Dieses Ereignis führte zur Gründung der berühmter 'Friedensbewegung" in Nordirland, die als "die einzige stimme der Vernunft" dargestellt wird, die in Belfast sei lahren zu hören ist. Die Führer dieser Bewegung sind sei August durch die Welt gezogen, haben Interviews im amerikanischen Fernsehen gegeben, wurden von der leutschen Bundestagspräsidentin Annemarie Renger einge laden und haben aus einem von norwegischen Zeitunge eingerichteten Fonds 100. 000 Pfund Sterling erhalten. Si e haben in England auch die Unterstützung der größter Kirchen erhalten, sind von der Presse der herrschender ‹lasse begeistert der Öffentlichkeit vorgestellt worder und selbst die Kommunistische Partei unterstützt sie in ihrer Zeitung "Morning Star". In Irland selbst findet sie tustimmung bis in die Reihen der stalinistisch dominier en offiziellen republikanischen Bewegung (der IRA Official und der Sinn Fein Official) und der nordirischen geherrscht und dort ein system der Diskriminiering errich- die 50 Jahre lang im nordirischen Staat tet hat, das die Katholiken zu Bürgern zweiter Klasse degradiert.
Zu diesen Unterstützungsmaßnahmen kommen verschiedene Friedensmärsche der "Peace People" hinzu, die in Ir is scheint ein Paradox, daß solche Leute eine Bewegun unterstützen können, die von der nordirischen Unionist Part y Hilfe bekommen. Auch daß die offizielle republi kanische Bewegung und die britische Kommunistische Partei auf derselben Seite stehen wie die Presse und die Kirche der herrschenden Klasse, scheint ein Widerspruc!!. land zu ziehen.
DER GESCHICHTLICHE
HINTERGRUND
Die "Peace People" sind aus den Straßen von Belfast her-
turierung und Reform des nordirischen Staates. Es hat sich gezeigt, daß diese Forderung solange nicht zu verwirklifür die Beibehaltung der Bindung an Großbritannien sind) enstung de legte bise der in de sein:
grundlage des nordirischen Staates, der 1921 mit den Bayonetten der britischen Armee gegründet wurde, um die Interessen der pro-britischen Minderheit zu schützen. Einer seiner früheren Premierminister beschrieb diesen Staat als "protestantisches Parlament für ein protestantisches Volk™ Das war die Devise der Machthaber. Den Katholiken wurden verschiedene Bürgerrechte entzogen und die protestantische Arbeiterklasse hinsichtlich ihrer Arbeits- und Wohnungssituation bevorzugt. Das zwang die Katholiken die Aufhebung des künstlichen Staates im Norden und die Wiedervereinigung Irlands durch einen reinen Wahlakt ermöglicht hätte.
selbst gebunden, als daß dieser Versuch hätte erfolgreich ausgehen können . Im August 1969 wurden die Bestrebun - Re den der Polizen ne ziviler kritte in de katholischen Viertel von Belfast gebrochen. Neun Katholiken kamen labei ums Leben, zahlreiche Häuser wurden in Brand gesetzt. Die katholische Arbeiterklasse reagierte im großen Staates zu hegen, statt dessen all ihre Kräfte auf den tralitionellen Kampf für die Wiedervereinigung des Landes zu richten.
Sieben Jahre danach prägt dies noch im wesentlichen den Charakter der Kämpfe, die sich hauptsächlich durch zwei Merkmale auszeichnen.
Erstens durch die militärische Kampagne der Provisorischer IRA gegen Nordirland und den britischen Imperialismus, der es unterstützt. Und selbst wenn man die "Provisionals" als elitäre, kleinbürgerliche militärische Bewegung be- Le ne nes anging a ein an se ration and Tatsächlich spiegegen de larolice demenchat in cem taten. -- in diesem Fall Zweitens durch den zivilen Konflikt zwischen den protestantischen oder "loyalistischen" (britisch-loyalen) Kraften und den katholischen oder republikanischen Kräften. Dieser Konflikt hat im allgemeinen die Form von Konfessionsmorden angenommen, bei denen die Katholiken rößere Verluste hinnehmen mußten als die Protestanten etwa im Verhältnis drei zu eins. Anders gesagt: sowohl die Akte des konfessionellen Terrorismus ais auch die Gewalttaten der britischen Armee richten sich in erster inie gegen die katholische Bevölkeruns Die Sewalt der ritischen Armee und der Loyalisten soll die Provisional und alle anderen zwingen, den Kampf für die nationale Selbstbestimmung aufzugeben.
Was die Provisionals betrifft, so scheinen sie sieben Jahre lach Beginn ihrer militärischen Kampagne dem Sieg nicht zäher gekommen zu sein, im Gegenteil. Sie haben weim den beinen Imperie mus zie alen arbeit, ein großer Teil der Bevölkerung in den katholischen Arbeitervierteln weiter mit ihren Zielen und auch mit der ewegung sympathisiert, wird es der katholischen Gemein chaft durch das Scheitern der Losungen der Provisional sehr schwer gemacht, einen Lichtstrahl am Ausgang des Tunnels zu sehen und ein. Ende und den Sinn all des Leids das sie auf sich genommen hat AUF DER SUCHE NACH UNTERSTÜTZUNG
Vor diesem Hintergrund ist die Entstehung der "Friedensbewegung" zu sehen, wenn auch diejenigen, die sie anführen, nicht die Unschuldslämmer sind, die zu sein sie vorgeben: dennoch ist wahr, daß diese Bewegung in Nordirland weitgehend spontan entstanden ist. glied den Wagen gefahren hat, als er erschossen wurde. Betty Williams, eine der Gründerinnen der Bewegung. machte Schlagzeilen in der rechten britischen Zeitung "Daily Express" als sie ihre Ziele unter dem Titel darhat, in den ersten Wochen unter dem Banner der "Frielensbewegung" auf die Straße zu gehen. Eher die Kriegsmüdigkeit, der einfache und verständliche Wunsch, in Frieden zu leben und die Gewalttaten zu beenden. Die Sympathisanten der Bewegung auf der protestantischen Seite wandten sich bei dieser Gelegenheit gegen die bedaß sie sie bei den Sicherheitskräften anzeigten oder zu pfeifen anfingen, wenn sie Provisionals beim Klauen von Autos erwischten.
Was die Führer der "Friedensbewegung" nicht verurteilten, war die Rolle der britischen Armee. Fast zwei Monate lang nahmen sie in dieser Frage eine zweideutige Halung ein. So erschoß ein britischer Soldat am Tag nach dem Tod der drei Kinder ein 12-jähriges Mädchen in County Armagh. Erst auf Druck der Provisionals verurteilpolitische Lösungsvorschläge von ihnen Dazu gab es gute Gründe. Sie versuchten eine Kampagne Das Problem dabei war aber, lichen Teil der Mitglieder ihrer jeweiligen Konfessionsgemeinschaft unterstützt wurden, sondern ihre Ziele, unabhängig zunächst von ihrer Taktik, von der Mehrheit Privilegien.
inheit der Kampagne zu wahren, mußten ihre Führer jede Stellungnalime vermeiden, die die eine oder die andere Seite verletzt hätte Das galt sowohl für Stellung-
nahmen zu politischen Perspektiven wie auch zur britischen Armee. Die katholische Arbeiterklasse steht dieser über die Armee schweigen in der Hoffnung, diese Frage verdrängen zu können.
Es gibt Anzeichen dafür, daß die Führer der "Friedensnterview mit einer englischen Tageszeitung am 2 lugust sagte Mairead Corrigan: "Glauben Sie mir, it einem Monat wird es kein einziges Attentat, keine Enttührung mehr geben und kein Schuß wird mehr fallen. Wir werden Frieden haben."
Aber natürlich hat es keinen Frieden gegeben; im Gegeneine andere zu sagen, wie der Frieden herbeigeführt werden sollte.
Inzwischen zogen die "Peace People" durch England, Schottland. Europa und Amerika. In Glasgow wurden sie vom Trade Council (der lokalen Gewerkschaftsföderation) schen wie der protestantischen Kirche begrüßt. Überraschender ist noch dans ermit kam Die KP machte sich keine Illusionen über den Charakter Haltung der "Peace People": sie appelliert an die Einheit der katholischen und protestantischen Arbeiterklasse und klammert die nationale Frage aus, deren Lösung sie auf den Sankt-Nimmerleinstag verschiebt. WELCHE HALTUNG ZUR ARMEE
Zoms hervor und am 15. Oktober wurde eine Stadtteilersammlung einberufen, um über diesen Vorfall z iskutieren. Vertreter der "Peace People" wurden daz SONDERNUMMER
WELTWIRTSCHAFT perspektiven der inter nationalen kapitalistischen wirtschaft WIRTSCHAFTSSONDERNUMMER 132 Seiten, DM 5,50 Auf Grund zahlreicher Probleme mit dieser Nummer (Übersetzung, Lay-Out, Druck und Bindung) wird sie leider erst nach Auslieferung dieser INPREKORR - Nummer fertiggestellt sein. Die Wirtschaftssondernummer wird am 7.12. zum Versand bereit sein. Wir bitten unsere Abonnenten um Entschuldigung und um Verständnis.
Sie enthält folgende Artikel :
*Ernest Mandel - Ein zögernder, ungleicher und inflatorischer Aufschwung.
*Ch.-A. Udry - Einer neuen Weltwirtschaftsordnung entgegen?
*Winfried Wolf - BRD. Ende des schnellen Wachstums. *J.Sosa - BRASILIEN. Vo, Wunder' zur Rezession. *Außerdem ausführliche Analysen über Japan und Jugoslavien.
Ein Reprint der INPREKORR vom 4. März 1924. 8 DIN A 4 Seiten, DM 1,-+ DM 0,30 Porto Enthält :
*Leo Trotzki: Sechs Jahre Rote Armee. *Radek : Drei Nachrufe über Lenin aus dem Lager der Gegner.
*Nguyen ai Quac : Indochina und der Stille Ozean *Abusch : Über die Kämpfe in Bayern. Außerdem : Der Raub des Achtstundentags und die Frauen. Die ARbeiterkorrespondenten in Rußland. Aus der Roten Gewerkschaftsinternationale. Die neuste Offensive gegen die Arbeiterklasse Est. lands.
Der Erlös geht ohne Abzüge an die INPREKORR- Zentralredaktion in Brüssel.
Zahlung kann auch in Briefmarken erfolgen. 2: