PARK- REGIMES - O. OZUKA
KOREA
Die endgültige Befreiung Saigons durch Streitkräfte der betreiungsbewegung und der Sieg der drei indochinesischen Revolutionen 1975, Völlige Niederlage der imperialistischen Konterrevolution in Indochina haben tiefe und direkte Auswirkungen im ganzen Fernen Osten. Währenc ind nach dem Korea-krieg hatte der amerikanische Imperialismusseine konterrevolutionäre Militarstruktur in dieser Region aufgebaut, die im wesentlichen auf drei Grundlagen beruhte: 1) einer feindseligen Politik gegenüber dem neuen chinesischen Arbeiterstaat, VOr allem um zu verhindern, daß China Taiwan befreie; 2) der Konfrontation mit der indochinesischen Revolution durch die Unterstützung des Marionettenregimes von Nhgo-Din-Diem:
3) der Konfrontation auf der Halbinsel mit dem nord-kore an ischen, dem chinesischen und dem sowjetischen Arbeiterstaat durch direkte militärische Präsenz der USA in Südkorea und die Aufrechterhaltung eines koreanischen Marionettenregimes unter der Form eines halbkolonialen Militärstaats. Der ganze Komplex militärischer Bündnisse zwischen dem US-Imperialismus und anderen Staaten lieser Region war einheitlich unter US-Hegemonie. Alle US-Militärbasen und Streitkräfte sowie die konterrevolutionären US-Struktur in Süd-Ost-Asien durch den Sieg der drei indochinesischen Völker 1975 hat in dieser ganzen Region eine völlig neue Situation geschaffen. Die US-militärische Intervention hatte den Vorposten des ganzen neokolonialen Systems in dieser Zone dargestellt, Dieser Vorposten wurde gesprengt! Die amerikanischen Militärstreitkräfte sind heute zu einer strategischen Nachhut der ASEAN-Mitglieder (Association of Southeast Asian. Nations - umfaßt Thailand, Malaysia, Singaper Rückzug der direkt Indonesien und die Philippinen)geworden.
konterrevolutionären Intervention der JSA bedeutet, daß die neokolonialen Regimes Süd-Ost-Asiens nun die vor.
serste Verteidigungsfront sowohl gegenüber der siegreichen indochinesischen autsteigenden Massenkämpfen in die- Revolution ser Region darstellen.
So ist von den drei traditionellen Achsen der Struktur der US-Konterrevolution in dieser Region die chinesische stark verschoben und die indochinesische zerstört. Nur die koreanische bleibt bestehen. Und durch die tiefe Krise der Park-Diktatur in Süd-Korea wird auch die dritte Achse der USimperialistischen Strategie von Grund auf erschüttert.
frontationsstrategie der USA in Süd-Ost-Asien aufrecht- Trotz des enormen Drucks des US-Imperialismus erzielte der südvietnamesische Befreiungskampf den ersten revolutionären Durchbruch im Kampf umdie Macht seit dem koreanischen Waffenstillstand und dem Genter Abkommen. Mitte der 60er Jahre wurde der Kampf zwischen Revolution und Konterrevolution in Süd-Vietnam zur entscheidenden intemationalen Konfrantation zwischen dem indochinesischen Befreiungskampf und dem US-Imperialismus. Letzterer mobilisierte seine gesamte politisch-militärische Struktur in der Resionfür die direkte Intervention in Indochina und unterwarf sie somit einem Härtetest. Aber 1967- 68 wurde klar, daß der US-Imperialismus unfähig der vietnamesischen Revolution Einhalt zu gebieten, und 1972 wurde klar, daß der vietnameische Befreiungskampf ein Kräfteverhältnis geschaffen hatte, das den endgültigen Sieg der indochinesischen Revolution begünstigte.
Seit der Krise der konterrevolutionären US-Intervention in Indochina 1972 wandten sich die USA facto, was durch Nixons Reise nach Peking besiegelt wurde. Damit opferte die chinesische Bürokratie den heroischen Kampf der indochinesischen Völker seinem eigenen beschränkten nationalen Interesse. Doch die amerikanische Anerkennung der Volksrepublik China war vor allem ein Nebe n produkt des siegreichen Kampfes der Völker Indochinas. Die Hinwendung der amerikanischen Außenpolitik zu China war ein klares Eingestän dins, daß die US-imperialistische Konfrontationspolitik in dieser Region seit dem Ausbruch des des Koreakriegs gescheitert war. Die feindselige Politik gegenüber China ist durch den Vormarsch des indochinesischen Befreiungskampfes 1972-73 gebrochen worden.
Die Zerschlagung der indochinesischen Achse der Seit dem Koreakrieg hat die Republik Südkorea (Republic of Korea - ROK) dem US-Imperialismus als neokolonialer Militärsta at gedient. Seir leokolonialer Charakter äußerte sich im Fehler jeglicher realer einheimischer sozio-ökonomischer Grundlage, in der völligen Unterdrückung der Bevölkerung und in der absoluten Vernachlässigung der Lebensbedingungen der arbeitenden Massen zugunsten einer tödlichen antikommunistischen Konfrontationspolitik gegenüber dem nordkoreanischen Arbeiterstaat. In letzterer wird es von seiner 600.000 Mann starken Armee und der amerikanischen Militärpräsenz unterstützt. Der US-Imperialismus hat der ROK wichtige finanzielle Unterstützung für den Unterhalt ihres Repressionsapparats und besonders ihrer Armee zukommen lassen, während die südkoreanische Wirtschaft völlig zerfallt.
1960 wurde das diktatorische Regime von Syngman Rhee durch einen städtischen Aufstand gestürzt, der von den Studenten eingeleitet wurde. 1960 und 1961 kam es fortgesetzt zu breiten sozialen Mobilisierungen gegen die ene nach den ewalle an die Macht Chon Myan, gekommen war. Die Entfaltung dieser breiten gesellschattlichen Mobilisierung der südkoreanischen Arbeiter, die von den Studenten eingeleitet und geführt wurde, bedrohte die Finanzstruktur des neokolonialen Militärstaats , der völlig von der Hilfe aus Washington abhing Die städtische Masen mobilisierung erlebte bald eine tiefe politische Zentralisierung, die sich in der zentralen Parole ausdrückte: "Für die friedliche Wiedervereinigung Koreas!"
Die Kampagne für die Wiedervereinigung seitens der südkoreanischen Massen war zwar zutiefst ›azifistisch und volkstümlich. aber sie war eine deutliche und grundsätzliche Herausforderung an den Charakter des neokolonialen Militärstaats selbst und an seine Rolle in der antikommunistischen und konterrevolutionären Struktur der USA in Süd-Ost-Asien, Die Wiedervereinigung Koreas ist nur möglich, wenn mit der neokolonialen Unterwerfung Südkore as unter die US-imperialistische Militärstruktur gebrochen, die konterrevolu-
tionäre Armee der ROK aufgelöst und der neokoloniale Militärstaat selbst zerstört wird. Im Mai 1961 organisierte eine Gruppe von Armee- Offizieren um Park Chung Hee einen präven liven Staatsstreich. durch den der militärischneokolonialistische Charakter der ROK gewahrt und eine Militärdiktatur errichtet werden solite. Einer der Gründe für den Sturz des Regimes Syngman Rhee 1960 war die Abnahme der 'freiwillian die ROK im Ausgang abgetrennt vom Norden verfügt Südkorea nicht über eine selbständige Wirtschaftbasis. Trotzdem muß die Armee der ROK aufrechterhalten werden als Rückgrat des Staates, Das war die wirkliche objektive Basis für die Krise der ROK in den frühen 60er Jahren. Die von der Park- Diktatur später versuchte Lösung zielte darauf ab, den neokolonialen Militärstaat in einen echten neokolonialen Staat umzuwandeln, d.h.als Ergänzung zum militärisch-neokolonialen Aspekt des Staates eine industriewirtschaft aufzubauen durch die Einführung von ausländischemKredit und Kapital.
In den späten 60er und frühen 70er Jahren spielte die expandierende Wirtschaft des japanischen Imperialísmus eine zentrale Rolle im Wirtschaftlichen Projekt der Park-Diktatur. Unter Syngman Rhee in den 50er Jahren hatte es keine offiziellen Beziehungen zwischen der ROK und Japan gegeben und der Handelsaustausch zwischen beiden Ländern war minimal, 1965 unterzeichneten das Park-Regime und die japanische Regierung einen Vertrag zur Eröffnung von offiziellen Beziehungerstand der studenten tend der assen de Vi- Städten. Die Opposition denunzierte den Japan- Korea-Vertrag als Versuch, die nationale Spaltung Koreas durch eine erneute neokoloniale Unterordnung der ROK unter den japanischen Imperialismus zu verewigen. Genau dies traf ein. Die südkoreanische Wirtschaft machte anfänglich eine bedeutende Industrialisierung durch, zuminlest quantitativ: dies war Ergebnis ihrer Rolle als komplementäre Randwirtschaft zur japanischen Wirtschaft, die zu dieser Zeit rasch auf dem kapitalistischen Weltmarkt expandierte. Die ROK steigerte rasch ihre Industriéexporte in Textilien, Transistoren, elektrischen Geräten, Sperrholz die in den frühen 60er Jahren kaum nennenswert gewesen waren. Diese Exporte flossen hauptsächlich nach Japan und in die USA. Die Entwicklung der südkoreanischen Exportindustrie in diesen Jahren glich die Abnahme direkter finanzieller Unterstützung der USA aus, war aber begleitet von einer verstärkten intemationalen Verschuldung und führte nicht zu einer Steigerung des allgemeinen Lebensstandards der südkore anichen Massen . So hat die ziemlich breite indutrialisierung der ROK dem Regime keine neu soziale Basis verschafft. sondern statt dessen ein starkes antiiapanische Bewußtsein in den Massen Schließlich ist die Wirtschalt der ROK gänzlich vom japanischen Imperialismus abhängig geworden und ist äußerst anfällig für das Auf und Ab der internationalen kapitalistischen Wirtschaft.
Während die ROK ihre wirtschaftliche Unterordnung unter die japanische imperialistische Wirtschaft vorantrieb, um ihre Exportindustrie als Mittel der Finanzierung von Armee und Staat zu "modernisieren" , blieb sie gleichzeitig abhängig von der allgemeinen Konfrontationsstratezie des US-Imperialismus gegen den "asiatischen Kommunismus , der Existenzgrundlage der südkoreanischen Armee.
Die weltweite Umsetzung der neuen, von Kennedy eingeleiteten intemationalen Politik der USA erreichte ihren Höhepunkt in der direkten militäri schen intervention der USA in Indochina, durch die die ganze militärisch-politische Struktur in Süd-Ost-Asien in Bewegung gesetzt wurde, auch die Kampfeinheiten der südkoreanischen Armee. Erstes Ergebnis war die Sackgasse der US-Militär- Intervention 1967-68, ein Ausdruck der historischen Grenzen, an die die US-imperialistische Konterrevolution in ihrer Möglichkeit gestoßen war, gegen die Gesamtheit der antikapitalistischen Kräfte der Welt, die Arbeiterstaaten inbegriffen, unter der Führung des Befreiungskampfes der V8iker Indochinas zu kämpfen. Diese historische Wende in den konterrevolutionären Möglichkeiten der USA hat eine neue Periode in der tiefen Krise des Park-Regimes eröffnet: ihr Auftakt ist das Wiederauftauchen der südkoreanischen Stu- Jentenbewegung 1968-69, deren Opposition gegen das Park-Regime bei den städtischen Massen aut Sympathie stieß.
Das zweite Stadium ihrer Krise erreichte die USmilitärische Intervention in Indochina mit der Ben Frühiahrsoffensive der Befreiungskräfte 1g-8r0sie zwang sie iber & ina fafenz, lasen und klige per na ge- 'eking zu schicken mit dem Auttrag die verräterische diplomatische Unterstützung der chinesi schen Regierung zu suchen. Kissingers Peking-Reise war für das antikommunistische Park-Regime ein Schock. Sofort entsandte Park einen hohen Bevollmächtigten in die "Hauptstadt des Feindes" Pyöngyang; es wurde eine gemeinsame Erklärung der Regierungen der Demokratischen Volksrepublik Korea und der Republik Korea ver faßt, in der sich beide Regierungen de facto anerkannten und sich bereit tan den die Frage der nationalen Wiederverein igung zu diskutieren. Die gemeinsame Erklärung von 1972 war ein deutlicher Ausdruck dafür, daß selbst das Park-Regime erkannt hatte, daß die grundsätzliche Anderung im Kräfteverhältnis zwischen dem US-Imperialismus und der Fernostasiatischen Revolution bedeutete, daß die konterrevolutionäre Struktur der USA in Süd-Ost-Asien nicht stark genug war, die ROK auf die Dauer aufrechtzuerhalten.
Für die südkoreanischen Massen warf das offene gemeinsame Angehen der Frage der nationalen Wiedervereinigung in der Erklärung von 1972 unvermeidlich die Frage nach dem militärisch-neokolonialen Charakter der ROK selber auf. Die Krise des südkoreanischen Regimes trat in eine höhere Phase und das Park-Recime verordnete die "Oktober - Restauration" und beschloß Präsidentschafts-Notverordnungen, durch die die Exekutive in den Händen des "Präsidenten" Park konzentriert und die brutale Repression der Geheimpoliel gegen alle Oppositionsbewegungen und oppo itionellen Individuen innerhalb und außerhal Süd-Kore as verschärft wurde.
Der vollständige Sieg der indochinesischen Revolution verschäřfte die Krise des Park-Regimes weiter, Sofort nach der Befreiung Saigons im letzten Jahr entfesselte die Diktatur eine hysterische antikommunistische Kampagne und verordnete den "Kriegsnotstand". Die gesamte männli che Bevölkerung unter 50, auch alle männlichen Studenten wurden gezwungen, in zivilen Militäreinheiten zu dienen, d.h. sie wurden der Militärdisziplin des Regimes unterstellt und aller demokratíschen Rechte beraubt.
Die letzte Achse der Struktur der US-militäri-
KOREA schen Konfrontation in Süd-Ost-Asien steckt nun voll in der Krise. Der südkoreanische Staat wurde unter der Annahme aufrechterhalten, daß der US-Imperialismus erfolgreich seine Rolle in der vordersten Front des konterrevolutionären Feldzugs gegen den"asiatischen Kommunismus" wahren konnte. Nun ist der US-Imperialismus gezwungen worden, sich aus dieser Rolle zurückzuziehen und es besteht absolut kein Zweifel, daß der japanische Imperialismus ihn als Stütze für die ROK nicht ersetzen kann, trotz des enormen Wachstums der japanischen Wirtschaft.
Angesichts dieser neuen Situation sucht der US- Imperialismus nun nach Wegen, die Feindschaft zwischen Sud- und Nordkorea zu "mindern"und das "Engagement" seiner militärischen Kräfte in Südkorea zu drosseln. Die generelle Linie von Kissingers Lösung der Koreafrage ist klar: die "Entspannungspolitik" der USA mit China und der Sowjetunion auszuweiten und die Demokratische Volksrepublik Korea darin miteinzubeziehen; der Demokratischen Volksrepublik Korea die internationale Anerkennung des imperialistischen Lagers zuzusichem im Austausch gegendie Anerkennung der Republik Korea durch den Arbeiterstaat im Norden; die Beziehungen zwischen der ROK und der DVRK "zu normalisieren und zu pazifizieren" Schließlich soll in diesem internationalen Kontext der Charakter der ROK von einem militärischen Neokolonialstaat in einen "normalen" Neokolonialstaat seandert werden. d.h. Südkorea durch die Beherrschung seiner Wirtschaft durch den japanischen Imperialismus iminternationalen kapitalistischen Lager gehalten und die nationale Teilung Koreas durch das internationale Entspannungsnetz zwischen der kapitalistischen welt und den bürokratisierten Arbeiterstaaten verewigt werden.
Im Prinzip hat die Sowjetregierung gegen die generelle Linie einer "Entspannungslösung" in der Koreatrage nichts einzuwenden. Das ist eine Frae der zeit und hanet ab von der Pahigkeit Wahingtons und Tokios, die gegenwärtige Krise de Park-Regimes zu lösen. Kürzlich hat die Sowjetzeilen Veitetern der ROk Einreisevisas zugestan- südkoreanischenSportlern und halb-offiden.
Die Haltung der chinesischen Regierung zur Koreafrage ist sehr widersprüchlich. Die chinesische der Kim i1 Sung-Regierung der DVRK die Hand. schüttelt gleichzeitig Washington und Washington setzt alles daran, die chinesische daß sie den US-Imperialismus und den iapanischen Imperialismus bei der Lösung der Koreafrage im Sinne der Entspannung und des Neokolonialismus unterstützt. Andererseits haben Kim Il Sung und andere offizielle Vertreter der DVRK im letzten Jahr Peking besucht und zur Zeit der Befreiung Phnom Penhs und Saigons eingemeinsame chinesisch- nordkoreanische Erklärung unterzeichnet. Obwohl 1972 die Kim Il Sung-Führung bereit war zu der gemeinsamen Erkläring mit dem Park-Regime stellt sich die nordkoreanische Führung e dael einen euer sites Par in eines einselettet werden könnte. Vor kurzem versetzte die DVRK dem US- Imperialismus einen Schlag, da es die Volksrepublik Angola der MPLA anerkannte, obwohl Peking weiterhin seine Attacken gegen den "sowjetischen Sozialimperialismus" in Angola reitet. Die chinesische Regierung unterstiltzt Norkorea in der UNO, ebenso wie die UdSSR. aber gleichzeitig arbeite lie chinesische Politik obiekiv für die Interesser des Us-Imperialismus und des japanischen Imperialismus, da es die US-Militärpräsenz in Süd-Ost- Asien, den japanisch-amerikanischen Sicherheitspakt und die "Selbstverteidigungskräfte" des japanischen Imperialismus de facto anerkennt. Aber selbst die chinesische Regierung kann dem US-Imperialismus nicht die sofortige und wirksame Unterstützung in der Koreafrage geben, die dieser angesichts der nordkoreanischen Regierung und der aktuellen Krise der ROK benötigt. Kissingers ganze Fernostasien-Politik für den US-Im- Wende dat gegenüber der früheren Be wischeni- stellt eine wirkliche historische tärischen Konfrontationsstrategie, und nach dem Koreakrieg verfolgt wurde. Der bedeutende Niedergang der Fähigkeit des US-Imperialismus zur internationalen Konterrevolution, der durch den Sieg der indochinesischen Revolu tion verursacht wurde, und damit zu sammenhängend die entscheidende Wende in der US-Strategie für diese • Als militärisch-neokolonialer Staat hat die ROK keine Zukunft in der neuen Fernostasien-Strategie des geschwächten US-Imperialismus, und deswegen untemimmt das Park-Regime jetzt den letzten verzweifelten Versuch, sich zu retten. Die südkoreanischen Massen selbst spüren diese entscheidende Wende im Kräfteverhältnis in der Region und die Schwächung der Stellung der Park- Diktatur.
Trotzdem die südkoreanische Exportindustrie in Verbindung mit dem Aufschwung der japanischen Wirtschaft sich relativ rasch entwickelte, hat sich die Park-Diktatur nie im Volk eine soziale Basis für den südkoreanischen Staat geschaffen. Der Wunsch der Bevölkerung nach der nationalen Wiedervereinigung Koreas ist nie schwät hen ausgedreiten Gegentelett er hat sich und unter den südkoreanischen Werktätigen an Entschlossenheit gewonnen. Die neokoloniale Unterordnung der ROK unter der japanischen Imperialismus hat dazu geführt, daß ei ganzen Schichten südkoreanischer Verktätiger das anti-japanische Bewußtsein wieder erwacht ist. In den ländlichen Gebietenhaben die strenge Armut und die tiefe Verschuldung breiter Bauernschichten nicht abgenommen trotz der "Kampagne für neue Dördie die Regierung im letzten Jahr startete. Tiefe Unzufriedenheit durchzieht jetzt die Armee. Trotz der strengen Pressezensur und der harten militärisch-polizeilichen Repression in den Kasemen, hat es in den letzten zwei, drei Jahren mehrere Soldatenre volten gegeben.
Auf Grund der internationalen kapitalistischen Wirtschaftskrise und besonders der japanischen Rezession stecken die rasch entwickelte südkoreanische Exportindustrie und die Zahlungsbilanz der ROK in einer tiefen Krise. Durch diese ökonomische Kniet den fe nelsolen impertinus tir das Park- der ROK Regime noch lebenswichtiger als zuvor. Gleichzeitig ist in Japan die Perspektive eines kontinuierlichenWachstums und wirtschaftlicher Expansion wie in den 60er Jahren verlorengegangen und die politische Situation in Japan ist nicht mehr so stabil wie früher. Die Krise der traditionellen bürgerlichen, liberal-demokratischen Regierung verschärft sich und die kommenden Explosionen in Südkorea werden enorme Rückwirkungen auf die japanische Politik haben und die Krise der
japanischen Bourgeoisie vertiefen. Die kritische Situation Südkoreas und die Japans sind somit eng miteinander verflochten, insbesondere seit der indochinesischen Revolution.
Die Kampfbereitschaft der südkoreanischen Massen ist trotz der langen Jahre militärisch-polizeilicher Diktatur und wiederholter scharfer Repression gegen Studenten, Intellektuelle und andere oppositionelle Strömungen seit dem Staatsstreich Parks im Mai 1961 nie völlig lahmgelegt worden. Trotzdem der offene und massive Ausdruck der Kampfbereitschaft des Volkes gewaltsam durch das militäris ch-polizeiliche Regime unterdrückt wurde, konnte durch diese Repression keine konterrevolutionäre politische werden, wie dies sofort nach dem Ko- Hegemonie über die Massen errichtet der Fall war. Seit 1963 haben die lenher Massenaktionen, selbst unter Bedingungen als auch durch wiederholtes Ausbrechen studenschärfster Repression. In den 60er Jahren hatten die südkoreanischen Massen kein günstiges internationales Kräfteverhältnis für eine totale politische Konfrontation mit der Diktatur auf ihrer Seite, aber jetzt hat sich die Situation entscheidend zugunsten der Massen geändert.
Der Dichter Kim Chi Ha und andere Oppositionelle in Parks Gefängnissen sind fest vom kommenden Sturz der Diktatur überzeugt. Selbst die libeeinen weiten per dite er Dieren eing innerhalb der südkoreaníschen Opposition. Dies geschieht in Form einer Polarisierung zwischen der bürgerlich-liberalen Opposition, die vom frúheren Präsidentschaftskandidaten der Opposition, Kim Dae Jung, vertreten wird --er wurde von der südkoreanischen Polizei gekidnappt, als er in Japan war, und er hat guten Kontakt zu sog. liberalen Elementen in amerikanischen und japanischen politischen Kreisen --, und den linken populistischen Studentenkämpfern, die eine Basis bei den Arbeitern und armen Bauern suchen; ihre Orien- Kim Chi Ha. tierun schlägt sich nieder in den Gedichten von Angesichts dieser Entwicklung hat das Park-Regime keine Zukunft; mit all seinen repressiven Notverordnungen, der Herrschaft der koreanischen CIA. der Hinrichtung junger Kampfer gegen Par ısw. schaufelt es sich nur sein eigenes Grab. Die einzig realistische politische Perspektive ist nun der gewaltsame Ausbruch der Masse der südkoreanischen Werktätigen und der endgültige Sturz de Park-Diktatur. Selbst ein militärischer Staatsstreich der aname poltene vind actite Midilierung Die Achillesferse der vom US-Imperialismus verdas weder wasen geon, noch est non feh suchten oder Pyöngyang in der Lage sind, diese Explosion der südkoreanischen Massen zu kontrollieren. Nie mand kann genau vorhersagen, wann sie ausbrecher ind das Park-Regime zu Fäll bringen wird. Abe es ist die unmittelbare Aufgabe der internationalen Arbeiterklasse, besonders der japanischen Arbeiterklasse, gegen die US-japanische Unterstützung des Park-Regimes zu kämpfen, die internationale nale Arbeiterklasse müssen sich auf eine neue Situation in Korea und im Fernen Osten vorbereiten, die insgesamt auf den Sturz der Diktatur folgen wird; der US-Imperialismus und der japanische Imperialismus bereiten sich schon darauf vor. Die Erhebung der südkoreanischen Massen und der Sturz des Parkregimes werden eine mächtige Explosion des Wunsches nach nationaler Wiedervereinigung Koreas und eine rasche Entwicklung des Klassen kampfes der Arbeiter, städtischen Werktätigen und Bauern auslösen. Der Sturz des Regimes wird zugleich die antiimperialistische nationale Frage nach der Wiedervereinigung Koreas und die Klassenfrage nach dem Kampf der Arbeiter und Bauern gegen die neokoloniale Bürokratie, die Bourgeoisie und die Grundbesitzer auf die Tagesordnung stellen. sets wird sichere cole gens gere lanale Tendenz herausbilden, die versucht, die neokolonialen Beziehungen zur japanischen und anderen imperialistischen Bourgeoisien aufrechtzuerhalten und die bereit sein wird, unter dem Schutz des US- Imperialismus und des japanischen Imperialismus eine Art schwacher "föderativer" Beziehungen mit Nordkorea zu knüpfen. Andererseits wird sich eine Arbeiterströmung entwickeln, die empirisch versuchen wird, der ganzen gegen Nordkorea gewandten politisch-militärischen Struktur des US- Imperalismus und der ROK ein Ende zu machen, den Japan -Südkorea-Vertrag aufzulösen, japanisches und ausländisches Kapital zu nationalisieren, die neokoloniale Bourgeoisie unddie Landbesitzer in der ROK zu enteignen, die südkoreanische Armee zu zerschlagen, eine südkoreanische Arbeifür die sofortige wirtschaftliche Zusammenarbeit Bauem - und Soldatenregierung zu bilden und mit der DVRK und für die demokratische Wiedervereinigung des Volkes von Korea auf der Grundlage des Willens aller koreanischer Arbeiter und Bauem zu kämpfen. Der Sturz des Park-Regimes und die Explosíon eines breiten und mächtigen Massenkampfes wird die Frage der besonderen permanenten Revolution in Korea auf die Tagesordnung stellen. Die japanische und die internationale Arbeiterklasse müssen sich auf den kommenden Kampf des koreanischen Proletariats vorbereiten. Der Sturz des Park-Regimes und die mächtige Erhebung der südkoreanischen Massen wird eine resüdkoreanische Situation zu intervenieren, nicht ohne Sorge, der zutiefst demokratische Massen aufschwung der südkoreanischen Arbeiter und Bauem möge seine eigene bürokratische Herrschaft über den nordkoreanischen Arbeiterstaat erschüttern. Der US-Imperialismus und der japanische Imperialismus werden jede Anstrengung unternehmen, in die Situation in Südkorea zu intervenieren, um den südkoreanischen Neokolonialismus lichen Umklammerung zu retten. Die gesamte Militärstruktur der USA und Japans wird zu diesem Zweck mobilisiert werden und die USA werden der DVRK wahrscheinlich mit ihren nuklearen Waffen drohen, um deren Aktionen in Südkorea einzuschränken und zu kontrollieren. So wird die Entfaltung der Kämpfe der südkoreanischenArbeiter und Bauern für die Wiedervereinigung des Volkes von Korea eine neue, historische Spannung herbeiführen und eine entscheidende Konfrontation gegen die verbündeten Kräfte des amerikanischen und des japanischen Imperialismus im Fernen Osten entfesseln.
21. Februar 1976