Jaqueline HEINEN "Wir fordern, daß unsere Probleme wirklich hier diskutiert werden. Wir geben uns nicht mehr damit ENTSTEHUNG DER FRAUENBEFREIUNGSzufrieden, daß die Frauen von Zeit zu Zeit ein Wort BEWEGUNGEN sagen dürfen, das man sich anhört, Beruf "antiautoritar" ist, und man dann schnell zum Es ist kein Wunder, daß die FBB zuerst in den LAnnächsten Tagesordnungspunkt übergeht. (...) Ce- dern entstanden sind, wo der Beschäftigungsgrad nossen, eure Versammlungen sind unerträglich. von Frauen relativ hoch war, wo Bildungsreformen (...) Warum kauft ihr Reich? Warum redet zum massiven Einströmen von Frauen in Oberschule hier vom Klassenkampf und zu uns, zu Hause, und Hochschule geführt haben, wo der Zugang zu euren sexuellen Schwierigkeiten? Ist das nicht ein Verhütungsmitteln leichter war als anderswa wo .. SDS? Wir wollen diese Verdränming letztendlich geprägt durch den Protestantismus -nicht länger mitmachen, Wir konzentrieren unsere ein bestimmter politischer Liberalismus und die Arbeit auf die Frauen, die Kinder haben, weil sie Tradition früherer Frauenbefreiungsbewegungen am schlimmsten dran sind. Die Frauen, geherrscht hat.
haben, können erst dann wieder an sich selber denken, wenn die Kinder sie nicht mehr ständig an die FBBs gibt es heute in allen hochentwickelten kapita- Notwendigkeit des Verzichts in dieser Cesellschaft listischen Ländern, aber sie haben in letzter Zeit in den südlichen LÄndern Europas einen Massencharakter bekommen und große Teile der werktätigen Frauen gewonnen, die sich im Zuge der Entwicklung der Klassenkämpfe radikalisiert haben und ihrerseits ein Bewußtsein für die doppelte Rolle entwickelt Dies sagten die Frauen der Berliner Studentenbewe. haben, die ihnen in dieser Cesellschaft vorgeschriegung 1968 in einer Erklärung an die Delegiertenkon- ben ist. Der doppelte Arbeitstag, die Last der Hausferenz des SDS. 1968 gab es die bekannten, explo- arbeit, die Kindererziehung, die sie allein tragen sionsartigen Studentenkämpfe und - streiks; in diesem müssen, das Fehlen von Cemeinschaftseinrichtungen Tahr erschienen die ersten nicht-gemischten Frauen das Abtreibungsverbot, die uncualifizierten, schlecht gruppen in den USA, in Croßbritannien, bezalılten, mit keiner Verantwortung verbundenen und in einigen nordischen Ländern, die Bewegung, die Arbeiten, die Unmöglichkeit, aktiv in den Arbeitersich seitdem Frauenbefreiungsbewegung (FBR) organisationen tätig zu sein, dort gehört zu werden: 1968 ist für diese Frauen das Tahr des Be- all das sind Tatsachen, die die Frauen dazu gewußtwerdungsprozesses, daß trotz Infragestellung bracht haben, sich zu wehren und sich untereinander Politik der Bourgeoisie und der traditionellen der zu organisieren, in nicht-gemischten Gruppen, Wertvorstellungen die ihnen im Rahmen der Studen- um ihren Standpunkt in den Betrieben, Gewerkschaftenbewegung oder auch der anti - imperialistischen ten, Bürgerinitiativen und in den Stadtteilgruppen Mobilisierungen zugedachte Rolle gleich bleibt. Nas durchzusetzen. Die unmittelbaren Sorgen dieser ist der Beginn ihrer Revolte. Diese Revolte berthrt Frauen sind nicht unbedingt gleichzusetzen, mit dezunächst nur die privilegierten Schichten: Studen. nen, die von Studentinnen oder Intellektuellengruppen tinnen, Intellektuelle, Frauen aus freien Berufen zum Ausdruck gebracht werden; ihre Forderungen die die Widerspritche verstehen, richten sich meist auf ökonomische und soziale denen sie gefangen bleiben, Obwohl sie die Möglich- Probleme, die die gesamte Arbeiterklasse betreffen keit hatten zu studieren, sind sie die ersten, die kei- (das Problem der Kinderkrippen, die niedrigen ne ihrer Qualifikation entsprechende Arbelt finden, Löhne, die steigenden Preise), aber sie beziehen oder sie werden von vornherein in bestimmte Berufe sich ehenfalls auf die Infragestellung der Mutterrolsparten integriert, gleichgültig welche Aushildung le und Hausfrauenrolle, auf ihre Stellung als "ewige sie gemacht haben (die sog. "typischen" Frauenhe ru- Zweite" undihre Passivitat. fe) oder, was auch sehr oft der Fall ist, sie geben ihre Arbeit auf, um sich der "Freude des Heims" "Wir wollen nicht darauf beschränkt werden, Kinder und der Kindererziehung zu widmen. zu kriegen, selbst wenn diese später gute Cewerk-
schafter werden", erklärte eine Arbeiterin auf der Delegiertenversammlung der l'abrikräte aus der Lombardei/Italien, die sich im vergangenen März getroffen hatten, um eine Kampagne gegen die Frauena rheitslosigkeit zu starten. Angesichte dieser Frauenradikalisierung, die heutzulage sämtliche Schi chten der Gesellschaft erfaßt, haben die revolutionären Marxisten -- wenn auch mit etwas Verspätung -- verstanden, daß es unmöglich ist, ihre Aufgabe ausschließlich in propacandistischer und erziehe rischer Arbeit zu sehen, wie es die Kommunistischen Parteien noch zu Anfang des Jahrhunderts taten.
DIE TRADITION DER ARBEITERBEWEGUNG "Der Frau ihre vollständige Befreiung und Cleichberechtigung verschaffen, was in vollem 'mfang nur durch die Partei insgesamt erreichbar ist", • wa! die Losung, die sich aus den "Thesen zur Propagandaarbeit unter den Frauen" des III. Kongresses der Komintern ableitete. Die ökonomischen Schwierigkeiten damals, der hohe Grad an Analphabetismus bei den Arbeiterfrauen, die halb-feudalen Familienstrukturen in einem Land wie der UdSSR und das erdrickende Gewicht der reaktionären Ideologie bei den Frauen in Rezur auf ihre "natürliche" Rolle in der Gesellschaft, der vollständige Mangel an Aufklärung betreffs Verhütungsmittel - - all das erklän warum die Bolschewiki ihre ganze Aufmerksamkeit dem Kampf für eine Veränderung der objektiven MiR. stände widmeten und sich auf die Durchsetzung von Cesetzen zur Frage der Frauenarbeit, des Scheidungsrechts und der Abtreibung konzentrierten und in ihren Plänen die Bedeutung von Cemeinschaftseinrichtungen besonders hervorhoben. Dies erklärt auch, warum die KPn der Komintern allesamt der Auffassung waren, daß der Kampf filr die Befreiung der Frau gleichbedeutend mit dem Kampf der Arbeiterklasse für den Sturz des bürgerlichen Staates sei. Dies ist zwar richtig, reicht aber nicht aus, Ihre energische Ablehnung jeglicher getrennter Frauenorganisierung in Gewerkschaften oder anderen Arbei terorganisationen sowie ihre Behauptung. es gabe "frauenspezifischen" Fragen, heweisen klar. daß die Revolutionäre in den 20er fahren die Bedeutung und die Dauer des Kampfes, den es auf der subjektiven Ebene zu führen eilt, völlig unterschätzten, ein Kampf, der selbst in den Reihen der Arbeiterbewegung gegen die herrschende Vorstellung und Anerkennung a priori der Minderwertigkeit der Frauen zu führen ist. Der Finfuß der Theorien Proudhons und Lassalles zu Ende des 19. Tahrhunderts hatte jedoch bewiesen, wie schwierig es ist, dem "alten Menschen" die Vorstellung auszutreiben, eine Frau könne nichts anderes machen als Socken ficken und den Haushalt filhren.
"Das Recht der Frauen auf Arbeit besteht darin, 2u Hause und in der Familie zu sein, die Kinder zu erziehen", heißt es in einem Resolutionsentwurf der deutschen Sektion der Internationalen Arbeiterassoziation (IAA) 1866 zum Thema "Frauenarbeit: August Bebel, Wilhelm Liebknecht und Clara Zetkin stellten dem jahrzehntelang systematisch Resolutionen entgegen, die den marxistischen Standpunkt vertraten, das massive Einströmen der Frauen auf den Arbeitsmarkt sei von entscheidender Bedeutung filr die Eman zipation des Gesamtproletariats. Sie schafften es, auf bestimmten Kongressen der Il. Internationale, - 1 wo die Delegierten de facto die Avantgarde der Arbei terbewegung vertraten, Gehör zu finden; doch dominierte der "traditionelle" Standpunkt an der Basis der meisten Organisationen wie auch bei den meisten Führungen weiter und artikulierte sich mehr oder minder scharf, je nach der politischen Periode. Und dies, obwoll riesige Fortschritte auf der Ebene der Forderungen für die Gleichberechtigung der Frau gemacht worden waren (Wahlrecht, Recht auf Arbeit, Schwangerschaftsurlauh, gleicher Lohn, usw.). Cewiß fhrte Clara Zetkin einen hartnäckigen Kampf in der fir Prauen bestimmten Zeitung "Die Cleichheit", die es seit 1891 gab und die nach 1910 eine Auflage von mehr als 100,000 Exemplaren hatte. Gewiß trug diese Veröffentlichung stark zur Organisierung der Frauen in den Cewerkschaften und in den Reihen der Sozialdemokratie bei. Dadurch, daß "Die (leichheit" auf einer Reihe von Cehieten, auf denen die Arbeiterbewegung damals die größten Zweifel hatte (Unterstützung der russischen Revolutioll, Antimilitarismus, Preiskontrollen, Verhotungs mittel) eine besonders fortschrittliche Position vertrat, war es möglich, bedeutende Schichten von Frauen flr die Positionen des linken Fligels der Sozialdemokratie zu gewinnen. Aber zum gleichen Zeitpunkt, als sich die reformistischen Thesen Bernsteins und Kautskys durchsetzten, war es des öfteren der Standpunkt Edmund Fischers, der in den theoretischen Organen der Partei zum Ausdruck kam und in der Frauenfrage ausschlaggebend war. Fischer, der sowohl 1905 wie 1913 behauptete, es werde "bewiesen werden, daß das oberste und bedeutendste Ziel der Frauen, das tief in ihrer Natur als Frauen verwurzelt ist, im Alltag darin besteht, Mutter zu sein und ihr Leben der Kindererziehung zu widmen"
Diese Positionen werden heutzutage nicht mehr offiziell von den Cewerkschaften und Arbeiterparleien vertreten. Aber das Schweigen der Reformister in der Frage der Unterdrückung der Frau während der letzten 50 Jahre, die stalinistischen Lobeshymnen auf die proletarische Familie haben nur dazu reffhrt, auf diesem Feld den rückständigsten, von der Bourgeoisie, ihrer Kirche und ihrem Start manipulierten Ideen freien Lauf zu lassen. Die oben genannten, objektiven Veränderungen waren notwendig, damit endlich der Wille der Frauen massiv zum Ausdruck kommt, nicht mut für die Gleichberechtigung und gegen die schlechten Lebensund Arbeitsbedingungen zu kämpfen (dies war seit dem letzten Viertel des 19. Jahrhunderts bis zum 1. Weltkrieg in den Kämpfen der Arbeiterinnen kraftvoll und fast kontinuierlich geleistet worden), sondern auch die Ketten zu sprengen, an die man sie seit Jahrhunderten gelegt hatte : die Hausarbeit, die ungewollten Schwangerschaften, die "nakirliche" Z.Artlichkeit, die Bewunderung der physischen Kraft und der intellektuellen Fähigkeiten des Mannes, kurz gesagt, das Halseisen der "Weiblichkeit" DIE AUTONOME FRAUENBEWEGUNG
Vor etwa zehn Jahren erkannten die revolutionären Marxisten angesichts des Drucks der entstehenden Bewegung (obwohl sie nur eine Minderheit umfaßte und in der ersten Phase von Frauen aus der Arbeiterklasse getrennt war) und angesichts der Bedeutung 0 -
der subversiven Ideen, die diese Bewegung vertrat. die entscheidende Bedeutung der Existenz von nichtgemischten Gruppen und einer autonomen Frauenhewegung. Sie haben verstanden, daß diese Organisationsforın notwendig ist, damit der Standpunkt all derer Ausdruck finden kann, denen ihre I'nterdrilekung bewußt geworden ist und die sich fr sich organisieren mußten, um sich Cehör zu verschaffen: damit ihr Kampf fortwährend Druck auf die Politik der Arbeiterorganisationen ausibt: damit diese und insbesondere ihre Führungen gezwungen werden, die spezifischen Forderungen aus der FBR zu bernelmen. Fine in ihrer Struktur autonome Bewegung int heutzutage notwendig, aber sie wird auch morgen. in der Übergangsperiode, notwendig sein, weil die reaktionären Ideen nicht wie Schnee unter der Sonne neuer sozialer Beziehungen schmelzen werden. Das Verschwinden der Lohnunterschiede und der Ingleichheit vor dem Cesetz, die Bildung von Cemeinschaftseinrichtungen, die den objektiven Bedirfnissen der Arbeiterklasse entsprechen, der breiteste Vertrieb von Verhütungsmitteln guter Qualität und die Freiheit der Abtreibung, all diese Maßnahmen sind, selbst wenn sie eine erste Bedingung darstelle, ohne die von Emanzipation und Befreiung der Frau nicht die Rede sein kann, an sich nicht ausreichend, um den Status der Frau in der (esellschaft zu verändern und eine radikale Veränderung der inneren Haltung zu erreichen.
Der Kampf, der jetzt geführt werden muß, damit die Cewerkschaften und die Organisationen der linken und der extremen Linken -- einschließlich unserer eigenen - - beginnen, in ihrer Praxis die traditionelle Rolle der Frauen in Frage zu stellen, ihre Unterordnung unter die Männer, die reschlechtliche Arbeitsteilung in der Familie, ist nur ein Vorgeschmack von dem, den wir nach dem Sturz des bürgerlichen Staates fhren werden müssen, damit die Arbeiterorganisationen sich nicht auf Forderungen und Aktionen beschränken, die nur ökonomische Probleme berühren, wie das bisher der Fall war.
DER BEITRAG DES KAMPFS DER FRAUEN
In den letzten Jahren und Monaten hat der Kampf der Frauen mit der Entwicklung von Massenklimpfen in Spanien und Italien gezeigt, in welchem Maß dieser Kampf einen besonderen Beitrag zum Kampf des Pro letariats überhaupt darstellt: die von den Frauen aufgestellten Forderungen in Bezug auf soziale Probleme einerseits, das Drängen auf Finheit und Demokratie in der Arbeiterbewegung andererseits stehen dabei im Vordergrund, weil es keine massive Beteiligung von Frauen an Arbeitermobilisierungen und keine breite, aktive Teilnahme von ihnen in den Arbeiterorganisationen geben kann, ohne daß sie Re de recht in den Gewerkschaften haben; wenn die Beschlisse weiterhin auf höchster Ebene gefaßt werden von Führungen, die fast ausschließlich aus Männern bestehen; wenn nicht in Frage gestellt wird, daß es immer Männer sind, die zu den Treffs gehen und dort Beschidsse fassen; wenn es zu Hause Kinder zu versorgen gibt.
Was sehr wichtig ist und bei diesen Kämpfen hervorgehoben werden muß, ist der neue Aspekt bei diesen Kämpfen im Vergleich zu früher. wo die Frauen der Arbeiterklasse und penerell auch die werktnfigen Frauen fir eine bestimmte Anzahl von ökonomischen Forderungen kämpften, die auch heute auftauchen (gleicher Loin, Arbeitsbedingungen, Cemeinschaftseinrichtungen, das Preisproblem), wo die Frage der Autonomie jedoch nicht aufgeworfen wurde, sei es durch die Beteiligung der Frauen an der autonomen Frauenbewegung, sei es durch nicht-gemischte Treffen innerhalb der Gewerkschaften, wie das heute meistens der Fall ist, Was ebenfalls neu ist, ist der explizite Kampf, den die Frauen gegen ihre Rolle in der Familie und in der Cesellschaft führen, Und was zusätzlich hinzur ommt ist die Dynamik der Arbeiterkontrolle, die marche Kämpfe annehmen. Sicherlich haben nieht alle Frauenkämpfe, die heute in den entwickeltsten kaditalistischen Staaten stattfinden, Übergangsdynamik (vgl. "Inprekorr" Nr. 77 und 30 zu den internationalen Frauenkämpfen gegen Arbeitslosigkeit und flr freie Abtreibung, insbesondere in Croßbritannien). Wenn die amerikanischen Frauen Kampagnen zum "Eoual Richts Amendment" (FRA) organisieren (also for die Aufnahme eines Paragraphien in die Verfassung, der die Cleicheit zwischen Mann und Frau garantiert), können die Formen ihres Kampfes -. Straßenmärsche, Veranstaltun gen, usw. -- nicht mit denen verglichen werden, die die Frauen der italienischen, spanischen oder auch englischen Arbeiterklasse anwenden, weil sie unmittelbar vom Grad der Kampfbereitschaft des amerikanischen Proletariats abhängen (und dieser ist noch schwach, da die Mehrheit der Arbeiter sich noch der klassenversöhnlerischen Politik der allmächtigen Gewerkschaftsführung in den USA unterordnet), Dagegen stellt die Art, wie die englischen Arbeiterinnen von TRICO sich geweigert haben, die bürgerlichen Gerichte anzuerkennen, die über ihren Kampf gegen die Bosse entscheiden und das Cesetz über gleichen Lohn anwenden sollten, einen neuen Reifegrad in der Mobilisierung dar. Die Tatsache, daß diese Frauen dem juristischen Weg unabhängige Kampfformen entgegengestellt haben, daß sie die Cewerkschaftsfthrung gezwungen haben, ihren Kampf zu unterstützen (diese war anfangs dagegen), dies alles steht gleichfalls unmittelbar im Zusammenhang mit der gesamtpolitischen Situation in Großbritannien. Dies gilt auch fir die Aktivistinnen und Aktivisten der NAC (nationale Kampagne für freie Abtreibung in Großbritannien), die systematisch ihr Mißtrauen gegenüber Labour-Abgeordneten bekundet haben, die sich weigerten, den Beschluß der Labour- Konferenz über das Recht auf freie, vom Staat finanzierte Abtreibung zu unterstützen einige von ihnen mußten auf Crund der Aktionen der NAC zuricktreten).
Aber es kommt uns hier darauf an, die fortgeschrittensten Kämpfe der Frauen der Arbeiterklasse hervorzuheben, die sich in den revolutionären Aufschwung in den südeuropäischen Ländern einreihen In ihrem Kampf gegentber den Führern der Arbeiter bewegung, die alles unternommen haben, um den Forderungen, die zu offensichtlich die Politik des Kompromisses mit den Unternehmern bedrohten, die Spitze zu nehmen, haben diese Frauen die Macht der kollektiven Aktion entdeckt. In Italien und Spanien haben die Kampfmethoden, die sie angewandt haben, sie schon öfters dazu gebracht, die ganze Be deutung der Kontrolle über den Betrieb, die Arbeits- 1-
derung nach einer effektiven Repräsentation der Charakter haben.
Frauen in allen Führungsorganen).
Die spanische Situation zeigt natürlich nur eine Tendenz in der Entwicklung der Frauenbewegung auf internationaler Ebene an, insofern es sich dort um (1) Diese 150 Stunden sind Kurse, in denen die Areinen sehr spezifischen Kontext der Struktur der beiter auf einen staatlich anerkannten, höheren Arbeiterbewegung insgesamt handel!, aber sie ist Schulabschluß (z. B. die mittlere Reife) vorbereitet reich an Lehren dber die Art von Diskussionen und werden, wodurch sie bessere soziale Aufstiegsmög- Forderungen, die die revolutionären Marxisten gegei lichkeiten bekommen sollen. De facto - - und das ist über den Führungen der Arbeiterorganisationen vo- eine Errungenschaft der Klassenkämpfe in Italien -rantreiben müssen, Von letzteren kann man erwar- werden diese Kurse von den Arbeitern oft mitgestalten, daß sie alles in ihrer Macht stehende tun wer- tet und die Tehrer halten sich nicht oder kaum an den, um die Arbeiterinnen, die ihnen heute noch fol- Lehrpläne oder Schulbücher, Die Arbeiter nutzen gen, daran zu hindern, sich einer autonomen Bewe- diese Möglichkeit, um ihre eigene Lage besser begung anzuschließen, deren Aktionen, Forderungen greifen zu lernen (z. B. wird im Mathematikunterund Dynamik gegenüber ihrer eigenen Abwartehaltung richt die Tohntäte analysiert, im Italienischunterund Politik der Klassenversöhnung einen explosiven richt Arbeitsrecht gelehrt, usw. ). (Anm, d, (bers, ) PANAMA