INTERVIEW MIT SERCIO RODRIGUEZ. TEIL Wir möchten noch ein Forum zu den Wahlen abhalten, zu welchem wir sämtliche Gewerkschaften und Organisationen, die es in Mexico gibt, eingeladen. Eine der zentralen Achsen unserer Kampagne ist daß eine Arbeiterpartei, ausgehend von den "klassisschen Cola cine Parole vie sic sich aus der von uns konstatierten Schwäche der mexikanischen Arbeiterbewegung ergibt. Wir meinen, daß unsere Wahlkampagne einen Schritt voran darstellen kann im Prozess der demokratischen Organisation der Arbeiterklasse und diese einen wichtigen Schritt weiterführt hin zur ihrer unabhängigkeit und dem Bruch mit der PRI und den anderen bürgerlichen Parteien.
Wir haben ein Programm ausgearbeitet Rosato Tara de Piedre Unteratatze von und sind gerade dabel dieses mir zu diskutieren. Diese Plattform dürfte Im Dezember verabschiedet werden. Wir wollen, daß dann eine Front entsteht , die viel größer ist als die PRT und die Organisation der revolutionärer Linken, eine Front, die die sozialen und demokratischen Sektoren und Organisationen vereint und all ihre Kraft in eine von den übrigen ganz verschiedene Wahlkampagne steckt, so wie wir sie anlässlich der kommenden Wahlen führen wollen.
In der Presse wurde die urzlicherfol cosmit vier a n deren Partelen oft sdruck des Einhe ens und aosdas Be n. damit Kraft im Land ein e "zweite olitische e" zu schaf- 1 e n. ausge fibin waus, sichtesh - Man muß betonen, daß diese Einheit von reformistischen und nationalistischen Partei•n in Mexico als Projekt seit 1975 zur Diskussion steht, daß aber die Führer über eine Reihe Beispielsweise berufsch eine sind. Parteien, die Mexikanische Arbeiterpartei, gar nicht auf den Sozialismus oder den Marxismus: ihre Grundsatzpoition ist nationalistisch, Sie beruft sich auf das Experiment von Cardenas wickeln konnten. Erst nachdem die Regierung ihr die Registrierung zu der Wahlen verweigerte, hat sie ihre politische Analyse geändert, das Wahlgesetz als faschistisch angeprangert, und da sie es für nötig hielt, an den Wahlen teilzunehmen, hat sie zum Zusammenschluß mit der KP aufgerufen... . Deren Erklärung ist ziemlich grotesk: sie sagt, die Führer der MT hätten sich eines Nachts hinge etzt und die Programme der fünf Par teien studiert, und da sie keine Differenzen geschen hätten, hätten sie die Vereinigung vorschlagen können; und kurze Zeit nach diesem Traum gab es die Ankündigung der Vereinigung. ebne daß die Basis der betroffenen Partelen je getragt worden wäre, auf ganz und gar bürokratische Weise...
Man dar aber nicht unterschätzen, was dieser Prozess der Vereinigung der Vereinigung der reformistischen Parteier für einige wichtige Teile der Bevölkerung. bedeuten konnte. Für weite Teile der Bevölkerung. wo die Wünsche nach Einheit stark sind, entspricht die Vereinigung dieser Parteien in gewisse: Neise ihren Einheitswünschen, wie ste sie im Verlauf ihrer Kämpfe ausgedrickt haben.
Man muß verstehen, daß bei den Teilen der Bevölkerung, die dabel sind, telen der Bourgoisie befinden, die Bil- Jung dieser reformistischen Partei die künftig Sozialistische Partei Mexikos heißen wird (PSM) - als eine Alternative erscheinen kann. Aber die Gründung dieser neuen Partei wird keine Verwandlung des Reformismus in Mexiko darstellen. Also, wir glauben nicht an die Entstehung einer Massenpartei in der Art der kommunistischen oder sozialdemokratischen Massenparteieli Europas, Wir können nur sagen, das die Arbeiterklasse, die leider noch nicht über jenes Bewußtseinsniveau verfügt. die in ihrer Mehrheit der Partei der Bourgeoisie -der PRI- vertraut, nicht in diese Partei stromen oder darin eine Alternative sehen wird.
Diese neue Partel, wie auch der Block der revolutionären Linken, der gerade entsteht, versuchen diesselben gesell-
schaftlichen Schichten zu gewinnen, also vor allem diejenigen die sich radikalisieren und die mobilisieren. Wir können nicht sagen, daß es heute einen mächtigen Druck der Massen hin zur Einheit gibt, welcher sich durch konkrete Aktionen oder Diskussionen ausdrücken würde. Aber wir glauben, daß es möglich ist, ja nötig ist, diese Frage der Einheit vorzubringen, dal die Aufstellung von Einheitskandidaten der Arbeiterpartei zu den nächsten Wahlen einen bedeutenden Schritt nach vome darstellen würde. Dies schlagen wir übrigens der KP vor. Aber deren Uhrung antwortete genauso wie die uhrung der PMT oder die der Mexi• kanischen Volkspartei (PPM), daß sie mit der PRT nichts am Hut hätten, daß sie eine Partei der Spaltung sei ınd also eine Einheit mit ihr nicht ansthe, Deshalb sagen wir, die einzige Möglichkeit, zu einer solchen Einheit zu kommen, ist nich die Diskussion mit der Fuhrung dieser Partei, sondern. die Eröffnung einer offenen Diskussion an der die Arbeiter- und Bauembewegung tellnimmt.
In diesem Sinne ist die Gründung des Forums für die Wahlen, von dem ich oben sprach, sehr wichtig. Wir werden dazu auch die KP und die Parteien. haben, die Mexikanische haben, nee Mexikanische Arbeiterpartei (PMT), die Mexikanische Volksind die Bewegung der Volksaktior MAP) einladen (1). Wir laden sie ein über unsere Wahlvorschläge zu diskuneuen schen tig heraus. Hier handelt es sich nicht um den Prozess einer Sozialdemokratisierung - d enn die Sozialdemokratie hat innerhalb derlateinamerikanischen Arbeiterbewegung keine große Tradition - sondem um den Prozess der Abgleitens in nationalistische, kleinbürgerliche Positionen, um Verbindungen mit dem bürgerlichen Staatsapparat aulzubauen.. . Also ein Abgleiten nichtnurin ideologischen Fragen. son dem bis hin zur Aufnahme von Tellen der nationalistischen Kleinbourgeosie in die Partel, wie dies auch in anderen Ländem geschehen ist.
Wir können daher nicht sagen, daß die KP ihr Programm aufgabe denn dieses hat schon immer solche Vorstellunger beinhaltet. Die KP meldete ja schon 1939 ihren Anspruch auf Aufnahme in die Partel der mexikanischen Revolution (PRM). Cardenas stellte, an. die die Regierung war dam mals die Hauptpartel der Bourgeoisiedie KP hielt sié jedoch für eine Partei der Volksfront. Niemals hat sie diese Konzeption einer Partei neuen Typs se negen are Momentre parte Die anrevolutionären Nationalisten oder die kleinbürgerlichen Nationalisten. hast, in der KP selbst Probleme verursachen?
- Wir glauben, daß die Entwicklung d dieser neuen Partei zu lebhaften internen Kämpfen führen wird. Es gibt Telle der PMT, die gegen die Art waren, wie die Entscheidung (zum Zusammenschluß) getalit wurde. Auch gibt es Meinungsverschiedenheiten unter ihner darüber, wer nun an dieser Koalition beteiligt sein sollte. Beispielsweise ist die PMT gegen den Eintritt der MAP, während Mitglieder der MAP die PMT als ultralinks etc. kritisieren. Es ha ndeit sich um eine Partei, in der sich Krisen mit ihrer Geburt einstellen. Die nächsten Diskussionen, werden recht und de kandidature en laien Wahrscheinlich wird Amoldo Martinez Verdugo der Kandıdat sein, der Generalsekretär der KPM, oder aber Herberto Castillo, der Präsident der PMT. In beiden Fallen wird es sich um eine schwache Kandidatur handeln. Im Falle von A moldo M. Verdugo behaupten eioffiziell nicht gibr, die aber offen auf- Tendenzen in der KP (die es treten): "Nicht nur, daß das Volk für A maldo Martinez Verdugo nicht stimmt, sondem auch ein Drittel der KPM wird es nicht tun, wie sie auch nicht für ihn als Generalsekretär. der KPM gestimmt haben". Und Herberto Castillo stellt sich heute als das Symbol der Verteidigung des mexikanischen Erdöls hin, Aber er hat an keiner Mobilisierung der Arbeiterklasse te genommen an keinemthrer Kämpfe, an keiner ihrer Demonstrationen, Gewöhnlich war er der Meinung, daß es sich bei jeder Straßen dem osntration um eine linksradikale Provokation handle - dies wird sich auf das Stimmenergebnis auswirken. Wir glauben nicht, daß es hauptsäch- ¡lich die radikalisiertesten Teile der Arbeiterklasse sein werden, die für. Herberto Castillo oder A moldo Martinez Verdugo stimmen werden. Dies werden Telle der Mittelklassen, der Gebildeten und der Intelligenz sein. Wie die letzten Wahlen gezeigt haben, sind die beiden kommunistischen Bastionen in Mexico City zwei Stadtteile der "gehobenen • Kleinbourgeoisie, nämlich Coyoacan und San Angel. Dort hat die KP Ihren größten Stimmanteil erhalten. Dies ist typisch- sie hat am (1) Am 15. Aug. 81 kündigte die Kommunistische Partei Mexicos die Vereinigung mit vier weiteren Organisationen an; mit der Mexikanischen Arbeiterpartel (PMT), einer populostischen Gruppierung die zum Teil aus der 68 ziger-Generation hervorgegangen ist, der Mexikanischen Volkspartel (PPM), einer ultra-stalinistischen Gruppe deren Einfluß sich aber auf di rovinz Nayarit im Nordwesten beschränkt (die PPM hatte sich 1976 von der Sozialistischen Volkspartel (PPS) vpn Lombaro Toledano abgespalten, als die Führung dieser Partei sich weigerte, gegen betrügerische Wahlergebilsse Einspruch zu erheben, als der Sleg der PPS in Nayarit Ihr von der reglerenden PRI abgesprochen wurde); die meisten Stimmen nicht in Arbeiterbezirken, sondern in solchen des Kleinbürgertums gekriegt. Die Vereinigung und das Bündnis mit Teilen der natio. nalistischen Kleinbourgeoisie wird auf solche Schichten eine bedeutende Wirkung haben, vielleicht auch auf lange Sicht auf die Arbeiterklasse. Aber man braucht an keinen qualitativen Sprung zu glauben, oder daß sie die zweite Kraft im Lande wird, oder daß sie ihr Wahlergebnis von 1979 wird verdoppeln oder verdreifachen können.
Die Vereinigung wird keine grundlegende Veränderung der politischen Lager bringen. Die einzige Veränderung, die möglich ist, ware ein Vorankommen bei der Zentralisierung der Kampte, beim demokratischen Organisationsprozess der Arbeiterklasse. Genau dies versuchen wir zu schaffen. Wir glauben nicht, daß dies in der gegenwärtigen Periode durch pure Propaganda gelingen kann, aber es können die Grundlagen dafür auf längere Zeit gelegt werden. Auf der anderen Seite schlugen wir den. revolutionären Organisătionen vor, über die Gründung einer revolutionären Partel in Mexico zu diskutieren. Also keiner trotz kistischen Partei, sondem einer der Revolutionăre, wo die Trotz- Kisten integraler Bestandteil wären, aber eine Relhe politischer Klarstellungen erzielt werden müssten über die Frage der Klassenunabhangigkeit, der selbstorranisation und der Rolle des Parlamenres, also einer Reihe von fundamentalen strategischen Prinzipien, die, wie der demokratische Zentralismus, tur uns Kempunkte bei der Bildung einer revolutionären Partel in Mexico sind, Serh interessant ist, daß sie bereit sind, daruber zu diskutieren, und die erste Ereine Diskussion unter Arbeitern handle und daß wir darüber in aller Öffentlichkeit vor Arbeitern und Bauem diskutieren wollten; nämlich über die Möglichkeiten, zu einem Übereinkommen hinsichtlich Dies wird sicherlich nich in kürzester Zeit ertolgen können, sondem stellt einer Perspektive auf mittlere oder längere Sicht dar.
Von Vincent Kermel aufnommenes Interwiev, 10. Oktober 1981. Revolution är- Sozialistische Partei (PSR) und die Bewegung für sozialistische Aktionen und Einheit (MAUS), zwei Organisationen stalinistischer Herkunft ne bordeutende Verantem Kong • Kongress In der Zwischenzeit ist auch eine fünfte Organisation, die Bewegung der Volksaktíon (MAP), eine Organisation von Untemehmem und Technokraten die rechteste von allen mit der KPM hien Bindengen an den taat und die die die stark- Reglerung und in der auch frühere Minister aktiv sind - hinzugekommen...
MEXICO: