Inprekorr 1971–1992

Archiv der Internationalen Pressekorrespondenz der IV. Internationale

Resolution des Vereinigten Sekretariats der IV. Internationale: Erklärung zu Nicaragua

Inprekorr Nr. 106, 28. Juni 1979 · S. U4 · 743 Wörter

Mittelamerika IV. Internationale

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der Nicaragua-Revolution spüren. In Gua- Resolution des Vereinigten Sekretariats der IV. Internationale temala, Salvador und Honduras sehen schon heute die Völker dieser Länder ihre große Schlacht gegen die Diktaturen, die sie unterdrückten und die im Somosismus einen wesentlichen Eckpfeiler haben.

Für eine interationale Unterstützung mit US-Imperialismus trägt, zum Uberleben Ähnlich, wie sich die Völker dieser dem kämpfenden Volk Nicaraguas! der Herrschaft Somosas. Vor der Welt- Länder vollständig mit der Zukunft der öffentlichkeit wird nun endgültig die Massen Nicaraguas identifizieren, machen Der bewaffnete Kampf des Volkes von Verlogenheit von Carters Menschenrechts- es die Diktatoren dieser drei Länder, die Nicaragua an deren Spitze die sandinisti- kampagne klar, der die geballte Macht der in der Schlacht Somosas ihre ureigenste sche Befreiungsbewegung steht gegen die USA einsetzt, um die blutrünstigsten sehen. Deshalb arbeiten sie mit ihm vollverhaßte Diktatur Somosas hat in diesem Tyrannen in den halbkolonialen Ländern ständig zusammen, um seine Niederlage Augenblick einen entscheidenden Punkt zu stützen, um die Vorherrschaft des zu vermeiden, die gleichzeitig auch ihre erreicht für die Zukunft der Revolution eigene wäre. Für den Imperialismus ist Nicaraguas und im allgemeinen der von die Verteidigung der konterrevolutionăganz Zentralamerikas. Die zutiefst ver- ren Somosa-Bastion entscheidend. Die letzte Diktatur verteidigt sich mit allen das Militär einzusetzen. Gestern noch sah Basis, um Feldzüge gegen Kuba zu führen Mitteln, sie schreckt selbst davor nicht man, wie sie den Schah unterstützten und und gegen andere Volksbewegungen läuft zurück, die barbarischen Mitteln gegen heute bestätigt sich das wieder mit Somo- Gefahr verloren zu gehen. Die ökonomidas eigene Volk anzuwenden, um sich an sa. Der Yankee-Imperialismus ist die schen Pläne wie die der Renovierung der Macht zu halten. letzte Verteidigungslinie der bestialischsten eines gemeinsamen mittelamerikanischen Herrschaftsformen. Aber nicht bloß der Marktes oder wie den militärischen Rat

Konfrontiert durch die bisher best- Yankee-Imperialismus ist verantwortlich der mittelamerikanischen Verteidigung vorbereiteten und tiefgehendsten sandi- für Somosa, ebenso mehr schuldig sind oder die allgemeine politische Stabilisienistischen Offensive, die schon selbst auch die Euroimperialisten und ganz rung sind am Rande des Abgrundes. Man bis hin zum Zentrum der Macht Somosas, besonders in den letzten Jahren der kann deshalb erwarten, daß in den Mo- Managua vorgedrungen ist, versucht japanische Imperialismus. Das nahm menten der Agonie des Somosismus die Somosa der schweren Krise seiner Herr- Gestalt in verschiedenen Formen an, größten konterrevolutionären und hinterschaft zu entkommen, indem er selbst pen Betens nur dem haltigen Manöver von Seiten des Imperianicht einmal vor Völkermord an der lismus geplant sind.

eigenen Zivilbevölkerung zurückschreckt. Diktator steht.

In Costa Rica und Panama haben die Unzählbare Massaker und verbrecheri- Ähnlich ist es notwendig, die Rolle bürgerlichen Sektoren einschließlich sche Repressalien haben zehntausende aufzudecken, die seit mehreren Monaten zweier ihrer Führungen angestrebt, die von Toten, Verletzten und Geflohenen das rassistische Regime Israels spielt, das revolutionären Konsequenzen Nicaraguas gefordert. Zerstörungen und ein unge- eine Zwischenmittlerrolle für den Yankee- auf ihre Länder zu vermeiden. In der kanntes Ausmaß an Leiden wurden heute Imperialismus hat bei der Versorgung von gleichen Weise verhalten sich andere zum Alltagsleben dieses heldenhaften Somosas Nationalgarde mit Waffen. Die Bourgeoisien der Nachbarländer wie Volkes Zentralamerikas. Ihr heroischer imperialistischen Kräfte brauchen Somosa Mexico, Venezuela und Kolumbien und und langer Kampf, der sich über Jahr- und sind tatsächlich die wesentlichen ganz allgemein der Andenpakt. Für diese zehnte hinweg gegen die Somosa-Dynastie Stützen dieser Diktatur zu einem Zeit- ist es recht einfach, als liberal aufzutreten erstreckte, hat heutzutage das Ausmaß punkt, wo selbst wichtige nationale verglichen mit dem Metzger aus Managua. eines revolutionären Kampfes angenom- bürgerliche Gruppierungen ihm die Unter- Aber genáuso streben sie an, zu einem men. Heute braucht es mehr als jemals stützung verweigem. Somosa und sein späteren Zeitpunkt fähig zu sein, in den zuvor die Unterstützung und die Solidari- Regime stellen den Eckpfeiler der impe- revolutionären Prozeß einzugreifen, um tät durch das internationale Proletariat, rialistischen Vorherrschaft in der mittel- ihn zu neutralisieren. Dadurch, daß sie um siegreich ihre Offensive gegen den amerikanischen Region dar. Durch Finan- die Dynamik der permanenten Revolu- Diktator zu beenden. Diese internationa- zen, industriell und handelsmäßig ist das tion bremsen. Es ist notwendig, sich mit le Kampagne für das kämpfende Volk Somosa-Regime durch tausende von dem Kampf des Volkes Nicaraguas und Nicaraguas muß ihre Kraft bündeln in Fäden an die imperialistischen Gesell- seiner Avantgarde der FSLN zu solidarider Entlarvung der wesentlichen Rolle, schaften verbunden, eine Verknüpfung, sieren, um deren Isolierung zu verhindern. die der Imperialismus, insbesondere der die gekrönt wird durch eine mächtige S. 31