachteile würden somit den Arbeitern von SEAT und anderer an SEAT angegliederten Betrieben entstehen:
nicht vergessen, daß die Produktion um 40 bis 50 % gesteigert werden müfste, um dieselben Profite nach der Umorganisierung im Vergleich zu heute abzuwerfen Eine derartige Steigerung der globalen Produktion wird notwendiger weise auf große Schwierigkeiten stoßen, einen Absatzmarkt zu finden, sei es auf dem inneren Markt, sei es auf den internatio. nalen Märkten, angesichts der ausgesprochen düsteren Aussichten des Automobilsektors aufgrund der Sättigung und der Stabilisierung der Märkte der entwickelten Länder, der anstehenden Anhebung des Erdölpreises, der Verminderung des Gebrauchswertes des Automobils, der Verschärfung der Konkurrenz zwischen den multinationalen Konzernen dieser Branche im Rahmen der immer tieferen Krise der kapitalistischen Wirtschaft. Auf der anderen Seite werden Schritte zur Diversifikation der Produktion mit dem Ziel, die überzählige Arbeitskraft in anderer Produktion als der von Autos unterzubringen (wie FIAT es in Italien gemacht hat), (in Bezug auf SEAT) völlig abgelehnt, denn, wie die FUR DIE SEAT-ARBEITER
In Anbetracht der Tatsache, daß die Logik aller multinationalen Untemehmen in der Profitmaximierung besteht, würde FIAT die Produktivität von SEAT - momentan 12,3 Autos pro Arbeiter - auf das Niveau der Produktivität der FIAT- Arbeiter anheben. Grundlage für die Be- Bossen, daß nur für 2 Jahre 10 000 Arbeiter arbeitslos würden), so besteht jedoch keine Garantie dafür, daß nach der Reorganisierung der Produktionsbänder alle wieder eingestellt werden. Wir dürfen FIAT-Direktion öffentlich angekündigt hat, ihre unmittelbaren Planungen für den Automobilsektor sehen eine Spezialisierung auf einen reduzierten Fächer von Modellen und eine Produktion von hohen Stückzahlen vor, um die Kosten auf ein Minimum zu reduzieren.
FUR DIE ARBEITER DER ZULIEFER BETRIEBE VON SEAT rechnung ist die Jahresarbeitszeit (bei FIAT ist die Jahresarbeitszeit pro Arbeiter 1 657 Stunden, bei SEAT dagegen 1920). Die Produktion wäre dann ungefähr 19 Autos pro Arbeiter im Jahr. Um diese Produktivität zu erreichen, müßte FIAT logischerweise Produktionsbänder modernisieren, unter anderem durch Einführung von Transferstraßen und Robotern. Dies würde sehr schnell zur Entlassung von 30 bis 40 % der Arbeiter führen - es sei denn, die Arbeitszeit und die Arbeitsintensität würden drastisch verkürzt.
Sollte es sich vorläufig nur um technische Arbeitslosigkeit für etwa 10 000 Arbeiter handeln (ein Verantwortlicher der CCOO = Arbeiterkommissionen erklärte nach den Treffen mit den FIAT- Eine der Bedingungen, die FIAT bei den vorbereitenden Kontakten mit den den vorbereitenden Kontakten mit den Repräsentanten des INI (Instituto Nacional de Industria, Nationales Industrie- Institut zur Förderung der Industrialisierung Spaniens mit zahlreichen Beteiligungen an Unternehmen, A.d.O.) wegen des Erwerbs der SEAT gestellt hat, ist die, die Einzelteile und das Material, die SEAT gegenwärtig bei der spanischen Zulieferindustrie einkauft, ohne Zollabgaben einführen zu können. Falls diese Bedingung akzeptiert wird, wird sie zur Folge haben, daß zehntausende der Arbeitsplätze von den 250 000 Beschäftigten in diesen Fabriken in Gefahr geraten. Sogar die zur Zeit bei SEAT durchgeführte Kurzarbeit wird auf die Zulieferindustrie Auswirkungen nach dem Scheeballprinzip haben und auch die Zahlungsfähigkeit der Behörde, die die Kurzarbeit finanziert, infrage stellten und sogar Betriebsschließungen zur Folge haben, wie es im vergangenen Jahr vorgekommen ist, obgleich die Kurzarbeit nur 18 Tage gedauert hat.
FÜR DIE ARBEITER VON FIAT
Wenn FIAT die Mehrheit von SEAT erwirbt, werden die Möglichkeiten, die Strategie der multinationalen Konzerne voll auszuschöpfen, viel größer werden. Unmittelbar kann FIAT auf seine Arbeiter Druck ausüben, um deren Mobilisierungen während der Verhandlungen über (Forts. S.31)