tei gegründet. Man kann die Dinge nicht statisch sehen. Die Frauenbewegung existiert. Sie wird wachsen.
Unsere Partei muß sich erst verankern, eine wirkliche breite Basis gewinnen. Man muß wissen, wie man sich organisiert. Ich habe das in meinem Leben als Aktivistin gelernt. Wir werden mit der Agitation über unmittelbare alltägliche Fragen beginnen. Wir werden radikal in der Aktion, aber weniger radikal in unserem Programm sein, in einer Reihe von Fragen wie Abtreibung und Scheidung. Dennoch werden wir diese Fragen aufgreifen, selbst wenn wir deswegen unter den Mittelschichten an Popularität verlieren. Abtreibung ist unter armen Frauen etwas Alltägliches, und sie können leicht dafür kriminalisiert werden.
Eine neue Generation ist in den Kampf getreten, auf dem Land, in den Elendsvierteln, in den Fabriken, in der Gesellschaft. Durch ihre eigene Erfahrung wird sie über die bisher erreichten Erfahrungen der trüheren Generationen hinaus gelangen.
DÄNEMARK
Quotierung in der Brauereigewerkschaft Zum erstenmal in Dänemark und vielleicht sogar in Westeuropa - haben Frauen in einer Gewerkschaft die Quotierung bei der Wahl der Führung durchgesetzt. Gleichzeitig haben sie mit den Brauereiunternehmern ein Abkommen ge geschlossen, daß künftig gleich viel Männer wie Frauen eingestellt werden. Das Ziel ist, Männer und Frauen in gleichem Umfang zu beschäftigen und die Vorstellung zu Fall zu bringen, wonach es eine Männerarbeit und eine Frauenarbeit gibt. Die Gewerkschaft, in der die Quotierung durchgesetzt wurde,ist die Brauereigetriebe, um die es sich handelt, sind die Beschäftigte, darunter 700 Frauen. Bis Januar dieses Jahres waren Männer und Frauen in verschiedenen Gewerkschaften.
1903 organisierten sich die Brauereiarbeiterinnen. Doch die Männer ließen sie nicht in ihre Gewerkschaft, deshalb mußten sie eine eigene Gewerkschaft gründen. Die Begründung für die Haltung der Männer war, daß die Frauen die Löhne drücken und ihnen den Arbeitsplatz wegnehmen würden. Dieselbe Begründung wurde angeführt, als die Fabrikarbeiterinnen in die Gewerkschaft der Fabrikarbeiter eintreten wollten. Sie mußten ihre eigene Gewerkschaft, den Kvindeligt Arbejderforbund - Frauengewerkschaft, gründen. Diese Gewerkschaft gibt es immer noch. Sie zählt 100.000 Mitglieder, alles ungelernte Arbeiter und Arbeiterinnen, die in Fabriken oder als Rei nigungskräfte arbeiten.
Lm Gegensatz zur Gewerkschaft der Brauereiarbeiterinnen steht die Führung der Kvindeligt Arbejderforbund auf dem Standpunkt einer reinen Frauengewerkschaft. Sie begründet dies damit, dafs eine reine Frauengewerkschaft notwendig ist, solange es in Dänemark keine Gleichheit für Frauen gibt.
Die Brauereiarbeiter haben das Problem