Inprekorr 1971–1992

Archiv der Internationalen Pressekorrespondenz der IV. Internationale

Solidarität mit linken Oppositionellen in Syrien!

Inprekorr Nr. 245, März 1992 · S. 3-4 · 315 Wörter

Nahost und Palästina

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Das syrische Baath-Regime ist zu Anfang dieses Jahres mit einer weiteren Repressionswelle über die linken Kräfte im Lande hergefallen (siehe Rückseite dieser Ausgabe). Der größte Teil der linken Gefangenen kommt aus der Communist Action Party (ca. 400 Genossinnen). Diese Organisation wurde 1975/76 gegründet und hat seitdem freundschaftliche Beziehungen zur .Internationale. 50 weitere Gefangene sind von der Syrischen Kommunistischen Partei-Politisches Büro (Linksabspaltung der KP, welche mit dem Regime verbündet ist), fast 80 gehören der linken Fraktion der syrischen Baath-Partei an, die 1970 von Assad gestürzt und unterdrückt wurde; einige Dutzend gehören zu einer nasseristischen Strömung. Sechs Gefangene gehören dem Komitee zur Verteidigung der Demokratischen und Menschenrechte in Syrien (CDF) an. Einige Genossinnen, deren Namen ihr auf dem Postkartenentwurf auf der Rückseite findet) schweben wegen Folter oder Krankheit im Gefängnis in akuter Lebensgefahr. Die Communist Action Party ist an uns herangetreten, mit der Bitte um Solidarität.

Wir können verschiedene Dinge tun: Möglichst viele Postkarten an die syrische Botschaft senden und andere Leute (besonders gut sind bekannte Personen des politischen Lebens) ansprechen, das selbe zu tun. Informationen verbreiten! So breit wie möglich, am besten, wo möglich auch in der bürgerlichen Presse.

Mahnwachen und Aktionen vor syrischen Konsulaten oder Botschaften, wobei z.B. Unterschriftenlisten oder Karten überreicht werden können.

Weitere Informationen erhaltet Ihr über die Kontaktadresse von Inprekorr (siehe Impressum).

Achtung!

Bisher war es üblich, daß die Deutsche Bundespost Postdienst geänderte BezieherInnen-Adresse an den Verleger weiterleitete, auch wenn kein Nachsendeantrag bestand.

Dieses Verfahren ist in Zukunft auf Grund geänderter Datenschutzbestimmungen nur noch möglich, wenn der/die Bezieherin KEINEN Widerspruch dagegen erhoben hat.

Wir fordern hiermit alle BezieherInnen von Inprekorr, die mit der Weitergabe ihrer geänderten Anschrift durch die Deutsche Bundespost Postdienst NICHT einverstanden sind, auf, uns bis zum 15.4. 1992 ihren Widerspruch zuzusenden.

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