Inprekorr 1971–1992

Archiv der Internationalen Pressekorrespondenz der IV. Internationale

Indochina

Unterstützung bis zum endgültigen Sieg

Inprekorr Nr. 32, 1. Mai 1975 · S. 3-9 · 4.889 Wörter

Vietnam und Indochina USA und Kanada China Stalinismus und Bürokratie

Unkorrigierter maschineller Text (OCR). Jede Seite verweist auf ihren Scan; vor dem Zitieren bitte dort prüfen.

April 1975 - Die IV. Internationale beglückwünscht die Völker das laotische und das vietnamesische Volk zu einem Indochinas zu den hervorragenden, siegen, die sie gemeinsamen Kampf verknüpft hat; von der intema• in den letzten Monaten errungen haben. ionalen Bedeutung, die der Indochinakrieg gehabt hat eine außerordentliche Bedeutung, sowohl für die und noch weiterhin hat.

Entwicklung der regionalen Situation als auch auf Weltebene, Mit dem Fall von Phnom Penh und mit der katastrophalen Verschärfung der allgemeinen Krise des Saigoner Marionettenregimes nach dem Zusammenbruch der Streitkräfte in Zentral- 2. vietnam, ist der Kampf der indochinesischen Arbeiter in eine neue Phase getreten. In eine neue Phase, wo de amdgültige Sieg in einem langen revolu- hon ären Die Art und Weise wie die Marionettentruppen in Süd- vietnam, im zentralen Hochland und in den nördlichen schen Kolonialismus und gegen den amerikanischen gegen den französischen und japani- Provinzen, sowie in den Küstenprovinzen Zentralviet- Imperialismus zur unmittelbaren Aktualität wird. namszusammengebrochen und auseinandergefallen sind, beleuchtet grell die Gründe für den Mißerfolg des US- Imperialismus, sowie die Natur des revolutionären Prozesses, den zu zerstören er vergeblich versucht hat.

Das Debakel des Imperialismus in Kambodscha und Vietnam hat tiefgreifende internationale Auswirkun- Die Provisorische revolutionäre Regierung (PRR) hat im Januar und März 1975 keine mit der Tet-Offensive gen. Es sanktioniert das endgültige Scheiter einer von 1968 oder mit der Frühjahrsoffensive von 1972 Interventionspolitik, in die die verschiedenen, auf- vergleichbare Generaloffensive ausgelöst. Im Gegeneinanderfolgenden US-Regierungen ihre ganze Auto- teil, bevor Thieu die Aufgabe der Provinzhauptstadte rität und alle zur Verfügung stehenden Mittel inves- Kontum und Pleiku beschloss, setzten die Befreiungstiert hatten, und es deckt unerbittlich die politische streitkräfte nur beschränkte militärische Mittel ein Führungskrise, in der sich der Imperialismus heute und seitdem gestaltete sich ihr Vormarsch ohne große befindet, auf. Die Siege der revolutionären Kämpter Kämpfe -- bis zur Schlacht um Xuan-Loc in der Geın Indochina verstärken einen Trend zur Veränderung gend von Saigon. Das militärische Potential der Mariodes Kräfteverhältnisses zwischen den Klassen auf Welt- nettenarmee, die weiterhin die unumschränkte Beherrebene. scherin des Luftraums ist, blieb weit größer als das der Die enorme Tragweite und Bedeutung dieser letzten revolutionären Kräfte. Die Marionettenarmee litt, trotz der relativen Reduzierung der US-Hilfe, weder an Wende in der Geschichte der indochinesischen Revo- Brennstoff-, noch an Munitions- noch an Ersatzteillution rührt her von der Natur des dort in Gang gesetz- mangel, Dies zeigt wie verlogen die offiziell von kapitalistischen und neokolonialistischen Herrschaft ten revolutionären Prozesses, der die Fundamente der Saigoner und Washingtoner Seite als Rechtfertigung in Vietnam in Frage stellt; von der tiefgreifenden Dia- für den Rückzug angegebenen Gründe sind, einander verbindet und die das kambodschanische, ektik, die die Kämpfe der drei Völker Indochinas mit- mee ist nur ein Ausdruck des inneren Vertaulungs- Der plotzliche Kollaps der Hallte der Saigoner Ar-

Seite 4

prozesses des Saigoner Regimes und der raschen Veränderung des politischen und sozialen Kräfteverhältnisses in Südvietnam. Der tiefere Grund für das erzeitige Debakel des Imperialismus muß gesucht verden in der Vertiefung des revolutionären Prozesses nach Unterzeichnung des Pariser Abkommens vom 27. Januar 1973. Die Einstellung der Luftangriffe auf Indochina, sowie der Abzug des amerikanischen Expeditionskorps sanktionierten den Mißerfolg der vorangegangenen amerikanischen Strategie. Die Unterzeichnung des Abkommens bedeutete sicher nicht das Ende der konterrevolutionären Politik der USA in dieser Region, sondern ein Zurückschrauben seiner Ziele und seiner Mittel, "Ein solcher Rückzug ist noch nicht gleichbedeutend mit dem Sieg der permanenten Revolution in Vietnam. Er bedeutet nur, dal der Prozess dieser Revolution sich entwickeln kann unter den Bedingungen einer reduzierten konterrevolutionären Einmischung, die ganz sicher nicht gleich Null ist". So hieß es in der Resolution, die auf dem Intemationalen Exekutivkomitee der IV. Internationale vom Dezember 1972 angenommen wurde. Die heutigen Siege der revolutionären Kräfte zeigen, daß sie aus dieser neuen Situation Profit ziehen konnten.

Die Niederlage Thieus und seines imperialistischen Meisters ist zuerst eine politische und soziale Niederlage und erst dann eine militärische. In Saigon begünstigt die wirtschaftliche Krise den Aufschwung von ökonomischen Kämpfen, die zwar aufgrund des Umtangs der Repression beschränkt sind, aber dennoch eine sehr große Bedeutung haben für den Zertalisprozess der Basis des Regimes. Die Brutalität der Repression hat die Entwicklung von Bewegungen, die für die Freilassung aller politischen Gefangenen, für die Wiederherstellung der demokratischen Freiheiten und des Friedens kämpfen, nicht stoppen können. Die Ausweitung der städtischen Opposition auf den Marionettenapparat selber, hat eine tiefe Spaltung hervorgerufen innerhalb des Regimes selbst, Zwischen denjenigen, die einen präventiven Rücktritt von Thieu wollten und denjenigen, die gerade dies fürchteten.

Während dieser Zeit machten die befreiten Gebiete, befreit von den massiven Bombariderungen und trotz der von der Saisoner Armee lancierten Überfälle, einen Prozess des wirtschaftlichen Wiederaufbaus und der beschleunigten Agrarreform durch. Eine soziale Klasse wurde in den befreiten Landgebieten eliminiert, die Klasse der Großgrundbesitzer, während gleichzeitig die politischen und sozialen Bedingungen derzeit die Herausbildung einer Klasse von kapitalistischen Bauer verhindern. Aufgrund dessen begannen die befreiten Gebiete eine anziehende Wirkurg auszuüben angesichts der politischen Krise von der die vom Marionettenregime kontrollierten Städte geschüttelt wurden, und in denen eine galoppierende Inflation und eine dramatische Arbeitslosigkeit herrschten.

Das waren die Achsen, um die herum unserer Meinung nach die "revolutionäre Offensive der arbeitenden Massen in Südvietnam" sich entwickeln würde. In der Resolution vom Dezember 1972 zog man deshalb die Schlußfolgerung , daß "unter den" so beschriebenen "kombinierten Wirkungen des Prozesses" " der Auflsöungsprozess des Militär- und Verwaltungsapparates der Marionetten auf dem Lande wie in der Stadt" beschleunigt vonstatten gehen würde. Genau dies ist eingetreten und emeut wurde bestätigt, daß die Stärke ler indochinesischen Revolution herrührt aus der Kombinierung der sozialen, politischen und militärischen Kample, aus der Kombination eines nationalen Befreiungskampfes mit dem Prozess einer sozialen Revolution, aus der Dynamik der permanenten Revolution. Die Kraft der indochinesischen Revolution rührt nicht nur her aus dieser Kombination, sondem auch aus seiner regionalen Dimension. Die Offensive von 1953/ 54, die ihren Höhepunkt in dem großen Sieg von Diem Bien Phu finden sollte, hatte bereits die enge Verbindung des Kampfes in Vietnam und Laos aufgezeigt. Später, mit der Bildung der Demokratischen Republik von Vietnam und dem Eintritt der kambodschanischen Massen in die revolutionäre indochinesische Front, hat die indochinesische Revolution eine neue Dimension gewonnen. Die Erfolge der FUNK in Kambodscha nach dem Staatsstreich von 1970 und der Neo Lao Haksat in Laos nach der amerikanischsüdvietnameischen Intervention 1971 hatten die Frühjahrsoffensive von 1972 in Südvietnam vorbereitet. Die Unterzeichnung des Pariser Abkommens im Januar 1973 zog einen Monat später das Abkommen von Vientiane nach sich, und dann, am 15. August, die Einstellung der massiven Bombardierungen gegen Kambodscha, was vor allem auch ein Ergebnis des außerordentlich erfolgreichen Widerstandes der kambodschanischen Kämpfer war, Die befreiten Gebiete Südvietnams konnten sich fortan fester an den nordvietnamesischen Arbeiterstaat anlehnen, der wirtschaftliche Wiederaufbauhilfe, Militärhilfe gegenüber den Saigoner Übergriffen, sowie kulturelle Hilfe leistete.

Diesmal zeigte die Unfähigkeit Washingtons, auf die Schließung des Mekong -- über den 80% der Versorgung Phnom Penhs lief -- zu antworten und die seit Januar 1971 immer enger werdende Umzingelung der kambodschanischen Hauptstadt zu durchbrechen, auch dem Thieu-Regime und seiner Armee, daß die Macht des amerikanischen Imperialismus schlicht und einfach begrenzt ist. Der Zusammenbruch der Marionettenarmee in Zentralvietnam wiederum läutete den Tod des Lon Nol-Regimes ein. Keinerlei Unterstützung konnte von Saigon fortan noch erwartet werden. Die Niederlagen der neokolonialen Regime in Kambodscha und Südvietnam reduzierten schließlich den Manövrierspielraum der Verwaltung von Vientiane in Laos: die Auflösung der "Nationalversammlung" der Marionetten, die bereits seit längerem beschlossen , von der Bourgeoisie jedoch blockiert worden war, wurde soeben verfügt.

Diese wechselseitige Beeinflussung des Kampfes der drei Völker Indochinas, diese, verglichen mit dem ersten Widerstandskampf gegen die Franzosen, beträchtliche Ausweitung der indochinesischen Revolution illustrieren die Dynamik der permanenten Revolution in dieser Region, In diesem regionalen Rahmen wird man die Auswirkungen der Befreiung von Phnom Penh analysieren müssen, Obwohl es als letztes Land voll in die indochinesische Revolution integriert worden war, war Kambodscha das erste Land, das voll von der imperialistischen Agression befreit ist. Die Bedeutung der innerhalb von fünf Jahren revolutionären Krieges errungenen Ertolge in diesem Land von 7 Millionen Einwohnern, trotz der amerikanisch-südvietnamesischen Invasion von 1970 und des von Washington versuchten Völkermordes aus der Luft im Jahre 1973, ist exemplarisch insofern, als sie die außergewöhnliche Kraft ei-

Seite 5

nes bewaffneten Betreiungskampfes und einer Revolution zeigt. Die Menscheit ist den kambodschanischen Arbeitern und den arbeitenden Massen der anderen Völker Indochinas für die großen Opfer, die sie im Kampf gegen den Gendarm der kapitalistischen Welt gebracht haben, zu Dank verpflichtet. Durch die imperialistische Intervention haben 10% der Bevölkerung den Tod gefunden bzw. wurden schwer verletzt. Der ruhmlose und unwiderrufliche endgültige Sturz des Marionettenregimes in Phnom Penh wird tiefgehende Auswirkungen auf Südvietnam haben. Man kann sich nun auch in Saigon nicht mehr an dem Faktum vorbeimogeln, dal der amerikanische Imperialismus seine Kreaturen aulzugeben. Die Flucht der amerikanischen Staatsbürger aus der Saigoner Region kann -- nach der Flucht des Botschafters John Gunther Dean aus der kambodschanischen Hauptstadt-für die Moral des verbleibenden Marionettenapparates in Südvietnam ein schicksalshalter Schlag werden. Über die Tatsache der Bedeutung der imperialistischen Niederlage in Kambodscha hinaus, ist die Analyse des aus fünf Jahren Kampf siegreich hervorgegangenen Regimes schwieriger, aufgrund der sehr mageren Informationen. Wir kennen viel weniger den Umfang der in den befreiten Gebieten Kambodschas vorgenommenen Veränderungen und wir wissen sehr wenig über die Geschichte der kommunistischen Bewegung dieses Lan des -- wenn man das mit Vietnam vergleicht. Aber weil Kambodscha integraler Bestandteil der indochinesischen Revolution ist, ist es dennoch möglich den im Gang befindlichen revolutionären Prozess in Kambodscha einzuschätzen, Auf dem Lande wurde eine tiefgreifende Agrarreform durchgeführt, vergleichbar mit US-Botschafter John Gunther Dean verläßt Phnom Penh derjenigen in Südvietnam -- trotz einiger realer Unterschiede, die zusammenhängen mit der Struktur des landwirtschaftlichen Eigentums. Die kambodschanische (Kempradoren-) Bourgeoisie war immer organisch verbunden mit dem Militär- und Staatsapparat der Marionetten, sowie mit der imperialistischen Präsenz. Sie war daher angesichts der zahlreichen Mobilisierungen der Bevölkerung in Phnom Penh in den letzten Jahren sehr rasch entwurzelt und ohne Basis. Und schließlich haben die "Roten Khmer" in FUNK und GRUNK unzweifelhaft die politische Hegemonie und die Führer der "Roten Khmer" stammen von der kambodschanischen kommunistischen Bewegung ab.

Die Aktualität der sozialistischen Revolution zeigt sich heute in Kambodscha, Die Natur der kambodschanischen Revolution ist jedoch noch nicht endgültig entschieden. Die Konsolidiering eines neuen Arbeiterstaates in Asien erfordert in der Tat eine Reihe von tiefgreifenden wirtschaftlichen Maßnahmen, sowie eine soziale und politische Umgestaltung. Aber vor allem ist das Schicksal der kambodschanischen Revolution eng mit dem Schicksal der indochinesischen Rei der juni der euron in den be der ganz besonders revolutionäre Kampf geht weiter. Er muß seinen Abschluß finden in der Bildung der Sozialistischen Staaten von Indochina!

Diese letzte Wende in der Geschichte der indochinesischen Revolution besiegelt den Mißerfolg derjeni- Impertismus ausgearbeite worden war: des Kisten er-Plans • Dieser strategische Mißerfolg ist der letzte in einer ganzen Reihe anderer Das Engagement des US -Imperialismus in den Vietnamkrieg begann noch vor dem Genfer Abkommen von 1954. Er wollte damals den Prozess der asiatischen Revolution brechen und die Wiederöffnung des Chinesischen Marktes für den Imperialismus vorbereiten. Das war die Politik der "Eindämmung und des Zurückdrängens" (containment and roll back). Nach der Niederlage des französischen Kolonialismus mußten die USA zuerst das Marionettenregime von Diem in Südvietnam konsolidieren, Der allgemeine Wiederausbruch des bewaffneten Kampfes 1959-60 zwang den US-Imperialismus, den "lokalen Krieg" zu beginnen. Trotz der Entsendung von amerikanischen Beratern befand sich das Marionettenregime 1964 am Rande des totalen Zusammenbruchs, Washington beschloß damals, ein US-Expeditionskorps nach Vietnam zu schicken (was im heute befreiten Da Nang an Land ging und mit den Luftangriffen auf die damals befreiten Gebiete im Süden (ein Großteil der ländlichen Gebiete) und gegen die demokratische Republik von Vietnam zu beginnen, wobei es von der kriminellen Passivität der sowjetischen Bürokratie profitierte. Die Tet-Offensive besiegelte den Mißerfolg dieses "lokalen Krieges". In der Folge akzeptierte der US-Imperialismus ein erstes Zurückstecken seiner Ziele -- zumindestens provisorisch: er rechnete nicht mehr damit, den nordvietnamesischen Arbeiterstaat kurzfristig zerschlager zu können, Sondern er konzentrierte den Haupttei] seiner Kräfte darauf, das Rückgrat der FNL in Sudvietnam zu brechen. Das war die Vietnamisierung", die Beschleunigung der Politik der "Zwangsurbanisierung", und eine emeute Eskalation des Luftkrieges. Das De-facto-Scheitern des 1970 vom CIA in Kambodscha geschmiedeten Putsches, der mißlungene

Seite 6

INDOCHINA

Angriff auf den Ho Chi Minh-Pfad 1971 in Laos und die Frühjahrsoffensive 1972 in Südvietnam haben dahingehend gewirkt, dai diese Politik aufgegeben werden mußte.

Mit der Unterzeichnung des Pariser Vietnam-Abkommens verzichtete der US-Imperialismus darauf, kurzfristig die FNL, die FUNK und den Pathet Lao zu zerstören. Drei wesentliche Ziele behielt er jedoch bei: die Isolierung dieser revolutionären Bewegungen auf die ländlichen Gebiete Indochinas durch die Konsolidierung seiner Macht in den Stadten, die Errichtung einer neuen Verteidigungslinie am Mekong, die Thailand schützen sollte und drittens die maximale Dämpfung des weltweiten Echos seiner vorangegangenen Niederlagen, Phnom Penh und die wesentlichen Städte Südvietnams, mit Ausnahme von Saigon, sind befreit. In den städtischen Zentren in Laos sind soziale Kämpfe ausgebrochen. Die "Mekong-Linie" ist durchbrochen, während sich in Thailand wichtige soziale Kämpfe entwickeln und die Guerilla-Aktionen einen neuen Aufschwung erfahren. Und diese beiden ersten Ziele wurden in den letzten Monaten nicht allein zerstört. Denn dasselbe trifft für das dritte Ziel zu. Der vollständige Zusammenbruch in Kambodscha und der noch , zumindestens für den Augenblick, partielle Zusammenbruch in Südvietnam sind so schnell und so überraschend gekommen, daß es nicht möglich war, die Verantwortlichkeit der USA fur das Debakel und die Lähmung des US-Imperialismus zu verschleiem. Und auch die um die Frage der vietnamesischen Flüchtlinge und Waisenkinder inszenierte Vergiftungskampagne wird diese Realität nicht verschleiern können. Nur diejenigen, die Angst haben, für ihre Kollaboration mit dem imperialistischen Unternehmen zur Rechenschaft gezogen zu werden, die Folterer, die offiziere und Polizisten, die Bourgeois, die Rauschgitthandler und Kriegsgewinnler, Vormarsch der Streitkräfte der PRR. Die anderen versuchen nur, den Kämpten oder den traditionellen Repressalien von Seiten der Marionettentruppen gegen die neu befreiten Gebiete, die bombardiert und zu "free fire"-Zonen erklärt werden, zu entliehen, Der größere Teil der Bevölkerung-- auch der städtischen - - ist in den während der letzten Monate befreiten Gebieten geblieben oder kehrt dorthin zurück. Mehr noch: der Vormarsch der revolutionären Streitkräfte war begleitet von regionalen Autstanden und von Aktionen, die von geheimen städtischen Milizen durchgeführt wurden. Ende 1974 hat das Saigoner Regime ungefähr 50% seiner Militärposten im Mekong-Delta verloren oder aufgegeben, und zwar einzig und allein autgrund einer Ausweitung der Guerillabewegung unter der Bevölkerung. Die Befreiung der Provinzhauptstadt Ban-Me-Thuot im März war die Tat von etwa 1000 Mitguedem eines Bergstammes, ben durch den Aufstand der ethnischen Minderheiter im zentralen Hochland beschleunigt. Der Vormarsch der Streitkräfte der PRR entlang der Küstenebene Zentralvietnams, der durch den Zusammenbruch der Marionettenarmee beschleunigt wurde, war kombiniert mit dem Phänomen, daß bedeutende Truppenteile der Marionettenarmee zur FNL überliefen, sowie mit der Aktion klandestiner Milizen der Bevölkerung, die zuvor in den Städten organisiert worden waren und mit einer gewissen Anzahl städtischer Aufstandsbewegungen. Und schließlich konnten die internationalen Presseagenturen den begeisterten Empfang, den die Bevölkerung der FUNK anläßlich der Betreiung von Phnom Penh zukommen neis, nicht verschweigen. Zum ersten Mal hat der amerikanische Imperialismus eine Niederlage erlitten, obwohl er direkt und massiv seine Kräfte in einen konterrevolutionaren Krieg investiert hat. Und diese Niederlage wurde ihm zugefügt von der Bevölkerung von drei kleinen, armen und vorwiegend landwirtschaftlichen Ländern. Schon dies allein unterstreicht die Bedeutung der letzten Siege der indochinesischen Revolution. Die aufeinanderfolgenden Mißerfolge der konterrevolutionären Strategien des amerikanischen Imperialismus in Indochina gegenüber dem heroischen Widerstand und Kampf der kambodschanischen, laotischen und vietnamesischen Bevölkerung sind auf national gewesen. Washington versuchte nicht, in Indochina eventuelle dortige massive Investitionen zu verteidigen. Die Gesamtheit der imperialistischen Positionen in Südostasien, ja seine Fähigkeit, seine Position in der ganzen Welt verteidigen zu können, darin bestand der Einsatz der imperialistischen Agression gegen die indochinesische Revolution, Die indochinesische Revolution wurde zu einem Kristallisationspunkt der intemationalen sozialen und politischen Widersprüche, zum an der vordersten Linie stehenden Schützengraben des Weltproletariats.

Die imperialistische Niederlage in Indochina ist folglich nicht allein das Ergebnis des Kampfes der indochinesischen Völker. Der amerikanische Krieg zielte, über die indochinesische Revolution hinaus, gegen die Arbeiterstaaten. Er fuhrte die sowjetische und chinesische Führung dazu, einer Hille zuzustimmen, die, trotz ihrer Beschränktheit und ihrer Fluktuation, eine entscheidende Rolle bei der Bewaffnung der Revolution gespielt hat. Das Bestehen dieser Hilfe, sowie deren dramatische Mängel und Beschränktheiten, läßt die Parole von der Einheitsfront der Arbeiterstaaten. zur Verteidigung der indo- - chinesischen Revolution, die von den revolutionären Marxisten von den ersten Anflingen des zweiten Indochinakrieges an lanciert wurde, voll gerechtfertigt :erscheinen. Das gleiche gilt für die Organisierung einer militanten Unterstützung und Solidarität in der imperialistischen Welt, an der die IV. Intemationale voll teilgenommen hat. Die Niederlage des Imperialismus in Indochina wird in der Tat auch ein Ergebnis sein der intemationalen Solidaritätsbewegung mit der indochinesischen Revolution und des wachsender Umfangs des Anti-Kriegs-Gefühls in den USA, das -- bei der gegenwärtigen wirtschaftlichen Situation -der amerikanischen Interventionsmöglichkeit unmittelbare Beschränkungen auferlegt, Die indochinesische Revolution ihrerseits hat eine direkte Rolle bei der Herausbildung von neuen revolutionären Generationen in der ganzen Welt gespielt, die nicht unter der Kontrolle der traditionellen reformistischen und stalinistischen Arbeiterbürokratien stehen, und sie hat eine Rolle gespielt bei der Verstärkung der strategischen Schwäche der stärksten und mächtigsten imperialistischen Macht, sowie bei der Verschärfung der Krise des internationalen Währungssystems. Die indochinesische Revolution ist zur Brücke geworden zwischen der revolutionären Welle nach dem zweiten Weltkrieg und dem Aufschwung der Weltrevolution, dessen Zeuge wir heute sind Einer der Hauptpunkte des"Kissinger-Plans" nach der Unterzeichnung des Pariser Abkommens war die Iso-

Seite 7

lierung der indochinesischen Kämpfer durch eine öffnung gegenüber der sowjetischen und chinesischen VR China anzuerkennen. Er hoffte, die sich in der Folge Bürokratie. Der Imperialismus war ergebende Wende in der intemationalen chinesischen Politik für sıch ausnutzen zu können, Die Ankündigung der Reise Nixons nach Peking im Juli 1971, die über die Bedürfnisse der indochinesischen Revolution einfach inwegging, zeigte den Umtang dieser Wende. Die Anindigung der Nixon-Reise nach Peking demobilisierte einen bedeutenden Teil der Antikriegsbewegung in den uSA und in der ganzen Welt, indem sie die Illusion schuf, daß eine friedliche Regelung des Konfliktes möglich sei. Sie zeigte den vietnamesischen Kämpfern an, während sie selbst sofort die Punktion dieser Reise im Rahmen der "Nixon-Doktrin" anprangerten, daß sie nicht auf eine Verstärkung der internationalen Solidarität hoffen konnten, um der Eskalation ein Ende zu setzen. daß sie aus dem Rücktritt des Saigoner Regimes nicht Wahrscheinlich war dies der Hauptgrund dafür mehr eine Voraussetzung, für jedes Abkommen machten, wie das noch die "sieben Punkte" der PRR von damals torderten. Aber die aktuellen Siege der indochinesischen Massen bestätigen sowohl die unabhängige Position der vietnamesischen kommunistischen Partei, der FUNK und des Pathet Lao gegenüber der sowjetischen und chinesischen Bürokratie, als auch die Möglichkeit eines neuen Autschwungs des internationalen Klassenkampfs, trotz der Versuche, diesen mithilfe dieser Öffnungen gegenüber der sowjetischen und chinesischen Bürokratie zu bremsen.

Die ersten Folgen der durch die Siege der indochinesischen Revolution eingetretenen Wende haben nicht lange auf sich warten lassen, Die Regime in Südostasien, die während des kalten Krieges vom amerikanischen Imperialismus aufgebaut worden sind, sehen sich einer immer tiefer werdenden Krise gegenüber. Dies wird vor allem in Thailand sichtbar, wo die rechte Regierung von Kukrit Pramoj den Abbau der amerikanischen Basen im Lande fordert, während gleichzeitig Peking wissen laßt, daß es deren Beibehaltung wünscht, weil dadurch der sowjetische Einfluß im Indischen Thailand erfährt die Guerilla-Bewegung zur Zeit Ozean zurückgedrängt werden könne. Ebenfalls in einen Aufschwung. Die Folgen zeigen sich in den USA, wo die durch die massive Intervention der Amerikaner in Indochina aufgebrochene Krise des dal noch verscharit wurde, sich verschlimmert, Im die durch den Watergate-Skankapitalistischen Europa, wo sich Unruhe in den Regierungskreisen breitmacht angesichts des Fehlens einer politischen Führung durch den amerikanischen imperialismus, den Gendarm der kapitalistischen welt und folglich angesichts der "Führungskrise" der sogenannten "freien" Welt. Die Kontrolle Washingtons über die verbündeten Staaten und Satelliten wird dadurch schwächer, daß der "Kredit" , den man den USA einräumt, sowie das Vertrauen in deren Engagement kleiner geworden ist. Das Gewicht der Niederlage des US-Imperialismus in Indochina ist um- so schwerwiegender als die indochinesische Revolution nicht das einzige Problem ist, das er lösen muß, son- dem daß es kombiniert ist mit dem Aufschwung der Arbeiterkämpfe in Westeuropa, mit der sozialen Krise dem Mißerfolg der amerikanischen Diplomatie im in den USA, mit der Schwächung der NATO, mit Vorderen Orient..• Vor zehn Jahren noch konnte Washington all seine Kräfte auf Indochina konzentrieren. Das war der Beginn der grausamsten militärischen Intervention und Jahren erlebte die Arbeiterbewegung in Südostasien skalation. die man sich denken kann. Vor zehn mit der blutigen Zerschmetterung der indonesischen Kommunistischen Partei und mit dem Massaker an mindestens 500 000 Personen eine ihrer schwersten Niederlagen. Drei Jahre später: Prager Frühling, Mai 68 in Frankreich und Tet-Offensive. Das war ein symbolisches Janr, das Leugnis ablegte von der Dialektik der Weltrevolution, Heute erleben wir eine allgemeine Neugruppierung der Kräfte der Konterrevolution und der Revolution.

Die internationale Unterstützung für die indochinesischen Revolutionäre muß in dieser entscheidenden Stunde aufrechterhalten werden, Es handelt sich nicht nur darum, unsere volle Solidarität mit den Völkern Indochinas, im Sieg wie in schwierigen stunden, unter Beweis zu stellen und die derzeitige Vergiftungskampagne in der bürgerlichen Offentlichkeit in der Frage der Flüchtlinge anzuprangem. Es handelt sich darum, in einem Kampf , der noch nicht zu Ende ist, an der Seite der indochinesischen Kämpfer zu bleiben. Der amerikanische Imperialismus hält eine Luftbrücke nach Saigon aufrecht; der General Brown kündigt die Vorbereitung einer erneuten Intervention an; die US- Flotte konzentriert sich an der Küste Indochinas; Ford fordert eine Milliarde Dollar für seine Marionetten und splicht von der Entsendung amerikanischer Truppen, unter dem Vorwand "amerikanische Leben zu schützen". es scheint wenig wahrscheinlich, daß die USA emeu ind über einen längeren Zeitraum amerikanische Bodentruppen und die Luftwaffe in Vietnam einsetzen. Aber sie tragen weiterhin die Verantwortung für die augenblicklichen Leiden der Völker Indochinas und es ist möglich, daß sie der Welt erneut zeigen wollen, was es kostet, wenn man den "amerikanischen Frieden" ın Frage stellt und daß sie zu diesem Zweck schwere Vergeltungsmaßnahmen durchführen, Darauf müssen wir vorbereitet sein.

Wie wir auch auf neue politische Manöver des Imperialismus vorbereitet sein müssen, Washington kann morgen das beschließen zu tun, was es vor sechs Monaten noch verweigert hat -- trotz des Drucks von Seiten der rechten Saigoner Opposition --, indem es versucht, ein "Regime Thieu ohne Thieu" zu installieren, um eine minimale Kontrolle über die Situation zu behalten. Diese Operation, die die USA bisher als zu riskant angesehen haben, müßte dann offensichtlich in einer sehr weit fortgeschrittenen Situation versucht werden, nach der Ausdehnung der befreiten Gebiete auf nun etwa 75% des Territoriums und ungefähr 50% der Bevölkerung. In einer Situation, wo das spezifische Gewicht der PRR rasch angewachsen ist und wo die innere Krise des Marionettenregimes sich dramatisch verschärft hat. Zu einem Zeitpunkt schließlich, wo Phnom Penh befreit ist und die USA diskreditiert sind.

Unter diesen Bedingungen könnte die Ersetzung Thieus den Auflösungsprozess des Marionettenapparates beschleunigen, anstatt ihn zu stoppen, Deshalb wurde Thieu bisher, trotz des Debakels, noch nicht abgesetzt. In diesem Kontext muß die eventuelle Bildung einer Koalitionsregierung in Saigon für die Anwendung der Pariser Verträge gesehen werden. Wie es schon in der Resolution des IEK von 1972 heißt: "Es ist unsere Pflicht, klar zu erklären, daß es weder in Vietnam noch sonstwo eine "nationale Versöhnung" geben kann zwischen den ausbeutenden Klassen und den ausgebeuteten Klassen, Die IV. Internationale ist gegen Koali-

Seite 8

INDOCHINA tionsregierungen mit der Bourgeoisie, was auch immer der konkrete Inhalt dieser Regierungen sein mag. Selbst wenn die bürgerlichen Minister einer solchen Regierung die Geiseln einer de-facto proletarischen Staatsmacht sind, erleichtert doch ihre Anwesenheit die Vollendung des Prozesses der Machtübernahme nicht und ist für das Klassenbewußtsein des Proletariats in jedem Fall desorientierend.

Aber diese prinzipielle Opposition gegen jede Koalitionsregierung mit der Opposition erlaubt es uns nicht, jede dieser Regierungen automatisch als Volksfrontregierungen einzustufen, die die wirtschaftliche Macht und den Staat der herrschenden Klassen stabilisiert und verteidigt. " (siehe "Inprekorr" Nr. 23 vom Januar 1973). Im Gegenteil, im Falle einer vollständigen Auflösung der Marionettentruppen, nach dem Vorbild dessen, was sich in Da Nang abgespielt hat usw. wäre eine solche sogenannte Koalitionsregierung nur ein Ubergangsorgan zwischen dem Einmarsch der PRR in Saigon und der Errichtung einer neuen revolutionären Verwaltung. Fü den Fall, daß der Auflösungsprozess noch nicht vollende ist, würde es in der Saigoner Region eine Situation der offenen Doppelherrschaft geben und die Koalitionsregierung könnte den Prozess des nationalen Befreiungs• kampfes und der sozialen Revolution nicht dauerhaf unterbrechen.

Der militärische Sieg der Streitkräfte der PRR über die Saigoner Marionetten würde allein genommen sicher nicht das sozialistische Hinüberwachsen der Revolution in Südvietnam garantieren. Dazu sind, vor allem zur Konsolidierung der Herrschaft der Revolutionäre in den Städten, eine Reihe von sozialen, politischen und wirtschaftlichen Maßnahmen notwendig. Aber der Prozess der permanenten Revolution wird sehr günstige Entwicklungsmöglichkeiten vorfinden, der Sturz des Marionettenapparates und die Auflösung der reaktionă ren Parteien in den kürzlich neu befreiten Städten weisen in diese Richtung. Schließlich ist es wenig wahrscheinlich, aufgrund des geringen Organisationsgrades der städtischen Massen, der durch die Repression und die auf diesem Gebiet von der stalinistischen Kominter ererbten Tradition der KP Vietnams auferlegt wurde, daß die Formen proletarischer Macht, die in den Städten entstehen, keine schweren bürokratischen Deformationen haben. Vor diesem Hintergrund besonders können die Formen einer Koalitionsregierung (selbst wenn die bürgerlichen Minister nur einfache Geiseln sind) negativ lasten auf der Entwicklung des Klassenbewußtseins der vietnameischen Arbeiter und Massen. Der Sieg der Revolution in Südvietnam und die Einleitung eines Wiederverinigungsprozesses mit dem Arbeiterstaat im Norden wird dennoch für die Gesamtheit der indochinesischen Revolution neue Probleme stellen, sowohl auf dem Gebiet des wirtschaftlichen Neuaufbaus als auch auf dem Gebiet der sozialen und politischen Organisierung. Angesichts der Fortsetzung der militärischen und politischen Intervention des US-Imperialismus in Indochina, muß die interationale Solidaritätsbewegung ihre vollständiger Unterstützung und Solidarität mit den Kämpfen der Völker Indochinas emeut unter Beweis stellen. Sie muß die in der bürgerlichen Öffentlichkeit inszenierte und vom Imperialismus angefachte Vergiftungs- und Verleumdungskampagne in der Frage der Flüchtlinge anprangern. Sie muß die sofortige Anerkennung der PRR und der GRUNK fordern, sowie den Rückzug del US-Flotte aus den indochinesischen Gewässern, Finstellung der Luftbrücke nach Saigon, den Schluß jeglicher iniperialistischer Einmischung. Seit nunmehr dreißig Jahren führen die Völker Indochinas einen langen Kampf gegen den Kolonialismus und später gegen den Imperialismus. Sie haben der schwersten konterrevolutionären Angriffen unter der Bedingungen einer relativen Isolierung, die manchmal dramatische Ausnahme annahm, standhalten müssen. Sie haben im Rahmen des Kampfes für die Befreiung der Menschheit einen sehr hohen Tribut zollen müssen. Heute, wo der entscheidende Sieg über den US-Imperialismus und seine Marionetten möglich ist, muß die internationale Solidarität auf den Plan treten. Um zu verhindern, daß Washington kriminelle Vergeltungsmaßnahmen durchführt. Damit der Sieg der Völker Indochinas zu einem Sieg der Arbeiter auf der ganzen Welt wird, Pierre Frank

Die Geschichte der • Vierten Internationale soeben erschienen!

"Die am Anfang der stalinistischen Entartung 1923 entstandene trotzkistische Bewegung hat sich seitdem allen großen Ereignissen unserer Epoche eingeprägt und damit im Weltmaßstab die Kontinuität des revolutionären Marxismus gesichert.

Bestellungen an ISP-Verlag

D 2000 Hamburg 13 Hochallee 21 200 Seiten, 6 Mark

Seite 9

CIONALIS, 1 Wir veröffentlichen nachfolgend die Antwort der Liga Comunista Interacionalista (sympathisierende Organisation der IV. Intemationale) auf die von der "Bewegung der Streitkräfte"(Movimento das Forças Armadas -- MFA) vorgeschlagene Plattform für die politischen Parteien. Dieser Text wurde als kleine Broschüre veröffentlicht und in mehreren Im Gefolge der von der MFA zu den verschiedenen legalisierten Parteien aufgenommenen Kontakte wurden wir aufgefordert, unsere Meinung über den den politischen Parteien vorgeschlagenen Pakt zu außern.

Da wir der Auffassung sind, daß diese Fragen alle Arbeiter betreffen, da wir meinen, daß die Arbeiterbewegung als Gesamtheit diese Probleme disku- tieren muß, können wir unsere Position und unsere Antwort nicht geheim halten.

Die Arbeiter- und die revolutionären Organisationen können diese Fragen nicht hinter dem Rücken der Arbeiter diskutieren. Das käme einem Verzicht auf die Verteidigung ihrer Interessen, einer Aufgabe des Kampfes für die Verstärkung der Fähigkeit der arbeitenden Massen zur Offensive und für den Bruch mit allen heute noch vorherrschenden reformistischen Ilusionen gleich. Aus diesem Grund rufen wir alle Arbeiter auf, von den Arbeiterorganisationen zu verlangen, ihre Positionen und alle Kompromisse, die sie eventuell eingegangen sind, zu veröffentlichen. fen der Bourgeoisie die Antwort der Arbeiterklasse einzige Möglichkeit voranzutreiben, den Angrifauf die Krise des Kapitalismus entgegenzustellen bereiten. und den Weg zur sozialistischen Revolution vorzuportugal:

Antwort der LCI auf den