ERKLÄRUNG DES VEREINIGTEN SEKRETARIATS DER IV. INTERNATIONALE ZUM KRIEG ZWISCHEN INDIEN UND PAKISTAN +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++*+++++++++++++++++++++++++ Die indische Bourgeoisie erwies sich aufgrund ihrer historischen Schwäche als unfähig, die Einheit des Landes herzustellen. Das gab dem britischen Imperialismus 1947 die Möglichkeit, es zu teilen. Das war das Hauptmanöver des britischen und des internationalen Imperialismus, um den Prozess der Permanenten Revolution in diesem Teil der Welt zu bremsen. IN PRE KORR 15. 12.71 S. 4
Erleichtert durch die opportunistische Politık tie und der Kommunis ischen Partei Indiens (KPI), der sowjetischen Bürokraspäter dann der Kommunist ischen far e:(Marxisten), konnte dieses Manöver fast ein Viertel Jahrhunder lang virksam bleiben. Pas Schüren und die Benutzung des antiindischen Chau: inismus in Pakictan und des antipakistarischen Chau vinismus in Indien collien die rovolutionäre Kampfkraft der Arbeiterund Bauernmanser. die sich normalerweise gegen ihre Unterdrücker richten wurde, in andere Karale lenken.
Die Hungersno: von 1966/67, die revolutionäre Erhebung von 1968/69 in Pakis'en. der nationale Befreiungekampf von bangla Desh von 1971 haben das labile Gleichgewicht des indischer Subkontinente, so wie es sich nach der fehlgeschlagenen indischen Revolution von 1946/47 eingependelt hatte, gebrochen. Die revolutionäre Erhebung der Massen in Osttengalen konnte durch die unmenschliche Repression von Seiten der Militärdiktatur Yahya Khan nich niedergeworfen werden. Die durch diese Repression her ergerufene schnelle und unfangreiche Entwicklung des Guerillakampfes hat zu einer wachsenden Radikalisierung der Unabhängigkeitskämpfer immer breitere Schichten überborden aie nationavon Bangla Desh geführt:
listische bürgerliche Führung der Awami-Liga, und die revolutionären Gruppen stehen ihr direkt feindlich gegenüber.
Kontex: haben sich die führenden Cliquen der beiden Länder in ei- In diesem hen Krieg gestüre , dessen krimineller und konterrevolutionärer Charakter keinem konsequenter Marxisten entgeht.
Indira Ghandi will die Errichtung einer Regierung der Awamiliga in Dac a. Das angestrebte Ziel ist die Blockierung des Befreiungskampfes in Celbengiler. on zu verhindern, daß dieser sich in eine soziale Revolu- Lior anwandel' und diese sich auf Westbengalen ausbreitet, wo seit mehreren Jahren eine permanen: verrevoluticnäre Situation besteht. In letzter Instans is: damit gar:» Indien betroffer.
Erschrocken über den eventuellen Zusammenbruch des künstlichen Staates Pakistan, dessen einziges Bindemittel die musulmanische Religion ist, versucht Yahya Klan die Operationsbasen des Befreiungskampfes von Bangla- Desh zu zerstören, hevor die sich erhebenden Massen auch West-Pakistan hinwegfegen.
Weil die sowjetische Bürokratie ein zweites Vietnam in Südostasien vermeiden will, unterstützt sie die Manöver der indischen Bourgeoisie, die zum Bollwer: gegen eine allgemeine revolutionäre Krise auf dem indischen Subkontinent werden soll. Per amerikanische Imperialismus und die chinerische Bürokratie ihrerseits versuchen mit verschiedenen Mitteln, den status quo zu retten: sie wollen den künstlichen Staat Pakistan erhalten urd stützen deshalb die Clique Yahya Khan.
All diese Regierungen stehen in vollkommenen Gegensatz zu den Interesser der arbeitenden Maesen in Pakistan und Indien; diese fordern den Sturz der Herrechaft der mit den Großgrundbesitzern verbündeten Bourgeoisie in Indien und Pakistan. Was auch immer der Ausgang der militärischen Kämpfe sein wire, der explocive Charakter der Situation wird sich auf den ganzen indischen Subkontinent ausdehnen.
Es ist die Aulgabe der Revolutionäre und besonders der IV. Internationale, die chauvinistische Propaganda,mit der die führenden Cliquen in Neu-Delhi und Islamabad die Massen verdummen, zu bekämpfen. Die Revolutionäre der beiden Länder müsser für die Niederlage ihrer eigenen Bourgeoisie und für die Umwandlung des kon'errevolutionären Kriegen in eine sozialistische Revolution kämpfen. In bengalen müssen sie ihren Kampf für die Unabhängigkeit. von Bangla-Desh fortsetzen.
Nicht ein einzigen der Hauptprobleme des Subkontinents konnte im Laufe von 25 Jahren bürgerlicher Herrschalt in beider Staaten gelöst werden. Diese Herrechal: konnte die Zeit der massiven Hungersnöte, der wirtschaftlichen Stagnation, der Rücks: ändigkeit, der nationalen Unterdrückung und der extremen sozislen Ungleichheit -- die Erbschaft aus jahrhundertelanger Kolonialherrschaft -- nur verlängern. Der Bankrott dieser sozialen Klassen macht sie unfähig, irgendeine Lösung für die Probleme des bengali- INPHEKORR 13. 12. ? s. 5
schen Volkes oder für diejenigen irgendeiner anderen nationalen Minderheit zu finden. Die armen verschuldeten Bauern, die Arbeitslosen, die Landarbeiter, die doppelt ausgebeuteten Industriearbeiter werden Schicksal selbst in die Hand nehmen und der Subkontinent im Sozialismus vereinigen.
NIEDER MIT DEN KONTERREVOLUT NÄREN KRIEG ZWISCHEN INDIEN UND PAKISTAN ! VORWÄRTS ZUM VEREINIGTEN SOZTALISTISCHEN BENGALEN !
VORWÄRTS ZUR REVOLUTION AUF DEM INDISCHEN SUBKONTINENT ! 5. 12.71