diesen drei Kräften gegen das Regime ist das Gebot der Stunde.
Auch international steht das Apartheid-Regime nicht mehr so da wie zuvor. Verurteilungen im UNO-Plenum gab es schon zuhauf. Neu ist, daß Länder wie Australien, Niederlande oder Frankreich sich bemüßigt fühlen, ihre Wirtschaftsbeziehungen zu Südafrika abzubauen, daß in den USA große Firmen es sich zweimal überlegen, in Südafrika noch was zu investieren. Dies verdankt sich einerseits dem Druck einer Solidaritätsbewegung, die in den USA aus dem heiteren Himmel Zehntausende auf die Straße brachte, andererseits aber auch der klugen Überlegung der Kapitalisten, daß es besser ist, sich schon mal mit einigen der potentiell morgen in Südafrika Regierenden warm zu machen — mag die Apartheid fallen, das Kapital muß weiter herrschen.
Sei es wie es sei - ein solches Disinvestment nützt auf jedenfall der Bewegung der Schwarzen, weil es dem Regime schadet. Es fehlt jedoch der Druck der Bundesregierung Kohls, und die BRD ist immerhin zweitwichtigster Wirtschaftspartner der Rassisten. Es ist also nötig, hierzulande den Druck zu şteigern. Dazu dient auch die Demonstration am 21. September in Bonn.
SPANIEN