Im Mittelpunkt der im Februar durchgeführten Tagung des Vereinigten Sekretariats (VS), der IV. Internationale stand die Vorbereitung des XIII. Weltkongresses der Termin wurde endgültig auf Februar 1991 festgelegt, die Wahl der Delegierten soll spätestens im Januar 1991 erfolgen — und die Debatte über die politische Arbeit in einer Reihe von Ländern. Die Vorlagen der Frauenkommissionen des Internationalen Exekutivkomitees (IEK) wurden angenommen und gehen jetzt in die Sektionen zur Diskussion. In Die Entwicklung der Kämpfe für die Frauenbefreiung in den westlichen kapitalistischen Ländern wird die im letzten Jahrzehnt veränderte Lage der Frauen, die Unterdrückung im Erwerbsleben (Teilzeitarbeit, Frauenberufe, neue Technologie, Flexibilisierung, Arsüdostasien informationen Chinesen in Südostasien
Heft Nr. 4/89 - Auslandschinesen In Südostasien - Vietnam: Die Vertreibung der Chinesen - Malaysia: Das "Chinesen-Problem" - Die Entstehung des "Chinesen Problems" in Indonesien - Sozialer Wandel der chinesischen Bevölkerung in den Philippinen AuBerdom:
Kirche in Asien - Kambodscha: ... zurück zum Schlachtfeld - 8 Buchbesprechungen - 3 Tagungsbenchte: aktuelle Nachrichten zu Indonesien, Kambodscha. Laos. Malaysia, Osttimor. Pheppenen, Singapur, Thailand Vietnam. Termine: Literaturhinweise Schwerpunkt des nächsten Hefts: Das Bild Südostasiens In der BRD südostasien informationen erscheint vierteljährich Südostasien Umfang: 64 Seten informationsstelle Einzoipreis: DM 6.- Josophinonstraße 71 0. 4630 Bochum 1 Jahresaborrement: Tol.: 0234 / 50 27 48 DM 24 - tür Einzelpersonen Electronic-Maing DM 48.- für Insttusonen Geonet GEO3 SEAINFO Korean: Searkasse Bochum (BLZ 430 500 01) Nr. 30302491, Posignsame Dormuna (BLZ 140 100 48) Ne 1748 450 beitslosigkeit) und Gesellschaft (Angriffe auf das Abtreibungsrecht. Sparpolitik) analysiert. Die Frauenpolitik der Gewerkschaften, sozialdemokratischen und Kommunistischen Parteien und die Entwicklung der Frauenbewegungen werden bewertet. Darauf gründen sich die programmatischen Vorschläge für die künftige Arbeit. Ähnliche Papiere wurden für die UdSSR und Osteuropa sowie Lateinamerika verabschiedet.
Die Sektionen werden in einer gesonderten Entschließung aufgefordert, die Feminisierung ihrer Führung und eine angemessene Vertretung von Frauen als Delegierte auf dem Weltkongreß zu diskutieren. Endgültig angenommen wurde der Entwurf für ein Manifest der IV. Internationale und über die Arbeitsweise der internationalen Führung. für die über zahlreiche Vorschläge zu beschließen ist. Kontrovers war die Debatte über das Europäische Dokument, über das auf der nächsten Sitzung im Juni entschieden wird. Die Differenzen liegen in der Bewertung der Entwicklung in Osteuropa (eine Minderheit sieht die Politik der Bürokratie noch kritischer als die Mehrheit und fordert, alle Kräfte für den sofortigen Aufbau von Sektionen einzusetzen), der Kritik an der politischen Orientierung in Westeuropa (Ablehnung einer Linie, die auf Umgruppierungen in der radikalen Linken setzt, anstatt auf die vorrangige Mitarbeit an Massenbewegungen, Kritik an einer angeblichen Theoretisierung kommenden politischen Niedergangs).
Vier Mitglieder des VS, die der britischen International Socialist Group (ISG) und einer Tendenz der französischen LCR angehören, erklärten sich zur internationalen Tendenz (Grundlage sind das Dokument Aufbau revolutionärer Parteien in Europa und ein Dokument der ISG über die UdSSR und Osteuropa). Der Vertreter von Socialist Action (USA) rief zur Bildung einer weiteren Tendenz auf (Grundlage: The Deepening Crisis of the Fourth International und Draft Resolution on the USSR).
Die Vertretung der US-amerikanischen Socialist Workers Party (SWP) hat mittlerweile an mehreren Sitzungen des VS nicht teilgenommen. Die Tagesleitung der Internationale wurde beauftragt, die Haltung der SWP zur IV. Internationale mit deren Führung zu klären.
Eine Erklärung über die Entwicklung in der DDR (siehe die kommende Ausgabe von Inprekorr) wurde im wesentlichen gegen die Stimmen der neu gebildeten internationalen Tendenz angenommen. Besonderer Wert wird darauf gelegt, daß - beides nach Schweizer Vorbild - eine internationale Kampagne zur Abschaffung der Bundeswehr und der Auflösung der Geheimpolizei begonnen wird. Der Resolutionsentwurf und die Organisations- Internationale Arbeiterbewegung vorschläge waren vorher mit dem Politischen Sekretariat der VSP beraten worden. Die Kritik der Mehrheit der VSP (gegen die Losung der sozialistischen Wiedervereinigung Deutschlands", Befürchtung des Entstehens eines „4. Reiches" , Erwartung eines raschen Anschlusses der DDR an die BRD, geringer Widerstand der Sowjetunion, Verteidigung des Aufrufes der »radikalen Linken**) wurde auf der Sitzung von drei Mitgliedern des Sekretariats der VSP vorgetragen. Die Kritik an den Auffassungen der Mehrheitsresolution wurde von ihnen in einer kurzen Denkschrift formuliert.
Einstimmig beschlossen wurde. vorrangig eine Organisation der IV. Internationale in der DDR aufzubauen. Dafür wurde eine Spendenkampagne und die Bildung eines internationalen organisierenden Komitees beschlossen. Die Führung des VSP wurde eingeladen, zu entscheidenden Sitzungen dieses Gremiums Beobachter zu entsenden.
In Schweden wurde jüngst das „schwedische Modell" durch die sozialdemokratische Regierung selbst aufgehoben (Steuerreform, Mieterhöhungen, Lohnstop und Streikverbot für zwei Jahre). Daraufhin entstand nicht nur in den Gewerkschaften starker Widerstand, sondern es bildete sich auch eine „Arbeiterliste", die bei den Kommunalwahlen im Mai erstmals antreten wird. Sie dürfte bis dahin Hunderte von Gruppen aufgebaut haben (näheres siehe im Artikel in diesem Heft).
In Brasilien waren die Präsidentschaftswahlen für die Arbeiterpartei (PT) ein großer Erfolg. Die Partei
hat inzwischen 650 000 Mitglieder, des Krieges), aber auch Schwächen (z.B. Fehlen einer eigenen Zeitung). Der Zusammenbruch des Stalinismus in Osteuropa wirkt sich, wie überall in Lateinamerika, auf die Linke sehr negativ aus.
Im kommenden Juni findet der nächste Kongreß statt.
Unsere Sektion hat sich günstig entwickelt. Sie hat über 700 Mitglieder und über 3500 organisierte Sympathisanten, die über ein Zehntel der nationalen Delegierten (Strömung Democracia Socialista - Sozialisti- Internationale Arbeiterbewegung sche Demokratie) stellen. In der Gewerkschaft CUT (12 Millionen Mitglieder) wurde mit CUT pela base [CUT für die Basis] eine Strömung aufgebaut, die 27% der Delegierten auf sich vereinigt. Die Sitzung der lateinamerikanischen Politbüros hat im Rahmen der Vorbereitung des Weltkongresses die Lage in mehreren Ländern diskutiert. Das galt für die Politik von A Luchar in Kolumbien, Peru (wo sich um Hugo Blanco ein Kern reorganisierte) und Uruguay. In Bolivien ist die IV. Internationale seit Jahren in mehrere Organisationen gespalten, von denen die POR-Combate mit der Monatszeitschrift Bandera Socialista die größte ist. Daneben gibt es andere wie Vanguardia Comunista. Hier wird der Weltkongreß eine Entscheidung zu fällen haben. Problematisch ist weiter der Zustand der beiden Organisationen in Chile, die sich auf die IV. Internationale berufen. Sie dürften nicht die Größe haben, die eine Anerkennung als Sektion rechtfertigen würde. Vorgeschlagen wird, über Dokumente zu Kuba und Mittelamerika zu entscheiden. Künftig wird es regelmäßige Sitzungen der lateinamerikanischen Frauenkommission geben. Die Sitzung des VS stand unter dem Eindruck der unerwarteten Wahlniederlage der FSLN in Nicaragua. Die Bewertung erfolgte auf der Grundlage der Analyse eines Leitungsmitglieds der mexikanischen Sektion, das die Wahlen beobachtet und nach dem Ausgang Diskussionen mit einigen Comandantes geführt hatte. Das Ergebnis erklärt sich aus der Kriegsmüdigkeit (zehnjähriger Krieg mit hohen Verlusten, Wehrdienst, Wirtschaftskrise infolge (von den Gewerkschaften verteidigte Sparpolitik, . Zulassungsbeschränkungen zum Studium), imperialistische Intervention zu den Wahlen (breite antikommunistische Propaganda), aber auch eine gewisse Bürokratisierung, Stopp der revolutionären Umgestaltung, fehlender Demokratisierung des gesellschaftlichen Lebens (die FSLN hatte zwar 70 000 Wahlhelfer, aber in der Partei gibt es nur 6000 Aktive). Die Folgen für die revolutionäre Bewegung in Lateinamerika sind schwerwiegend und noch nicht abzuschen. Der Kampf in El Salvador ist isolierter denn je. Kuba ist nun unmittelbar bedroht und braucht, trotz INPRECOR
Correspondencia de Pronsa Interacional para América Latina
Revista mensual de información y análisis publicada bajo la responsabilidad del Secretariado Unificado de la IV Internacional Responsable: Gonzalo Molina Diseño: Ariano Morn
Indice del número 1 Febrero de 1990 3 Panamá: Una causa injusta Alfonso Moro 4 Chlle: Nadie cuestionó el aparato legado por la dictadura Entrevista a Pedro Vera, vocero del MIR 6 Brasil: Las elecciones presidenciales. un sato histórico para el PT Juarez Guimarãos 9 Brasil: El PT, un nuevo tipo de partido Michael Lowy 15 México: Trece tesis sobre la coyuntura politica Lucinda Nava Alegría 20 Rumanla: La caída de una dictadura Entrevista a Edth Lhomol
Janotto Habel y Erdal Tan 22 RDA: Por un auténtico socialismo (Fragmentos de la Declaración de Izquierda Unida)
23 RDA: Una economía deteriorada Winfried Wolf 25 Checoslovaquia:
Fragmentos del Programa del Foro Cívico 26 Del mundo entero: La crisis del "socialismo real"
Michael Lowy 27 Del mundo entero: El Este y la esperanza Entrevista a C. Samary y A. Krivine 28 Perú: Las elecciones presidencialos serán la lucha entre FREDEMO • IU Entrevista a Javier Diez Canseco Renato Sierra 30 Cuba: El caso Ochoa
Janette Habel 36 Bolivia: Un balance del VIll Congreso de la COB
Hugo Gonzalez Moscoso 40 El Salvador: Mensaje de fin de año del FMLN (fragmentos: Edite par Press-ludoe Comunicacion Adeini erarion 2 me Richard Lenos, 93108 Mostrail, France lous tancaves er cheques por ellfa & Fordre & PEC aller Kritik am politischen System, künftig mehr Solidarität. In der FSLN könnten sozialdemokratische Tendenzen gestärkt werden. Es ist unklar, welche Kräfte sich in der Partei durchsetzen werden, welche Politik verfolgt wird.
Eine grundsätzliche Erklärung wurde beschlossen (siehe vorliegendes Heft). Die Organe der IV. Internationale werden die Frage weiter diskutieren. Drei Leitungsmitglieder der mexikanischen PRT wurden nach Nicaragua entsandt, um an den Diskussionen teilzunehmen. Aus Anlaß des 50. Jahrestages der Ermordung Trotzkis sollen Veranstaltungen und Foren in mehreren Ländern durchgeführt werden (22.9. in der BRD, 29.9. in Paris, 7.10. in Italien).
Der Bastille-Aufruf (siehe vorliegende Ausgabe von Inprekorr) für 1990 hat eine noch größere internationale Resonanz als im vergangenen Jahr gefunden. Zum Zeitpunkt der Tagung des Weltwirtschaftsgipfels im Juli sollen eine Reihe von Demonstrationen stattfinden. Diskutiert wird auch eine Demonstration in der BRD oder Berlin. Die nächsten Tagungen finden in London (1991) und Bonn (1992) statt.
Die internationale Schule in Amsterdam wird eine Reihe von Seminaren durchführen, die jeweils in Inprekorr rechtzeitig bekanntgemacht werden. Hans-Jürgen Schulz Japrecor
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Tranvia.
Studienhefte
Nr. 1 Ernest Mandel
Die Stellung des Marxismus in der Geschichte
In einer Zeit, in der viele „reumütige" Linke den Marxismus für unfähig halten. die neuen Phänomene des gegenwärtigen letzten Viertek des 20. Jahrhunderts zu erklären, erinnert Fr nest Mandel in diesem Text daran, daß sich der Marxismus von Beginn an auf Fortschritte der Sozialwissenschaften und der emanzipaton schen Bewegungen seier Epoche gestützt har Der Verfasser gibt einen Überblick über die vielfältigen Quellen der Theorie, die Marx und Einschen ich habenie rune den dem verschiedenen Gebieten heraus, mit denen sie sich beschäftigt haben: Philosophie. politische Okonomie. Sozialgeschichte. revolutionäre Organisation, Selbstorganisation der Arbeiter klasse, Emanzipationsbewegungen, Internatio nalismus. Ernest Mandel stellt fest: Der Marxismus „lernt beständig von der Wirk lichkeit. die unaufhörlich in Entwicklung be griffen ist": er ist der bewufste Ausdruck der realen Bewegung der Selbstemanzipation der Lohnarbeiter. Damit lietert der Autor cine For mel. die ein dialektisches Gleichgewicht zwi schen Neuerung und Verifizierung der als gesichert geltenden Kenntnisse ermöglicht. „Dise kleine Artent con Ernest Mandel ist men nar cme Schalang grandlage con forenden lich boler Qualität, sondern auch er Orignal beitrag des die Debatte über die Stellang des Marzonas en der Gochebte heroder und er nener. " (Michael Lowv)
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