Inprekorr 1971–1992

Archiv der Internationalen Pressekorrespondenz der IV. Internationale

Die IV. Internationale heute

Inprekorr Nr. 176/77, Sondernummer, Januar 1986 · S. 6-10 · 2.662 Wörter

IV. Internationale Mittelamerika Brasilien Stalinismus und Bürokratie

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prägt sind, aber die Dinge werden heute anders gesehen.

Fragei Die IV. Internationale hat in den vergangenen Jabren keine bedeutenden Fortschritte gemacht. Wieist ibr politischer Einfluß heute, wie steht sie organisatorisch da? Antworti Abgeseben von Mexiko und Brasilien hat es in den letzten fünf Jahren kein numerisches Wachstum der IV. Internationale gegeben. Die Mitgliederent wicklung hat stagniert. Neue Sektionen sind hinzugekommen, vor allem in Brasilien, Uruguay, Equador, und erstmals eine anerkannte afrikanische Sektion im Senegal.

Diese zahlenmäßige Stagnation bedeutet jedoch nicht einfach einen Stillstand der Entwicklung. In Lateinamerika, wo unsere Kräfte durch die Spaltung auf dem X. Weltkongreß* geschwächt wurden, konnte die ! nationale in der Mehrzahl der Länder wi me Zentralamerikas. In Europa sind unsere Kräfte stagniert oder zurückgegangen, aber gemacht bei ihrer sozialen Verankerung, bei ihrer innerorganisatorischen Konsolidierung, bei der Gewinnung politischer Erfahrungen und beim Aufbau von Führungskadern. Das ist sehr wichtig; wir müssen uns in Erinnerung rufen, daß nach 1968 die organisatorische Kontinuität unserer Sektionen, die häufig gerade den Entrismus hinter sich gelassen hatten, infragegestellt war. In den letzten 15 Jahren ist dieses Kapital wieder aufgebaut und gefestigt worden. Schließlich ist auf dem Kongreß der Wille zum Ausdruck gekommen, daß man anders Politik machen will.

Frage: Kannst Du das ausführen?

Antwort: Sicher. In der Vergangenheit hat die Internationale die Rolle des analytischen Kommentators, der Verteidigerin eines Programms gespielt — nicht ausschließlich, aber

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vor allem. Das war teilweise das unvermeidliche Ergebnis der Isolierung der IV. Internationale, die gegen den Strom zu schwimmen hatte, auch wenn sie sich immer angestrengt hat, praktisch zu handeln und mit ihren beschränkten Kräften ein Maximum zu bewirken. Ein Beispiel dafür ist die Unterstützung der Internationale für die algerische Revolution. Wir haben die permanente Revolution gegen die stalinistische Etappentheorie verteidigt und hatten dabei die Vorstellung. daraus ergebe sich fast naturwüchsig eine Antwort auf die konkrete politische Situation. Die meisten Sektionen machten in ihrer alltäglichen Politik keinen Unterschied zwischen der Propaganda ihrer allgemeinen Ideen, politischen Initiativen, taktischen Entscheidungen und politischen Operationen. Dies ist aber sehr gefährlich, weil jede politische Antwort, die auf ein konkretes Problem gegeben wurde, zugleich als Bestätigung oder Widerlegung des Programms aufgefaßt wurde. Zwischen diesen beiden Extremen gab es nichts. Auf diese Weise sind viele Spaltungen zustandegekommen.

Neu ist heute, daß man konkrete Antworauf konkrete Probleme geben will. Man nn z.B. ganz allgemein über die permanente Revolution diskutieren, über das Bündnis zwischen Arbeitern und Bauern, die demokratischen Aufgaben im antidiktatorischen Kampf und taktische Abkommen mit Teilen des Bürgertums. Für alle lateinamerikanischen Sektionen sind diese Fragen heute aber keine Prinzipienfragen mehr, weil jede vor konkreten Aufgaben steht, die sie zu lösen hat.

Soll man z.B. der Izquierda Unida in Peru beitreten? Wie soll man verhindern, daß diese Koalition der APRA geöffnet wird, die eine authentisch bürgerliche Partei ist, und wie soll man den Wahlkampf angesichts dieser Fragen führen? In Brasilien haben sich unsere Genossen und Genossinnen an der Gründung einer Arbeitermassenpartei, der PT, beteiligt, die aber weder die einzige Partei noch die Mehrheitspartei in der Arbeiterklasse ist. Wie soll man sichan andere Schichwenden und dabei weiter die PT aufbau- Die PT ist eine unabhängige Klassenpartei, aber die Klassenunabhängigkeit ist für sich selbst genommen noch kein Programm. Wie kann die PT eine Strategie ausarbeiten? Wie wendet man sich an andere Parteien? Soll man sich in Uruguay am Frente Amplio beteiligen, einer breiten Front, der auch eine bürgerliche Partei angehört, die jedoch den gemeinsamen Widerstand gegen die Diktatur wesentlich getragen hat, die der politische Ausdruck der Reorganisation und Vereinigung der Gewerkschaftsbewegung ist, die den Anstoß gegeben hat für Tausende von Basis- und Stadtteilkomitees in Montevideo? Und was soll man im Frente tun? Das sind die Fragen, die die Sektionen heute diskutieren wollen.

Kleine Organisationen, die eine gewisse numerische Schwelle überschritten haben und eine Rolle in der Arbeiterbewegung zu spielen beginnen, haben eine Verantwortung zu übernehmen, die oftmals weit über ihre Kräfte hinausgeht. So z.B. die bolivianischen Genossinnen und Genossen, die eine wichtige Rolle gespielt haben bei der Herausbildung einer neuen Mehrheitsströmung in der Einheitsgewerkschaft COB. Sie können sich nun nicht mehr damit zufrieden geben, die KP dafür zu kritisieren, daß sie keinen Generalstreik ausruft oder die Selbstverteidigung der Massen nicht organisiert, wie sie das konnten, als die KP die COB führte. Heute liegt es in ihrer Verantwortung, das zu tun; in jedem Fall teilen sie die Verantwortung für das, was die COB macht. Deshalb sind konkrete Antworten nötig.

Deswegen muß sich auch die Funktionsweise der Internationale ändern. Was die Mitgliedschaft erwartet, kann ihnen nicht die programmatische Orthodoxie geben. Programmatische Antworten sind natürlich wichtig in der Auseinandersetzung mit anderen Strömungen. Aber darüber hinaus braucht die Mitgliedschaft einen Diskussionsrahmen, in dem sie ihre Orientierungsprobleme anders diskutieren kann als in den Termini der „Zensur" und der „Exkommunikation". Im Rahmen unseres Programms gibt es Platz für einen politischen Dialog zwischen den Sektionen oder zwischen einer Sektion und der Führung der Internationale, der dem Bedürfnis entspricht, politische Probleme zu diskutieren und von den Erfahrungen des anderen zu lernen. Es besteht die Uberzeugung, daß wir trotz möglicher Differenzen untereinander an der Lösung desselben Problems arbeiten. Es kann sein, daf unterschiedliche Antworten gegeben werden, das zeigt aber nicht notwendig bereits programmatische Differenzen, den historischen Bruch oder die Kapitulation.

Dieses Gefühl war auf dem Weltkongres stark ausgeprägt. Es hat keine Spaltungen gegeben, obwohl programmatische Debatten auf der Tagesordnung standen, die teilweise an die Substanz der IV. Internationale gingen. Dieses war der vierte Kongreß, an dem ich teilgenommen habe, und er war von allen der entspannteste, weil es in breitem Maße dieses andere Verständnis von der Internationale gab und den Willen, sie in diesem Sinne zu verändern.

Frage: Sehr gut. Dennoch stellen die polnische und die nicaraguanische Revolution die Internationale vor eine Reihe von Problemen. Darüber hinaus ist unsere Bewegung in Mittelamerika nicht präsent. Wie reagiert die Internationale darauf?

Antwort: In gewissem Sinn ist die sandinistische Revolution für uns eine Herausforderung. Da ist eine Revolution, die andere, und nicht wir gemacht haben, die wir außerdem am Anfang auch noch schlecht verstanden haben. Darauf konnte es in unseren Reihen zwei entgegengesetzte Reaktionen geben. Die eine besteht darin, unser Programm über Bord zu werfen, weil es uns angeblich daran gehindert haben soll, die sandinistische Revolution zu erkennen und uns mit ihr zu verbinden.

Die Mitglieder der IV. Internationale, die diese Position vertreten, halten die Theorie der Permanenten Revolution für eine sektiererische Theorie, die uns von der realen Entwicklung isoliert. Man muß sie über Bord werfen. Was Gutes an Trotzki übrig bleibt, das ist die Tradition der III. Internationale, ihrer ersten vier Kongresse. Was Trotzki in den 20er und 30er Jahren darüber hinaus, noch entwickelt hat, ist in den Augen dieser Mitglieder heute ein Hindernis.

Aus dieser Position hätte sich eine Debatte zwischen „Orthodoxen" und „Revisionisten" entwickeln können, die katastrophal gewesen wäre. Wir haben statt dessen versucht, an Hand der konkreten Analyse der nicaraguanischen Revolution den Teil unserer programmatischen Positionen herauszufiltern, der aktuell geblieben ist, und ihn zu unterscheiden von dem Teil, der es nicht mehr ist. Haben die Sandinisten die Revolution zum Erfolg geführt trotz ihrer Bündnispolitik mit einem Teil der Bourgeoisie, trotz ihrer Vorstellungen über die wirtschaftliche Umwälzung, oder wegen dieser? Heute können wir an einzelnen Fragen Kritik üben, wir müssen aber anerkennen, daß die Sandinisten wegen ihrer Politik gesiegt haben, und nicht trotz ihrer.

Wir müssen prüfen, inwiefern dies unser Programm infragestellt. Wir haben nochmal die „Permanente Revolution" gelesen und einige Verwirrungen und Mißverständnisse ausgeräumt: die bürgerlich-demokratischen und die sozialistischen Aufgaben der Revolution sind voneinander nicht durch eine Chinesische Mauer getrennt, sie fallen aber auch nicht zusammen; die Arbeiterklasse kann in den verschiedenen Phasen des revolutionären Prozesses unterschiedliche Verbündete haben. Leider vertreten manche Trotzkisten in den abhängigen Ländern eine extremisti- Seite7

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sche Version der Theorie der Permanenten Revolution; darin wird die sozialistische Umgestaltung als eine Sofortmaßnahme verstanden, nicht als Resultat eines Prozesses, der beginnt mit dem Kampf gegen die Diktatur, für die Demokratie und die nationale Unabhängigkeit.

Die andere Reaktion ist die, daß man in einen gewissen Masochismus und in eine falsche Bescheidenheit verfällt, andere, nicht wir haben die Revolution gemacht, wir müssen uns ihnen anschließen. Nein! Natürlich haben wir immer von den Erfahrungen anderer zu lernen. Aber wir sind eine historische Strömung, die vor allem auf einer Kleinigkeit besteht, der internationalen Sichtweise der Revolution, und die von Anfang an eine Alternative zum Stalinismus vorgelegt hat. Es ist leider heute immer noch nicht Allgemeingut, daß man gleichzeitig Solidarnosć in Polen und die Revolution in El Salvador unterstützen muß, nicht einmal unter Revolutionären.

Ebenso gibt es keinen Grund, daß wir einen Rückzieher machen, wenn andere in Lateinamerika entdecken, daß die demokratische und die sozialistische Phase der Revolution Teil ein und desselben Prozesses sind, was wir seit Jahrzehnten in unserem Programm vertreten; oder wenn die Kommunistische Partei El Salvadors heute unter dem Druck der Ereignisse die alte menschewistische und stalinistische Theorie zurückweist, die bürgerlich-demokratische und die sozialistische Revolution seien zwei verschiedene, zeitlich getrennte Prozesse. Wir brauchen uns nicht klein und mickrig zu machen just in dem Moment, in dem die Geschichte uns recht gibt.

Wir können ein anerkannter Gesprächspartner der revolutionären Bewegung werden, unter der Bedingung, daß wir am revolutionären Prozeß teilhaben. Dazu gibt es in unseren Reihen den gemeinsamen Willen und das Vertrauen in die Bedeutung der IV. Internationale.

Frage: Welche Aufbauperspektive hat die IV. Internationale nach diesem Kongreß? Antwort: Wir haben auf dem Weltkongreß eine alte Vorstellung über Bord geworfen: daß die Internationale sich plötzlich in eine Masseninternationale verwandeln könne, wenn es nur einen Durchbruch im Klassenkampf gibt. Die politische Reorganisierung der Avantgarde auf internationaler Ebene wird ein wesentlich längerfristiger Prozeß sein, verschieden in den einzelnen Ländern Plötzliche Veränderungen wird es zumindest in absehbarer Zeit nicht geben. Eine solche Vorstellung konnte es 1938 geben, als unsere Bewegung gegründet wurde. Damals gab es drei Strömungen in der Arbeiterbewegung: die Stalinisten, die Sozialdemokraten und die Vierte Internationale, die das direkte Erbe der in der Erinnerung noch lebendigen russischen Revolution darstellte. Es gab noch die Hoffnung, nach dem Krieg könne wieder eine große sowjetische Sektion mit Massenanhang aufgebaut werden; die Hoffnung, die Moskauer Prozesse und die Deportationen hätten die revolutionäre Tradition nicht zerstört.

Heute ist das Spektrum der politischen Kräfte in der internationalen Arbeiterbewegung viel breiter. Es gibt zahlreiche Zwischenpositionen. Die Situation ist deshalb viel komplizierter. Wir müssen an diesem Prozeß voll teilnehmen, dabei die Notwendigkeit der Internationale betonen und ihr Programm verteidigen. Dazu brauchen wir andere Arbeitsmethoden.

In diesem Sinne hat es schon vor dem Weltkongreß Veränderungen gegeben, vor allem in der Presse der IV. Internationale. Es hat sich das Konzept durchgesetzt, daß Inprekorr" über die Aktivitäten der Sektionen in breitem Umfang berichten soll. Je enger wir mit anderen Strömungen zusammenarbeiten, um so mehr müssen wir Vertrauen in unsere eigenen Positionen haben; es müssen daher mehr internationale Kader herangebildet werden. Es ist paradox, daß unsere Internationale, obwohl sie schon so lange existiert, erst nach fast 50 Jahren eine eigene internationale Schule aufgebaut hat. Diese ständige Kaderschule gibt es nun seit drei Jahren. Es gibt regionale Treffen der Politischen Büros der europäischen und der lateinamerikanischen Sektionen — bald werden sie auch in anderen Teilen der Welt eingerichtet werden. Hier können die Mitglieder über politische Perspektiven diskutieren, ihre Erfahrungen austauschen und gemeinsame Lösungen für ähnlich gelagerte Probleme suchen.

Wenn man von der Zentralisierung der Internationale spricht, denkt man unwillkürlich an die Anwendung der Beschlüsse eines Zentralkomitees. Auf internationaler Ebene liegen die Dinge aber viel komplizierter. Eine Form der Zentralisierung ist die Beschlußfassung: man stimme ab über eine Resolution, die ein weltweit wichtiges Problem behandelt, und setzt sie in die Tat um. Aber es gibt auch andere Formen der Zentralisierung und des politischen Dialogs. Diese sollen ausgebaut werden.

Frage: Was ist dann die Rolle der Führung der Internationale und welche Beziehungen will sie zu den Sektionen unterhalten? Antwort: Gehen wir einmal von der programmatischen Debatte aus, die ich vorhin dargelegt habe. Die Positionen, die hier eingenommen werden, drücken reale Tendenzen außerhalb unserer Reihen aus. Sie werfen Fragen auf: Warum war die nicaraguanische Revolution erfolgreich? Warum ist die Einheit der Weltrevolution heute nicht unmittelbar erfahrbar? Da sie eine reale Entwicklung widerspiegeln, kann man darauf nicht einfach mit einer Bekräftigung der Prinzipien reagieren. Das wäre tödlich. Die Sektionen hätten immer konkretere Probleme und die Internationale würde ihre Hauptaufgabe darin sehen, sie vor programmatischen und politischen Abweichungen zu warnen. Eine ständig auf „rot" gestellte Ampel! Zentrifugale Differenzen können in der Internationale nur dadurch überwunden werden, daß die realen Probleme und Schwierigkeiten überwunden werden, nicht indem man sie einfach abwehrt. Wir haben keine Führung, die aus der lebendigen Erfahrung einer Revolution hervorgegangen ist, die über eine große Autorität verfügt, die sie im Feuer des Kampfes gewonnen hat. Das bedeutet, Führungsmechanismen entwickeln müssen, die vor allem einen ständigen politischen Dialog ermöglichen, und auf diese Weise die wertvollsten politischen Erfahrungen herauskristallisieren, um Lösungen für die anstehenden Probleme zu finden. Auf diese Weise wird die Internationale auch interessant und nützlich für andere Strömungen, die nicht notwendigerweise die Absicht haben, ihrin Bälde beizutreten. Einige Organisationen aus asiatischen oder lateinamerikanischen Ländern haben darum gebeten, an der Kaderschule teilnehmen zu können, weil hier geschichtliche Kenntnisse vermittelt werden, die ihnen häufig fehlen. In Asien z.B. zwingt der Konflikt zwischen China, Vietnam und Kambodscha dazu, die ganze Geschichte der Arbeiterbewegung in diesem Teil der Welt neu zu überdenken. Diese Organisationen bekommen hier die Mittelan die Hand, verschiedene politische Erfahrungen miteinander zu vergleichen, vorausgesetzt, man behandelt die Probleme konkret und löst sie nicht in programmatische Verallgemeinerungen auf.

Im Sinne der veränderten Funktionswe der Internationale müssen wir auch die Art und Weise überdenken, wie wir die künftigen Weltkongresse organisieren. Wir haben diesmal zu 80 % über allgemeine programmatısche Probleme diskutiert, und zu 20 % über das Verständnis und die Funktionsweise der Internationale. Die konkreten politischen Probleme konnten nur oberflächlich diskutiert werden. Da liegt ein Problem: Wie kann ein Weltkongreß konkret über die politischen Perspektiven in Bolivien diskutieren? Ist es möglich, daß die Mitgliedschaft die dazu notwendigen Informationen wirklich assimiliert, oder besteht die Gefahr, über Fragen zu urteilen, die man nur oberflächlich kennt? Es muß ein Weg gefunden werden, große Kesolutionen über einige Kernfragen zu diskutieren und zu verabschieden — heute z.B. über die Aufrüstung oder über die Revolution in Nicaragua -, und einen großen Teil der Arbeit des Kongresses in Kommissio zu verlagern.

Die Rolle der Führungsorgane der Internationale bleibt in erster Linie die, zu den großen Ereignissen des Klassenkampfs Position zu beziehen, mit den Sektionen über Fragen ihrer politischen Orientierung zu diskutieren, regionale Treffen vorzubereiten, die internationale Presse herauszugeben, das internationale Schulungssystem den Bedürfnissen der Sektionen anzupassen, die Erfahrungen im Aufbau der Sektionen zu zentralisieren, soweit man das kann.

Ein solcher Plan kann nur verwirklicht werden, wenn die internationale Führung sich ständig auf die Führung der Sektionen stützt, ihre Praxis internationalisiert und den Kreis an Kadern erweitert, der in die Diskussionen und die Tätigkeit der Internationale involviert ist. Wirmüssen eine wirkliche Synthese schaffen, und nicht die langfristig fatale Arbeitsteilung fortsetzen, bei der die Sektionen die Tagespolitik machen und die internationale Führung sich den theoretischen und programmatischen Fragen widmet.

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Politische Revolution und