Auf den Artikel von Selim Accaoui " Der Palästinensische Zum libanesischen Konflikt scheint der Autor die Haltung Widerstand vor der Entscheidung" (in INPREKORR Nr. 66) zu haben, daß alles verloren ist: daß die Palästinenser hat Naim Khader, offizieller Vertreter der PLO in entschlossen sind, sich bis zuletzt zu verteidigen, hilft Brüssel, mit einem Brief geantwortet. Zur Information Ihnen eh nicht mehr viel, da ausgeschlossen ist. daß die inserer Leser veröffentlichen wir ihn mit einer Antwort fortschrittlichen palästinensischen Kräfte über die syrides Genossen Accaoui. sche Armee und die faschistischen Kräfte siegen...
Andererseits wird jeder Kompromiß, den die PLO sucht, Liebe Freunde, von vomherein als Verrat dargestellt und ist in den Augen des Autors eine Konzession der PLO-Führung gegen den ich lese regelmaßig "INPREKORR" und verfolge mit gro- Willen der palästinensischen Basis. Ich frage mich übrigens Bem Interesse die Artikel aber den Nahen Osten darin. was filr den Autor "palästinensische Basis' Ich gestehe euch gleich, daß mich diese Artikel immer nicht, daß die überwältigende Mehrheit der Palästinenser enttäuscht haben und mit Bitterkeit muß ich feststellen, im Libanon Mitglied einer der verschiedenen Organisatiodaß die IV. Intemationale in der palästinensischen Frage nen der PLO ist und von ihnen strukturiert wird? Daß es immer abstraktere, theoretischere, Irrealistische, um die pallistinensische Basis ist, die im Libanon kämpft, nicht zu sagen falsche Positionen einnimmt. Der Artikel in der Nummer 66 vom 1. Oktober 1976 "Der Palästinen - und daß die Führung der PLO, immer auszesetzt ist und welche Politik sie auch verfol- welchem Druck sie auch sische Widerstand vor der Entscheidung" stellt leider keine gen mag, unter den heutigen Umständen nicht anders Ausnahme von dieser Regel dar, im Gegenteil. kann als auf die Meinung der Basis Rücksicht zu nehmen? Ubrigens hat die Basis in den letzten Monaten alle Inider palästinensischen Revolution so neinsagerisch, intole- Ich finde es schade, daß die IV. Intemationale gegenüber sach wenn sie sie leitet eskutier hans sel denn, der auch wenn sie sie lebhaft diskutiert hat. rant und ungerecht ist, wo das palästinensische Volk Autor versteht unter der "palästinensischen Basis" kleine heute Opfer eines neuen Kompfotts wird und daher die und isolierte Grüppchen die sich jeweils die Revolution vollständige Solidarität der gesamten intemationalen nach Maß geschneidert haben. Linken braucht, jenseits der Differenzen und der Kritik.
Ich will hier keine umfassende Analyse der Lage im Li- Für den Autor des zur Debatte stehenden Artikels, mit einem atabischen Namen unterzeichnet aber auf dem banon machen, aber ich stehe den Freunden der IV. Internationale zu einer Debatte zur Verfügung, um das Pro- Mond zu leben scheint, sind alle palästinensischen Orga- blem der Politik der PLO zu klären. nisationen opportunistisch. Dabei schließen sich alle politischen Tendenzen der Linken und der linken Mitte in (...) In der Hoffnung, daß Ihr auf diesen Brief in der der PLO zusammen. Es ist merkwürdig, daß dem Autor nächsten Nummer Eurer Zeitschrift antworten werdet, senoffenbar keine dieser Organisationen gefällt. Sollte das de ich Euch, liebe Freunde, meine kämpferischen Grüße. ein Zeichen des Epizentrismus und der Intoleranz der IV. Intemationale sein 2 Müssen wir das so verstehen, daß jede linke Organisation, die nicht die Orientierung und Naim Khader
Analvse der iV. Intemationale teilt, notwendig opportu- Vertreter der PLO in Brüssel nistisch ist?
ANTWORT DES GENOSSEN SEL IM ACCAOUI
Der Autor des Briefes scheint die Emsthaftigkeit anzuzwei- man Bilanz ziehen, erklären, welches unseres Erachtens feln, mit der die Organisationen der IV. Intemationale den die Gründe für die Reihe von Niederlagen des Palästinen- Palästinensischen Widerstand unterstützen. Angesichts sischen Widerstands und der libanesischen Linken sind, der Stellung, die der Autor des Briefes innehat, kann ihm und Analysen und Perspektiven diskutieren. nicht entgangen sein, welche Rolle die verschiedenen Sektionen der IV. Intemationale bei der Unterstützung des Gehen wir auf einige grundsätzliche Kritikpunkte ein, die Palästinensischen Widerstands seit dessen Anfingen und Zunächst einmal ist es nicht besonders seit 1970 und in der ganzen Zeit während des wahr. daß sich alle politischen Tendenzen der Linken ung Büreerkriegs im Libanon gespielt haben. Die ganze Presse der linken Mitte in er PLO zusammengeschlossen haben. der IV. Intemationale hat diese Haltung widergespiegelt, Es ist in der Tat falsch, die palästinensischen Organisationicht nur die Etklärungen des Vereinigten Sekretariats. nen so zu charakterisieren, wenn dabei alle diese Organisationen (abgesehen von ihren Worten natürlich) sich weiger, im nationalen Kampf auf den Klassenkampf Bezug zu nehmen, wenn es zwischen diesen Organisationen risch, intolerant und ungerecht" | Was der Autor des Brie- keine andere wirkliche Differenz gibt als die, ob man den fes unter der "palästinensischen Revolution" verstelit, ist palästinensischen Mini-Staat annehmen kann oder nicht nicht der palästinensische Kampf, sondem die politische n unserem Artikel verwerfen wir nicht die cine oder die Linie der pallistinensischen Führung! andere Organisation, sondern die schmalspurige und utopische Konzeption der Befreiung Palästinas, an der sich heute alle Teile des Palästinensischen Widerstands orientieren.
tionale zwar bedingungslos alle kämpfenden Diese Orientierung kommt nicht durch Zufall, sondem nensischen Organisationen in ihrem Kampf gegen die vergnat men unse dem Milieu ede der pa postinenser verschiedenen Handlanger des Imperialismus und gegen Bezugnahmen und dem Milieu jede Form der Unterdrückung unterstützt, aber nicht das sche Widerstand gekimpft hat. politische Programm der PLÖ und ihre Losungen. Und wenn unter den heutigen Bedingungen im Libanon die ak- Was den Opportunismus der pallistinensischen Führung betive Unterstützung vor der politischen Kritik den Vorrang trifft. so braucht man keinen besonderen Standpunkt zu hat, dann bedeutet das niclit, daß an die Unterstützung beziehen, um sich dessen bewußt zu werden. jedes Mal eine Beweihräucherung der unterstützten Beziehungen mit der Bourgeoisie der verschiedenen arabischen Länder (die bis heute nicht eingestellt wurden) die Keine de eine voneisen den pet isen Pre innen gebunden ist. Nach achtzehn veigerung, sich mit sozialen Kampfbewegungen in den
verschiedenen arabischen Ländem zu verbinden, sind -um nur einige Punkte herauszugreifen-der Palästina-Zentriertheit aller palästinensischen Organisationen. All diese Fragen sind im genannten Artikel behandelt worden; der Autor des Briefes sagt nichts, was diese Analyse ungültig machenwürde.
Wir wollen uns darauf beschränken, einige Fragen zu stellen:
- Wie läßt es sich erklären, daß Im gleichen Augenblick, wo Abu Ayad, einer der Führer des Fatah, erklärte arabischen Regimes hätten allesamt eine negative Einstellung zum Palästinensischen Widerstand, zwei Mitglieder des Zentralkomitees derselben Organisation ein geheimes Treffen mit Führem der christlichen Rechten - Wie läßt es sich erklären, daß während der ganzen Blockade des Palistinenserlagers Tell-el-Zaatar, die 52 Tage gedauert hat, keine militärische Operation unternommen worden ist, um die Blockade zu lockem ? Umso mehr, als es eine Durchgangsstelle vom Lager in den westlichen Teil der Stadt Beirut gegeben hat, wie überlebende Kämpfer des Lagers, die über die Hügel des Monte Verde geflüchtet sind, berichtet haben (vgl. die libanesischen Tageszeitungen "Annahar" und "Assafir" aus dieser Zeit). Wie ist es zu erklären, daß nie ablenken de Operationen versucht worden sind, wenn nicht Arafats verzweifelte Appelle an die "arabischen Könige und Regierungen "2 - Wie ist der plötzliche Rückzug aus den "Bergen" zu erder von langer Hand vorbereitet zu sein scheint, syrischen Regime noch die letzte politische Waffe aus der Hand schlägt?
Das syrische Regime hat die von der PLO-Führung angebotenen Teilzugestin disse zurückgewiesen. Die anderen arabischen Regimes stellen sich taub gegenüber den wieder holten Appellen Arafats. Bisher hat die PLO-Führung keine Lehren gezogen und setzt ihre alte Lavierer-Politik fort.
Wir möchten darauf hinweisen, daß wir in unserm Artikel nicht kritisieren, daß überhaupt Konzessionen gemacht werden, sondern zu welchem Preis sie gemacht werden. Unseres Erachtens hat die PLO-Führung bisher Zugeständnisse gemacht, durch die sie nicht ihre politische Autonomie wahren, sonder nur Zeit gewinnen kann. Und selbst das lehnt das syrische Regime ab. Andererseits ist unseres Wissens nie eine Initiative der Führung von der Basis angenommen oder abgelehnt worden, weif diese nie die Möglichbeit gehabt hat sich zu fußem und sie niemals um ihre Meinung gebeten worden ist. Auf den Kongressen der palästinensischen Organisationen versammeln sich die Kader" (die von der Führung emannt werden und im allgemeinen alles Hauptamtliche sind) und keineswegs die "Kampfer", die systematisch in politischer Unwissensant De bien und la Pit machi eigenen, in, muß also differenzieren. Aber im Grundsatz unterscheiden sich die Organisationen nicht voneinander. ABONNIERT DIE INPREKORR
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